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Mentales Training im Sport

Am Beispiel einer 17-jährigen Leichtathletin

Titel: Mentales Training im Sport

Abschlussarbeit , 2025 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcus Kulp (Autor:in)

Gesundheit - Sportwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mentale Stärke gilt im Leistungssport zunehmend als entscheidender Erfolgsfaktor – nicht nur für Spitzensportler, sondern auch für ambitionierte Nachwuchsathletinnen wie Sina. Diese steht regelmäßig vor der Herausforderung, bei Wettkämpfen ihre im Training erbrachten Leistungen abzurufen. Trotz intensiver sportlicher Vorbereitung erlebt sie jedoch wiederholt starke Nervosität und Versagensängste kurz vor dem Wettkampf.
Diese Symptome beeinträchtigen nicht nur ihre Konzentration und Entscheidungsfähigkeit, sondern führen häufig zu unterdurchschnittlichen Leistungen im Vergleich zu ihren Trainingsresultaten. Studien belegen, dass psychische Belastungen wie Wettkampfangst die sportliche Leistungsfähigkeit signifikant einschränken können. Neben physiologischen Reaktionen wie Herzklopfen, Muskelzittern und Atemnot zeigen sich auch kognitive Blockaden, die die Bewegungsökonomie und das taktische Verhalten negativ beeinflussen. Gerade im Jugendbereich fehlt es Athletinnen wie Sina oftmals an ausreichenden mentalen Bewältigungsstrategien, um mit diesen Drucksituationen konstruktiv umzugehen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das Mentaltraining als integrativer Bestandteil der sportlichen Ausbildung zunehmend an Bedeutung. Es zielt darauf ab, die mentale Leistungsfähigkeit zu stärken, individuelle Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln und emotionale Stabilität im Wettkampf zu fördern. Für Sina bedeutet dies, einen individuellen Weg zu finden, ihre Nervosität zu kontrollieren, ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihr mentales Leistungspotenzial voll auszuschöpfen –ohne dabei den ganzheitlichen Blick auf ihre Persönlichkeit zu verlieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
    • 1.1 Problemstellung und Relevanz
    • 1.2 Zielsetzung der Arbeit
    • 1.3 Aufbau der Arbeit
  • 2 Theoretische Grundlagen des Mentaltrainings
    • 2.1 Definition und Zielsetzung von Mentaltraining
    • 2.2 Formen des Mentaltrainings
      • 2.2.1 Subvokales Training (Selbstgesprächstraining)
      • 2.2.2 Verdecktes Wahrnehmungstraining (Beobachterperspektive)
      • 2.2.3 Ideomotorisches Training (Innenperspektive)
    • 2.3 Wirkung und Nutzen im Leistungssport
    • 2.4 Bedeutung mentaler Stärke im Wettkampf
  • 3 Methodisches Vorgehen
    • 3.1 Vorgehen bei der Erstellung des Trainingsplans
    • 3.2 Auswahl der Methoden
    • 3.3 Rahmenbedingungen des Mentaltrainings
  • 4 Anamnese und Exploration am Fallbeispiel Sina
    • 4.1 Persönliche und sportliche Ausgangssituation
    • 4.2 Anamnesebereiche im Detail
    • 4.3 Diagnostische Ergebnisse der Exploration
    • 4.4 Selbstbeobachtungsergebnisse
    • 4.5 Psychologische Analyse der Ausgangssituation
  • 5 Auftragsklärung und Zieldefinition
    • 5.1 Gespräch mit der Athletin: Erwartungen, Sorgen, Wünsche
    • 5.2 Feststellung des Optimierungspotenzials
    • 5.3 Zielformulierung (SMART-Kriterien)
    • 5.4 Zielsetzung in Bezug auf Wettkampfleistung und emotionale Stabilität
  • 6 Trainingsplanung über drei Monate
    • 6.1 Struktur des Trainingsplans: 1 Einheit/Woche
    • 6.2 Monat 1: Aufbau von Vertrauen und Grundlagen der mentalen Techniken
    • 6.3 Monat 2: Techniken zur Angstbewältigung und Konzentration
    • 6.4 Monat 3: Simulation von Wettkampfsituationen
    • 6.5 Fortschrittskontrolle und Anpassung
    • 6.6 Evaluierung und Dokumentation
  • 7 Beispielhafte Durchführung einer 50-minütigen Mentaltrainingseinheit
    • 7.1 Ziel der Einheit
    • 7.2 Ablaufplan der Einheit
    • 7.3 Begründung der Methodenauswahl
    • 7.4 Fazit zur Einheit
  • 8 Diskussion
    • 8.1 Bewertung der Trainingsplanung und der gewählten Methoden
    • 8.2 Chancen und Grenzen des Mentaltrainings bei jungen Athletinnen
    • 8.3 Nachhaltigkeit und Transfer der Ergebnisse
  • 9 Fazit und Ausblick
    • 9.1 Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse
    • 9.2 Weiterführende Trainingsansätze
    • 9.3 Bedeutung für andere Athleten mit ähnlichen Herausforderungen
  • Anamnesebogen für Mentaltraining – Sina
  • Selbstbeobachtungsfragebogen für Mentaltraining – Sina
  • Wöchentlicher Trainingsplan – Mentaltraining für Sina (12 Wochen)
  • Gesprächsleitfaden für Exploration
  • Literaturverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Abschlussarbeit zielt darauf ab, ein praxisorientiertes und wissenschaftlich fundiertes Mentaltraining für die Athletin Sina zu konzipieren. Die Kernforschungsfrage ist, wie durch einen dreimonatigen, wöchentlich durchgeführten Trainingsplan Sinas leistungshemmende Wettkampfangst reduziert, ihre mentale Stärke gefördert und ihre emotionale Stabilität im Wettkampf verbessert werden kann, unter Berücksichtigung ihrer individuellen Persönlichkeit und sozialen Einbettung.

  • Reduktion von Wettkampfangst und Nervosität
  • Förderung von Selbstregulation und Konzentrationsfähigkeit
  • Entwicklung positiver Selbstgespräche und Visualisierungstechniken
  • Steigerung des Selbstbewusstseins und der emotionalen Stabilität
  • Transfer mentaler Techniken in die sportliche Praxis
  • Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung im Leistungssport

Auszug aus dem Buch

Wirkung und Nutzen im Leistungssport und Bedeutung mentaler Stärke im Wettkampf

Zahlreiche sportpsychologische Studien belegen die leistungssteigernde Wirkung von Mentaltraining. Besonders effektiv ist es, wenn es regelmäßig und gezielt in die Trainingsstruktur integriert wird (Birrer & Morgan, 2010; Thelwell et al., 2006). Die positiven Effekte umfassen:

  • Reduktion von Leistungsangst und Wettkampfstress,
  • Steigerung der Konzentration und Aufmerksamkeitslenkung,
  • Verbesserung der Bewegungsgenauigkeit durch mentale Wiederholung,
  • Förderung von Selbstwirksamkeit und innerer Kontrolle,
  • Erhöhung der emotionalen Stabilität (Weinberg & Gould, 2015).

Gerade bei Athleten wie Sina, deren körperliche Leistungsfähigkeit durch psychischen Stress blockiert wird, zeigt sich, dass die Wiederverfügbarkeit kognitiver Ressourcen durch Mentaltraining zu messbaren Leistungsverbesserungen führen kann. Mental stark zu sein bedeutet nicht, keine Angst zu verspüren, sondern mit der Angst umgehen zu können, ohne in eine Blockade zu geraten.

Mentale Stärke beschreibt die Fähigkeit, unter Druck, Unsicherheit oder in kritischen Momenten leistungsfähig, zielgerichtet und stabil zu bleiben (Clough et al., 2002). Sie ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein trainierbarer Zustand, der durch gezielte Interventionen wie Mentaltraining gefördert werden kann. Für Sina – und viele vergleichbare Athletinnen – bedeutet mentale Stärke:

  • Trotz innerer Aufregung fokussiert zu bleiben,
  • Eine klare Handlungsausrichtung zu bewahren,
  • Emotionen wie Angst oder Frustration zu akzeptieren, aber nicht übermächtig werden zu lassen.

Mentale Stärke ist damit der Schlüssel zur Übertragung des Trainingspotenzials in die Wettkampfpraxis. Sie ist essenziell für konstante Leistungen, vor allem dann, wenn äußere Bedingungen oder Gegner herausfordernd sind. Ein langfristig angelegtes Mentaltraining hilft nicht nur bei der kurzfristigen Symptombehandlung von Nervosität, sondern fördert eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung, wie sie auch im Leitbild des humanen Leistungssports gefordert wird (Willis, 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 (Einleitung): Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, erläutert die Relevanz mentalen Trainings im Sport, formuliert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt den Aufbau der gesamten Publikation.

Kapitel 2 (Theoretische Grundlagen des Mentaltrainings): Hier werden die theoretischen Fundamente des Mentaltrainings gelegt, indem zentrale Begriffe definiert, verschiedene Trainingsformen vorgestellt und deren Wirkung sowie Bedeutung im Leistungssport diskutiert werden.

Kapitel 3 (Methodisches Vorgehen): Dieses Kapitel beschreibt das systematische Vorgehen bei der Erstellung des individuellen Trainingsplans, inklusive der Auswahl geeigneter Methoden und der Definition von Rahmenbedingungen.

Kapitel 4 (Anamnese und Exploration am Fallbeispiel Sina): Eine detaillierte Analyse der persönlichen und sportlichen Ausgangssituation der Athletin Sina, ihrer Anamnese, diagnostischer Ergebnisse und psychologischer Einschätzung wird hier vorgenommen.

Kapitel 5 (Auftragsklärung und Zieldefinition): In diesem Kapitel werden die Erwartungen, Sorgen und Wünsche von Sina besprochen, ihr Optimierungspotenzial festgestellt und konkrete, SMART-Kriterien-basierte Ziele für das Mentaltraining formuliert.

Kapitel 6 (Trainingsplanung über drei Monate): Es wird ein strukturierter dreimonatiger Trainingsplan für Sina vorgestellt, der den Aufbau von Vertrauen, die Angstbewältigung und die Simulation von Wettkampfsituationen umfasst, sowie die Fortschrittskontrolle und Evaluierung.

Kapitel 7 (Beispielhafte Durchführung einer 50-minütigen Mentaltrainingseinheit): Dieses Kapitel demonstriert anhand eines konkreten Beispiels, wie eine Mentaltrainingseinheit strukturiert und durchgeführt wird, inklusive Zielsetzung, Ablaufplan und Methodenauswahl.

Kapitel 8 (Diskussion): Hier werden die Trainingsplanung und die gewählten Methoden kritisch bewertet, Chancen und Grenzen des Mentaltrainings bei jungen Athletinnen erörtert sowie die Nachhaltigkeit und der Transfer der Ergebnisse reflektiert.

Kapitel 9 (Fazit und Ausblick): Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, gibt Ausblicke auf weiterführende Trainingsansätze und beleuchtet die allgemeine Bedeutung des Mentaltrainings für andere Athleten mit ähnlichen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Mentales Training, Sportpsychologie, Wettkampfangst, Selbstvertrauen, Athletin Sina, Leistungsoptimierung, Stressbewältigung, Visualisierung, Selbstgespräche, Achtsamkeitstraining, emotionale Stabilität, Konzentration, Sportmentaltrainer, SMART-Ziele, psychische Ressourcen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Implementierung eines Mentaltrainings für eine junge Athletin (Sina) im Leistungssport, um ihre mentale Stärke zu fördern und ihre Leistung unter Wettkampfbedingungen zu optimieren, insbesondere bei ausgeprägter Nervosität und Versagensängsten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Definition und Formen des Mentaltrainings, dessen Wirkung im Leistungssport, die Bedeutung mentaler Stärke, sportpsychologische Diagnostik, die individuelle Trainingsplanung und -durchführung sowie die Evaluierung und der Transfer der mentalen Fertigkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein praxisorientiertes und wissenschaftlich fundiertes Mentaltraining zu entwickeln, das die Wettkampfleistung einer Athletin verbessert, indem ihre Nervosität kontrolliert, ihr Selbstvertrauen gestärkt und ihr volles mentales Leistungspotenzial ausgeschöpft werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem mehrstufigen, personenzentrierten sportpsychologischen Diagnostik- und Interventionsprozess, der eine umfassende Anamnese, Exploration, Selbstbeobachtung und die Anwendung bewährter mentaler Techniken wie Selbstgesprächstraining, Visualisierung und Achtsamkeitsübungen umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Mentaltrainings, das detaillierte methodische Vorgehen bei der Trainingsplanerstellung, eine umfassende Fallanalyse der Athletin Sina, die Definition ihrer individuellen Ziele sowie die konkrete Trainingsplanung über drei Monate und eine beispielhafte Trainingseinheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Mentales Training, Sportpsychologie, Wettkampfangst, Selbstvertrauen, Athletin Sina, Leistungsoptimierung, Stressbewältigung und emotionale Stabilität charakterisiert.

Wie wurde die individuelle Problemlage der Athletin Sina analysiert?

Sinas Problemlage wurde durch eine ausführliche Anamnese, explorative Gespräche, Selbstbeobachtungstagebücher und psychologische Analysen erfasst. Dabei wurden Leistungsdruck, Angst vor Misserfolg, vergangene Verletzungserfahrungen sowie negative Gedanken und Blockaden identifiziert.

Welche spezifischen mentalen Techniken wurden für Sina ausgewählt?

Für Sina wurden bewährte Techniken wie subvokales Training (Selbstgesprächstraining), verdecktes Wahrnehmungstraining (Beobachterperspektive), ideomotorisches Training (Innenperspektive), Achtsamkeitsübungen und Atemtechniken zur Stressbewältigung ausgewählt und systematisch in den Trainingsplan integriert.

Was sind die langfristigen Ziele des Mentaltrainings über die Dauer der Studie hinaus?

Langfristige Ziele umfassen die Förderung einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, die Etablierung mentaler Routinen, die unabhängig vom Mentaltrainer angewendet werden können, sowie die Überprüfung und Aufrechterhaltung der Effekte durch Follow-ups und weitere Trainingsphasen, um Rückfälle in alte Denkmuster zu vermeiden.

Gibt es Grenzen oder Herausforderungen beim Mentaltraining für junge Athleten?

Ja, Grenzen bestehen in der Motivationsabhängigkeit der Athletin, möglichen Transferproblemen der gelernten Techniken in den Wettkampfalltag und der Notwendigkeit einer systemischen Unterstützung durch das soziale Umfeld (Trainer, Eltern, Schule), um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mentales Training im Sport
Untertitel
Am Beispiel einer 17-jährigen Leichtathletin
Hochschule
( Academy of Sports )  (Coaching und Kommunikation)
Veranstaltung
Sportmentaltraining
Note
1,0
Autor
Marcus Kulp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
35
Katalognummer
V1602731
ISBN (PDF)
9783389150306
ISBN (Buch)
9783389150313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportmentaltraining Leichtathletik Mentaltraining Academy of Sports
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcus Kulp (Autor:in), 2025, Mentales Training im Sport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1602731
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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