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Der Einfluss des Persönlichkeitsmerkmals Sensation Seeking auf missbräuchlichen Alkoholkonsum Adoleszenter

Title: Der Einfluss des Persönlichkeitsmerkmals Sensation Seeking auf missbräuchlichen Alkoholkonsum Adoleszenter

Term Paper , 2024 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Lempa (Author)

Psychology - Miscellaneous
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Welchen Einfluss hat die Persönlichkeitseigenschaft „Sensation Seeking“ auf missbräuchlichen Alkoholkonsum unter Jugendlichen?

Im zweiten Kapitel wird zunächst der missbräuchliche Alkoholkonsum im Jugendalter erläutert. Dabei wird insbesondere auf eine spezifische Form des missbräuchlichen Konsums – das „Binge Drinking“ – sowie auf dessen Auswirkungen und die relevanten Risikofaktoren eingegangen. Das dritte Kapitel bietet eine Definition von Risikoverhalten, gefolgt von einer Betrachtung der Besonderheiten innerhalb der Adoleszenz. Anschließend wird die Persönlichkeitseigenschaft „Sensation Seeking“ ausführlich untersucht. Im vierten Kapitel wird der Einfluss dieser Persönlichkeitseigenschaft auf den missbräuchlichen Alkoholkonsum Adoleszenter anhand relevanter Studienergebnisse dargestellt und die eingangs gestellte Forschungsfrage beantwortet. Das fünfte Kapitel schließt mit dem Fazit dieser Arbeit.

Die Prävalenz des Alkoholkonsums unter Jugendlichen, insbesondere riskanten Konsumformen wie „Binge Drinking“, bleibt trotz eines kontinuierlichen Rückgangs der Fallzahlen nach wie vor hoch (Stock et al., 2022). Im Jahr 2021 wurden etwa 11.500 Jugendliche aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär in deutschen Krankenhäusern behandelt (Statistisches Bundesamt, 2023.). Eine weitere Befragung aus demselben Jahr ergab, dass 32 % der Jugendlichen regelmäßig Alkohol konsumieren (BZgA, 2022).

Mehrere Studien haben bereits eine Korrelation zwischen missbräuchlichem Alkoholkonsum und der Persönlichkeitseigenschaft „Sensation Seeking“ aufgezeigt (Stautz & Cooper, 2013; Stamates & Lau-Barraco, 2017). Aufgrund der Veränderungen, die durch die Pubertät hervorgerufen werden, besteht insbesondere während der Adoleszenz ein generell erhöhtes Potenzial für gesundheitsgefährdendes Risikoverhalten (Siraj et al., 2021). Regelmäßiger sowie schädlicher oder missbräuchlicher Alkoholkonsum zählt zu den Risikofaktoren für das Auftreten diverser psychischer und physischer Erkrankungen, die möglicherweise zu einem vorzeitigen Tod führen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Alkoholmissbrauch von Jugendlichen

2.1 Binge Drinking

2.2 Auswirkungen

2.3 Risikofaktoren

3 Risikoverhalten

3.1 Besonderheiten der Adoleszenz

3.2 Sensation Seeking

4 Einfluss von Sensation Seeking auf missbräuchlichen Alkoholkonsum von Adoleszenten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft „Sensation Seeking“ und dem missbräuchlichen Alkoholkonsum bei Jugendlichen, um zu verstehen, inwieweit dieses Merkmal als Prädiktor für riskante Konsummuster dienen kann.

  • Grundlagen des jugendlichen Alkoholmissbrauchs und Binge Drinking
  • Definition und Arten von gesundheitsbezogenem Risikoverhalten
  • Neurobiologische Besonderheiten während der Adoleszenz
  • Theoretische Konzeption und Dimensionen von Sensation Seeking
  • Zusammenhang zwischen Sensation Seeking und Alkoholkonsum in der Forschung

Auszug aus dem Buch

3.2 Sensation Seeking

Marvin Zuckerman untersuchte in den 1960er Jahren das erstmals beschriebene Persönlichkeitsmerkmal „Sensation Seeking“. Dieses Konzept beschreibt eine genetisch und biochemisch basierte Verhaltensdisposition, die auf das Bedürfnis nach neuen Anreizen sowie abwechslungsreichen und komplexen Eindrücken zurückzuführen ist (Zuckerman, 1979, S. 10).

Zuckerman (1979, S. 10) definiert „Sensation Seeking“ als „… a trait defined by the need for varied, novel, and complex sensations and experiences and the willingness to take physical and social risks for the sake of such experience.“. Er beschreibt „Sensation Seeking“ als Persönlichkeitseigenschaft, da es sich um eine überdauernde Tendenz handelt, einen gewünschten Zielzustand zu erreichen (Zuckerman, 1979, S. 11). Personen mit einer hohen Neigung zum „Sensation Seeking“ sind laut Zuckerman bereit, physische und soziale Risiken einzugehen, um diese Eindrücke zu erleben.

Der Begriff „Sensation“ wird verwendet, um den Kontrast zur Kognition zu verdeutlichen, da „Sensation Seeking“ nicht mit kognitiver Neugierde gleichzusetzen ist; vielmehr wirken die Sinneseindrücke als positive Verstärker. Der Begriff „Seeking“ unterstreicht den aktiven Modus des Suchens.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Prävalenz des riskanten Alkoholkonsums bei Jugendlichen und führt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Sensation Seeking ein.

2 Alkoholmissbrauch von Jugendlichen: Dieses Kapitel erläutert Formen des Alkoholmissbrauchs wie Binge Drinking, deren negative Auswirkungen sowie zugrundeliegende Risikofaktoren.

3 Risikoverhalten: Hier werden der Begriff des Risikoverhaltens definiert sowie die biologischen Besonderheiten der Adoleszenz und das Konzept Sensation Seeking detailliert betrachtet.

4 Einfluss von Sensation Seeking auf missbräuchlichen Alkoholkonsum von Adoleszenten: In diesem Teil werden Studienergebnisse und theoretische Modelle analysiert, die einen Zusammenhang zwischen Sensation Seeking und der Neigung zu exzessivem Alkoholkonsum belegen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Relevanz der Erkenntnisse für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Sensation Seeking, Alkoholkonsum, Adoleszenz, Binge Drinking, Risikoverhalten, Jugendalter, Prävention, Impulsivität, Persönlichkeitspsychologie, Gesundheitspsychologie, Suchtzyklus, neuronale Entwicklung, Peer-Influence

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss die Persönlichkeitseigenschaft Sensation Seeking auf das riskante Trinkverhalten von Jugendlichen hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Alkoholmissbrauch, der Definition von Risikoverhalten, der neurobiologischen Entwicklung in der Pubertät und dem Konzept des Sensation Seekings.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Sensation Seeking als Persönlichkeitsmerkmal den missbräuchlichen Alkoholkonsum bei Jugendlichen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Studien, theoretische Modelle und neurobiologische Forschungsansätze zusammenführt und analysiert.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Suchtverhalten und Jugendphase sowie eine spezifische Diskussion über Sensation Seeking als Prädiktor für Alkoholmissbrauch.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Sensation Seeking, Adoleszenz, Binge Drinking, Alkoholkonsum, Risikoverhalten und Prävention.

Was unterscheidet Sensation Seeking von normaler Neugier?

Sensation Seeking ist nicht mit kognitiver Neugier gleichzusetzen, da es auf dem Bedürfnis nach intensiven Sinneseindrücken basiert, die als positive Verstärker wirken, anstatt primär kognitive Wissenslücken zu schließen.

Wie spielt die Peer-Group eine Rolle?

Studien belegen, dass Jugendliche mit einer hohen Ausprägung an Sensation Seeking besonders anfällig für den Einfluss ihrer Peer-Group sind, was die Wahrscheinlichkeit für riskantes Trinkverhalten weiter erhöht.

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Details

Title
Der Einfluss des Persönlichkeitsmerkmals Sensation Seeking auf missbräuchlichen Alkoholkonsum Adoleszenter
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Franziska Lempa (Author)
Publication Year
2024
Pages
18
Catalog Number
V1606266
ISBN (PDF)
9783389151273
ISBN (Book)
9783389151280
Language
German
Tags
einfluss persönlichkeitsmerkmals sensation seeking alkoholkonsum adoleszenter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Lempa (Author), 2024, Der Einfluss des Persönlichkeitsmerkmals Sensation Seeking auf missbräuchlichen Alkoholkonsum Adoleszenter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1606266
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