Kryotherapie und Hypothermie

Anwendungsgebiete, Kryochirurgie, Kältekammer


Hausarbeit, 2008

21 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung:

1.Einleitung

2. Definitorische Grundlagen
2.1 Hypothermie
2.2 Kryotherapie
2.3 Kryochirurgie
2.4 Weitere Begriffe

3. Geschichte der Kaltetherapie

4. Grundlagen der physikalischen Therapie

5. Techniken und Anwendungsgebiete der Kaltetherapie
5.1 Naturliche Kaltetrager
5.2 Industriell gefertigte Kaltetrager

6. Pra- und postoperative Kryotherapie, Kryochirurgie
6.1 Praoperative Kryotherapie
6.2 Postoperative Kryotherapie
6.3 Kryochirurgie

7. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Diese Arbeit thematisiert die ,Kryotherapie', den gezielten Einsatz von Kalte um therapeutisch sinnvolle Effekte zu erzielen. Im nachfolgenden Abschnitt (Kapitel 2) werden die Begriffe ,Hypothermie', ,Kryotherapie', ,Kryochirurgie', sowie einige weitere Fachbegriffe erlautert. Daran knupft das Kapitel 3 mit einem Abriss uber die Geschichte der Kaltetherapie an. Darauf aufbauend werden die Grundlagen der physikalischen Therapie im vierten Kapitel dargestellt. In Kapitel 5 werden gangige Techniken und Anwendungsgebiete der Kaltetherapie dargestellt und erlautert. Kapitel 6 stellt dar, welche Moglichkeiten der Chirurgie durch die Kryotherapie eroffnet werden. Dargestellt werden sowohl die pra- als auch postoperative Kryotherapie, sowie die Kryochirurgie, die sich erst in jungster Zeit herausgebildet hat. Der siebente Abschnitt fasst die wichtigsten Arbeitsergebnisse zusammen.

2. Definitorische Grundlagen

Im Folgenden wird zunachst die ,Hypothermie' erlautert. Der Zustand der ,Hypothermie' ist Grundlage fur die ,Kryotherapie', da sich diese gezielt und punktuell einzelner Effekte der Hypothermie bedient.

2.1 Hypothermie

„Hypothermie ist ein Abfall der Korpertemperatur unter 37°C. Je nach Tiefe der Kerntemperatur lassen sich Hypothermiegrade unterscheiden: Leichte Hypothermie bis 32°C, maRige Hypothermie bis 29°C und tiefe Hypothermie bis 20°C und tiefer" (siehe www.aundio.de). Je nach erreichtem Hypothermiegrad variiert der Bewusstseinsgrad (von „klar/schlafrig" bei einer leichten Hypothermie bis „bewusstlos" bei einer tiefen Hypothermie), die Ansprechbarkeit (von „gut" bei einer leichten Hypothermie bis „keine" bei einer tiefen Hypothermie) und der Reflexstatus (von „sehr hoch" bis „nicht vorhanden"), um einige wenige Faktoren zu nennen. Daneben kommt es auch zu Veranderungen bei der Herzfrequenz, beim EKG, beim systolischen und diastolischen Druck, sowie bei der Atemfrequenz (vgl. www.aundio.de).

Unter Hypothermie ist allgemein der Zustand der Unterkuhlung zu verstehen. Er tritt dann auf, wenn die Warmeabgabe des Korpers groRer ist als die Warmeproduktion. Auftretende Symptome sind Zyanose (kalte blasse Haut, Blauverfarbung von Lippe etc.), Muskel- und Kaltezittern, vertiefte und schnelle Atmung oder ein beschleunigter Puls (vgl. Schroder 1995, S. 24f).

2.2 Kryotherapie

Fur die vorliegende Arbeit soll fur den Begriff Kryotherapie folgende Definition zugrunde gelegt werden: „Unter Kryotherapie versteht man medizinische Behandlungsverfahren, die auf dem Einsatz von Kalte unter 0°C basieren" (siehe www.flexikon.doccheck.com). Unter dem Begriff ,Kryotherapie' werden zwei Formen von Behandlungsverfahren zusammengefasst: Zum Einen die Ganzkorper-Kaltetherapie mit Kalteexposition des gesamten Organismus (z.B. Kaltgas-Therapie) und zum anderen die lokale Anwendung sehr tiefer Temperaturen zur gezielten Vereisung von Gewebe (vgl. www.flexikon.doccheck.com).

Die Kryotherapie ist eine physikalische Therapie, die sich durch den gezielten Einsatz von Kalte auszeichnet. Andere physikalische Therapien sind die Hydrotherapie, die Thermotherapie, elektrophysikalische Behandlungen, Krankengymnastik oder Massagen. Die Kryotherapie arbeitet mit thermischen Reizen. Kaltereize werden gezielt gesetzt um eine bestimmte Reizantwort zu provozieren. Diese sollen dabei so zur Anwendung kommen, dass die naturlichen korpereigenen Abwehrmechanismen angeregt bzw. normalisiert werden. Dabei ist die Reizstarke von besonderer Bedeutung, da zu starke oder schwache Dosierungen kontraproduktiv wirken konnen (vgl. Schroder 1995, S.7ff).

Der Begriff ,Kaltetherapie' wird synonym fur ,Kryotherapie' verwendet.

2.3 Kryochirurgie:

,Kryochirurgie' ist die „[...] medizinische Anwendung extrem tiefer Temperaturen zur operativen Gewebedurchtrennung oder -zerstorung; [...]" (siehe Zwahr 2003, S. 4057).

2.4 Weitere Begriffe:

Embolie:

„Plotzlicher BlutgefaRverschluss durch einen in die Blutbahn geratenen, mit dem Blutstrom verschleppten korpereigenen oder korperfremden Stoff (Embolus) und die dadurch bedingten [...] Folgezustande" (siehe Zwahr 2003, S. 1759).

Hamatom (Bluterguss):

„Austritt von Blut aus den BlutgefaRen in das Bindegewebe, unter die Haut, in Muskeln oder Gelenke" (siehe Zwahr 2003, S. 781).

Hypoxie(schaden):

„Sauerstoffmangel in den Korpergeweben, zu dem es besonders bei ortlicher Durchblutungsstorung oder infolge verminderten Sauerstoffgehalts Im Blut (Hypoxamie) kommt" (siehe Zwahr 2003, S. 3191).

Odem:

„[...] besonders in Haut und Unterhaut eindruckbare, schmerzlose, diffuse Schwellung infolge krankhaft gesteigerter wassriger Flussigkeitsansammlung In den Gewebespalten [...]" (siehe Zwahr 2003, S. 5321).

Thrombose:

„Durch Bildung eines Blutgerinnsels bedingter teilweiser oder vollstandiger Verschluss von BlutgefaRen (Arterien oder Venen) sowie der Herzhohlen mit Behinderung des Blutstroms" (siehe Zwahr 2003, S. 7529).

Zyanose (Blausucht):

„Blaurote Farbung von Haut und Schleimhauten infolge verminderter Sauerstoffsattigung des Kapillarblutes [...]" (siehe Zwahr 2003, S. 763).

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Kryotherapie und Hypothermie
Untertitel
Anwendungsgebiete, Kryochirurgie, Kältekammer
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Laboratorium Fertigungstechnik)
Veranstaltung
Medizintechnik
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V160059
ISBN (eBook)
9783640730469
ISBN (Buch)
9783640730636
Dateigröße
431 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medizintechnik, Hypothermie, Kryotherapie, Kryochirurgie, Kältetherapie, Kälteträger, Präoperative Kryotherapie, Postoperative Kryotherapie
Arbeit zitieren
Daniel Grenzmann (Autor), 2008, Kryotherapie und Hypothermie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160059

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