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Sexueller Doppelstandard und sexuelle Orientierung

Eine gesamtgesellschaftliche Perspektive

Title: Sexueller Doppelstandard und sexuelle Orientierung

Master's Thesis , 2024 , 56 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tanja Maria Horn (Author)

Psychology - Social Psychology
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Die Hypothese des (hetero)sexuellen Doppelstandards (SDS) postuliert unterschiedliche Sexualnormen in Abhängigkeit des Geschlechts: Für hohe sexuelle Aktivität werden Männer gesellschaftlich belohnt und Frauen abgewertet. Unterscheiden sich gesellschaftliche Sexualnormen geschlechtsspezifisch für homosexuelle Zielpersonen von denen heterosexueller? Die aktuelle Studie untersucht den SDS schwerpunktmäßig für homosexuelle Zielpersonen im Rahmen des similarities and differences (S&D) Modells, das Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen männlichen und weiblichen Sexualstandards betont.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der (hetero)sexuelle Doppelstandard: Theoretische Konzepte

3. Sexuelle (Doppel)Standards bei homosexuellen Zielpersonen: Theorie und Empirie

4. Das S&D Modell

5. Die aktuelle Studie

6. Methode

6.1 Open Science

6.2 Stichprobe und Poweranalyse

6.3 Ablauf und Maße

6.4 Analysestrategie

7. Ergebnisse

7.1 Deskriptive Statistik

7.2 Intergeschlechtliche Vergleiche: Männliche versus weibliche Zielpersonen (H1, H2)

7.3 Intrageschlechtliche Vergleiche: Lineare versus kurvilineare Zusammenhänge (H3, H4)

8. Diskussion

8.1 Stärken und Limitationen

9. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den (hetero)sexuellen Doppelstandard (SDS) unter Anwendung des "similarities and differences" (S&D) Modells mit einem besonderen Fokus auf homosexuelle Zielpersonen. Das primäre Ziel ist es, zu erforschen, inwieweit sich gesellschaftliche Sexualnormen geschlechtsspezifisch bei hetero- und homosexuellen Personen unterscheiden und ob der SDS auch auf sexuelle Minoritäten generalisierbar ist.

  • Analyse des (hetero)sexuellen Doppelstandards (SDS) im Kontext moderner Sexualnormen.
  • Überprüfung der Generalisierbarkeit des S&D Modells auf homosexuelle Zielpersonen.
  • Untersuchung des Effekts der „Geschlechterrollenumkehr“ bei der Bewertung homosexueller Männer.
  • Empirische Analyse intergeschlechtlicher und intrageschlechtlicher Bewertungsverläufe bei verschiedenem sexuellem Aktivitätsniveau.

Auszug aus dem Buch

Der (hetero)sexuelle Doppelstandard: Theoretische Konzepte

Seit Beginn der Frauenbewegung hat eine Modernisierung der Einstellungen zur Sexualität stattgefunden (vgl. Jones, 2010), dennoch scheint der SDS ein allgegenwärtiges Phänomen zu sein (vgl. Marks & Fraley, 2005). Laut einer Umfrage (vgl. Milhausen & Herold, 2002) sind 85% der Menschen davon überzeugt, dass Männer im Vergleich zu Frauen mehr sexuelle Freiheit haben und für ihr Sexualverhalten weniger streng beurteilt werden. Folgende theoretische Konzepte erklären, warum ein SDS existieren sollte und stehen im Einklang mit einer positiveren Bewertung für sexuell aktive Männer im Vergleich zu sexuell aktiven Frauen (Zaikman & Marks, 2017).

Evolutionäre Anpassungen beeinflussen möglicherweise sexuelle Bewertungen. Aus evolutionstheoretischer Perspektive wird ein evolutionär vorteilversprechendes Verhalten belohnt. Männer haben biologisch eine höhere Kapazität zur Gen-Weitergabe als Frauen und investieren im Vergleich weniger in Pflege und Überleben des eigenen Nachwuchses. Um den eigenen Reproduktionserfolg zu steigern, ist es für Männer eine vorteilhafte Strategie, sich nicht nur mit einer, sondern mit vielen Frauen fortzupflanzen (Trivers, 1972).

Es ist denkbar, dass auch gesellschaftliche Rollenerwartungen einen Einfluss auf sexuelle Bewertungen haben. Die Soziale Rollentheorie (Eagly & Wood, 1999) postuliert aufgrund körperlicher Unterschiede zwischen Mann und Frau geschlechtsspezifische Rollenerwartungen. Traditionell sind Männer mit agentischen Eigenschaften ausgestattet. Sie sind stärker und üben Tätigkeiten aus, die mit Macht und Status verbunden sind und dominantes Verhalten fordern. Frauen hingegen verfügen über kommunale Fähigkeiten und spielen die Hauptrolle beim Gebären und Stillen ihrer Kinder, führen häusliche Tätigkeiten aus und zeigen ein eher unterwürfiges Verhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Führt in das Thema des sexuellen Doppelstandards (SDS) ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung für gesellschaftliche Sexualnormen.

2. Der (hetero)sexuelle Doppelstandard: Theoretische Konzepte: Erläutert evolutionäre und sozialpsychologische Theorien, die die unterschiedliche Bewertung männlichen und weiblichen Sexualverhaltens begründen.

3. Sexuelle (Doppel)Standards bei homosexuellen Zielpersonen: Theorie und Empirie: Diskutiert, wie Rollenbilder und Normverstöße die Beurteilung homosexueller Personen beeinflussen könnten.

4. Das S&D Modell: Stellt das "similarities and differences" Modell als Untersuchungsrahmen für die Studie vor, das kurvilineare Zusammenhänge postuliert.

5. Die aktuelle Studie: Formuliert das Hauptziel, die Hypothesen und die Erweiterung der Forschung auf homosexuelle Zielpersonen.

6. Methode: Beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenrekrutierung, die verwendeten Maße und die geplante statistische Analysestrategie.

7. Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Statistiken und die Ergebnisse der inferenzstatistischen Analysen zu den Hypothesen.

8. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Lichte des S&D Modells und diskutiert die theoretischen sowie praktischen Implikationen.

9. Schlussfolgerung: Fasst die zentralen Erkenntnisse über die Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Bewertung sexuellen Verhaltens zusammen.

Schlüsselwörter

Sexueller Doppelstandard, SDS, sexuelle Orientierung, S&D Modell, Soziale Rollentheorie, Homosexualität, Heterosexualität, geschlechtsspezifische Rollen, sexuelle Aktivität, soziale Bewertung, Normverstoß, Geschlechterrollenumkehr, empirische Psychologie, Sexualnormen, soziale Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit untersucht, wie die Gesellschaft das sexuelle Verhalten von Männern und Frauen bewertet und ob diese Beurteilung in Abhängigkeit von der sexuellen Orientierung (heterosexuell vs. homosexuell) variiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf dem "sexuellen Doppelstandard" (SDS), den gesellschaftlichen Rollenerwartungen, dem S&D Modell und der Frage, wie diese Konzepte auf homosexuelle Zielgruppen übertragbar sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Replikation früherer Forschung zum SDS bei heterosexuellen Personen und die zentrale Erweiterung dieser Ergebnisse auf homosexuelle Zielpersonen, um zu prüfen, ob ähnliche Bewertungsmaßstäbe gelten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine querschnittliche Online-Befragung (Within-Subjects-Design) mit N=113 Teilnehmenden durchgeführt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels messwiederholter Varianzanalysen (ANOVAs) und Multilevelanalysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Hypothesen, der detaillierten methodischen Vorgehensweise, der deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisdarstellung sowie einer kritischen Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind der (hetero)sexuelle Doppelstandard, das S&D Modell, gesellschaftliche Bewertung, Rollenerwartungen und sexuelle Orientierung.

Welche Rolle spielt die sogenannte "Geschlechterrollenumkehr" in dieser Studie?

Sie wird als Erklärungsansatz dafür herangezogen, warum homosexuelle Männer oft ähnlich wie heterosexuelle Frauen bewertet werden, da ihnen gesellschaftlich eher weibliche oder kommunale Eigenschaften zugeschrieben werden.

Welches Hauptergebnis liefert die Studie hinsichtlich homosexueller Personen?

Entgegen strikter Vorhersagen des S&D Modells zeigte sich, dass homosexuelle Männer und Frauen bei moderater sexueller Aktivität ähnlich und insgesamt positiver bewertet werden. Die Bewertungsmaßstäbe für beide Geschlechter innerhalb der homosexuellen Zielgruppe sind weitgehend ähnlich.

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Details

Title
Sexueller Doppelstandard und sexuelle Orientierung
Subtitle
Eine gesamtgesellschaftliche Perspektive
College
Saarland University  (Empirische Humanwissenschaften)
Course
Sozialpsychologie
Grade
1,7
Author
Tanja Maria Horn (Author)
Publication Year
2024
Pages
56
Catalog Number
V1607647
ISBN (PDF)
9783389146033
ISBN (Book)
9783389146040
Language
German
Tags
Sexueller Doppelstandard SDS sexuelle Orientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Maria Horn (Author), 2024, Sexueller Doppelstandard und sexuelle Orientierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1607647
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