Im Leistungssport ist der Körper des Athleten ständig hohen physischen Belastungen ausgesetzt. Besonders Sportarten wie Volleyball, die schnelle Richtungswechsel, explosive Sprünge und wiederholte Überkopfbewegungen beinhalten, erfordern nicht nur hohe Kraft, sondern auch eine präzise Steuerung und Kontrolle von Bewegungsabläufen. Diese spezifischen Anforderungen stellen den Körper vor Herausforderungen, die zu Überlastungen und Verletzungen führen können. Gerade die Schulter- und Rückenmuskulatur sind in der Sportart Volleyball besonders gefährdet, da die Athleten ständig über Kopf arbeiten, mit hohem Druck und in wiederholten Bewegungszyklen.
In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, funktionelles Training als präventive Maßnahme zu verstehen, dass nicht nur die Kraft steigert, sondern auch die Beweglichkeit, die Stabilität und die Koordination fördert. Funktionelles Training berücksichtigt die natürlichen Bewegungsmuster des Körpers und stellt sicher, dass diese während des Trainings nicht nur in einem statischen Zustand, sondern auch dynamisch und unter Belastung optimiert werden. Dies ist besonders wichtig, um nicht nur die Leistungsfähigkeit zu steigern, sondern auch die Verletzungsgefahr zu verringern.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein sechsmonatiges funktionelles Trainingskonzept für "Georg Großer" zu entwickeln, das auf seine spezifischen Bedürfnisse im Hinblick auf Schulter- und Rückenschmerzen, Schulterbeweglichkeit, einbeinige Stabilität und Rechts-Links-Symmetrie zugeschnitten ist. Das Trainingskonzept basiert auf den Prinzipien des Functional Training, das sowohl präventiv als auch leistungsfördernd wirkt.
Das Konzept berücksichtigt darüber hinaus bewährte Mehrgelenksübungen („The Big Five“) wie Kniebeuge, Kreuzheben, Schulterdrücken, Bankdrücken und Rudern, um die allgemeine Kraftleistung nicht zu vernachlässigen und funktionelle sowie klassische Trainingsansätze sinnvoll zu kombinieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Relevanz des Themas
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Bedeutung und Nutzen der Arbeit
2 Vorstellung des Kunden
2.1 Allgemeine Daten und körperliche Merkmale
2.2 Verletzungsgeschichte und gesundheitliche Probleme
2.3 Aktueller Trainingsansatz und Defizite
2.4 Sportartspezifische Anforderungen an Georgs Training
2.5 Persönliche Zielsetzung und Motivation
2.6 Fazit zur Kundenvorstellung
3 Zielsetzung des Trainingskonzepts
3.1 Hauptziele des Trainingskonzepts
3.1.1 Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit
3.1.2 Schmerzreduktion und -eliminierung in Schulter und Rücken
3.2 Feinstziele des Trainingskonzepts
3.2.1 Verbesserung der Schulterbeweglichkeit
3.2.2 Erhöhung der einbeinigen Stabilität
3.2.3 Verbesserung der Rechts-Links-Symmetrie
3.2.4 Monatliche Reduktion des Schmerzempfindens
3.3 Umfassende Trainingsstrategie
3.4 Zeitliche Zielsetzung und Fortschrittsüberprüfung
3.5 Zusammenfassung der Zielsetzung
4 Funktioneller Befund (FMS-Analyse & Bewertung)
4.1 Einführung in den Functional Movement Screen (FMS)
4.2 Analyse der FMS-Ergebnisse
4.2.1 Schulterbeweglichkeit
4.2.2 Einbeinige Stabilität
4.2.3 Rechts-Links-Symmetrie
4.3 Zusammenfassung der FMS-Analyse und ihre Relevanz für das Training
5 Sportartspezifische Analyse: Volleyball & Funktionelles Training
5.1 Die Anforderungen des Volleyballs
5.1.1 Bewegungsanforderungen
5.1.2 Belastungs- und Trainingsspezifikationen
5.2 Funktionelles Training im Volleyball
5.3 Integration von funktionellem Training in den Volleyball-Alltag
5.3.1 Vorbereitungsphase (6–8 Wochen)
5.3.2 Wettkampfphase
5.3.3 Übergangs- und Sommerphase
5.4 Fazit
6 Trainingsplanung funktionelles Training (6 Monate)
6.1 Überblick und Struktur
6.2 Ziele der Trainingsplanung
6.3 Struktur der Trainingszyklen
6.3.1 Übergangsphase (Monat 1+2)
6.3.2 Sommerphase (Monat 3+4)
6.3.3 Vorbereitungsphase (Monat 5+6)
6.3.4 Fazit: Funktionelle Leistungsentwicklung auf hohem Niveau
6.4 Trainingsmethodik nach Michael Boyle
6.5 Trainingsplan (Sechs-Monats-Programm) für Georg Großer
6.5.1 Trainingsfrequenz nach Phase
6.5.1.1 Übergangsphase (Monat 1+2)
6.5.1.1.1 Übergangsphase / Tag 1 – Unterkörper & Core + Schulter-Mobilität
6.5.1.1.2 Übergangsphase / Tag 2 – Oberkörper & Schulter-Stabilität + Core
6.5.1.2 Sommerphase (Monat 3+4)
6.5.1.2.1 Sommerphase / Tag 1 – Unterkörperfokus & Core-Stabilität
6.5.1.2.2 Sommerphase / Tag 2 – Oberkörperfokus & Schulterstabilität
6.5.1.2.3 Sommerphase / Tag 3 – Ganzkörperkoordination & Mobilität
6.5.1.3 Vorbereitungsphase (Monat 5+6)
6.5.1.3.1 Vorbereitungsphase / Tag 1 – Unterkörper Schnellkraft & Power
6.5.1.3.2 Vorbereitungsphase / Tag 2 – Oberkörper Kraft & Überkopf-Stabilität
6.5.1.3.3 Vorbereitungsphase / Tag 3 – Agilität, Reaktion & Rotation
6.5.1.3.4 Vorbereitungsphase / Tag 4 – Sportintegration & Ganzkörperdynamik
6.6 Fazit
7 Dokumentation & Evaluation
7.1 Wichtige Dokumentationsbereiche
7.2 Re-Tests und Evaluation:
7.3 Zusammenfassung der Evaluation
8 Trainingsempfehlungen für die Zukunft
8.1 Langfristige Ziele und Anpassungen
8.2 Trainingseinheiten und Plananpassungen
8.3 Weitere spezifische Trainingsmethoden
8.4 Individuelle Anpassung und Beratung
8.5 Fazit: Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines sechsmonatigen, funktionellen Trainingskonzepts für den Profi-Volleyballer Georg Großer, um seine wiederkehrenden Schulter- und Rückenbeschwerden zu lindern und seine sportliche Leistungsfähigkeit nachhaltig zu steigern. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Anwendung funktioneller Trainingsprinzipien zur Optimierung von Bewegungsqualität, Stabilität und Symmetrie innerhalb der verschiedenen Saisonphasen eines Leistungssportlers.
- Bewegungsanalyse mittels Functional Movement Screen (FMS) zur Identifikation muskulärer Defizite.
- Systematischer Trainingsaufbau nach dem Prinzip "Mobilität – Stabilität – Dynamik".
- Integration der "Big Five"-Grundübungen zur Sicherung der allgemeinen Kraftleistung.
- Sportartspezifische Anpassung für Volleyball-Anforderungen wie Sprungkraft und Überkopf-Stabilität.
- Methodik zur Schmerzreduktion und langfristigen Verletzungsprophylaxe durch präzise Trainingssteuerung.
Auszug aus dem Buch
1.1 Hintergrund und Relevanz des Themas
Im Leistungssport ist der Körper des Athleten ständig hohen physischen Belastungen ausgesetzt. Besonders Sportarten wie Volleyball, die schnelle Richtungswechsel, explosive Sprünge und wiederholte Überkopfbewegungen beinhalten, erfordern nicht nur hohe Kraft, sondern auch eine präzise Steuerung und Kontrolle von Bewegungsabläufen. Diese spezifischen Anforderungen stellen den Körper vor Herausforderungen, die zu Überlastungen und Verletzungen führen können. Gerade die Schulter- und Rückenmuskulatur sind in der Sportart Volleyball besonders gefährdet, da die Athleten ständig über Kopf arbeiten, mit hohem Druck und in wiederholten Bewegungszyklen (Boyle, 2016).
In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, funktionelles Training als präventive Maßnahme zu verstehen, dass nicht nur die Kraft steigert, sondern auch die Beweglichkeit, die Stabilität und die Koordination fördert. Funktionelles Training berücksichtigt die natürlichen Bewegungsmuster des Körpers und stellt sicher, dass diese während des Trainings nicht nur in einem statischen Zustand, sondern auch dynamisch und unter Belastung optimiert werden. Dies ist besonders wichtig, um nicht nur die Leistungsfähigkeit zu steigern, sondern auch die Verletzungsgefahr zu verringern (Cook, Burton & Hoogenboom, 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die körperliche Belastung von Profi-Volleyballern und definiert das Ziel, durch ein sechsmonatiges funktionelles Trainingskonzept Schmerzen zu reduzieren und die sportliche Leistung zu verbessern.
2 Vorstellung des Kunden: Dieses Kapitel analysiert das Profil von Georg Großer, seine sportliche Historie, aktuelle Verletzungen und die mittels FMS identifizierten funktionellen Defizite.
3 Zielsetzung des Trainingskonzepts: Hier werden die Haupt- und Feinstziele sowie die Trainingsstrategie definiert, die auf Mobilität, Stabilität und Dynamik basieren.
4 Funktioneller Befund (FMS-Analyse & Bewertung): Dieses Kapitel dient der detaillierten Auswertung der FMS-Ergebnisse und leitet daraus spezifische Korrekturübungen für die Schulter und Beinachsen ab.
5 Sportartspezifische Analyse: Volleyball & Funktionelles Training: Analyse der biomechanischen Anforderungen im Volleyball und Integration funktioneller Übungen in den Trainingsalltag.
6 Trainingsplanung funktionelles Training (6 Monate): Umfassender Planungsabschnitt, der die Übergangs-, Sommer- und Vorbereitungsphase sowie konkrete Trainingseinheiten detailliert aufschlüsselt.
7 Dokumentation & Evaluation: Beschreibung der Methoden zur Fortschrittskontrolle, inklusive Re-Tests, Schmerzskalen und der Dokumentation der Leistungsentwicklung.
8 Trainingsempfehlungen für die Zukunft: Abschließende Empfehlungen zur langfristigen Erhaltung der erzielten Fortschritte und zur nachhaltigen Verletzungsprävention.
Schlüsselwörter
Funktionelles Training, Volleyball, FMS, Schulterstabilität, Rumpfstabilität, Verletzungsprävention, Bewegungsqualität, Michael Boyle, Mobilität, Einbeinige Stabilität, Kraftaufbau, Sportphysiotherapie, Leistungssteigerung, Rehabilitation, Bewegungsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und Implementierung eines sechsmonatigen, funktionellen Trainingskonzepts für einen Profi-Volleyballer, um trainingsbedingte Schmerzen in Schulter und Rücken zu reduzieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die sportartspezifische Bewegungsanalyse, der Aufbau von funktioneller Mobilität und Stabilität, die korrekte Periodisierung von Krafttraining sowie die langfristige Verletzungsprävention.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Bewegungsqualität und Leistungsfähigkeit von Georg Großer durch eine gezielte Korrektur funktioneller Defizite, um einen schmerzfreien Wiedereinstieg in den Profisport zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird primär der Functional Movement Screen (FMS) als diagnostisches Instrument verwendet, ergänzt durch biomechanische Prinzipien nach Michael Boyle und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Trainingsperiodisierung im Leistungssport.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Vorstellung des Athleten, die FMS-Befundung, die Erstellung des sechsmonatigen Trainingsplans mit spezifischen Modulen für jede Phase sowie die fortlaufende Dokumentation und Evaluation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie funktionelles Training, Volleyball, Mobilität, Stabilität, FMS, Leistungssteigerung und Verletzungsprävention charakterisiert.
Warum wurde explizit der FMS als Testmethode gewählt?
Der FMS wurde gewählt, weil er einen ganzheitlichen Blick auf die Bewegungsmuster ermöglicht und dabei Schwächen in Mobilität, Stabilität und Bewegungskontrolle identifiziert, die für Volleyballer entscheidend sind.
Wie geht das Konzept mit der einseitigen Belastung durch den Schlagarm um?
Das Konzept nutzt gezielte unilaterale Übungen und Korrekturmaßnahmen, um die muskulären Dysbalancen zwischen der dominanten Schlagseite und der nicht-dominanten Seite auszugleichen und die Rechts-Links-Symmetrie zu fördern.
Welche Rolle spielt die "Big Five"-Methodik im Programm?
Die "Big Five"-Grundübungen bilden das solide Kraftfundament, das neben der funktionellen Korrektur notwendig ist, um die für den Volleyballsport erforderliche allgemeine Kraft und Belastbarkeit aufrechtzuerhalten.
- Quote paper
- Marcus Kulp (Author), 2025, Ausarbeitung eines funktionellen Trainingskonzepts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1604010