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Spekulieren in der Schule

Ein Lehr- und Übungsbuch

Titel: Spekulieren in der Schule

Sachbuch , 2025 , 196 Seiten

Autor:in: Kai Brakhage (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Spekulieren in der Schule – Börse erleben statt nur verstehen

Wie funktioniert die Börse? Warum steigen oder fallen Kurse? Und wie treffen Menschen Entscheidungen unter Risiko?
Dieses Lehr- und Übungsbuch führt Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt in die Welt der Geldanlage und Spekulation ein.
Mit praxisnahen Beispielen, klaren Erklärungen und abwechslungsreichen Aufgaben vermittelt es zentrale Inhalte des Wirtschaftsunterrichts – von Geld- und Sachwertanlagen über Börsen und Fundamentalanalyse bis zu Spekulationsblasen.

Interaktiv lernen im Unterricht:
• QR-Codes und Podcasts für anschauliche Zusatzmaterialien
• Kahoot- und Quizlet-Übungen für spielerische Wiederholung
• Praxisaufgaben und digitale Tools für Börsenplanspiele

Ideal für den Einsatz im Wirtschafts- und Politikunterricht, in Projektwochen oder zur Vorbereitung auf Wettbewerbe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Spekulationsobjekte

1.1 Geldwert- und Sachwertanlagen

1.2 Geldanlagen als Güter

1.3 Wie kann man mit fallenden Kursen Gewinn machen?

1.4 Kahoot und Quizlet

2 Börsen

2.1 Grundlagen

2.2 Wie kommt der Börsenkurs zustande?

2.3 Bedeutung der Börsenkurse

2.4 Die Börsen und das Finanzsystem

2.5 Kahoot und Quizlet

3 Der Spekulant: Ein Homo Oeconomicus ?

3.1 Wer handelt an der Börse?

3.2 Handelt man bei der Spekulation als Homo Oeconomicus?

3.3 Allgemeines Handlungsmodell

3.4 Kahoot und Quizlet

4 System I und System II

4.1 Grundlegendes

4.2 Kahoot

5 Entscheidungen bei Ungewissheit

5.1 Strategien bei Ungewissheit

5.2 Anwendung bei Dax Aktien

5.3 Kahoot und Quizlet

6 Entscheidungen bei Risiko

6.1 Grundlegendes

6.2 Anwendungen

6.3 Kahoot und Quizlet

7 Fundamentalanalyse

7.1 Grundlegende Kennzahlen

7.2 Strategien zu Auswahl

7.3 Kahoot

8 Technische Analyse / Charttechnik

8.1 Grundlagen

8.2 Kahoot

9 Prospekttheorie

9.1 Kahoot

10 Informationsaufnahme

10.1 Informationen

10.2 Heuristiken

10.3 Kahoot und Quizlet

11 Informationsverarbeitung und Entscheidung

11.1 Informationsverarbeitung

11.2 Entscheidungen

11.3 Kahoot und Quizlet

12 Spekulationsblasen

12.1 Grundlegendes

12.2 Interpretation

12.3 Kahoot und Quizlet

13 Eigene Aktienauswahl oder ETF

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, Privatanlegern und Schülern ein grundlegendes Verständnis für Börsenmechanismen, Spekulationsobjekte und verhaltensökonomische Einflüsse auf Anlageentscheidungen zu vermitteln. Im Fokus steht die kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen der Ökonomie gegenüber der praktischen Realität an den Finanzmärkten.

  • Grundlagen der Börse und Spekulation
  • Entscheidungstheorie unter Unsicherheit und Risiko
  • Behavioral Finance und psychologische Heuristiken
  • Fundamentale vs. technische Aktienanalyse
  • Struktur und Dynamik von Spekulationsblasen

Auszug aus dem Buch

1.1 Geldwert- und Sachwertanlagen

Eine einfache Unterteilung von Wertpapieren ist der Unterschied zwischen Mitbesitz (Aktien oder Unternehmensanteile) oder Kredit (Anleihe). Die grundlegende Frage ist dabei, ob der Kapitalgeber Mitspracherechte erhalten soll. Wenn ja, werden Aktien ausgegeben. Wenn nicht, bleibt man bei Anleihen. Je nach Art der ausgegebenen Aktien kann das Mitspracherecht natürlich auch eingeschränkt werden, beispielsweise bei Vorzugsaktien. Hierzu gibt es Materialien, beispielsweise vom Sparkassenverlag, der eine allgemeine Broschüre zum Thema Wertpapiere herausgegeben hat.

Im Folgenden soll jedoch ein allgemeinerer Zugang gewählt werden. Dabei lassen sich Geldanlagen in Geldwert- und Sachwertanlagen unterteilen. Zu den Geldwertanlagen zählt Geld, das man verleiht und nach einer vereinbarten Frist mit Zinsen zurückerhält. Man unterscheidet dabei u. a. Spareinlagen, Tagesgelder oder Anleihen (s. u.). Sachwertanlagen hingegen sind Dinge, an denen man (Mit-)Eigentum besitzt. Beispiele hierfür sind Sachwerte, aber auch Aktien, die eine Miteigentümerschaft an einem Unternehmen bescheinigen.

Bei Geldwertanlagen vereinbart man mit einem Partner den Anlagebetrag, den Zinssatz, die Laufzeit und die Rückzahlungshöhe. Bei dem Kreditnehmer, also der Institution, die das Geld erhält, kann man ferner zwischen unterschiedlichen Bonitäten („Gütegraden“, s. u.) unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Spekulationsobjekte: Unterscheidung zwischen Geldwert- und Sachwertanlagen sowie Einführung in Leerverkäufe und Optionen zur Renditeerzielung.

2 Börsen: Erläuterung der Börsenstruktur, des Unterschieds zwischen Primär- und Sekundärmarkt sowie der Bedeutung von Börsenkursen für Unternehmen.

3 Der Spekulant: Ein Homo Oeconomicus ?: Kritische Analyse des klassischen Homo Oeconomicus-Modells anhand rationaler Annahmen bei Börsenaktivitäten.

4 System I und System II: Anwendung des Kahneman-Modells auf Finanzentscheidungen, um unbewusste Denkmuster und deren Auswirkungen auf die Kapitalanlage aufzuzeigen.

5 Entscheidungen bei Ungewissheit: Vorstellung verschiedener Entscheidungsregeln wie Maximax, Maximin, Hurwicz und Laplace bei unbekannten Wahrscheinlichkeiten.

6 Entscheidungen bei Risiko: Fokus auf Erwartungswert und Standardabweichung bei quantifizierbaren Risiken in der Kapitalanlage.

7 Fundamentalanalyse: Methodik der Aktienbewertung anhand von Kennzahlen wie Gewinn, Dividende, KGV und Cashflow.

8 Technische Analyse / Charttechnik: Einführung in Chartmuster, Trends, gleitende Durchschnitte und Indikatoren zur kurzfristigen Kursanalyse.

9 Prospekttheorie: Abgrenzung zum Erwartungsnutzenmodell durch Fokus auf Verlustaversion und subjektive Gewichtung von Wahrscheinlichkeiten.

10 Informationsaufnahme: Analyse der Probleme bei der Informationsverarbeitung wie Informationsoverload, Asymmetrie und unvollständige Informationen.

11 Informationsverarbeitung und Entscheidung: Behandlung kognitiver Verzerrungen und Heuristiken wie dem Anker-Effekt bei Anlageentscheidungen.

12 Spekulationsblasen: Anatomie historischer Blasenbildungen und Diskussion klassischer vs. verhaltensökonomischer Sichtweisen.

13 Eigene Aktienauswahl oder ETF: Reflexion über die Vor- und Nachteile von aktivem Stock-Picking versus passiven Indexinvestments.

Schlüsselwörter

Aktien, Anleihen, Börse, Behavioral Finance, Fundamentalanalyse, Charttechnik, Homo Oeconomicus, Erwartungswert, Volatilität, Prospekttheorie, Verlustaversion, Spekulationsblasen, Informationsoverload, Heuristiken, Diversifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch bietet eine fundierte Einführung in die Welt der Börse und der Finanzanlage, wobei es den Bogen von klassischen betriebswirtschaftlichen Modellen bis hin zur modernen Verhaltensökonomie (Behavioral Finance) spannt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Anlageklassen, die Struktur von Börsen, Methoden der Aktienanalyse sowie die psychologischen Faktoren, die Investitionsentscheidungen maßgeblich beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel des Werks?

Das Ziel ist die Vermittlung von Kompetenzen zur rationalen Aktienauswahl, kombiniert mit der kritischen Reflexion über Denkfehler, denen Anleger aufgrund menschlicher Kognitionsmuster häufig unterliegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt entscheidungstheoretische Strategien, statistische Analysetools wie Excel für Datenberechnungen sowie verhaltensökonomische Ansätze zur Erklärung von Marktphänomenen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in methodische Abschnitte zur Fundamentalanalyse und Charttechnik sowie tiefgehende Kapitel zur Psychologie der Geldanlage, etwa zur Prospekttheorie oder zur Heuristik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Behavioral Finance, Spekulationsblasen, Effizienzmarkthypothese, Erwartungsnutzen und kognitive Verzerrungen.

Warum ist das "magische Dreieck" für Anleger wichtig?

Das magische Dreieck verdeutlicht, dass Rendite, Liquidität und Sicherheit nicht gleichzeitig im Optimum erreicht werden können, was Anleger zu bewussten Kompromissen zwingt.

Wie unterscheidet das Buch zwischen System I und System II?

System I steht für intuitive, schnelle und unbewusste Entscheidungen, während System II rationale, langsamere und anstrengende Überlegungen repräsentiert, was beides direkte Auswirkungen auf das Börsengeschäft hat.

Ende der Leseprobe aus 196 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spekulieren in der Schule
Untertitel
Ein Lehr- und Übungsbuch
Autor
Kai Brakhage (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
196
Katalognummer
V1604744
ISBN (eBook)
9783389144640
ISBN (Buch)
9783389144657
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Börsenplanspiel Spekulieren Seminarfach
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kai Brakhage (Autor:in), 2025, Spekulieren in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1604744
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Leseprobe aus  196  Seiten
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