EU-Erweiterung und Arbeitsmigration - Migrationspotential in Ungarn 1993 - 2002


Diplomarbeit, 2003

69 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I.Einleitung
1. Der Stand der Beitrittsverhandlungen
2. Übergangsfrist bei der Arbeitsnehmerfreizügigkeit

II.Theoretische Ansätze zur Erklärung von Migration
1. Klassische Erklärungsansätze in der Migrationsforschung
1.1.Makroökonomische Ansätze
1.2.Neoklassische Mikroökonomische Theorien
2. Die neue Migrationsökonomie
2.1. Neuere Ansätze in der Migrationsforschung
2.1.1.Transnationale Migration
2.1.2. Migrationssysteme
2.1.3. Soziale Netzwerke
2.1.4. Soziales Kapital
3. Zusammenfassung der Theorien, allgemein beeinflussende Faktoren der Migration

III. Ergebnisse internationaler Erhebungen im Thema mögliche Migration nach der EU- Erweiterung
1. Quantitative ökonometrische Berechnungen
2. Befragungen

IV. Migrationspotential in Ungarn 1993 - 2002
1. Die Quellen
1.1 Das Ungarische Haushaltspanel
1.2. Mehrthemenbefragungen des TARKI Institutes
1.2.1. Die CEORG Erhebungen in den Jahren 2000 und 2001
1.2.2. Erhebung des TARKI Institutes im Jahre 2002
2. Ergebnisse der Erhebungen
2.1. Ergebnisse des HHPs
2.1.1. Migrationspotential in Ungarn in den Jahren 1993, 1994 und 1997
2.1.2. Die relevante Bevölkerung
2.1.3. Charakteristika möglicher Migranten
2.1.3.1. Alter
2.1.3.2. Geschlecht
2.1.3.3. Qualifikation
2.1.3.4. Berufstätigkeit, wirtschaftliche Aktivität
2.1.3.5. Gesellschaftliche Züge
2.1.3.6. Das Migrationsnetzwerk
2.1.3.7. Andere migrationsbeeinflussende Faktoren
2.1.4. Mögliche Zielländer
2.1.5. Zusammenhang zwischen der Richtung des Migrationnetzwerkes und der Auswahl des möglichen Ziellandes
2.2. Ergebnisse des TARKI Institutes bezüglich Ungarn
2.2.1. Migrationspotential in Ungarn in den Jahren 2000, 2001 und 2002
2.2.2. Perspektiven des Dableibens
2.2.3. Strukturmerkmale möglicher Migranten
2.2.4. Mögliche Zielländer
3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Erhebungen
3.1. Die Fragestellung und die Antwortmöglichkeiten
3.1.1. Bei dem Haushaltspanel
3.1.2. Bei den TARKI – Erhebungen
3.2. Kategorien der Migrationsdauer
3.3. Die Altersuntergrenze
3.4. Vergleich der Ergebnisse
3.4.1. Das Migrationspotential
3.4.2. Charakteristika potentieller Migranten
3.4.3. Mögliche Zielländer
4. Vergleich des Migrationspotentials in Ungarn mit dem Migrationspotential in Tschechien und Polen
4.1. Interesse an Arbeitsmigration
4.2. Dauer des möglichen Aufenthaltes
4.3. Mögliche Zielländer

V. Weitere Faktoren, die das Migrationspotential bei Befragungen beeinflussen – Am Beispiel von der Erhebung von Fassmann
5.1. Die Fragestellung
5.2. Aktivitäten hinsichtlich der Migration
5.3. Mögliche Zielländer
5.4. Transformierung des Bestandes in einer „Flow-Aussage“
5.5. Fassmanns Erhebung

VI. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1.:Ausgewählte makro-analytische Studien zum Migrationspotenzial aus den MOEL-8 in die EU-15

Tabelle 2. Migrationspotential 1993, 1994 – 1997 ( in %, Bevölkerung 15+)

Tabelle 3. Migrationspotential im Vergleich der relevanten Bevölkerung ( in %)

Tabelle 4.: Durchschnittsalter möglicher Migranten 1997

Tabelle 5. Mögliche Migranten nach Geschlecht im Jahre 1997 ( in %)

Tabelle 6.: Ausbildung möglicher Migranten im Jahre 1997 (in %)

Tabelle 7.: Berufliche Merkmale möglicher Migranten im Jahre 1997 (in %)

Tabelle 8.: Wohlbefinden der möglichen Migranten im Vergleich mit der relevanten Bevölkerung

Tabelle 9.: Finanzielle Lage möglicher Migranten im Jahre 1997 (in %)

Tabelle 10.: Ausdehnung des Migrationsnetzwerkes in Ungarn im Jahre 1997

Tabelle 11.: Anteil der Zigeuner an möglichen Migranten im Jahre 1997 (in %)

Tabelle 12.: Mögliche Zielländer, in Klammern das zweitgewählte Land im Jahre 1997 ( in %)

Tabelle 13.: Richtung des Migrationnetzwerkes im Jahre 1997 (in %)

Tabelle 14. : Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn in den Jahren 2000, 2001, und 2002 ( in %)

Tabelle 15.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn in den Jahren 2000, 2001 und 2002 ( Zusammenfassung der Tabelle 14.)

Tabelle 16.: Perspektiven des Dableibens möglicher Migranten in den Jahren 2001 und 2002 ( in %)

Tabelle 17.: Zahl möglicher Migranten, die langfristig ins Ausland gehen würden ( in %)

Tabelle 18.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn in den Jahren 2000, 2001 und 2002 ( Kategoriebildung nach Sik E. – Simonovits B. 2002)

Tabelle 19.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn im Jahre 2001 nach Geschlecht ( in %)

Tabelle 20.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn im Jahre 2001 nach Alter ( in %)

Tabelle 21.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn im Jahre 2001 nach Qualifikation ( in %)

Tabelle 22. : Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn im Jahre 2001 nach Familienstand

Tabelle 23.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn im Jahre 2001 nach wirtschaftlicher Aktivität ( ausgewählte Gruppen)

Tabelle 24.: Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn im Jahre 2001 nach Einstellung zur EU-Erweiterung

Tabelle 25.: Zielländer möglicher Migranten aus Ungarn im Jahre 2001 ( in %)

Tabelle 26.: Zahl der Personen, welche in den Jahren 1993, 1994 und 1997 in Ungarn an Migration interessiert waren

Tabelle 27.: Zahl der Personen, welche in den Jahren 2000, 2001 und 2002 in Ungarn an Migration interessiert waren

Tabelle 28.: Vergleich Strukturmerkmale möglicher Migranten in dem HHP und in den TARKI Erhebungen

Tabelle 29.: Vergleich der möglichen Zielländer in dem HHP und in den TARKI Erhebungen ( in %, nur die attraktivsten Zielländer)

Tabelle 30.: Migrationspotential Ungarns, Tschechiens und Polens in den Jahren 2000 und 2001 ( in %)

Tabelle 31 : Interesse an Arbeitsmigration in Ungarn, Tschechien und Polen in den Jahren 2000 und 2001 ( Zusammenfassung der Tabelle 30.)

Tabelle 32.: Perspektiven des Dableibens möglicher Migranten aus Polen, Tschechien und Ungarn in dem Jahre 2001 ( in %)

Tabelle 33.: Mögliche Zielländer im Jahre 2001 ( in %)

Tabelle 34.: Potentielle Migranten aus Ungarn im Jahre 1996

Diagrammverzeichnis

Diagramm 1.: Durchschnittsalter möglicher Migranten im Jahre 1997 ( in %)

Diagramm 2.: Mögliche Migranten nach Geschlecht im Jahre 1997 ( in %)

Diagramm 3.: Qualifikation möglicher Migranten im Jahre 1997 (in %)

Diagramm 4.: Berufliche Merkmale möglicher Migranten im Jahre 1997

Diagramm 5.: Ausdehnung des Migrationsnetzwerkes in Ungarn im Jahre 1997

Diagramm 6. : Mögliche Zielländer im Jahre 1997 ( in %)

Diagramm 7.: Migrationspotential in Ungarn, Tschechien und in Polen in dem Jahre 2000 ( in %)

Diagramm 8.: Migrationspotential in Ungarn, Tschechien und in Polen in dem Jahre 2001 ( in %)

Diagramm 9. : Perspektiven des Dableibens möglicher Migranten aus Polen, Tschechien und Ungarn in dem Jahre 2001 ( in %)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

I.Einleitung

Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) um die Transformationsländer in Mittel- und Osteuropa (MOEL) bietet für alle Beteiligten große Chancen, wirft aber auch zahlreiche Fragen und Probleme auf. Mit der Vollmitgliedschaft erhalten die Beitrittskandidaten nach Übergangsfristen die vier Grundfreiheiten des gemeinsamen Marktes: freier Verkehr von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Personen. Der freie Personenverkehr wird im Osten und Westen Europas als besonders wichtiger Verhandlungsgegenstand gesehen.

In den bisherigen EU-Ländern herrscht trotz der Übergangsfristen Angst darüber, dass nach dem Wegfall rechtlicher Migrationsschranken[1] die Lage auf den westeuropäischen Arbeitsmärkten weiter verschärft und die mögliche Magnetwirkung des umfangreichen Angebots an staatlich bereitgestellten Gütern und Sozialleistungen der Marktwirtschaften der EU zu einer Massenwanderung von Ost- nach Westeuropa führe.

Auf Seiten der Beitrittskandidaten hingegen besteht die Hoffnung, den westeuropäischen Arbeitsmarkt zu erschließen und dadurch die heimischen Arbeitsmarktprobleme zu mildern. Die Beitrittskandidaten befürchten aber, dass die Abwanderung vor allem hochqualifizierte Arbeitskräfte betreffen könnte.(Nö. Grenzland News S.18.)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Schätzungen des Migrationspotentials[2] im Zuge der EU-Osterweiterung. Im Fokus steht das Migrationspotential Ungarns.

Es werden zunächst der Stand der Beitrittsverhandlungen und dann die wichtigsten Migrationstheorien dargestellt. Des Weiteren wird ein Überblick über die Ergebnisse ausgewählter Befragungen und strukturelle Schätzungen im Thema Migration nach der EU-Erweiterung präsentiert.

Das vierte Kapitel der Arbeit, das sich mit dem Migrationspotential Ungarns beschäftigt basiert hauptsächlich auf zwei Quellen. Dies sind zum einen die Ergebnisse der Mehrthemenbefragungen des TARKI Forschungsinstitutes aus den Jahren 2000, 2001 und 2002[3]. Zum anderen ist dies die Abschlussstudie des Ungarischen Haushaltspanels (HHP) aus dem Jahre 1998. (Sik E. 1998; 133-152) Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden ausführlich dargestellt, miteinander verglichen und abschließend in einem Fazit zusammengefasst.

1. Der Stand der Beitrittsverhandlungen

Der Europäische Rat ist am 12. und 13. Dezember 2002 in Kopenhagen zusammengetreten und hat die Beitrittsverhandlungen mit Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern[4] vollendet. Diese Staaten werden am 1. Mai 2004 als Mitglieder der Union aufgenommen. Bulgarien und Rumänien wurde ein Abschluss der Verhandlungen im Jahr 2007 in Aussicht gestellt. Die Entscheidung über die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ist auf Dezember 2004 vertagt worden.

Die Beitrittsverträge mit den zehn Beitrittsländern wurden am 16. April 2003 in Athen von dem Europäischen Parlament unterzeichnet. Im Jahre 2003 müssen sie von den nationalen Parlamenten von neun Beitrittsstaaten ratifiziert werden.[5]

Am 1. Mai 2004 werden die zehn Länder schließlich der Europäischen Union beitreten, rechtzeitig, um bereits im Juni 2004 an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Bis der Beitritt umgesetzt sein wird, sind auf Seiten der beitretenden Länder noch verschiedene Meilensteine zu absolvieren.

Die Verhandlungen wurden mit dem Grundsatz geführt, dass die Beitrittsländer den "acquis communautaire"[6] übernehmen und unmittelbar nach dem Beitritt anwenden müssen. Ausnahmen bilden die so genannten "Übergangsregelungen". Diese bilden eine Möglichkeit, die Anwendung eines Teils des Besitzstandes um einen festgelegten Zeitraum zu verschieben. Es wurden sowohl auf Wunsch der Kandidatenländer als auch auf Wunsch der EU-15 Übergangsregelungen vereinbart. Der Umfang dieser Maßnahmen ist je nach Sektor und Land unterschiedlich. (WKO.at – Wirtschaftskammern Österreichs)[7]

2. Übergangsfrist bei der Arbeitsnehmerfreizügigkeit

Im Verhandlungskapitel Freier Personenverkehr wurde mit Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn[8] eine flexible, maximal 7-jährige Übergangsfrist vereinbart, in der die Freizügigkeit der Arbeitnehmer aus den neuen in die jetzigen Mitgliedstaaten eingeschränkt wird. Die bis zu siebenjährige Übergangsfrist, welche die Mitgliedstaaten bei der Arbeitnehmerfreizügigkeit beanspruchen können, beruht auf einem 2+3+2 Modell.

In den ersten 2 Jahren bleibt die Arbeitnehmerfreizügigkeit für die Beitrittsländer mit allen Mitgliedstaaten suspendiert. Die Mitgliedstaaten können ihren Arbeitsmarkt aber ab Beitritt öffnen. Schweden, Niederlande und Irland wollen von dieser Option Gebrauch machen.

Noch vor Ablauf der 1. Phase müssen die Mitgliedstaaten mitteilen, ob die Beschränkung des Arbeitsmarktzugangs weitere 3 Jahre fortgeführt oder, unter Einschluss von Schutzklauseln, Freizügigkeit gewährt wird. Es besteht die Möglichkeit einer Abkürzung der Übergangsfrist.

Sollen die Beschränkungen anschließend um weitere 2 Jahre verlängert werden, ist eine förmliche Mitteilung an die Kommission erforderlich.

Die Beitrittsländer können – sofern sie es wünschen- spiegelbildliche Beschränkungen einführen.

Spätestens 7 Jahre nach Beitritt gilt überall volle Freizügigkeit. Die Inanspruchnahme der vollen sieben Jahre bedarf keiner Überprüfung durch die Kommission und keiner Abstimmung im Rat. (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie).[9]

II.Theoretische Ansätze zur Erklärung von Migration

Bevor die Ergebnisse ausgewählter Schätzungen über den Ausmaß möglicher Migration aus den MOEL Staaten in die EU-Länder präsentiert werden, werden zunächst kurz einige theoretische Erklärungsansätze für Migration dargestellt.

1. Klassische Erklärungsansätze in der Migrationsforschung

Klassische Erklärungsansätze der Migration befassen sich mit der Frage, warum Menschen von ihrem Herkunftsort zu einem Zielort wandern. ( Pries 1997; 25 ) Eine für den Zweck eines Überblicks sinnvolle Gliederung der klassischen Migrationstheorien scheint die Unterscheidung zwischen Makro- und Mikro-Ansätzen zu sein(Haug 2000a).[10]

1.1. Makroökonomische Ansätze

Die makroökonomischen Ansätze orientieren sich an Ungleichheiten zwischen Produktionsorten und damit einhergehenden Ungleichheiten zwischen Arbeitsmärkten. Als Ursache der Migration werden die Unterschiede im regionalen Lohnniveau bezeichnet. Wanderungen aus Gebieten mit niedrigem Lohnniveau in Gebiete mit höherem Lohnniveau treten demzufolge auf, um einen makroökonomischen Gleichgewichtszustand zu erreichen. Die Folge der Migration sollte eine Angleichung der Lohnniveaus sein. ( Haug 2000a; 2)

Einflussfaktoren wie die Arbeitslosenquote und die Anzahl von Beschäftigten in bestimmten Sektoren können mit in die Modellierung einbezogen werden. Die migrationbeeinflussenden Faktoren können nach der Richtung ihres Einflusses als Push- oder Pull-Faktoren bezeichnet werden. Push-Faktoren wirken anstoßend wie z. B. eine hohe Arbeitslosenquote; Pull-Faktoren wirken anziehend wie z. B. hohe Beschäftigungsquoten oder Lohnniveaus. Die zentralen Hypothesen des Push-Pull-Modells besagen zusammengefasst, dass je mehr offene Stellen an einem Zielort im Vergleich zum Herkunftsort sind, je größer die Einkommensdifferenz ist und je mehr Migranten bereits an diesem Zielort gewandert sind, desto stärker wird die Tendenz zur Migration sein.[11]

Nach den makroökonomischen Ansätzen können Migrationsflüsse durch die Regulierung der Arbeitsmärkte in den Herkunfts- und Zielländern beeinflusst werden. ( Massey 1993; 434)

1.2. Neoklassische Mikroökonomische Theorien

Die neoklassische Mikroökonomie beruht auf individuellen Akteuren, die rationale Entscheidungen treffen, um ihren ökonomischen Nutzen zu maximieren. Bei den Entscheidungen werden vor allem Lohnhöhe und Beschäftigungschancen berücksichtigt. Der Unterschied zur Makroökonomie liegt darin, dass anstelle der aggregierten Lohn- und Arbeitslosenquoten das Individuum und seine individuellen Einkünfte und seine Ausstattung mit Humankapital die Analyseeinheit darstellt. (Haug 2000a; 5, Wagner 1989; 32)

Charakteristiken der Ausstattung mit individuellem Humankapital, welche die Entlohnung oder die Wahrscheinlichkeit einer Beschäftigung im Zielland im Vergleich zum Herkunftsland erhöhen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer internationalen Wanderung. (Massey 1993; 435)

Aufgrund mikroökonomischen Theorien wurde die Aussage getroffen, dass Immigration vor allem durch Maßnahmen kontrolliert werden könnte, welche die erwarteten Löhne in den Herkunfts- oder Aufnahmeländer beeinflussen oder durch Erhöhung der psychologischen (z.B. in der Überwindung gesetzlicher und/oder institutioneller Schranken) und materiellen Kosten. (Massey 1993; 439)

2. Die neue Migrationsökonomie

Bei der Neuen Migrationsökonomie treten Familien, Haushalte oder andere kulturell definierte Produktions- und Konsumeinheiten an die Stelle autonomer Individuelle. Das Haushaltseinkommen und nicht das individuelle Einkommen wird maximiert (Haug 2000a; 7, Stark 1991). Dabei kann der Haushaltsnutzen dem individuellen Nutzen widersprechen. Wie zum Beispiel bei Hausfrauen, die durch einen Umzug ihre Teilzeitstelle verlieren. Sofern der Gesamthaushaltsnutzen sich durch eine entsprechende Erhöhung des Einkommens des Ehemannes aber so stark erhöht, dass dieser Verlust mehr als ausgeglichen ist, stellt Migration eine rationale Strategie für einen Haushalt dar. (Haug 2000a; 8)[12]

Nach der neuen Migrationsökonomie können Regierungen Migrationsflüsse durch Regulierungen der Arbeitsmärkte beeinflussen. Regelungen und ökonomische Entwicklungen, welche die Einkommensverteilung beeinflussen, wirken sich auf die relative Deprivation (Verarmung) der Haushalte und somit auf ihre Anreize zur Migration aus. (Massey 1993; 439)

2.1. Neuere Ansätze in der Migrationsforschung

Außer der klassischen Ansätze der Migrationsforschung gibt es in letzter Zeit neuere alternative Forschungsansätze zum Thema internationale Migration. Im Folgenden werden die neueren Ansätze kurz vorgestellt. Dabei werden sie den Themenbereichen transnationale Migration, Migrationsysteme, soziale Netzwerke und soziales Kapital und kumulative Verursachung zugeordnet. ( Haug 2000a)

2.1.1. Transnationale Migration

Transnationale Migration ist ein Spezialfall von internationaler Migration. Dabei wird das Leben in zwei Gesellschaften das Bild der endgültigen Aus- und Einwanderung ersetzt. (Pries 1997; 3) Früher dominierte bei internationaler Migration der einmalige Wohnortwechsel. Heute leben Pendlern zwischen verschiedenen Wohnorten, sind somit weder am Herkunftsort noch am Einreiseort heimisch, pendeln zwischen den zwei Wohnorten hin und her. ( Goldring 1997, Pries 1997; 5)

Die spezifische Geographie der EU-Erweiterung stellt eine gute Voraussetzung für die Entstehung der transnationalen Mobilität dar. Wenn Nähe zwischen Herkunfts- und Zielorten besteht, dann wird soziale Interaktion mit der Heimatgesellschaft möglich und ein mentaler und physischer Aktionsraum aufgebaut, der über nationale Grenzen hinausreicht. ( Fassmann 2002; 84) Arbeiten im Westen und leben im Osten kann ein kostengünstiges Lebenskonzept sein. Es sichert die Teilnahme am höheren westlichen Lohnniveau und gestattet das Ausnutzen geringerer Lebenshaltungskosten in den Herkunftsländern. (Fassmann 2002; 81-85 Siehe noch Anhang 2. Bruttomonatslöhne in Osteuropa 2001)

2.1.2. Migrationssysteme

Beim Migrationsystem-Ansatz wird davon ausgegangen, dass zwischen bestimmten Ländern ein relativ intensiver Austausch von Informationen, Gütern, Dienstleistungen, Kapital und Personen besteht. Diese bilden ein Migrationssystem, das Herkunfts- und Zielnationen verbindet. ( Massey 1993; 454) Migrationsnetzwerke werden als dynamische Beziehungen und variable soziale Arrangements formeller oder informeller Art betrachtet, bestehend aus Individuen oder Institutionen am Herkunftsort oder Zielort, in die Individuen eingebettet sind und welche die Migrationsprozesse beeinflussen. Solche Beziehungen können zwischenstaatliche Beziehungen, Verbindungen der Massenkultur, persönliche Netzwerke und Familiennetzwerke sowie Aktivitäten von Migrantenagenturen sein. (Haug 2000a; 19)

Geographische Nähe ist keine notwendige Bedingung dafür, dass Länder sich in einem Migrationssystem befinden, weil vor allem politische und ökonomische Beziehungen entscheidend sind. Mit Veränderung dieser Beziehungen können Systeme entstehen oder können Länder aus einem System herausfallen. ( Haug 2000a; 19)

2.1.3. Soziale Netzwerke

Während der Migrationssytem-Ansatz bei der Klassifikation der Gesamtzusammenhänge zwischen verschiedenen Ebenen hilft, stellen Netzwerk-Ansätze die sozialen Emigrations- und Immigrationsnetzwerke in den Vordergrund der Betrachtung. ( Haug 2000a; 19)

Soziale Netzwerke sind zentrale Instanzen der Vermittlung. Vermittelt werden Informationen über Wohnmöglichkeiten, Arbeitsplätze, über Mitfahrgelegenheiten und soziale Ereignisse. Netzwerke vermitteln soziale Sicherheit, weil sie involvierten Menschen bei individuellen Risikoereignissen helfen. ( Fassmann 2002; 84)

Nach den Netzwerk-Ansätzen korrelieren Migrationsströme zwischen zwei Länder nicht stark mit Lohnunterschieden oder Arbeitslosenraten. Die Auswirkungen dieser Faktoren auf Migrationsentscheidungen werden von den durch Migrationsnetzwerke sinkenden Kosten und Risiken übertroffen. ( Massey 1993; 449)

Jeder neue Migrant senkt die Kosten einiger weiterer potentieller Migranten. Nach dieser Auffassung ist Migration ein sich selbst erhaltender Prozess, der über soziale Netzwerke funktioniert. Diese sozialen Netzwerke bringen eine kumulative Verursachung mit sich, die relativ unabhängig von objektiven ökonomischen Faktoren aufrechterhalten bleiben können. (Haug 2000a; 25)

Persönliche Beziehungen, die Migranten, ehemalige Migranten und potentielle Migranten in Herkunfts- und Zielregionen miteinander verbinden, erhöhen demnach die Wahrscheinlichkeit internationaler Arbeitsmigration, was zur Kettenmigration führen kann. ( Massey 1993; 448., Sik 1998)[13]

Vier Stufen solcher Kettenmigration können bei der Betrachtung der Emigration identifiziert werden (vgl. Haug 2000b; 10-12):

1. Migration wird zu einem sich selbstverstärkenden Prozess, der zuerst Pioniermigranten und dann mehr und mehr Gruppen und soziale Klassen erfasst.
2. Die Migrationsbewegung wird unabhängiger von ökonomischen Bedingungen, indem durch Familienzusammenführung und Heiratsmigration weniger selektiv gewandert wird. Der Prozess schwappt auf Verwandte und Freunde über, woraufhin ein zunehmender Migrationsstrom die Folge ist.
3. In der dritten Phase wird Migration wieder selektiver, indem vor allem Personengruppen wandern, die vorher unterrepräsentiert waren, d. h. Unterschichtangehörige oder aus untypischen Herkunftsregionen stammende Personenkreise.
4. Hat der Migrationsprozess alle potentiellen Gruppen und Klassen erreicht, nimmt die Migrationsrate nicht mehr zu, sondern bleibt auf dem erreichten Niveau konstant.

2.1.4. Soziales Kapital

Eine Konkretisierung erfährt die Netzwerk-Perspektive mit dem Begriff des sozialen Kapitals. Soziales Kapital ist ein Produkt des Eingebettetseins in soziale Beziehungen. Es ist eine Abkürzung für die positiven ökonomischen Effekte, die sich aus sozialen Strukturen ergeben. ( Haug 2000a; 21)

Die positiven Effekte wurden zuerst von Massey in Zusammenhang mit Migrantennetzwerken gebracht. (Massey 1987; 170) Persönliche Kontakte zu Freunden, Verwandten und Landsleuten helfen den Migranten, Arbeitsplätze und Wohnungen zu finden und geben finanzielle Unterstützungen. Insofern werden die Kosten der Migration reduziert und der Mangel an ökonomischen Ressourcen wird durch vielfältige nützliche soziale Beziehungen ausgeglichen. Durch den Selbstverstärkungseffekt der sozialen Netzwerke, die mit jedem weiterem Mitglied ausgedehnt und verstärkt werden, werden weitere potentielle Migranten angelockt, die von den bereits bestehenden Netzen profitieren können. ( Haug 2000a; 21)[14]

3. Zusammenfassung der Theorien, allgemein beeinflussende Faktoren der Migration

In jedem Ansatz wird Migration als eine rationale Entscheidung betrachtet. Arbeitsmigration ist demnach generell durch die Maximierung des ökonomischen Nutzens motiviert.

Die Zusammenhänge zwischen individuellem Verhalten, Haushaltsstrategien, Gemeinschaftsstrukturen und nationalen politischen Ökonomien sprechen dafür, dass Migrationsprozesse von Faktoren auf verschiedenen Ebenen abhängig sind, die sich im Zeitverlauf ändern können. Vor allem makroökonomische Faktoren wie Arbeitskräftebedarf und Lohnunterschiede (Massey 1990) oder politische Faktoren wie Einwanderungsregelungen (Faist 1995; 44) beeinflussen von außen diesen Prozess.

Versucht man, aus den vorhandenen Theorieelementen zu einer Synthese zu kommen (vgl. Haug 2000a; 29 - 32), kann zusammenfassend festgestellt werden, dass Individuen und Familien auf veränderte politische und ökonomische Rahmenbedingungen, die durch strukturelle Transformationen in ihren Gesellschaften hervorgerufen werden und die mit Hilfe der ökonomischen Ansätze erklärbar sind, in Form von Migration reagieren. Ist dieser Migrationsprozess einmal in Gang gesetzt, entwickelt er innerhalb der sozialen Netzwerke eine sich selbstverstärkende Dynamik Dadurch wird ein wichtiger, bisher zumeist unberücksichtigt gebliebener Erklärungsbeitrag, der auf der Funktion sozialer Netzwerke basiert, ins Zentrum der Betrachtung gerückt.

Die Forschungen zu sozialen Netzwerken legen den Schwerpunkt auf die Bedeutung sozialer, vor allem familiärer Kontexte bei Migrationsentscheidungen. Dieser Aspekt stellt aber keinen neuen Erklärungsansatz dar, sondern kann als eine von der bisherigen klassischen Forschung unberücksichtigte Komponente der sozialen Struktur, in die Migranten eingebettet sind, betrachtet werden. Soziale Netze oder Migrationssysteme sollten daher als Randbedingung in

erweiterte Erklärungsmodelle aufgenommen werden. Migration ist ein multidimensionales Phänomen, das sowohl von ökonomischen Variablen wie auch von sozialen Einflüssen und individuellen Merkmalen abhängig ist.

Durch die Hervorhebung der sozialen Netzwerke werden somit anknüpfend an den Ansatz der rationalen Entscheidungstheorie Ergebnisse der neueren Migrationsliteratur mit den Instrumenten der erklärenden Soziologie zu einer Modellierung des Phänomens der Kettenmigration verbunden. Die Annahme der Nutzenmaximierung in der Nutzentheorie wird im Rahmen eines erweiterten Ressourcenkonzeptes beibehalten, wonach neben ökonomischem Kapital, Humankapital und kulturellem Kapital auch soziales Kapital zur Ressourcenausstattung von Akteuren beiträgt. Die zentrale Hypothese besagt, dass soziales Kapital Migrationsentscheidungen maßgeblich beeinflusst. Im Zusammenhang mit der Kettenmigration ist die Wirkung sozialer Netzwerke auf Migrationsentscheidungen in besonderer Weise relevant.

Neuere Migrationsansätze sind von großer Bedeutung, indem sie die Bedeutsamkeit sozialer Netzwerke im Migrationskontext ins Blickfeld rücken und teilweise sogar die Kombination von mikro- und makrotheoretischen Ansätzen fördern. Sie bieten aber bisher kein umfassendes vollständiges theoretisches Erklärungsmodell. ( Haug 2000a; 29 – 32)

Der von Massey u. a. 1993 durchgeführte Theorievergleich führte zu dem Schluss, dass die Annahmen und Hypothesen der untersuchten Theorien nicht völlig widersprüchlich sind, aber unterschiedliche politische Implikationen enthalten und eine Entscheidung über die Gültigkeit der Vorhersagen nur durch empirische Überprüfung erfolgen kann.

III. Ergebnisse internationaler Erhebungen im Thema mögliche Migration nach der EU- Erweiterung

Nachdem einige theoretische Grundlagen gelegt sind, gilt es nun die Frage zu beantworten, welche Ergebnisse im Thema Migrationsforschung und EU-Erweiterung in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. In dieser Arbeit wird über Ergebnisse der internationalen Erhebungen nur ein Überblick gegeben. In dem Kapitel IV. werden die Methodik und Vorhersagen der zwei in Ungarn durchgeführten Erhebungen ausführlich dargestellt.

1. Quantitative ökonometrische Berechnungen

Die meisten quantitativen Schätzungen des Ost-West-Migrationpotentials basieren auf strukturellen Modellen. Das Migrationspotential wird als abhängige Variable aus einer mehr oder weniger großen Zahl unabhängiger Push-Pull Variablen geschätzt. Unter letztere fallen insbesondere Einkommensdifferenzen, Beschäftigungsunterschiede, Netzwerkeffekte und länderspezifische Charakteristika. Die strukturellen Modelle werden für vergangene Migrationsbewegungen (beispielsweise die Süd-Nord-Wanderung) ex post geschätzt und dann ex ante für künftige Ost-West-Wanderung extrapoliert.

Schließlich lassen sich strukturelle Modelle auch dynamisieren, in dem für die exogenen Variablen im Zeitablauf ändernde Verlaufsentwicklungen unterstellt werden. Beispielsweise gehen Boeri/Brücker (2001) oder Sinn et al. (2001) davon aus, dass sich die Einkommensdifferenzen zwischen den MOEL und dem Durchschnitt der heutigen EU-Länder (bzw. Deutschland) um 2% pro Jahr verringern. ( Straubhaar 2001; 10)

Die Ergebnisse solcher Studien variieren zum Teil erheblich hinsichtlich des geschätzten Umfangs. Dies hat in erster Linie inhaltliche Gründe; jedes Schätzmodell ist nur so gut wie die Annahmen, die ihm zugrunde liegen. In allen Modellen wurde (mehr oder weniger) versucht, die oben dargestellten theoretischen Aspekte abzubilden, also die Lohndifferenzen, die Geschwindigkeit des Aufholprozesses, mögliche Netzwerkeffekte sowie regionale und kulturelle Entfernungen zu berücksichtigen. Bei einer Prognose des Migrationstroms müssen alle diese Einflussfaktoren geschätzt werden. Das ist nur eingeschränkt möglich, da die Osterweiterung ein historisch einmaliges Ereignis ist.

Die folgende Tabelle zeigt eine Synopse vorliegender Studien zum Migrationspotenzial im Zuge der Osterweiterung. In den Studien werden teilweise unterschiedliche Erweiterungspläne sowie Zeithorizonte zugrunde gelegt. Auch die Gruppe der Länder ist nicht einheitlich. Um die Ergebnisse besser vergleichbar zu machen, zeigt die folgende Tabelle eine (überschlagsmäßige) Harmonisierung der Ergebnisse auf einen Zeithorizont von 15 Jahren für die acht Beitrittskandidaten aus Ost- und Mitteleuropa.[15]

Tabelle 1.: Ausgewählte makro-analytische Studien zur Schätzung des Migrationspotenzials aus den MOEL-8 in die EU-15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellen: (Boeri/Brücker 2001, Sinn et.al 2001, Straubhaar 2001, Walter, N. – Just, T. (2002) )

Falls das Migrationsverhalten der Osteuropäer nicht völlig von den Entscheidungskalkülen der Südeuropäer abweicht, dürften nach der vollständigen Öffnung der EU-Grenzen zwischen 2,4 und 3,4 Mio. Personen in die 15 alten Mitgliedstaaten der Union einwandern.

[...]


[1] Migration bedeutet alle Wanderungsbewegungen von Menschen – Individuen oder Gruppen, die ihren bisherigen Wohnsitz längerfristig oder dauerhaft wechseln, unabhängig von den Motiven oder Ursachen, welche die Verlagerung des Wohnsitzes zugrunde liegen (Koch 2001)

[2] Migrationspotential ist ein Proportionszeiger, mit dem gezeigt wird, wie viel Prozent der Bevölkerung eine Migration plant ( Sik 1998; 133)

[3] 1. Tarki 2000; 10-11 2. Tarki 2001 3. Bernat A. Tarki 2002; 3-21

[4] Siehe Anhang 1. : Die Beitrittskandidaten der EU

[5] Die Referenden finden (fanden) an folgenden Terminen statt: Malta (8. März 2003), Slowenien (23. März 2003), Ungarn (12. April 2003), Litauen (11. Mai 2003), Slowakei (16./17. Mai 2003), Polen (8. Juni 2003), Tschechische Republik (15./16. Juni 2003), Estland (14. September 2003) und Lettland (20. September 2003). In Zypern wird es kein Referendum geben, der EU-Beitritt wird mit einem Parlamentsbeschluss besiegelt. ( Quelle: http://www.wirsindeuropa.at/frameset.htm?%20testmenue.htm&komment02022003.htm 22.04.2003.)

[6] Als "acquis communautaire" (gemeinschaftlicher Besitzstand) bezeichnet man den Gesamtbestand an Rechten und Pflichten, der für die Mitgliedstaaten der EU verbindlich ist. „Er besteht aus dem Primärrecht der Verträge, dem Sekundärrecht, den von den EG-Organen erlassenen Rechtsakten, den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), Erklärungen, Entschließungen und bestimmten Abkommen. Ein der Europäischen Union beitretender Staat ist zur Übernahme des "acquis communautaire" verpflichtet. (http://www.europa-reden.de/info/acquis.htm 22.04.2003.)

[7] http://www.wko.at/eu/erw/infos/fristen/Fristen_main.htm 22.04.2003.

[8] Malta wurde für 7 Jahre eine Schutzklausel in Bezug auf Arbeitnehmerfreizügigkeit eingeräumt, die das Aussetzen der Freizügigkeit bei Verwerfungen auf dem heimischen Arbeitsmarkt erlaubt.

[9] http://www.stmwvt.bayern.de/index.html?target=/europa/duerkheim.html 15.04.2003.

[10] Andre Übersichten über Migrationstheorien befinden sich bei Han 2000, Pries 1997, Faist 1995a und Wagner 1989

[11] Einen genaueren Überblick über die Pull- und Pushfaktoren liefert HEITZER-SUŠA (2001)

[12] In dieser Arbeit wird im Kapitel IV/1. bei dem Ungarischen Haushaltspanel der Zusammenhang von der Größe eines Haushaltes und potentiellen Migration dargestellt.

[13] Siehe Kapitel IV/1. über den ungarischen HHP in dieser Arbeit

[14] Siehe noch Kapitel IV./1. in dieser Arbeit über den HHP Zusammenhang von Migrationsnetzwerke und möglicher Migration

[15] Diejenigen Kandidaten aus Osteuropa, die bereits 2004 beitreten: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten

Details

Titel
EU-Erweiterung und Arbeitsmigration - Migrationspotential in Ungarn 1993 - 2002
Hochschule
International Business School Budapest  (Faculty of International Management and Business)
Note
1
Autor
Jahr
2003
Seiten
69
Katalognummer
V16034
ISBN (eBook)
9783638209892
Dateigröße
1201 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EU-Erweiterung, Arbeitsmigration, Migrationspotential, Ungarn
Arbeit zitieren
Zsuzsa Font (Autor), 2003, EU-Erweiterung und Arbeitsmigration - Migrationspotential in Ungarn 1993 - 2002, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16034

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