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Wie die Bundeswehr ein idealistisches Soldatenbild in den Medien präsentiert. Eine Analyse der Nachwuchsgewinnung durch die Imagekampagne der Bundeswehr

Titel: Wie die Bundeswehr ein idealistisches Soldatenbild in den Medien präsentiert. Eine Analyse der Nachwuchsgewinnung durch die Imagekampagne der Bundeswehr

Facharbeit (Schule) , 2024 , 57 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Unsere Vielfalt macht uns stark. Unsere Einzigartigkeit unbesiegbar. – Egal wie du bist, hier bist du richtig.“ Die Bundeswehr präsentiert sich medial weltoffen. Die Migrationsgeschichte wird als Chance gesehen, die der Bundeswehr einen erweiterten Horizont bietet. Die Bundeswehr mache sich für Inklusion stark und sei sowohl ein familienfreundlicher Arbeitgeber als auch ein starker und aktiver Befürworter der Emanzipation.
Somit handele es sich um einen Arbeitgeber mit sprudelnder Akzeptanz sowie einer Vielzahl von Möglichkeiten, die mit nahezu jeglichem Abschluss bzw. jeglicher Berufsqualifikation, ergriffen werden können.
Dennoch ist zu beachten, dass der Arbeitgeber Bundeswehr aufgrund seiner institutionellen Verpflichtungen kein herkömmlicher Arbeitgeber ist. Um Sicherheit gewährleisten zu können, demonstriert die Bundeswehr auch eine gewisse Stärke. In diesem Kontext kommt es zur sogenannten „militärische[n] Maskulinität“ . So meint diese Form der Maskulinität Werte wie „Glaube an Hierarchie, Gehorsam oder Gewaltanwendung“ .Inwieweit werden diese Normvorstellungen als idealtypisch oder, zur Bewältigung der Aufgaben, als nützlich angesehen?
Im Zuge dieser Facharbeit wird sich herausstellen, welches Narrativ die Imagekampagne stärker prägt und, welchen Einfluss diese verschieden Narrative auf potenziellen Nachwuchs haben. Zur berücksichtigen ist, dass die Bundeswehr aktuell und seit der Absetzung der Wehrpflicht stetig mit Nachwuchsmangel konfrontiert ist. Daher investiert diese viel Geld in die Imagekampagne.
Die Bundeswehr berichtet im Zuge dieser Kampagne über sich selbst. Kommt es dabei zu Romantisierungen und einer Legitimierung von Militäreinsätzen? Und welche vermeintlichen Auswirkungen hat diese Selbstdarstellung auf potentiellen Nachwuchs? Der Beruf als Soldat impliziert, dass es durchaus auch bei Auslandseinsätzen zu Tod und Gewalt kommen kann. Eine Vielzahl von Veteranen sind in Folge der schrecklichen Erlebnisse im Afghanistan–Einsatz an Posttraumatischen Belastungsstörungen erkrankt. Wird dieser Umstand adäquat thematisiert und Freiraum für einen Diskurs gelassen? Ein Interview mit einem Reservisten wird die Sicht der Bundeswehr, zu den oben genannten Fragen, näher beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der mediale Auftritt der Bundeswehr

2.1. Nachwuchsmangel bei der Bundeswehr

2.2. Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche

2.3. Medien als effektives Mittel der Vermarktung – Einfluss der Medien auf Jugendliche

2.3.1. Empfehlungen der Bundeswehr für private Accounts der Soldaten

3. Das Ideal des Soldaten in den Medien

3.1. Werte der Bundeswehr

3.2. Auswirkungen des Auftrags der Bundeswehr auf die Tugenden und Werte

3.3. Einblicke in die Imagekampagne unter Berücksichtigung der Werte und Tugenden

3.3.1. Die militärische Maskulinität

3.3.2. Die militärische Maskulinität in der Imagekampagne der Bundeswehr am Beispiel des „heldenhaften Krieger[s]“

3.3.3. Das Leitbild der Inneren Führung in der Imagekampagne der Bundeswehr

3.3.4. Das Leitbild des Soldaten mit „Kompetenzen in Konfliktvermeidung und -lösung“ am Beispiel der Unterstützung der Ukraine durch die Bundeswehr

3.3.5. Das Leitbild der Diversität in der Bundeswehr am Beispiel der Inklusion von Rollstuhlfahrern

3.3.6. Die Emanzipation der Frau in der Bundeswehr

3.3.7. Das idealistische Soldatenbild in der Bundeswehr

4. Die modernen Ideale des Soldaten in der Bundeswehr im Hinblick auf den Erfolg der Anwerbung des Nachwuchses

5. Kritik an der Imagekampagne der Bundeswehr

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Strategien der Bundeswehr zur Nachwuchsgewinnung über soziale Medien und untersucht, inwiefern die dort vermittelten Soldatenbilder und Leitbilder ein realistisches oder idealisiertes Bild der Institution widerspiegeln. Dabei wird der Fokus auf die Spannungsfelder zwischen militärischer Maskulinität, demokratischen Werten und modernen Arbeitgeberattributen gelegt.

  • Mediale Selbstdarstellung und Vermarktungsstrategien der Bundeswehr
  • Analyse verschiedener Soldaten-Leitbilder in der Imagekampagne
  • Einfluss sozialer Medien auf die Wahrnehmung bei Jugendlichen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Rekrutierungspraktiken und ethischen Aspekten

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Die militärische Maskulinität

Maskulinität lässt sich vor allem erst einmal durch den Unterschied festsetzen, was feminin ist.69 So werden als maskulin folgende Charaktereigenschaften festgehalten. Maskulin ist der, der „aktiv, aggressiv, rational, stark, emotional abgeklärt sowie als Täter bzw. als Beschützer artikuliert […]“70. Die Festsetzung von maskulinen Charakterzügen und Eigenschaften ist „kontextabhängig“71. „Geschlechtsspezifische Normen [führen dazu, dass] Verhaltensnormen in Bereichen, die nicht zuallererst mit Geschlecht zu tun haben […], durch maskuline Verhaltenserwartungen beeinflusst sind“72.

Militärische Maskulinität besagt erstens, dass das „Militär zentral für unsere Vorstellungen von Männlichkeit sind“73. Dieses wird häufig als Innbegriff der Männlichkeit gesehen, da die oben zitierten Begriffe sowohl mit dem Militär als auch mit der militärischen Maskulinität assoziiert werden. Zudem ist ein Zusammenhang zwischen Militarisierung und Männlichkeit zu erkennen. Die Militarisierung beschreibt die Aneignung von militärischen Normen in einem eigentlich unmilitärischen Umfeld. Da das Militär stark mit maskulinen Werten zusammenhängt, kann man eigentlich von einer Aneignung von maskulinen Werten sprechen.74

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die mediale Selbstdarstellung der Bundeswehr als weltoffener und demokratischer Arbeitgeber ein und thematisiert den strategischen Fokus auf die Nachwuchsgewinnung.

2. Der mediale Auftritt der Bundeswehr: Dieses Kapitel beleuchtet den umfangreichen Einsatz digitaler Plattformen und die Notwendigkeit dieser Präsenz aufgrund des demografischen Nachwuchsmangels.

3. Das Ideal des Soldaten in den Medien: Es werden verschiedene, teilweise gegensätzliche Leitbilder analysiert, die von militärischer Maskulinität bis hin zum „Bürger in Uniform“ reichen.

4. Die modernen Ideale des Soldaten in der Bundeswehr im Hinblick auf den Erfolg der Anwerbung des Nachwuchses: Hier wird untersucht, wie diese unterschiedlichen Leitbilder bei der Zielgruppe ankommen und inwiefern sie den tieferen Sinn des soldatischen Dienstes vermitteln.

5. Kritik an der Imagekampagne der Bundeswehr: Ein kritischer Abgleich zwischen der Kampagne und der Realität, inklusive der ethischen Debatte über die Anwerbung Minderjähriger und der Aufarbeitung gesellschaftlicher Probleme.

6. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Ambivalenz der Bundeswehr zwischen traditionellen militärischen Werten und der Modernisierung hin zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Imagekampagne, Nachwuchsgewinnung, soziale Medien, militärische Maskulinität, Innere Führung, Bürger in Uniform, Arbeitgeberattraktivität, Rekrutierung, Diversität, Soldat, Demokratie, Konfliktlösung, digitale Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Bundeswehr mittels Imagekampagnen in sozialen Medien ein idealisiertes Soldatenbild konstruiert, um potenziellen Nachwuchs zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die mediale Selbstdarstellung, die Vermittlung unterschiedlicher Werte-Leitbilder und eine kritische Reflexion der Rekrutierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob die verschiedenen, teils paradoxen Narrative der Bundeswehr ein realistisches Bild vermitteln und wie diese auf die Zielgruppe wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von medialen Inhalten (Imagekampagnen), Fachliteratur sowie ein Experten-Interview mit einem Reservisten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mediale Strategie, die Analyse spezifischer Leitbilder (wie militärische Maskulinität oder Innere Führung) und eine kritische Auseinandersetzung mit der Realitätsnähe dieser Darstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Imagekampagne, Nachwuchsgewinnung, militärische Maskulinität, Innere Führung und die kritische Reflektion der digitalen Präsenz.

Wie bewertet die Arbeit die Anwerbung von Minderjährigen?

Die Autorin äußert scharfe Kritik an der Praxis, Minderjährige zu rekrutieren, und hinterfragt die ethische Vertretbarkeit im Hinblick auf das Kindeswohl.

Welchen Stellenwert nimmt die "Innere Führung" ein?

Sie wird als zentrales demokratisches Leitbild der Bundeswehr dargestellt, das einen Gegenpol zur militärischen Maskulinität bildet und den Soldaten als mitdenkenden Staatsbürger definiert.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie die Bundeswehr ein idealistisches Soldatenbild in den Medien präsentiert. Eine Analyse der Nachwuchsgewinnung durch die Imagekampagne der Bundeswehr
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
57
Katalognummer
V1605141
ISBN (PDF)
9783389151174
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bundeswehr Imagekampagne Militär und Gesellschaft Nachwuchsgewinnung Bundeswehr militärische Werte Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr Medienanalyse Bundeswehr Arbeitgeber Bundeswehr Militärsoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Wie die Bundeswehr ein idealistisches Soldatenbild in den Medien präsentiert. Eine Analyse der Nachwuchsgewinnung durch die Imagekampagne der Bundeswehr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1605141
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Leseprobe aus  57  Seiten
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