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Indirekte Sprechakte

Von der Identifikation des indirekten Sprechaktes zur Interpretation und Reaktion des Hörers

Title: Indirekte Sprechakte

Term Paper , 2021 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claus Richard Kern (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit widmet sich einem hochaktuellen Thema der linguistischen Pragmatik: dem komplexen Zusammenspiel von Sprecherintentionen und Hörerreaktionen in kommunikativen Alltags- und Spezialkontexten. Basierend auf der Sprechakttheorie von Austin und Searle werden zunächst die grundlegenden Begriffe wie illokutionärer und perlokutionärer Akt sowie die Rolle der Kontextindikatoren erläutert. Der Fokus liegt dabei auf der Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Sprechakten, deren Identifikation und Klassifikation in der gesprochenen Sprache besondere Herausforderungen birgt. Die Hausarbeit greift die zentrale Fragestellung auf, ob und wie der intendierte illokutionäre Akt eines Sprechers für die Hörer erkennbar ist und welche Reaktionen daraus resultieren können.

Im methodischen Teil erfolgt eine detaillierte Korpusrecherche in der Datenbank für gesprochenes Deutsch (DGD), um authentische Kommunikationssituationen zu analysieren. Dabei werden gängige Satzstrukturen wie „Kannst du…?“ und „Könntest du…?“ gezielt untersucht, um konventionalisierte und nicht konventionalisierte indirekte Sprechakte aufzuspüren und deren Interpretationsmechanismen sowie Reaktionsmuster sichtbar zu machen. Anhand exemplarischer Transkriptausschnitte werden die Prozesse der Erkennung und Verarbeitung indirekter Sprachhandlungen im Gesprächskontext nachvollziehbar gemacht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

2.1. Vorgehensweise bei der Korpusrecherche

2.2. Begriffsbestimmungen und Analyse-Werkzeug

3. Ergebnisse

4. Diskussion und Schlussfolgerung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das pragmatische Phänomen indirekter Sprechakte mit einem Fokus auf die Hörerinterpretation und die darauf folgende Reaktion in authentischen Kommunikationssituationen. Dabei wird analysiert, inwieweit die intendierte illokutionäre Kraft für Hörer erkennbar ist und wie diese auf eine indirekte Äußerung reagieren.

  • Grundlagen der Sprechhandlungstheorie nach Austin und Searle
  • Kontextindikatoren und Rollenbeziehungen in der Kommunikation
  • Analyse gesprochener Sprache anhand von Primärdaten aus der Datenbank für gesprochenes Deutsch (DGD)
  • Identifikation indirekter Sprechakte mittels der Unterscheidung zwischen wörtlicher und intendierter Illokution
  • Untersuchung von Gelingen und Misslingen perlokutionärer Akte bei indirekten Sprechakten

Auszug aus dem Buch

2. Methodik

Damit die Auseinandersetzung mit der Fragestellung im Rahmen der Ergebnisse auch verwertbare Resultate liefert, ist es nötig einen auf die Fragestellung zugeschnittenen Korpus zusammenzustellen und diesen mit einem geeigneten Werkzeug zu analysieren. Neben Textsammlungen, dem digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache und anderen bereits vorhandenen Korpora, schien mir die Datenbank für gesprochenes Deutsch am vielversprechendsten zu sein, wie ich unter 2.1. näher ausführe. Ich habe bei der Lektüre der einschlägigen Forschungsliteratur zu dieser Thematik feststellen können, dass indirekte Sprechakte häufig in Fragesätzen auftreten.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, habe ich eine Korpusrecherche durchgeführt. Ich habe mich bewusst für die Datenbank für gesprochenes Deutsch entschieden, weil ein Teil meiner Fragestellung auf die Reaktion der Hörer und deren Interpretation abzielt. Die Datenbank für gesprochenes Deutsch hat ausschließlich Transkripte bei denen mindestens zwei Personen sprechen. Aus diesem Grund scheint mir der Korpus dieser Datenbank für die Beantwortung meiner Fragestellung am nützlichsten zu sein. Um eine große Trefferzahl zu erzielen und um einen möglichen kontextualen Erklärungsansatz bei der Analyse nicht auszuschließen, habe ich über den Reiter Recherche die Volltextsuche ausgewählt. Anschließend habe ich begonnen eine Volltextsuche in Transkripten durchzuführen. Jörg Meibauer (2001: 103) erklärt, dass „Kannst du…?“ sehr häufig als Formulierung für eine Bitte verwendet wird, es aber keine imperativische, sondern interrogative Bedeutung hat. Basierend auf dieser Erkenntnis habe ich mithilfe der Wildcard-Suchfunktion primär nach Wortfolgen im Indikativ wie zum Beispiel „Kannst du%“, „Hast du%“, „weißt du“ und im Konjunktiv II gesucht, wie zum Beispiel „Könntest du%“, „Hättest du%“, „Würdest du%“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Sprechakttheorie sowie die theoretische Problematik der Identifikation und Interpretation indirekter Sprechakte.

2. Methodik: Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Korpusrecherche in der Datenbank für gesprochenes Deutsch sowie Erläuterung der verwendeten analytischen Instrumente.

3. Ergebnisse: Präsentation und detaillierte linguistische Analyse ausgewählter Transkriptionsbeispiele zur Identifikation indirekter Sprechakte.

4. Diskussion und Schlussfolgerung: Synthese der Analyseergebnisse unter Berücksichtigung von Kontextindikatoren und Ausblick auf weiterführende Forschungsmöglichkeiten.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Primärdaten der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Sprechakttheorie, Indirekte Sprechakte, Illokution, Perlokution, Sprachpragmatik, Datenbank für gesprochenes Deutsch, Kontextindikatoren, Hörerinterpretation, Konventionalität, Kommunikation, Sprechhandlung, Transkriptionsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem sprachwissenschaftlichen Phänomen der indirekten Sprechakte und analysiert, wie Hörer diese interpretieren und darauf reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Sprechhandlungstheorie, die Rolle des Kontexts bei der Äußerungsinterpretation und die Untersuchung von Transkripten aus gesprochener Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob die intendierte illokutionäre Kraft eines Sprechers für den Hörer erkennbar ist und wie die Reaktion des Hörers als perlokutionärer Effekt nachgewiesen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Korpusrecherche in der "Datenbank für gesprochenes Deutsch" (DGD) und wendet Analysekriterien der Pragmatik auf ausgewählte Primärdaten an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Beispielsätze analysiert, um zu zeigen, wie aus wörtlichen Äußerungen (z. B. Feststellungen oder Fragen) indirekte Sprechakte (z. B. Aufforderungen) abgeleitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Illokution, Perlokution, Kontextindikatoren, indirekte Sprechakte und Pragmatik charakterisiert.

Warum spielt der Kontext eine so wichtige Rolle bei der Analyse?

Da indirekte Sprechakte nicht allein aus der grammatikalischen Satzbedeutung ersichtlich sind, dienen Kontextdaten wie die Rollenbeziehung der Sprecher als essenzielle Kontextindikatoren für die korrekte Interpretation.

Was bedeutet in diesem Kontext das "Misslingen" eines perlokutionären Aktes?

Ein perlokutionärer Akt gilt als misslungen, wenn der Hörer den indirekten Sprechakt zwar erkennt, aber die vom Sprecher beabsichtigte Reaktion ausbleibt oder eine falsche Antwort erfolgt.

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Details

Title
Indirekte Sprechakte
Subtitle
Von der Identifikation des indirekten Sprechaktes zur Interpretation und Reaktion des Hörers
College
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Course
Sprechakte
Grade
2,0
Author
Claus Richard Kern (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1604049
ISBN (PDF)
9783389151631
ISBN (Book)
9783389151648
Language
German
Tags
Indirekte Sprechakte Sprechakttheorie Illokutionärer Akt Perlokutionärer Akt Pragmatik Hörerverständnis Korpusrecherche Gesprächsanalyse Konventionalität Kontextindikatoren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claus Richard Kern (Author), 2021, Indirekte Sprechakte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1604049
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