Der Suezkanal. Geschichte, Entwicklung, Perspektiven


Seminararbeit, 2007

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einführung

2. Lage des Suezkanals

3. Geschichte des Suezkanals
3.1 Verwirklichung des Suezkanals
3.2 Der Bau und seine Folgen
3.3 Nutzen des Suezkanals

4. Brennpunkt Suez - Ägypten und die Suez- Krise
4.1 Der Sechstagekrieg
4.2 Supertanker als Folge des Sechstagekrieges

5. Einnahmen und Ausgaben

6. Kosten Nutzen Analyse - Einsparvolumen

7. Der Schiffsverkehr und seine weltweite Bedeutung

8. Gegenüberstellung Suezkanal vs. Panamakanal

9. Fazit - Chancen und Risiken des Kanals

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1-1: Geografische Lage des Suezkanals

Tabellenverzeichnis

Tabele 1-1: Gegenüberstellung Suez- und Panamakanal

1. Einführung

Kein anderer von Menschen geschaffener Wasserweg hat eine so lange und be- wegte Vergangenheit hinter sich wie der, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet. Die Geschichte dieses Wasserweges mit dem arabischen Namen

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten](zu deutsch Suezkanal) begann bereits im 13. Jahrhundert vor Christus mit dem ägyptischen Pharao Ramses II.1 Von der ersten Idee bis zur letztendlichen Fertigstellung und Eröffnung am 17.11.1869 sollten jedoch über 3000 Jahre vergehen.2

Heute passieren pro Jahr rund 20.000 Schiffe den Suezkanal. Mit 400 Millionen Tonnen Gütern werden somit circa 14 Prozent des gesamten maritimen Welt- handels über diesen Seeweg transportiert. Der Suezkanal ist heute weit mehr als ein normaler Seeweg. Mit über fünf Milliarden Dollar Umsatz ist der Suezkanal ein hochprofitables Wirtschaftsunternehmen geworden. Dennoch ist die zukünftige Bedeutung des Suezkanals ungewiss. Große Reedereien beauftragen immer öfter den Bau von neuen Containerschiffen, welche aufgrund ihrer Größe den Kanal nicht mehr passieren können.3

2. Lage des Suezkanals

Über eine Gesamtlänge von 163 km verbindet der Suezkanal die am Mittelmeer gelegene Hafenstadt Port Said mit der im Roten Meer gelegenen Hafenstadt Suez (Abbildung 1-1). Durch den Kanal ist eine Umrundung des afrikanischen Kontinents, auf dem Weg von Europa nach Asien, nicht mehr erforderlich. Unter der Nutzung des Suezkanals verkürzt sich somit zum Beispiel der Seeweg von Hamburg nach Singapur, um knapp 30 Prozent, von 12.000 auf 8.500 Seemeilen. Aufgrund der eingeschränkten Breite des Kanals ist eine Passage nur von einer Richtung gleichzeitig befahrbar. Um die Wartezeiten vor dem Kanal zu reduzieren, wird der Kanal in Schiff-Konvois durchfahren. Eine komplette Durchfahrt dauert im Konvoi ca. 11 bis 16 Stunden. Ein in der Mitte des Suezkanals gelegener Bittersee wird als Wartezone genutzt, in der sich die Konvois aus beiden Seiten kommend begegnen und aneinander vorbeifahren können.4 Im Jahr 2009 nutzen 17.228 Schiffe mit einer Gesamtladungsmenge von 734Mio. t den Suezkanal.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1-1: Geografische Lage des Suezkanals

Quelle: Location of the Suez Canal, Yolan Chériaux, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canal_de_Suez.jpg, aufgerufen am 26.06.2007

3. Geschichte des Suezkanals

Bereits vor über 3000 Jahren entstand der Gedanke, einen Kanal auf der Land- enge, die das Rote Meer und das Mittelmeer voneinander trennt, zu bauen. Im Gegensatz zu der heutigen Ausrichtung des Suezkanals sollte der damalige Kanal allerdings das westlich der Landenge gelegene Nildelta entwässern und in Richtung Osten erweitern. Ziel war es, besiedlungsfähiges Land für die Be- völkerung zu schaffen. Ausschlaggebend hierfür waren die im Osten liegenden ägyptischen Nachbarländer Syrien und Arabien, welche wichtige Handelspartner für Ägypten waren. Ein Kanalausbau hatte also auch eine strategische Be- deutung, in dem die Karawanenwege Richtung Osten besser ausgebaut hätten werden könne. Mit dem Kanalbau wurden bereits damals wesentliche Vorteile verbunden. Zum einen wäre die ägyptische Siedlungsfläche in einem wichtigen Landstrich vergrößert worden, zum anderen hätte sich eine neue und strategisch wertvolle Route für den Inlandsverkehr ergeben, verbunden mit einem direkten Wasserweg zum Roten Meer. Da das Rote Meer damals jedoch deutlich tiefer in das Landesinnere hinein reichte als es heute der Fall ist, geht man davon aus, dass die Ägypter aus Sorge vor Überschwemmungen, ausgelöst durch den Kanal, die Pläne zum Bau des Kanals verwarfen.6

Mit dem Ziel der Förderung der ägyptischen Landwirtschaft wollte auch Pharo Ramses II. (um 1303 v. Chr.; bis 1213 v. Chr.), einen Kanal bauen. Die Voll- HQGXQJ GHV VRJHQDQQWHQ ÄNecho-Kanals³ HUOHEWH HU MHGRFK QLFKW PHKU (UVW GHU Perserkönig Dareios I. schaffte es den Kanal um 490 v.Chr. zu vollenden. Jedoch verfiel der Necho-Kanal im 8. Jahrhundert nach Chr. wieder völlig. Im Laufe der Geschichte wurde der Kanal dann wieder freigelegt und reaktiviert um dann wieder zu verfallen. Auch Napoléon Bonaparte beauftragte eine Planungs- kommission mit einer Machbarkeitsstudie zum Bau eines neuen Kanals. Dieser Kommission unterlief jedoch ein schwerwiegender Vermessungsfehler. Sie hatte fälschlicherweise einen Niveauunterschied von mehr als 10 Metern zwischen7

Mittelmeer und Roten Meer errechnet. Aus diesem Grund wurden die Planungen für einen Kanalbau voreilig abgebrochen.8

Die folgende Auflistung stellt in chronologischer Folge die wesentlichsten historischen Ereignisse bis zum endgültigen Bau des Suezkanals dar:9

- 13.Jarh. v. Chr:Ramses II. beginnt mit dem Bau des Necho-Kanals
- 6. Jarh. V. Chr.: Pharao Necho II. führt mit 100.000 Sklaven den Bau des Kanals fort
- 487 vor Christus: Perserkönig Dareios I. vollendet den Necho- Kanal
- 100 n. Chr.: Kaiser Trajan, eröffnet nach gewaltigen Arbeiten den "Kanal der Pharaonen" neu
- 600 nach Christus: Wiedereröffnung des zwischenzeitlich verschütteten Kanals durch Kalif Amr ibn al-ƖV
- 1500: Venedig plant den Durchstich der Landenge von Suez und scheitert
- 1798: Napoleon Bonaparte plant eine Wasserverbindung zwischen Mittelmeer und Rotem Meer
- 1825: Gründung der "Société d' études pour le canal de Suez" durch Prosper Enfantin und Robert Stephenson. Auch dieses Kanalprojekt scheitert.
- 1846: Eine Gruppe von Franzosen, Briten und Österreichern stellt bei neuen Messungen eine nahezu gleiche Höhenlage der beiden Meere fest
- 1856: Der österreichische Ingenieur Alois von Negrelli entwirft den Plan für den heutigen Suezkanal
- 1869: Freigabe des Suezkanals für die Schifffahrt

[...]


1 Vgl. Zenker, 1869, S.1 + Hennig, 1913, S.21

2 Vgl.: Reinhard C. Meier-Walser,2006,S.6

3 Vgl. Myrell & Manthey, 2006, S.211

4 Vgl: Jahresbericht, 2009, S.19

5 Vgl: Traffic Statistics; http://www.suezcanal.gov.eg/TRstat.aspx?reportId=3, aufgerufen am 02.01.2010

6 Vgl. Kienitz, 1957, S. 10 + Wagner, 2006, Seite 4

7 Vgl. Kienitz, 1957, S. 11 + Wagner, 2006, Seite 4

8 Vgl. Kienitz, 1957, S. 11 + Wagner, 2006, Seite 4

9 Vgl. Suezkanal 1869, http://www.nonvaleurs.de/suez_kanal.html, aufgerufen am 21.04.2007

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Der Suezkanal. Geschichte, Entwicklung, Perspektiven
Hochschule
Fachhochschule Gießen-Friedberg; Standort Gießen
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
21
Katalognummer
V160853
ISBN (eBook)
9783640739417
ISBN (Buch)
9783640739721
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Suez, Suezkanal, Panamakanal, Seeweg, Geschichte, Schifffahrt, Sechstagekrieg
Arbeit zitieren
U. Manfred Leicht (Autor), 2007, Der Suezkanal. Geschichte, Entwicklung, Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160853

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