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Die Vermeidung der Steuerumgehung durch hybride Gestaltungen im Rahmen von ATAD II

Title: Die Vermeidung der Steuerumgehung durch hybride Gestaltungen im Rahmen von ATAD II

Term Paper , 2024 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrick Karl (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Mithilfe von BEPS haben Konzerne ihre Gewinne verkürzt oder vollständig ins Ausland verschoben. Aus diesem Grunde hat die
OECD seit geraumer Zeit die Bekämpfung schädlichen Steuerwettbewerbs sowie aggressiver Steuerplanung auf ihrer Agenda.
So wurde die Neutralisierung der Effekte der hybriden Gestaltungen im Rahmen des BEPS-Aktionsplans in Aktionspunkt aufgenommen, um die Ausnutzung von Unterschieden in der steuerlichen Behandlung eines Rechtsträgers nach den Rechtsvorschriften von zwei oder mehrerer Staaten künftig zu vermeiden. Die Pläne der OECD zur Bekämpfung hybrider Gestaltungen wurden von der EU sodann mit Hilfe der Richtlinie vom 12.07.2016 (ATAD I) bzw. 29.05.2017 (ATAD II) umgesetzt und erweitert.

Die verpflichtende Einführung entsprechender Vorschriften durch die ATAD II soll einen rechtlichen Rahmen gewährleisten, der dem BEPS-Bericht zu Aktionspunkt 2 entspricht und nicht weniger wirksam ist. Die Umwandlung der Art. 9 und 9 b der ATAD-Richtlinien in nationales Gesetz erfolgte durch den Gesetzgeber am 25.06.2021. In der Folge wurde in das nationale Gesetz daher ein Betriebsausgabenabzugsverbot zur Eindampfung von hybriden Gestaltungen, die komplexe Regelung des § 4 k EStG
aufgenommen. In den folgenden Kapiteln wird sich die Seminararbeit somit dem Herzstück von ATAD II, dem neu geschaffenen § 4 k EStG widmen. Darüber hinaus erfolgt eine kurze Analyse des § 49 Abs. 1 Nr. 11 EStG.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. § 4 k EStG

3. § 49 Abs. 1 Nr. 11 EStG

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Umsetzung der ATAD II-Richtlinie in das deutsche Steuerrecht, mit einem besonderen Fokus auf das durch das ATAD-Umsetzungsgesetz neu geschaffene Abzugsverbot für Betriebsausgaben nach § 4 k EStG zur Vermeidung hybrider Gestaltungen.

  • Vermeidung von Steuerumgehungen durch hybride Gestaltungen
  • Analyse des § 4 k EStG als zentrales Element der Anti-Hybrid-Regelungen
  • Untersuchung der Erweiterung des § 49 Abs. 1 Nr. 11 EStG
  • Diskussion von Herausforderungen bei der praktischen Anwendung und Dokumentation
  • Kritische Würdigung der Rechtssicherheit durch das neue Gesetz

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Mithilfe von BEPS haben Konzerne ihre Gewinne verkürzt oder vollständig ins Ausland verschoben. Aus diesem Grunde hat die OECD seit geraumer Zeit die Bekämpfung schädlichen Steuerwettbewerbs sowie aggressiver Steuerplanung auf ihrer Agenda. So wurde die Neutralisierung der Effekte der hybriden Gestaltungen im Rahmen des BEPS-Aktionsplans in Aktionspunkt 2 aufgenommen, um die Ausnutzung von Unterschieden in der steuerlichen Behandlung eines Rechtsträgers nach den Rechtsvorschriften von zwei oder mehrerer Staaten künftig zu vermeiden. Die Pläne der OECD zur Bekämpfung hybrider Gestaltungen wurden von der EU sodann mit Hilfe der Richtlinie vom 12.07.2016 (ATAD I) bzw. 29.05.2017 (ATAD II) umgesetzt bzw. erweitert. Die verpflichtende Einführung entsprechender Vorschriften durch die ATAD II soll einen rechtlichen Rahmen gewährleisten, der dem BEPS-Bericht zu Aktionspunkt 2 entspricht und nicht weniger wirksam ist. Die Umwandlung der Art. 9 und 9 b der ATAD-Richtlinien in nationales Gesetz erfolgte durch den Gesetzgeber am 25.06.2021. In der Folge wurde in das nationale Gesetz daher ein Betriebsausgabenabzugsverbot zur Eindampfung von hybriden Gestaltungen, die komplexe Regelung des § 4 k EStG aufgenommen. In den folgenden Kapiteln wird sich die Seminararbeit somit dem Herzstück von ATAD II, dem neu geschaffenen § 4 k EStG widmen. Darüber hinaus erfolgt eine kurze Analyse des § 49 Abs. 1 Nr. 11 EStG.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Hintergrund der BEPS-Initiative der OECD und die daraus resultierende Notwendigkeit, hybride Gestaltungen durch die ATAD II-Richtlinie auf nationaler Ebene zu bekämpfen.

2. § 4 k EStG: Dieses Kapitel erläutert detailliert die verschiedenen Absätze des § 4 k EStG, die Betriebsausgabenabzugsverbote bei hybriden Gestaltungen oder steuerlichen Inkongruenzen vorsehen.

3. § 49 Abs. 1 Nr. 11 EStG: Hier wird die Anpassung des § 49 EStG analysiert, die durch die Erweiterung um die Nummer 11 der Neutralisierung hybrider Rechtsträger dient.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bilanziert die Änderungen durch das ATAD-Umsetzungsgesetz und kritisiert die resultierende Komplexität sowie die mangelnde Rechtssicherheit für Steuerpflichtige.

Schlüsselwörter

ATAD II, BEPS, hybride Gestaltungen, § 4 k EStG, Betriebsausgabenabzugsverbot, steuerliche Inkongruenzen, Gewinnverschiebung, Steuerumgehung, Doppelbesteuerung, Nichtbesteuerung, Transparenzprinzip, nationale Gesetzgebung, Steuersubjekt, Rechtssicherheit, Anti-Hybrid-Regelungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesetzlichen Maßnahmen zur Eindämmung von Steuerumgehungen durch sogenannte hybride Gestaltungen im internationalen Steuerrecht, basierend auf der ATAD II-Richtlinie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die steuerliche Behandlung von Finanzinstrumenten und Rechtsträgern, bei denen Unterschiede in der Qualifikation zwischen verschiedenen Staaten zur Steuerersparnis ausgenutzt werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise des neu eingeführten § 4 k EStG und die Anpassung des § 49 EStG als Instrumente gegen hybride Gestaltungen im Kontext des deutschen Steuerrechts darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse von Gesetzestexten, Richtlinien (ATAD I und II), OECD-Berichten sowie aktueller Fachliteratur und Entwürfen des Bundesministeriums der Finanzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Abzugsverbotsregelungen in § 4 k EStG (Absätze 1 bis 5) sowie die Ausweitung der beschränkten Steuerpflicht in § 49 EStG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind ATAD II, hybride Gestaltungen, Betriebsausgabenabzugsverbot, Steuerumgehung und steuerliche Inkongruenzen.

Welche Rolle spielt die sogenannte Escape-Klausel im Prüfschema?

Die Escape-Klausel dient im Rahmen der Prüfung importierter Steuersinkongruenzen nach § 4 k Abs. 5 EStG dazu, unter bestimmten Voraussetzungen zu entscheiden, ob ein Abzugsverbot trotz vorliegender Inkongruenz entfallen kann.

Warum wird im Fazit die Komplexität der neuen Regelungen kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass die Neuregelungen den Steuerpflichtigen ein hohes Maß an Fachwissen über ausländische Steuersysteme abverlangen und trotz der umfangreichen Normen keine ausreichende Rechtssicherheit geschaffen wurde.

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Details

Title
Die Vermeidung der Steuerumgehung durch hybride Gestaltungen im Rahmen von ATAD II
College
University of Freiburg
Grade
1,7
Author
Patrick Karl (Author)
Publication Year
2024
Pages
21
Catalog Number
V1607212
ISBN (PDF)
9783389152652
Language
German
Tags
Jura Recht Steuerrecht Steuern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Karl (Author), 2024, Die Vermeidung der Steuerumgehung durch hybride Gestaltungen im Rahmen von ATAD II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1607212
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