Wie und warum änderte sich die Kriegsneigung der amerikanischen öffentlichen Meinung während des Vietnamkrieges?


Hausarbeit, 2009

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vietnam – der Beginn der medialen Manipulation

1. Vietnam – der Beginn der medialen Manipulation

2.(Rationalistische) liberale Außenpolitiktheorie (LT)

3. Messkriterien der öffentlichen Meinung

4. Verlauf der öffentlichen Meinung während des Vietnamkrieges

5. Erklärungskraft der (rationalistischen) liberalen Außenpolitiktheorie (LT)

6. Fazit:

Abbildungsverzeichnis:

Literaturverzeichnis:

Internetquellen:

1. Vietnam – der Beginn der medialen Manipulation

Der Vietnamkrieg (1964-1973) gilt als erster Krieg, der im Fernsehen gezeigt und journalistisch stark begleitet wurde[1]. Das Fernsehen war sehr mächtig[2] und politisierte die amerikanische Bevölkerung[3]. Seit den 60-er Jahren ist in den USA eine Mediendemokratie entstanden[4]. Mediendemokratie bedeutet, dass in modernen Demokratien die Medien eine entscheidende Rolle innehaben und politische Akteure das mediale System verfolgen[5].

Aufgrund dieser Medienpräsenz stellt sich die Frage, ob und wie die beiden US-Präsidenten Lyndon B. Johnson und Richard Nixon die Medien im Vietnamkrieg nutzten und wie und warum sich die öffentliche Meinung während des Vietnamkrieges änderte. Medien als „Mittler und Vermittler, derer man sich bedient, um anderen etwas mitzuteilen“[6] werden immer als Massenmedien angesehen. Zu den Massenmedien gehören Radio, Fernsehen und Druckpresse[7], deren Aufgabe es ist, einem verbreiteten Publikum Informationen zugänglich zu machen[8].

Dabei werden Medienwirkungsmodelle nach Jan Kleinnijenhuis und Ewald M. Rietberg unterschieden: das top-down Modell (die politischen Akteure geben nur die Informationen, die sie verbreitet haben wollen, an die Medien weiter), Mediokratie- Modell (Massenmedien beeinflussen die Öffentlichkeit und damit die Politik) und das bottom-up Modell (die Bevölkerung beeinflusst mittels der Medien (in)direkt die politische Agenda)[9].

Die (rationalistische) liberale Außenpolitiktheorie (LT) soll in dieser Hausarbeit die Theorie der internationalen Beziehungen sein, die zu Beginn erklärt wird. Im Hauptteil wird die öffentliche Meinung anhand von Meinungsumfragen, Wahlergebnissen, gesellschaftlichen Ereignissen, der Kriegsopferzahl sowie der Kriegsdauer während des Vietnamkrieges beobachtet und ausgewertet. Abschließend wird mittels der LT der Verlauf der öffentlichen Meinung in dieser Zeit erklärt, und es wird ein Ausblick gegeben.

2.(Rationalistische) liberale Außenpolitiktheorie (LT)

Die LT bedient sich dem „homo oeconomicus“ als Akteursmodell[10] (ein rational denkender und handelnder Eigennutzenmaximierer), der nach Andrew Moravcsik „risikoavers“[11] ist. Er entscheidet sich nur für den Krieg, wenn für ihn sein Nutzen größer ist als die Kosten. Die Gesamtheit aller erwachsenen Individuen stellen die erste Grundannahme (gesellschaftliche Individuen und Interessengruppen) dar[12]. Die zweite Grundannahme setzt sich aus dem Staat, der repräsentiert, und den repräsentativen Institutionen zusammen[13]. Die Massenmedien übernehmen dabei die Rolle des Mittlers, der Informationen zwischen den einzelnen Akteuren transportiert (siehe Abb. 1). Da der homo oeconomicus über vollständige Informationen verfügen sollte, ist er auf die Massenmedien angewiesen[14]. Der Einbezug der Massenmedien erfordert ein erweitertes Modell der liberalen Außenpolitiktheorie. Daher ergibt sich die erweiterte erste Grundannahme: die Präferenzbildung ist abhängig von den erhaltenen Informationen, d.h. liegen unvollständige Informationen vor, entsteht eine Kluft zwischen Grundinteressen und Akteurspräferenzen, wobei diese nur bei der Gesamtheit der nicht organisierten Individuen auftritt und nicht bei Regierung, Verwaltung und Interessengruppen. Diese verfügen über eigenständige Informationsquellen und sind nicht auf die Berichterstattung der Medien angewiesen[15]. Die dritte Grundannahme sieht den Einfluss der gesellschaftlichen Präferenzen auf das Staatsverhalten in den internationalen Beziehungen vor.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Das erweiterte Außenpolitikmodell der liberalen Theorie[16]

Aufgrund der Erweiterung des Modells der liberalen Außenpolitiktheorie müssen auch Faktoren wie Mediensystem, Medienberichterstattung und Medienwirkung untersucht werden[17].

Betrachtet man die Medienwirkung, muss immer die Responsivität untersucht werden. Responsivität beschäftigt sich damit, ob Politiker die öffentliche Meinung beachten und ob die Regierung nach den Präferenzen der Bevölkerung handelt. Eine Meinungsänderung der Bevölkerung führt zu einer Kursänderung des politischen Systems[18]. Man unterscheidet zwischen 4 Typen von Responsivitäten des politischen Systems[19]:

a, authentische Responsivität: bedeutet, dass der Staat nach den authentischen Wünschen der Bevölkerung handelt, d.h. der Einfluss der öffentlichen Meinung ist hier hoch.

b, blockierte Responsivität: bedeutet, dass der Staat nicht nach den authentischen Wünschen der Bevölkerung handelt, d.h. die Meinung der Öffentlichkeit spielt eine geringe Rolle.

c, verfälschte Responsivität: bedeutet, dass der Staat nach den verfälschten Wünschen der Bevölkerung handelt, d.h. die Meinung der Öffentlichkeit spielt eine große Rolle.

d, entkoppelte Responsivität: bedeutet, dass der Staat nicht nach den verfälschten Wünschen der Bevölkerung handelt, d.h. der Einfluss der öffentlichen Meinung ist hier gering.

Demokratiedefizite sind demnach in b, c und d zu finden, da hier die Wünsche der Öffentlichkeit entweder verfälscht sind oder gar nicht berücksichtigt werden.

Für die (rationalistische) liberale Außenpolitiktheorie sind Demokratiedefizite in einer Demokratie die Ursache, dass sich eine Kriegsneigung seitens der Bevölkerung entwickeln kann. Die mediale Manipulation zählt u.a. zu diesen Demokratiedefiziten. Diese ist definiert als Manipulation, die einerseits von Seiten des Staates mittels Medien durchgeführt werden kann. Zum anderen können aber auch Medien direkt die Bevölkerung manipulieren[20]. Dadurch, dass Medienberichte Menschen emotional berühren, können Menschen auch in ihrer Meinungsbildung in eine bestimmte Richtung gelenkt werden (sog. „Emotionalisierung“)[21].

3. Messkriterien der öffentlichen Meinung

In der vorliegenden Untersuchung der öffentlichen Meinung sollen folgende hergeleitete Kriterien der Beurteilung dienen:

a, Unterstützt die mediale Kriegsberichtserstattung das Handeln der Regierung?
b, Wie enden die Präsidentschaftswahlen 1968 und 1972? Gibt es Änderungen im Wahlverhalten der Bevölkerung?
c, Gibt es gesellschaftliche Ereignisse, die die öffentliche Meinung beeinflussen?
d, Wie verändert sich die öffentliche Meinung in Bezug zur Kriegsopferzahl und zur Kriegsdauer?

4. Verlauf der öffentlichen Meinung während des Vietnamkrieges

a, Unterstützt die mediale Kriegsberichtserstattung das Handeln der Regierung?

Um den Krieg mit Vietnam beginnen zu können, behauptete Präsident Johnson, dass der amerikanische US-Zerstörer „Maddox“ von nordvietnamesischen Patrouillenbooten zweimal angegriffen wurde[22]. Die „Golf-von-Tonkin-Resolution“ ermächtigte Johnson 1964, in den Krieg mit Vietnam zu treten. Erst 1971 wurde Johnsons Behauptung durch die Pentagon Papers[23] als Lüge entlarvt, um den Krieg beginnen zu können[24].

Diese Manipulation der US-Bevölkerung führte dazu, dass diese dem Krieg zustimmte und es zum „rally around the flag-Effekt“ kam. Dieser ist definiert als Welle der öffentlichen Zustimmung zur Arbeit des Präsidenten, die auftritt, wenn der Staat einer internationalen Krise gegenübersteht[25].

Zu Beginn der amerikanischen Vietnamkriegsberichterstattung sollte der Eindruck eines legitimen Krieges entstehen, der auf einen Sieg abzielte. Es wurden anfänglich keine zerstörten Dörfer oder Leichen gezeigt. Stattdessen wurden optimistische Nachrichten verbreitet, Kriegsgegner wurden als „Drückeberger“ und „Nichtstuer“ bezeichnet. Von der Front kamen stets Bilder von Hubschraubern und von in Deckung gehender Soldaten, was den Eindruck der Überlegenheit der Amerikaner im Krieg ausdrücken sollte. Stets gaben Generäle und Pentagonsprecher Interviews, die auf einen schnellen Sieg in Vietnam hoffen ließen. Es fand sowohl eine berichtende als auch eine kommentierende Kommunikation statt, d.h. Aussagen von Nichtjournalisten gehörten zu dieser kommentierten Berichterstattung („sound bites“)[26]. Die einzigen Zeitungen, die sich eine kritische Berichterstattung erlaubten, waren die „New York Times“, der „Boston Globe“ und die „Newsweek“[27].

Am TET (dem vietnamesischen Neujahrsfest) 1968 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, jedoch hielten sich die Nordvietnamesen nicht daran und griffen u.a. auch die amerikanische Botschaft an. Diese TET- Offensive brachte die Wende in der US-TV-Berichterstattung durch den damaligen, sehr beliebten CBS Nachrichtensprecher Walter Cronkite. Er war zutiefst schockiert über das Geschehen in Vietnam und sprach in den Nachrichten von der Niederlage der USA[28], die nun jeder sehen konnte. Damit sank die Glaubwürdigkeit Johnsons[29] und die Kriegszustimmung (siehe Abb. 2). Im selben Jahr fand auch das Massaker von My Lai statt (US-Soldaten töteten alle Dorfeinwohner von My Lai, darunter Frauen, Kinder, Alte[30] ). Armeefotografen zeigten in Diashows diese Bilder der Öffentlichkeit. Der Großteil der Besucher sah sich manipuliert und glaubte, dass die Bilder in Hollywood aufgenommen worden seien. Die Amerikaner trauten ihren Soldaten diese Taten einfach nicht zu[31]. So wurde der Abschlussbericht von 1970 von My Lai beschönigt: „Aus Massaker wurde Tragödie, aus Vergewaltigungen sexuelle Belästigungen, aus Frauen- und Kinderopfer wurden Opfer unter Nichtkombattanten“[32].

Kritiker sehen die Medien als Hauptschuldigen, die den Krieg halfen zu verlieren[33]. Der Meinungsumschwung der Bevölkerung kam nur durch das Fernsehen, das die dramatischsten Bilder raussuchte und zeigte[34]. Der zu Beginn herrschende „rally around the flag“-Effekt[35] war nicht mehr zu spüren[36] (siehe auch Abb. 2). Die US-Meinung gilt auch als der „Hauptdominostein“, der den Kriegsverlust ins Fallen brachte[37].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Kriegsunterstützung für Vietnam[38]

[...]


[1] vgl. Greiner, Bernd: Krieg ohne Fronten. Die USA in Vietnam. Hamburg 2007, S. 12

[2] vgl. Lake, Anthony (Hrsg.): The Vietnam legacy, New York 1976, S. 48

[3] vgl. Ebd., S. 49

[4] vgl. Hils, Jochen: Manipuliertes Volk? Mediendemokratie und die militärische Interventionspolitik der USA am Beispiel der Kosovokriege, Baden-Baden 2007, S. 34

[5] vgl. Das Parlament: Rusconi, Gian Enrico: Die Mediendemokratie und ihre Grenzen - am Beispiel von Berlusconis Italien, in: Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 35-36 / 23.08.2004 Beilage von „Das Parlament“, http://www.das-parlament.de/2004/35-36/Beilage/005.html (aufgerufen am 9.9.2009)

[6] Döhn, Lothar/ Klöckner, Klaus: Medienlexikon. Kommunikation in Gesellschaft und Staat. Baden-Baden 1979, S. 7

[7] vgl. Ebd.

[8] vgl. Maletzke, Gerhard: Grundbegriffe der Massenkommunikation unter besonderer Berücksichtigung des Fernsehens. München 1964, S. 35

[9] vgl. Alemann, Ulrich von: Parteien und Medien, in: Gabriel, Oskar W./ Niedermayer, Oskar/ Stöss, Richard (Hrsg.): Parteiendemokratie in Deutschland, Bonn 1997, S. 478-494 (479f.)

[10] vgl. Schieder, Siegfried: Neuer Liberalismus, in: Spindler, Manuela (Hrsg.): Theorien der Internationalen Beziehungen, Opladen 2003, S. 169-198 (181)

[11] vgl. Hils, Jochen: Der demokratische Krieg als Folge verfälschter Präferenzbildung? Eine systematische Formulierung des Manipulationsverdachts der liberalen Theorie der internationalen Beziehungen, in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 15:2 (Dezember 2008), S. 237-271 (241)

[12] vgl. Moravcsik, Andrew: Taking Preferences Seriously. A Liberal Theory of International Politics, in: International Organization, 51:4 (Herbst 1997), S. 513-553 (516)

[13] vgl. Ebd., S. 518

[14] vgl. Hils, Manipuliertes Volk?, S. 94

[15] vgl. Ebd., S. 95

[16] vgl. Hils, Manipuliertes Volk?, S. 93

[17] vgl. Ebd.

[18] vgl. Brettschneider Frank: Responsivität, in: Greiffenhagen, Martin/ Greiffenhagen, Sylvia: Handwörterbuch zur politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (2. Auflage), Wiesbaden 2002, S. 541-546 (543)

[19] vgl. Hils, Der demokratische Krieg als Folge verfälschter Präferenzbildung?, S. 247

[20] vgl. Ebd., S. 237

[21] vgl. Czempiel, Ernst-Otto 1996: Theorie und Strategie. Überlegungen nach Hajo Schmidts. Kommentar, in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 3: l (Juni 1996), S. 117-121 (119f.)

[22] vgl. Scholl-Latour, Peter: Der Tod im Reisfeld. Dreißig Jahre Krieg in Indochina. Stuttgart 1980, S. 382

[23] vgl. Kleinsteuber, Hans: „Pressefreiheit in den USA – Zwischen Marketplace of Ideas und The People´s Right to Know”, in: Langenbucher, Wolfgang R. (Hrsg).: Die Kommunikationsfreiheit der Gesellschaft. Die demokratischen Funktionen eines Grundrechts (Publizistik, Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung Sonderheft 4/2003), Wiesbaden 2003, S. 72-95 (81f.)

[24] vgl. Shapiro, Robert Y. / Nacos, Brigitte L. / Isernia, Pierangelo: Decisionmaking in a glass house : mass media, public opinion, and American and European foreign policy in the 21st century, Lanham (Maryland) 2000, S. 79

[25] vgl. Murray, Shoon Kathleen/Spinosa, Christopher: The Post-9/11 Shift in Public Opinion: How Long Will It Last? in: Wittkopf, Eugene R. /McCormick, James M. (Hrsg.): The Domestic Sources of American Foreign Policy. Insights and Evidence, Lanham (Maryland) 2004, S. 97-116 (99)

[26] vgl. Hils, Manipuliertes Volk?, S. 101

[27] vgl. Frey, Marc: Geschichte des Vietnamkriegs (8. Auflage). Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums, München 2006, S.151

[28] vgl. Schandler, Herbert Y.: The unmaking of a president, Lyndon B. Johnson and Vietnam. Princeton (New Jersey) 1977, S. 197

[29] vgl. Frey, Geschichte des Vietnamkriegs, S.166

[30] vgl. Ebd., S. 164

[31] vgl. Greiner, Krieg ohne Fronten, S. 39

[32] vgl. Ebd., S. 488

[33] vgl. Schmitz, David F.: The Tet Offensive: politics, war, and public opinion, Lanham (Maryland) 2005, S. 161

[34] vgl. Ebd., S. 161

[35] vgl. Mueller, John: War, presidents and public opinion, New York 1973, S. 267

[36] vgl. Schmitz, The Tet Offensive, S. 163

[37] vgl. Campbell, Kenneth J.: A tale of two quagmires: Iraq, Vietnam and the hard lessons of war, Boulder (Colorado) 2007, S. 67

[38] Mueller, War, presidents and public opinion, S. 56

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Wie und warum änderte sich die Kriegsneigung der amerikanischen öffentlichen Meinung während des Vietnamkrieges?
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V160656
ISBN (eBook)
9783640740949
ISBN (Buch)
9783640741076
Dateigröße
880 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriegsneigung, Meinung, Vietnamkrieges
Arbeit zitieren
Haike Blinn (Autor), 2009, Wie und warum änderte sich die Kriegsneigung der amerikanischen öffentlichen Meinung während des Vietnamkrieges?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160656

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