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Der Kampf um Deutungshoheiten. Eine kritische Diskursanalyse zur Bürgergelddebatte anhand von Tweets politischer Akteure auf "X"

Titel: Der Kampf um Deutungshoheiten. Eine kritische Diskursanalyse zur Bürgergelddebatte anhand von Tweets politischer Akteure auf "X"

Bachelorarbeit , 2025 , 79 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Lukas Eckhardt (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Bachelorarbeit bietet eine sprachwissenschaftlich fundierte Analyse der politischen Kommunikation auf der Plattform X (ehemals Twitter) im Kontext des Bürgergeld-Diskurses. Anhand ausgewählter Beiträge politischer Akteure wird untersucht, wie Sprache, Argumentationsmuster und Kollektivsymbole eingesetzt werden, um politische Positionen zu markieren, Deutungsmuster zu etablieren und gesellschaftliche Zuschreibungen zu steuern.

Die Arbeit basiert auf der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger und verbindet theoretische Fundierung mit einer praxisnahen Untersuchung realer Kommunikationsprozesse in sozialen Medien.
Sie richtet sich an Leserinnen und Leser aus den Bereichen Sprachwissenschaft, Medien- und Kommunikationsforschung sowie an Fachpersonen aus Journalismus, Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit, die ein vertieftes Verständnis für die strategische Dimension politischer Sprache im digitalen Raum gewinnen möchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Politik und Sprache

2.1 Politische Kommunikation

2.2 Politische Kommunikation im Zeitalter sozialer Medien

2.3 Exkurs - Die Plattform „X“ als Forschungsmedium

3 Theoretischer Zugang

3.1 Was ist Diskurs?

3.2 Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger

3.2.1 Diskursfragmente/Diskursstränge/Gesamtgesellschaftlicher Diskurs

3.2.2 Diskursive Verschränkungen

3.2.3 Kollektivsymbole

3.2.4 Das Analyseverfahren

3.2.5 Kritik üben

4 Der Bürgergelddiskurs

4.1 Von Hartz IV zum Bürgergeld

4.1.1 Agenda 2010

4.1.2 Die Bürgergeldreform

4.1.3 Die Folgen der Einführung

4.2 Die Regelsatzerhöhung 2024

4.3 Diskurseliten

5 Analyse

5.1 Forschungsdesign

5.1.1 Eingrenzung des Untersuchungszeitraums

5.1.2 Eingrenzung des Korpusmaterials

5.1.3 Vorgehensweise

5.2 Kollektivsymbole / diskursive Verschränkungen

5.2.1 Regierungsparteien

5.2.2 Oppositionsparteien

5.3 Zusammenführung der Ergebnisse

6 Diskussion

6.1 Einordnung der Ergebnisse

6.2 kritische Auseinandersetzung mit dem Forschungsansatz

6.3 Beurteilung der Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, wie politische Akteure den digitalen Raum der Plattform „X“ nutzen, um Bedeutungszuschreibungen vorzunehmen, Deutungsmuster zu etablieren und diese nachhaltig innerhalb des Bürgergelddiskurses zu festigen. Ziel der Untersuchung ist es, anhand ausgewählter Beiträge zu ermitteln, welche sprachlichen Mittel zur Anwendung kommen und welche diskursiven Strukturen dabei sichtbar werden.

  • Analyse der Rolle von Kollektivsymbolen bei der diskursiven Bedeutungsproduktion.
  • Untersuchung diskursiver Verschränkungen zwischen verschiedenen politischen Themenfeldern.
  • Gegenüberstellung der Kommunikationsstrategien von Regierungs- und Oppositionsparteien.
  • Einsatz der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger als methodischer Rahmen.
  • Untersuchung der Veränderung von Deutungsmustern über zwei zeitlich begrenzte Untersuchungszeiträume.

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Kollektivsymbole

Wie bereits weiter oben angemerkt, folgt nun eine nähere Erklärung der Kollektivsymbole, ihrer Funktion und Wirkung innerhalb von Diskursen. Das Konzept der Kollektivsymbolik geht auf Jürgen Link zurück. Kollektivsymbolik ist zu verstehen als der „(...) gesellschaftlich geteilte Vorrat an sprachlichen, bildlichen, schematischen und anderen Ressourcen, derer sich politische und mediale Akteure bedienen, um Ereignisse und Handlungen für die Allgemeinheit deutbar und verständlich zu machen“ (Knobloch, 2022, S. 188). Auch wenn Kollektivsymbole überwiegend metaphorischer Natur sind, verweist Link darauf, dass sie nicht nur als Metaphern zu verstehen sind, sondern als „(...) expandierte metaphorische Komplexe“ (Link, 2008, S. 125). Er unterstreicht, dass es wichtig sei, auch die „(...) Fälle synekdotischer (repräsentativer) oder metonymischer Bilder“ zu berücksichtigen (ebd. S. 125).

Dadurch öffne sich, so Link, ein Zwei-Ebenen-System, welches zum einen den Symbolisanten, der meist ikonisch realisiert wird, darstellt und zum anderen die Ebene der Symbolisaten, welche die mitgetragene Wirkung respektive den Sinn eines solchen Kollektivsymbols liefert (ebd. S. 125). Link hebt dabei hervor, dass ein Symbolisat auch mehrere Symbolisanten aktivieren kann, je nachdem, aus welchem Blickwinkel, vor welchem Hintergrund und in welchem Kontext das Kollektivsymbol erwähnt wird. Dabei spielt das Wissen innerhalb der Diskursgemeinschaft eine große Rolle bei der Zuordnung von Symbolisant und Symbolisanten (ebd. S. 125f). Kollektivsymbole sind ein wichtiger Bestandteil innerhalb des Interdiskurses: Durch sie können Spezialdiskurse miteinander verbunden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Bürgergelddebatte ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit unter Verwendung der kritischen Diskursanalyse.

2 Politik und Sprache: Dieses Kapitel erläutert den Zusammenhang zwischen Politik und Sprache und beleuchtet die Rolle sozialer Medien in der politischen Kommunikation.

3 Theoretischer Zugang: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Diskursanalyse nach Foucault und Siegfried Jäger dargelegt, insbesondere das Konzept der Kollektivsymbole.

4 Der Bürgergelddiskurs: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick zur Entwicklung von Hartz IV zum Bürgergeld und ordnet die beteiligten politischen Akteure als Diskurseliten ein.

5 Analyse: Der empirische Teil untersucht mittels einer qualitativen Analyse ausgewählter Tweets die sprachlichen Strategien und kollektiven Deutungsmuster der politischen Akteure.

6 Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse, bewertet den gewählten methodischen Forschungsansatz und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Bürgergeld, Diskursanalyse, Kollektivsymbole, Politische Kommunikation, X, Diskurseliten, Hartz IV, Deutungshoheit, Soziale Gerechtigkeit, Diskursive Verschränkung, Macht, Sprache, Diskursfragment, Leistungsgedanke, Diskursstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den „Kampf um Deutungshoheiten“ in der politischen Bürgergelddebatte auf der Plattform „X“ durch eine kritische Diskursanalyse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die soziale Sicherung (Bürgergeld vs. Hartz IV), die Rolle von Politikersprache in sozialen Medien und die Verschränkung dieser Debatte mit Migration und Wirtschaftspolitik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welche Rolle Kollektivsymbole und diskursive Verschränkungen in der Kommunikation politischer Akteure auf „X“ im Kontext des Bürgergelddiskurses spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger angewandt, ergänzt durch Ansätze zur Analyse von Kollektivsymbolik nach Jürgen Link.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen historischen Kontext des Bürgergeldes und eine empirische Analyse von Tweets verschiedener Parteien in zwei spezifischen Zeiträumen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kollektivsymbole, Diskurseliten, politische Kommunikation, Deutungshoheit und diskursive Verschränkungen charakterisiert.

Wie unterscheiden sich die kommunikativen Strategien der Regierungsparteien von denen der Opposition?

Während Regierungsparteien das Bürgergeld eher als Fortschritt und soziale Sicherheit rahmen, setzen Oppositionsparteien auf eine diskursive Abwertung durch Begriffe wie „Pullfaktor“ oder „Wählerbetrug“.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Begriff „Pullfaktor“ im Untersuchungszeitraum des Koalitionsbruchs zu?

Der Begriff fungiert als Kollektivsymbol, das den Bürgergelddiskurs strategisch mit dem Migrationsdiskurs verknüpft und die Leistung als vermeintliche Bedrohung für die Sozialordnung darstellt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Plattform „X“ für den politischen Diskurs?

Die Plattform wird als zentraler, aber nicht neutraler Resonanzraum identifiziert, der durch Zeichenbegrenzung und algorithmische Logiken eine Zuspitzung und Polarisierung politischer Aussagen fördert.

Ende der Leseprobe aus 79 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Kampf um Deutungshoheiten. Eine kritische Diskursanalyse zur Bürgergelddebatte anhand von Tweets politischer Akteure auf "X"
Hochschule
Universität Siegen  (Fakultät 1)
Veranstaltung
Politische Kommunikation
Note
1.0
Autor
Lukas Eckhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
79
Katalognummer
V1600952
ISBN (PDF)
9783389142899
ISBN (Buch)
9783389142905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politische Kommunikation strategische Kommunikation Sprache und Kommunikation Sprachwissenschaften Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Eckhardt (Autor:in), 2025, Der Kampf um Deutungshoheiten. Eine kritische Diskursanalyse zur Bürgergelddebatte anhand von Tweets politischer Akteure auf "X", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1600952
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Leseprobe aus  79  Seiten
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