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Sharing is Caring

Social Skills im Topsharing und wie diese in der Personalauswahl erfasst werden

Titel: Sharing is Caring

Masterarbeit , 2024 , 62 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annabelle Zerna (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Masterarbeit ist die Extrahierung distinkter sozialer Kompetenzen im Topsharing sowie die Konzipierung eines Assessment Centers, welches die Erhebung dieser Kompetenzen gewährleistet, den Gütekriterien standhält und so die bestmögliche Prognose des beruflichen Erfolgs sicherstellt. Grundlage meiner Untersuchung wird zunächst die theoretische Einordnung des Topsharing, sozialer Kompetenzen und deren Diagnostik sein. Im Rahmen einer quantitativen Untersuchung werde ich mithilfe einer Literaturrecherche systematisch Daten sammeln, um eine Anforderungsanalyse durchzuführen. Die dort extrahierten Social Skills überführe ich in ein Anforderungsprofil für Führungskräfte im Topsharing, welches die Basis zur Konzeptionierung eines validen Assessment Centers bildet. Die Untersuchung schließt mit einer Diskussion der Ergebnisse, welche die Grenzen dieser Arbeit aufzeigt und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung eines Auswahlprozesses vorstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis des Buches

  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretische Grundlagen
    • 2.1 Soziale Kompetenzen in der Führungsdiagnostik
      • 2.1.1 Definition und Dimensionen sozialer Kompetenz
      • 2.1.2 Soziale Kompetenz und sozial kompetentes Verhalten
      • 2.1.3 Modell der elaborierten Steuerung des Sozialverhaltens
      • 2.1.4 Modell der automatisierten Steuerung des Sozialverhaltens
      • 2.1.5 Diagnostik sozialer Kompetenzen
      • 2.1.6 Bedeutung der sozialen Kompetenz in der Führungsdiagnostik
    • 2.2 Topsharing als partnerschaftliches Führungskonzept
      • 2.2.1 Der Terminus Topsharing in Abgrenzung zu artverwandten Begriffen
      • 2.2.2 Vor- und Nachteile für Arbeitnehmende
      • 2.2.3 Vor- und Nachteile für Arbeitgebende
      • 2.2.4 Voraussetzungen für erfolgreiches Topsharing
  • 3 Forschungsfragen
  • 4 Methodik
  • 5 Ergebnisse
    • 5.1 Anforderungsanalyse und Extraktion sozialer Kompetenzen im Topsharing
      • 5.1.1 Soziale Orientierung
      • 5.1.2 Offensivität
      • 5.1.3 Selbststeuerung
      • 5.1.4 Reflexibilität
      • 5.1.5 Weitere soziale Kompetenzen
    • 5.2 Anforderungsprofil für Topsharing-Führungskräfte nach sozialen Kompetenzen
    • 5.3 Assessment Center für Topsharing-Führungskräfte nach sozialen Kompetenzen
  • 6 Diskussion

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Diese Masterarbeit zielt darauf ab, spezifische soziale Kompetenzen zu identifizieren, die für das Topsharing erfolgskritisch sind. Basierend auf dieser Analyse wird ein Assessment Center konzipiert, welches die Erhebung dieser Kompetenzen gewährleistet, Gütekriterien standhält und so eine bestmögliche Prognose des beruflichen Erfolgs ermöglicht. Die Arbeit befasst sich mit den Forschungsfragen, welche speziellen Social Skills Topsharing-Führungskräfte benötigen, wie diese im Rahmen eines Assessment Centers erhoben werden können und wie die Validität eines solchen kompetenzorientierten Assessment Centers sichergestellt werden kann.

  • Topsharing als flexibles Führungsmodell
  • Identifikation relevanter sozialer Kompetenzen (Social Skills)
  • Konzeption eines Assessment Centers für die Personalauswahl im Topsharing
  • Bedeutung von Gütekriterien (Validität) in der Personaldiagnostik
  • Anforderungsanalyse für Topsharing-Führungskräfte
  • Herausforderungen der modernen Arbeitswelt (VUKA) und Work-Life-Balance

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Modell der elaborierten Steuerung des Sozialverhaltens

Das Modell der elaborierten Steuerung des Sozialverhaltens basiert auf dem handlungstheoretischen Ansatz und konkretisiert diesen insofern, als dass es nicht bei der Verhaltenssteuerung abschließt, sondern explizit auf die Entstehung sozial kompetenten Verhaltens eingeht (Kanning, 2005).

Zunächst startet die handelnde Person die Situationsanalyse, indem er eigene Ziele definiert, die er in der konkreten Situation erreichen möchte und diese gegen die Ansprüche der sozialen Umwelt abwägt. Was simpel klingt, ist in der Realität komplexer als gedacht. Denken wir uns nochmal in das Jahresgespräch mit meiner Führungskraft zurück und nehmen wir an, dass mein Vorgesetzter recht schwierig ist und wir bisher auf keine besonders gute Zusammenarbeit zurückblicken können. Mein Ziel ist es ein höheres Jahresgehalt zu verhandeln. Ich habe jedoch ein weiteres Bestreben – nämlich unsere Beziehung zu verbessern – welches zu meinem ersten Ziel im Widerspruch stehen könnte. Zudem muss ich die Ansprüche der sozialen Umwelt – also meiner Führungskraft – einbeziehen, welche wiederum zu Diskrepanzen führen können. Meine Führungskraft ist bekannt für ihre Sparsamkeit und wird meine Arbeitsleistung angemessen, aber auch nicht überdurchschnittlich honorieren wollen. Vielleicht steht auch ein vorgegebenes Budget dahinter, welches nicht überschritten werden darf. Trete ich zu fordernd auf oder drohe sofort mit einer Kündigung, könnte das wiederum die Beziehung weiter verschlechtern. Der Prozess der Situationsanalyse erfordert Wissen über soziale Sachverhalte, Rollen, Normen und Werte und stellt somit vorwiegend auf perzeptiv-kognitive Kompetenzen ab. Dieses Wissen rufe ich in Form von sozial relevanten Informationen aus meinem Gedächtnis ab oder, indem ich das Verhalten meines Gegenübers einbeziehe (Kanning, 2005).

Habe ich meine eigenen Bedürfnisse reflektiert und mit den Ansprüchen meiner sozialen Umwelt abgeglichen, analysiere ich im nächsten Schritt geeignete Verhaltensweisen, die zur Erfüllung beider Komponenten dienen. Relevant hierfür sind zum einen die Verhaltensweisen, auf die ich optional zugreifen kann und zum anderen die Konsequenzen, die mit meinen Verhaltensoptionen meiner Einschätzung nach einhergehen. Um ein möglichst hohes Gehalt zu verhandeln, bietet es sich an, dass ich meine Erfolge akzentuiere und herausstelle, inwiefern das Unternehmen hierdurch profitiert. Ich kann zudem auf meine Fachkompetenz verweisen und mit besseren Angeboten anderer Arbeitgeber argumentieren. Um die Beziehung zu meiner Führungskraft zu verbessern, könnte ich meine Wertschätzung für sie ausdrücken, aufmerksam zuhören und den Blickkontakt halten oder auch meinen Wert für das Unternehmen und demnach auch für meine Führungskraft demonstrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Arbeitswelt mit ihren Herausforderungen und flexiblen Modellen wie Topsharing ein und stellt die Relevanz sozialer Kompetenzen für Führungskräfte in diesem Kontext dar. Es werden die Forschungsfragen der Masterarbeit vorgestellt.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden soziale Kompetenzen in der Führungsdiagnostik definiert und verschiedene Modelle der Sozialverhaltenssteuerung sowie Diagnostikansätze erläutert. Das Kapitel beleuchtet zudem Topsharing als partnerschaftliches Führungskonzept, inklusive seiner Abgrenzung, Vor- und Nachteile sowie Erfolgsfaktoren.

3 Forschungsfragen: In diesem Kapitel werden die drei Kernforschungsfragen präzise formuliert, die sich mit den speziellen Social Skills für Topsharing-Führungskräfte, deren Erhebung in Assessment Centern und der Sicherstellung der Validität dieser Center befassen.

4 Methodik: Die Vorgehensweise zur Beantwortung der Forschungsfragen wird beschrieben, die primär auf einer systematischen Literaturanalyse zur Validierung von Hypothesen und zur Extraktion sozialer Kompetenzen für ein Anforderungsprofil basiert.

5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Resultate der Anforderungsanalyse, bei der soziale Kompetenzen für das Topsharing extrahiert und systematisiert werden. Es wird ein Anforderungsprofil für Topsharing-Führungskräfte vorgestellt und die Konzeption eines darauf aufbauenden Assessment Centers detailliert beschrieben.

6 Diskussion: Im letzten inhaltlichen Kapitel werden die Ergebnisse der Arbeit diskutiert, die identifizierten sozialen Kompetenzen im Kontext des Topsharings beleuchtet, Limitationen aufgezeigt und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung des Auswahlprozesses sowie für zukünftige Forschung gegeben.

Schlüsselwörter

Topsharing, Social Skills, Soziale Kompetenzen, Führung, Personalmanagement, Personalauswahl, Assessment Center, Führungsdiagnostik, Work-Life-Balance, Flexibilität, Zusammenarbeit, Konfliktbereitschaft, Selbststeuerung, Reflexibilität, Prosozialität, Kommunikationsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche spezifischen sozialen Kompetenzen (Social Skills) Führungskräfte im Topsharing benötigen und wie diese im Rahmen eines Assessment Centers valide erfasst werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind Topsharing als modernes Führungsmodell, soziale Kompetenzen in der Führungsdiagnostik und die Konzeption eines Assessment Centers für die Personalauswahl von Topsharing-Führungskräften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Extrahierung erfolgskritischer sozialer Kompetenzen im Topsharing und die Konzipierung eines validen Assessment Centers zur deren Erfassung. Die Forschungsfragen umfassen, welche speziellen Social Skills im Topsharing erforderlich sind, wie diese im AC erhoben und dessen Validität sichergestellt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt hauptsächlich eine Literaturanalyse auf Basis eines quantitativen und deduktiven Ansatzes, ergänzt durch Expert*inneninterviews und systematische Datenanalyse, um Theorien zu validieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen sozialer Kompetenzen und des Topsharings, die Forschungsfragen, die Methodik der Untersuchung und die Ergebnisse, die ein Anforderungsprofil sowie ein Assessment Center-Konzept umfassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Topsharing, soziale Kompetenzen, Führung, Personalmanagement, Personalauswahl, Assessment Center und Validität.

Welche spezifischen sozialen Kompetenzen sind im Topsharing erfolgskritisch?

Erfolgskritisch sind Kompetenzen wie Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktbereitschaft, Pflichtbewusstsein, Prosozialität und Handlungsflexibilität, die durch den hohen Abstimmungsbedarf und die partnerschaftliche Führung im Topsharing besonders relevant werden.

Wie unterscheidet sich die Personalauswahl für Topsharing von der für klassische Führungspositionen?

Im Topsharing liegt ein besonderer Fokus auf der Passung der Tandempartner*innen zueinander und deren sozialen Kompetenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, was über die Anforderungen an eine klassische Einzel-Führungskraft hinausgeht.

Was ist ein Assessment Center und wie wird es in dieser Arbeit konzipiert?

Ein Assessment Center ist ein simulationsorientiertes Auswahlverfahren, das berufsnahe Situationen nachstellt. In dieser Arbeit wird ein eintägiges Gruppen-AC mit Elementen wie Gruppendiskussionen und Rollenspielen konzipiert, um die teamorientierten und sozialen Kompetenzen von Topsharing-Kandidat*innen zu messen.

Welche Vor- und Nachteile bietet Topsharing für Arbeitnehmende und Arbeitgebende?

Für Arbeitnehmende bietet Topsharing Flexibilität, Work-Life-Balance und die Möglichkeit, Karriereoptionen in Teilzeit zu verfolgen. Für Arbeitgebende liegen die Vorteile in der Gewinnung und Bindung von Fachkräften, doppelter Kompetenz, Innovationsförderung und der Sicherstellung einer dauerhaften Führungspräsenz.

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Details

Titel
Sharing is Caring
Untertitel
Social Skills im Topsharing und wie diese in der Personalauswahl erfasst werden
Hochschule
Universität Münster  (Psychologie und Sport)
Note
1,3
Autor
Annabelle Zerna (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
62
Katalognummer
V1608579
ISBN (PDF)
9783389155448
ISBN (Buch)
9783389155455
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sharing caring social skills topsharing personalauswahl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annabelle Zerna (Autor:in), 2024, Sharing is Caring, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1608579
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  62  Seiten
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