Der gestörte Unterricht in der Grundschule

Ursachen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten.


Examensarbeit, 2009
68 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Zum Begriff „Unterrichtsstörung“

3. Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen
3.1 Unterrichtsstörungen aus Lehrersicht
3.2 Unterrichtsstörungen aus Schülersicht

4. Ursachen von Unterrichtsstörungen

5. Folgen für das Klassenklima

6. Fehlverhalten von Lehrkräften

7. Störungsprävention
7.1 Präventivstrategien
7.1.1 Beziehungsebene
7.1.2 Disziplin-Managementebene
7.1.3 Unterrichtsebene
7.2 Unterstützungsstrategien
7.2.1 Beziehungsebene
7.2.2 Disziplin-Managementebene
7.2.3 Unterrichtsebene
7.3 Meditation – ein Beispiel für eine Störungsprävention

8. Störungsintervention
8.1 Lehrerzentrierte Strategien zur Lösung von Konflikten
8.1.1 Reaktionen im akuten Konflikt
8.1.2 Maßnahmen gegenüber der Klasse
8.1.3 Maßnahmen gegenüber Einzelnen
8.2 Kooperative Strategien zur Lösung von Konflikten
8.2.1 Das konstruktive Konfliktgespräch nach Gordon
8.2.2 Konfliktlösung als Klassenprojekt nach Redlich & Schley
8.2.3 Aggressionsverminderung auf drei Ebenen: Schule – Klasse – Individuum
8.3 Fazit der kooperativen und lehrerzentrierten Maßnahmen
8.4 Das Trainingsraum-Modell - ein Beispiel für eine lehrerzentrierte Intervention

9. Schlussbetrachtung

10. Literaturverzeichnis

11. Anhang

1. Einleitung

„Heutzutage lieben Kinder den Luxus, haben schlechte Manieren, verachten Autorität, haben keinen Respekt vor Älteren, widersprechen ihren Eltern, schlingen ihr Essen herunter und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Sokrates, 470 v. Chr.

Schülerinnen und Schüler müssen in ihrem Leben circa 15 000 Stunden in der Schule verbringen, bevor sie diese verlassen dürfen. Diese hohe Unterrichtszeit, in deren Verlauf zielgerichtet Wissen sowie Kompetenzen vermittelt und angeeignet werden sollen, ist dementsprechend in hohem Maße störanfällig. Ausreichend Aufmerksamkeit und Motivation dürfen bei diesem Prozess nicht fehlen. Tun sie es doch, sind Störungen vorprogrammiert, welche häufig absichtlich oder auch unabsichtlich im Unterricht zu finden sind. Manche dieser Störungen können reduziert werden, andere lösen sich von selbst oder sind unbehebbar. Auch die Kernaufgaben der Lehrkräfte, das Unterrichten und Erziehen werden immer schwieriger. Denn die Voraussetzungen, die die Schülerinnen und Schüler mit in die Schule bringen, unterliegen einem stetigen Wandel. Viele Kinder und Jugendliche haben soziale und erzieherische Defizite. Die Schulfähigkeit kann also nicht einfach vorausgesetzt, sondern muss in kleinen Schritten hergestellt werden. Auch diese Hintergründe tragen dazu bei, dass Unterrichtsstörungen heutzutage einen großen Raum einnehmen, dies jedoch auch immer in der Vergangenheit der Fall gewesen ist, wie das Zitat eingangs deutlich machen sollte.

Unterrichtsstörungen können also bis zu 60 Prozent einer Unterrichts-stunde ausmachen, wobei sowohl störende Maßnahmen von Schüler-innen und Schülern, als auch die von Lehrkräften dafür verantwortlich sind. In der Grundschule dagegen existieren sicherlich ganz andere Formen von Unterrichtsstörungen, als in den weiterführenden Schulen. Der Übergang vom bewegungsreichen Kindergarten-Vormittag zum Grundschulalltag, in dessen Verlauf disziplinierteres Benehmen von den Kindern verlangt wird, ist jedes Jahr aufs Neue mit unruhigen Verhaltensweisen und vielen neuen Regeln verbunden. Dies sind jedoch Störungen, die den Schülerinnen und Schülern noch nicht bewusst sind. Sie müssen diese neuen Regeln erst noch lernen. Alle weiteren Formen von Unterrichtsstörungen, die in dieser Arbeit dargestellt werden, sind gleichermaßen auf alle Schulformen zu übertragen und treten ebenso in den Klassenstufen der Grundschule auf.

In der vorliegenden Arbeit habe ich mich des Weiteren mit mehreren Fragen beschäftigt. Denn, was sind überhaupt Unterrichtsstörungen und in welchen Formen treten sie in Erscheinung? Wer sind die Verursacher dieser Störungen? Sind es wirklich nur, wie oft angenommen, Schülerinnen und Schüler, die mit böser Absicht ihre Lehrerinnen und Lehrer schikanieren und tyrannisieren möchten, oder gibt es weitere Gründe für störendes Verhalten?

Es existieren nämlich nicht nur Störungen im Unterricht, die von Schülerseite produziert werden, ihre Gründe können auch anderer Natur sein. Oft stehen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt der Ursache, aber man sollte weitere mögliche Faktoren, wie die Lehrkräfte oder soziale Komponenten nicht außer Acht lassen. Man muss auch immer den Kontext mit einbeziehen, da dieser verschiedene situative und inter-personale Einflüsse auf den Einzelnen umfasst. Dabei ist ebenso das jeweilige Fach, die jeweilige Unterrichtsform, das Verhalten von Mitschülern, aber auch das Verhalten von Lehrkräften entscheidend. Das heißt, dieselben Schülerinnen und Schüler werden möglicherweise in einer anderen Klasse weit weniger stören oder aber auch, eine andere Lehrkraft wird den gleichen Schüler kaum als Problem empfinden. Das Verhalten kann also nicht nur personal, sondern muss auch interpersonal betrachtet werden. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler können sich gegenseitig als Störfaktoren empfinden und sich demzufolge das Leben erschweren.

Die nachfolgende schriftliche Arbeit, soll vorab versuchen, den Begriff „Unterrichtsstörung“ zunächst einmal zu klären. Denn unter Unterrichts-störungen können viele verschiedene Verhaltensweisen festgestellt werden. In diesem Rahmen sollen die unterschiedlichen Erscheinungsformen dargestellt und ebenso ihre Ursachen sowie die Folgen näher gekennzeichnet werden.

Weiterhin soll sich nicht nur mit Unterrichtsstörungen seitens der Schülerinnen und Schüler auseinander gesetzt werden, sondern es soll auch gezeigt werden, wie viel Einfluss Lehrerinnen und Lehrer ausüben. Dabei sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Lehrkräfte agieren können um Unterrichtsstörungen zu beseitigen. Im weiteren Verlauf stelle ich wesentliche Störungspräventionen vor, die durch verschiedene Strategien erzielt werden können. Um dieses Kapitel abzuschließen, werde ich ein konkretes Beispiel zur Störungsprävention nennen.

Ein weiterer Teil meiner Arbeit soll die Intervention bei bereits aufgetretenen und immer wiederkehrenden Konflikten darstellen. In dessen Verlauf werden die lehrerzentrierte und die kooperative Strategie zur Störungsintervention näher beschrieben, welche dabei helfen sollen, diese Konflikte nicht weiter auftreten zu lassen. Auch dieses Kapitel wird mit einer praktischen Möglichkeit zum konkreten Umgang mit Unterrichtsstörungen im Schulalltag abgeschlossen.

Abschließend soll ein kurzer Gesamtüberblick mit einer kritischen Stellungnahme gegeben werden.

Um dieser Arbeit einen besseren Lesefluss zu ermöglichen und um unästhetische Abkürzungen, wie LuL für Lehrerinnen und Lehrer und SuS für Schülerinnen und Schüler, zu vermeiden, wähle ich in dieser Arbeit grundsätzlich die maskuline Bezeichnung und verstehe die feminine als inbegriffen.

2. Zum Begriff „Unterrichtsstörung“

Am Unterricht sind viele verschiedene Persönlichkeiten beteiligt. Zunächst gibt es Personen mit unterschiedlichen Rollen in der Klasse, die unterschiedliche Absichten haben und differierende Ziele verfolgen, die Lehrenden und die Lernenden. Es liegt nahe, dass Situationen und damit auch Störungen von verschiedenen Menschen unterschiedlich wahr-genommen werden. Außerdem hängt die Störungsempfindlichkeit auch von der Stimmung, der Tagesform, Müdigkeit und Gelassenheit der einzelnen Lehrer und auch der Schüler ab. Daneben sind Störungs-wahrnehmungen auch von der jeweiligen Arbeitsmethode und von dem Unterrichtsfach her begründet.

Die Komplexität des Themengebietes „Unterrichtsstörung“ zeigt sich bereits in der Suche nach einer einheitlichen Definition. Was ist eine Unterrichtsstörung? Wo fängt Unterrichtsstörung an? Wer bestimmt, wann der Unterricht wie gestört wird?

Unter Störungen werden im Allgemeinen konkrete Handlungen verstanden, die für den Lehrer sicht- und hörbar und vom Schüler gezielt, bewusst und nicht versehentlich sind. Alle anderen Störungen, die spontan und nicht beabsichtigt auftreten und eher reflexartige Handlungen von Schülern sind, können jedoch ebenso störend sein. (vgl. Bründel/Simon 2007, S. 22)

Des Weiteren muss man beachten, dass der Zwischenruf eines Schülers von dem einen Lehrer bewusst oder unbewusst übergangen wird, für den anderen Lehrer jedoch dieser verbale Ausruf, eine Provokation und somit eine Unterrichtsstörung darstellen kann. Hierbei wird deutlich, dass Unterrichtsstörungen deshalb stets eine Frage der subjektiven Wahrnehmung und Bewertung der beteiligten Personen sind. Wenn der eine Lehrer seinen Unterricht unbeeindruckt fortführt, begegnet der andere Lehrer dieser Störung mit Ermahnung oder sogar Bestrafung. Zudem muss bedacht werden, dass die Schule nach wie vor ein Bereich ist, in dem Unterrichts-, Erziehungs- und Umgangsprozesse sehr häufig absichtlich oder unabsichtlich unterbrochen werden und dies unumgänglich ist. Diese Unterbrechungen werden dann vorrangig als Leistungsstörungen, Lernstörungen, Erziehungsschwierigkeiten, Konflikte, Schwererziehbarkeit, Entwicklungsstörungen usw. interpretiert, ohne dass diese Begriffe deutlicher voneinander abgegrenzt werden, denn nicht alle sind Unterrichtsstörungen im eigentlichen Sinne. (vgl. Biller 1981, S. 10)

Um den Begriff „Unterrichtsstörung“ zu klären, sind nach Winkel sowohl Disziplin- als auch Verhaltensstörungen ungeeignet, obwohl sie durchaus ihre Berechtigung und auch manche Vorteile hätten, sie werden jedoch gerne mit Schuldvorwürfen versehen und dafür genutzt, die Verantwortung stückweise abzugeben, denn als Lehrer ist man so nicht mehr länger an einem beispielsweise aggressiven Verhalten des Schülers schuldig. Da also Disziplinschwierigkeiten vom jeweiligen Lehrer und Verhaltens-störungen vom Psychologen definiert werden, sind diese Definitionen sehr personal ausgerichtet und somit willkürlich. Unterrichtsstörung, der Begriff, der weitaus geeigneter für die Umschreibung des Sachverhaltes ist, sollte dementsprechend weder vom Lehrer noch vom Schüler, sondern vom Unterricht her zu kennzeichnen sein. (vgl. Winkel 2006, S. 28f)

Die Literatur bietet eine Fülle von mehr oder weniger konkreten Definitionen, wobei die Begriffsbestimmung von Winkel, die am meisten verbreitete ist. „Eine Unterrichtsstörung liegt dann vor, wenn der Unterricht gestört ist, d.h. wenn das Lehren und Lernen stockt, aufhört, pervertiert, unerträglich oder inhuman wird“ (ebd., S. 29). Auch hier wird deutlich: Ob der Lernprozess stockt oder unerträglich wird, hängt sowohl von dem Lehrer als auch von der jeweiligen Klasse ab. So bemerkt vielleicht nur der Lehrer das Stuhlwackeln eines Schülers, während erst die Ermahnung des Lehrers dazu führt, dass der Lernprozess bei allen Schülern gestockt bzw. abgebrochen wird.

Ein Beispiel von Winkel zeigt sehr eindeutig, dass Unterrichtsstörungen relative Bezeichnungen sind und keine unbeschränkte Objektivität beanspruchen. Denn ein bestimmtes Schülerverhalten kann ganz verschiedene Reaktionen hervorrufen. Von dem einen Lehrer, wird dieses Verhalten als Störung bezeichnet, welches von einem anderen Lehrer gar nicht wahrgenommen wird.

Beispiel: „Während einer vorgelesenen Kurzgeschichte kaut der Schüler Peter Kaugummi und hat seine Füße auf den Tisch gelegt.

Lehrer A: wird deshalb unruhig und stottert…

Lehrer B: legt das Buch zur Seite und brüllt…

Lehrer C: nimmt keine Notiz davon…

Lehrer D: fühlt sich erst jetzt so richtig entspannt…“

(Winkel 2006, S. 29)

Nach der Definition von Winkel wäre das Verhalten des Schülers Peter nur dann eine Unterrichtsstörung, wenn dadurch der Lehr- und Lernprozess beeinträchtigt wird.

Mit Unterrichtsstörungen werden also Ereignisse bezeichnet, die den Lehr-Lern-Prozess beeinflussen und unterbrechen oder die Voraus-setzungen, welche zum Lehren und Lernen von Bedeutung sind, außer Kraft setzen. Man kann insgesamt drei Typen von Störungen unterscheiden: Aktive Unterrichtsstörungen, passive Unterrichtsstörungen und Störungen der Schüler-Schüler-Interaktion. Mit a ktiven Unterrichtsstörungen sind jene Schüleraktivitäten gemeint, die den Eindruck von Unruhe und Unaufmerksamkeit vermitteln und deshalb auch als Disziplinprobleme bezeichnet werden. Der Unterricht kann erst beginnen, nachdem sich die Unruhe in der Klasse gelegt hat, Schüler ihre Privatgespräche beendet haben und an ihren Plätzen sitzen. Auch wenn sie sich zu laut melden bzw. ohne Meldung in das Klassenzimmer rufen und Beiträge mit Gelächter begleiten, erzeugen sie in manchen Fällen einen Lärm der bis aus dem Klassenraum dringt. (vgl. Nolting 2007, S. 14f)

Passive Unterrichtsstörungen hingegen bestehen nicht aus einem Überfluss an unerwünschten Aktivitäten, sondern vielmehr aus einem Mangel an erwünschten Tätigkeiten. Die Mitarbeit und die Beteiligung an Unterrichtsgesprächen sind schlecht oder die Hausaufgaben werden nicht gemacht. Man spricht in diesem Fall seltener von Unterrichtsstörungen, aber gestört ist das Lernen und Lehren in der Klasse durchaus. (vgl. ebd.) Der dritte Typ umfasst Störungen der Schüler-Schüler-Interaktion. Damit sind zum Beispiel Feindseligkeiten zwischen Mädchen und Jungen oder zwischen einzelnen Gruppen einer Klasse gemeint. Auch werden einzelne Schüler wiederholt angegriffen oder ausgegrenzt. Diese Probleme im Umgang der Schüler untereinander zählen zwar ebenfalls nicht direkt zu den Unterrichtsstörungen, jedoch können sich diese Störungen in der Schulklasse auch auf den Unterricht auswirken. (vgl. ebd.)

Im Folgenden soll jedoch genauer auf solche Formen von Unterrichts-störungen eingegangen und deutlicher gekennzeichnet werden.

3. Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen

Wie weit gefasst die Bedeutung des Begriffes „Unterrichtsstörung“ ist, wurde in Ansätzen bereits deutlich gemacht. Es ist somit erforderlich den Bereich der Störungen zu strukturieren, um ihn übersichtlicher zu machen. Eine Liste, die alle Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen umfassen sollte, wäre im Prinzip endlos. Es lassen sich jedoch vier Kategorien störenden Schülerverhaltens herausfiltern. Zum einen das verbale Störverhalten bezeichnend für Schwatzen, vorlautes Verhalten, Zwischenrufe sowie Beleidigungen. Zum anderen mangelnder Lerneifer d.h. geistige Abwesenheit, Desinteresse und Unaufmerksamkeit. Die dritte Kategorie umfasst die motorische Unruhe und meint damit Zappeln, Kippeln und Herumlaufen. Die letzte Kategorie enthält das aggressive Verhalten, demnach Wutausbrüche, Angriffe auf Personen oder Sachbeschädigungen. Wobei diese aggressiven Verhaltenweisen seltener zu beobachten sind. Auch das Ignorieren, der im Klassenraum festgelegten Regeln ist eine häufige Erscheinungsform von Unterrichtsstörungen. Zudem können, wenn auch nicht von den Schülern selbst verursacht, Ereignisse aus dem Außenbereich des Klassenzimmers sehr störend wirken. Beispiele hierfür sind Baulärm, Fluglärm, Verkehrslärm oder auch Lärm aus anderen Klassenräumen. (vgl. Keller 2008, S. 23)

Biller hingegen strukturiert die Erscheinungsformen auf andere Weise, er spricht von graduellen Unterschieden bei den Unterrichtsstörungen. Er unterscheidet Bagatellstörungen, zu denen das „Vergessen“ von Haus-aufgaben, mangelnde Aufmerksamkeit, gegenseitiges Ärgern der Schüler, Albernheiten und Frechheiten, sowie das Schwätzen von Schülern zählen. Dabei sollten sich die Lehrkräfte jedoch mögliche Ursachen klar machen. Wurden die Hausaufgaben vergessen, weil diese vielleicht nicht gründlich genug vorbereitet wurden und somit einzelne Schüler überforderten? Liegt die mangelnde Aufmerksamkeit an der Tatsache, dass über einen längeren Zeitraum eine angespannte Aufmerksamkeitshaltung gefordert wurde oder liegt dem Schwätzen der Schüler nur ein spontaner Kommentar in jenem Augenblick zu Grunde?

Man muss sich als Lehrkraft bewusst machen, dass hinter diesen Bagatellstörungen ganz natürliche Reaktionen stehen und dass Kinder tatsächlich ein Recht darauf haben, Kinder zu sein. Es muss ihnen somit auch ermöglicht werden, spontan reagieren zu dürfen. Störungen dieser Art, sind in kaum einen Fall bewusst initiiert, so dass die Lehrer sie nicht als persönliche Beleidigung verstehen dürfen. (vgl. Biller 1981, S. 34)

Es ist also sinnvoll, zunächst bei sich selbst nachzuforschen und den eigenen Beitrag zur Störung herauszufinden. Bei der Reflexion über die Unterrichtsstörungen in der Schule wird deutlich, dass gewisse Schüler tatsächlich mit den Hausaufgaben überfordert sind und man sie besser hätte vorbereiten müssen. Vielleicht wird aber auch klar, dass von den Schülern zu viel Aufmerksamkeit verlangt wurde und Schwätzer von nun an mehr in das Unterrichtsgeschehen mit einbezogen werden bzw. man mit ihnen in der Pause über störendes Verhalten spricht. Auf solche Maßnahmen zum Umgang mit störendem Verhalten, soll in den folgenden Kapiteln noch ausführlicher eingegangen werden.

Insgesamt wird also erkennbar, „dass Bagatellstörungen von dem gesamten Lehrerverhalten genauso tangiert werden wie von den Maßnahmen zur Behebung von ernsthaften Unterrichtsstörungen; denn wenn eine Beziehung im Strukturgeflecht des pädagogischen Feldes verändert wird, dann ist die gesamte Situation eine andere geworden“ (ebd., S. 35).

Weiterhin zählt Biller zu den Erscheinungsformen, indirekte und direkte ernsthafte Störungen des Unterrichts. Ernsthafte Störungen charakterisieren sich durch ihre Komplexität, da sie verzweigt und meist von anderen Störungen überlagert sind. Demzufolge fällt es schwer, einen einzigen Störfaktor zu entdecken und diesen somit zu beheben. Indirekte Störungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist das gesamte Klima in der Schule verschlechtern. Beispielsweise gestörte Beziehungen zu dem Schulpersonal, welche sich durch mutwillige Beschädigungen von Einrichtungsgegenständen, wie Schranktüren oder Zimmerwänden zeigen. Noch dazu kommen Verstöße gegen die allgemeine Schulordnung. Es muss also immer bedacht werden, dass nur ein angenehmes Schulklima auch die Lernbereitschaft der Schüler fördert.

Die direkten Unterrichtsstörungen hingegen belasten speziell das Lehrer-Schüler-Verhältnis. Sie finden im Unterrichtsgeschehen in Form von Faulheit, Überforderung und Verstöße gegen Regeln statt, sowie im zwischenmenschlichen Bereich der Schüler untereinander.

Überdies sind weiterhin unbehebbare und unvermeidbare Störungen zu unterscheiden. Der Lehrer muss sich im Klaren sein, dass es Störungen gibt, die er mit seinen verfügbaren Mitteln nicht beheben kann. Viele Ursachen dieser Störungen liegen in der Anlage der Kinder bzw. in ihrem Lebensraum. Für diesen Störungsbereich ist der Beistand von Schul-psychologen oder Beratungslehrern notwendig und sollte nicht über-gangen werden. In Bezug auf unvermeidbare Störungen, wäre es un-realistisch gegen diese Form von Störung anrennen zu wollen, denn man muss sich vor Augen halten, dass sich die schulische Gesamtsituation kurzfristig nicht ändern wird. Man muss also mit festgestellten Ursachen von Störungen auf lange Sicht leben. Es empfiehlt sich daher sich auf diese Störungen einzustellen, denn es lässt sich nicht vermeiden, dass in Bezug auf den Schulalltag Normen erfüllt und Forderungen gestellt werden müssen. Ebenso, wie die Tatsache, dass Lehrer Fehler machen und auch der Unterricht mitunter langweilig sein kann. (vgl. Biller 1981, S. 36f)

3.1 Unterrichtsstörungen aus Lehrersicht

Im Folgenden soll der Umgang mit Unterrichtsstörungen einmal aus der Lehrersicht skizziert werden, denn diese Störungen gehören allgemein bekannt zu den stärksten Belastungen im Lehrerberuf.

Dabei sind es vor allem die alltäglichen kleinen Störungen, die sich zu einer fortwährenden akustischen und motorischen Unruhe summieren und die folglich die entsprechenden Aufmerksamkeits- und Konzentrations-defizite verursachen. Auch der manchmal ruppige Umgang der Schüler untereinander, speziell Beleidigungen und allgemeine Wortwahl, werden von den Lehrern kritisch und mit als Ursache von Störungen in der Klasse gesehen. Aus der Lehrerperspektive werden Störungen nahezu ausschließlich als unangemessenes Schülerverhalten wahrgenommen. Die Ursachen dieses unerwünschten Schülerverhaltens werden kaum in dem persönlichen unterrichtlichen Handeln gesucht, sondern vielmehr durch die Persönlichkeitsstrukturen der Schüler begründet. Die Diagnose „Verhaltensstörung“, die leichtfertig vergeben wird, zeigt die Neigung zu „therapeutischen Deutungsmustern“ (Lohmann 2007, S. 17). Man geht davon aus, „dass alle Schüler den Sinn und die Notwendigkeit einsehen müssten, sich an schulische Normen zu halten, und nur durch persönliche Defizite daran gehindert werden können“ (ebd.). Verhaltensstörungen, wie zum Beispiel Hyperaktivität oder Gewaltbereitschaft, nehmen nach Meinung vieler Lehrer in den letzten Jahren stetig zu. Als Begründung werden häufig außerschulische Faktoren, wie die unzureichende familiäre Erziehung sowie problematische Familienverhältnisse oder der übermäßige Medienkonsum genannt (vgl. ebd.), welche die Lehrer zum Scheitern im Unterricht treibt. Diese Faktoren werden somit jedoch grundsätzlich überschätzt. Durch diese Auseinandersetzung geraten alltägliche, triviale Ursachen für Störungen aus dem Blick. Der wichtigste und am leichtesten zu verändernde Einflussfaktor für die Aufmerksamkeit der Schüler wird ausgeblendet, nämlich das Lehrerverhalten.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist, dass dieses Erklärungsmuster eine große Versuchung für den Lehrer, als auch für den Schüler darstellt, denn sie werden von ihrer eigenen Verantwortlichkeit entlastet. „Der häufig störende Schüler wird hier zur alleinigen Ursache, zum Problemfall. Aber er ist nicht bösen Willens, sondern hat schlichtweg einen Defekt, für den dann nicht mehr der Lehrer, sondern ein Therapeut zuständig ist“ (ebd.).

3.2 Unterrichtsstörungen aus Schülersicht

Durch die immer größer werdende Kluft zwischen der außerschulischen Lebenswelt der Schüler und der Schulwelt, sowie dem Individualisierungs-schub, werden den Kindern zum einen mehr Freiräume zur Verwirklichung der eigenen Bedürfnisse zugesprochen, zum anderen ist ihre veränderte Welt weniger geordnet und verlässlich geworden. Die außerhalb der Schule übernommenen Werte und Verhaltensmuster sowie die von zu Hause vertrauten Umgangsformen werden von den Schülern in die Schule getragen und konfrontieren Lehrer und auch Mitschüler. Es wird außerdem vom Lehrer erwartet, dass die Individualität der Kinder berücksichtigt wird, d.h. insbesondere das Aushandeln und Diskutieren von Normen und Anordnungen sowie die Durchsetzung der Interessen der Kinder. Die Anforderungen an die Lehrer sind weitreichend, so müssen sie sich auf die unterschiedlichsten Wünsche, Interessen und Persönlichkeiten der Schüler einstellen. Sie müssen vermitteln und in Konflikte eingreifen können, sowie sich im Aushandeln von Normen und Klassenregeln verstehen. Man muss bedenken, dass Schüler Unterricht anders wahrnehmen als Lehrer. Lehrer nehmen Ablenkungen häufiger wahr als Schüler, während diese wiederum wesentlich weniger unter Störungen zu leiden scheinen. Allerdings werden von Schülern ebenfalls die akustischen Störungen als besonders beeinträchtigend empfunden. Wesentlich ist auch, dass die Schüler, sowohl sich selbst, als auch die Lehrer, als Ursache von Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten sehen, wobei die Lehrer hingegen nur die Schüler als Ursache beobachten. (vgl. Lohmann 2007, S. 21) Während Schüler angeben, dass ihre Lehrer hauptsächlich mit Brüllen und Schimpfen Unterrichtsstörungen entgegentreten und mit schwierigen Schülern fertig werden, führen Lehrer diese Maßnahmen überhaupt nicht an. Die Umgangsweisen der Schüler untereinander werden von den Schülern nicht als beeinträchtigend und störend angesehen, anders also als aus der Sicht der Lehrkräfte.

4. Ursachen von Unterrichtsstörungen

Warum wird der Unterricht eigentlich so häufig gestört? Diese Frage kann man nicht beantworten, ohne dass die Ursachen beleuchtet werden müssen. Sie sind so vielfältig, dass sie aus inneren und äußeren Einflüssen, bewussten oder unbewussten Handlungen und Eigenschaften der Schüler sowie der Lehrkräfte resultieren können.

„Potentielle Ursachen von Unterrichtsstörungen liegen überall da im pädagogischen Feld, wo Kraftlinien in Kraftfelder einmünden“ (Biller 1981, S. 30), anders ausgedrückt, überall da, wo soziale Beziehungen existieren, sei es in der Schule, im Freundeskreis oder im Elternhaus, besteht ein erhöhtes Risiko für eine ungestörte Fortsetzung der Beziehung.

Nach Biller werden verschiedene Störfaktoren genannt, die im Folgenden dargestellt werden sollen.

- Störungsfaktor „Anlage“ und „Entwicklung“

Es existieren anlagebedingte Störfaktoren, zu denen niedrige Intelligenz, geringe Kontaktfähigkeit und starke Impulsivität zählen. Diese Einflüsse können als Ursachen von Störungen im Unterricht genannt werden. Sie sind für den Lehrer zwar wissenswert und helfen den Schüler besser zu verstehen, jedoch können diese von den Lehrern nicht behoben, sondern lediglich gemildert werden. (vgl. Biller 1981, S. 30)

- Störfaktor „Umwelt“

Die soziokulturellen Verhältnisse werden durch die „offene“ Gesellschaft und ein hohes Maß an Gleichgültigkeit gegenüber Kindern geprägt. Auf die Familie bezogen ergeben sich folgende Störfaktoren:

- eine zunehmende Zahl an allein erziehenden Eltern
- viele eheliche Disharmonien
- Verwahrlosung
- lange oder häufige kurze Trennungen der Kinder von den Eltern

Sicherlich ist es für die Lehrer von Vorteil, diese Faktoren im Einzelfall zu kennen, da es ihnen die Möglichkeit einräumt, ihre Einstellungen in Bezug auf das jeweilige Kind zu erleichtern. Jedoch müssen die Lehrer lernen, die Umwelteinflüsse als gegebene Bedingungen zu akzeptieren, da es außerhalb ihrer Macht steht, positive Veränderungen in diesen Bereichen herbei zu führen. Außerdem müssen Lehrer mit solchen soziokulturellen Erkenntnissen äußerst taktvoll umgehen und sich Äußerungen wie: „Seitdem deine Eltern geschieden sind, ärgerst du mich ständig“ (ebd., S. 31) enthalten. Eine Kurzschlussdiagnose muss auch dann abgelehnt werden, wenn sie von der Richtigkeit überzeugt sind. (vgl. ebd.)

- Störfaktor „Soziale Umgebung“

Bei dieser Ursache von Unterrichtsstörungen geht es um Einflüsse, die auf die Mitwirkung von Menschen zurückzuführen sind, wie beispielsweise:

- der Erziehungsstil der Eltern
- Fehlerziehung
- ebenso Verhaltensstörungen der Eltern
- Einstellungen alter sowie junger Menschen gegenüber der Institution Schule und der Gesellschaft

Letzteres kann dazu führen, „dass die Schule als feindliche Macht aufgefasst wird“ (Biller 1981, S. 31).

In diesem Zusammenhang ergeben sich Störfaktoren in folgenden Bereichen. Nämlich dann, wenn „Partner die Art der Beziehung zwischen sich nicht mehr verstehen; wenn sie die Begründungen und Motivationen von Aussagen nicht mehr akzeptieren; wenn für sie die Gültigkeit geäußerter Meinungen uneinsichtig ist […]“ (ebd.).

In diesem Bereich ist jedoch ein erfolgreiches Einwirken von Lehrern möglich. Sie können versuchen störende Einflüsse zu beseitigen und dabei auch vereinzelt den eigenen Beitrag zu der Verursachung von Störungen herausfinden. (vgl. ebd.)

- Störfaktor „Schule“ und „Lehrer“

Erwähnt werden muss hier, dass Schule einen wesentlichen Anteil zur Verursachung von Unterrichtsstörungen beisteuert. Dabei verantwortlich ist:

- die Struktur von Schule
- die Eigentümlichkeit von Schule
- das Fehlen des pädagogischen Bezuges und einer selbst-verständlichen Arbeits- und Umgangsordnung
- die Anonymität großer Schulhäuser

Wichtig hierbei ist es ebenfalls zu beachten, dass „auch die Zuteilung von Bildungschancen durch die Schule Störungen verursachen kann, weil die Schule Bildungschancen auch versagt“ (ebd., S. 32). Durch dieses Verhalten, wird der Schule oft mit Ablehnung und Misstrauen begegnet, welches sich wiederum auf die einzelnen Lehrer überträgt. Auch hier kann der Lehrer jedoch aktiv werden und dieser möglichen Ursache für Unterrichtsstörungen entgegenwirken.

Desgleichen können Lernverweigerungen seitens der Schüler, als Unterrichtsstörungen gesehen werden. Winkel unterteilt diese in sechs Ursachenbereiche, welche unter systematischen Gesichtspunkten dem heutigen Forschungsstand entsprechen.

Zum einen wirken Überforderung und die daraus resultierenden Ängste verständlicherweise entmutigend bzw. hemmend auf die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schüler. Zum anderen können auch Provokationen, welche ebenfalls für Unterrichtsstörungen bzw. -unterbrechungen sorgen, auf Lernverweigerungen hinweisen. Ein Schüler, der seine Schultasche absichtlich langsam öffnet und das Schulbuch nicht direkt aufschlägt, sondern jede Seite einzeln und sorgfältig umblättert, kommt es entweder darauf an mit seiner Tatenlosigkeit die Frustrationstoleranz des Lehrers zu testen oder einfach nur das „Vergessen“ seiner Hausaufgaben zu verbergen.

Eine dritte Erklärung für Lernverweigerungen wäre, dass Schüler nur deshalb keine Hausaufgaben machen, sich nicht melden oder nie mitschreiben, da seitens der Peer-Group solch ein Verhalten als nicht „cool“ angesehen und somit nicht mit Ansehen und Respekt belohnt werden würde. Auch die Scheinmotivation kann als weitere Ursache für Lernverweigerungen gesehen werden. Schüler, die von Anfang an für Bildchen, Stempel oder Zensuren gelernt haben, lernen oft nicht des Lernens willen, sondern wegen der positiven Bestätigung und Aufmerksamkeit, sei es seitens der Lehrer oder der Eltern. Bei solchen Schülern sinkt häufig die Lernbereitschaft, sobald die positive Verstärkung von solch kleinen Helferchen wegfällt.

Die nächste Ursache entsteht vor dem Hintergrund, dass Sinnkrisen, Werteverlust, blockierte Ausbildungsgänge ebenso wie die Arbeitslosigkeit und Angst vor einer beunruhigenden Zukunft in der heutigen Zeit einen stärkeren Einfluss auf die Schüler ausüben. Daneben fällt es dann natürlich schwer, Groß- und Kleinschreibung oder das Einmaleins zu üben.

Zudem können Konflikte, Hemmungen und familiäre Beziehungsprobleme eine weitere Ursache für Lernverweigerungen sein. Auch Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozesse können zu einem Verhalten führen, welches sich ein Schüler schnell aneignet: „Einmal die Hausaufgaben vergessen, schon als ‚faul’ deklariert, und prompt übernimmt ein solcher Schüler die entsprechende Rolle, die wir ihm (ungewollt) zuweisen – vom „Problemfall“ bis zum „Klassenclown“ (Winkel 2006, S. 106).

Die letzte Störungsart ist nach Winkel die „Null-Bock-auf-nix!“-Phase der Schüler. Ihre Ursachen sind ebenso vielfältig, wie ihre Erscheinungs-formen. Das schwerwiegendste Problem dabei ist jedoch, dass die Aufgabe der Lehrer darin besteht, zum Lernen zu motivieren. Wenn das jedoch nicht mehr möglich ist, verlieren selbst Lehrer die Begeisterung und somit auch ihre Motivation den Schülern Wissen zu vermitteln. (vgl. ebd., S. 104ff)

Wenn man das bisher Erläuterte näher betrachtet, zusammenfasst und reflektiert, lässt sich festhalten, dass Unterrichtsstörungen nicht allein durch die Verhaltensweisen der Schüler ausgelöst werden, sondern auch von den Lehrern, der Schule sowie von dem ökologischen, gesell-schaftlichen und sozialen Umfeld beeinflusst werden. Eine weitere Ursache kann ebenso die Ausgestaltung der Schule und des Klassenzimmers sein. „Schüler identifizieren sich stärker mit dem Lernort, wenn dieser durch entsprechende eigene Beiträge gestaltet und verschönert ist“ (Pfitzner 2000, S. 177). Die Einrichtung einer lernanregenden Umgebung für die Schüler beeinflusst somit ebenfalls das Auftreten von Unterrichtsstörungen.

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Ende der Leseprobe aus 68 Seiten

Details

Titel
Der gestörte Unterricht in der Grundschule
Untertitel
Ursachen und pädagogische Handlungsmöglichkeiten.
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
68
Katalognummer
V160231
ISBN (eBook)
9783640736553
ISBN (Buch)
9783656561347
Dateigröße
683 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Störungen, Unterricht, Grundschule, Handlungsmöglichkeiten, Schwierigkeiten, Schule
Arbeit zitieren
Natalie Narosch (Autor), 2009, Der gestörte Unterricht in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160231

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