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Die vier Sphären gemeinnütziger Körperschaften

Darstellung und Abgrenzungsfragen

Titel: Die vier Sphären gemeinnütziger Körperschaften

Hausarbeit , 2012 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anna Petzold (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Grundprinzip unserer Wirtschaft aus Sicht der Anbieter besteht darin, durch den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen Gewinne zu erzielen. Es wird produziert und angeboten mit der Absicht, die Umsätze zu steigern und die Rentabilität zu erhöhen. Diese Erwartungen können allerdings nicht in allen Bereichen erfüllt werden, woraus ein deutliches Unterangebot insbesondere im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich resultieren würde.
Im Rahmen der staatlichen Daseinsvorsorge werden jedoch nicht nur entsprechende Aufgaben durch Bund und Länder übernommen, sondern es wird ebenfalls Unterstützung für diejenigen Einrichtungen gewährt, welche sich die selbstlose Erfüllung eben dieser Aufgaben zum Ziel ihrer Tätigkeit setzen. Dies geschieht beispielsweise anhand von Steuerbegünstigungen für Einnahmen, die entweder dem ideellen Bereich, dem Zweckbetrieb oder aber der Vermögensverwaltung der gemeinnützigen Körperschaft zuzuordnen sind. Von denen zu unterscheiden ist der steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetrieb, welcher aufgrund seiner Gewinnorientierung wie andere Wirtschaftsunternehmen auch vollständig steuerpflichtig ist.
Die folgende Ausarbeitung soll Klarheit darüber schaffen, nach welchen Kriterien die Zuordnung von Tätigkeiten zu den einzelnen Sphären sowie die Abgrenzung dieser voneinander erfolgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Begriffsklärung
    • 2.1 Gemeinnützige Körperschaft
  • 3 Die vier Sphären
    • 3.1 Ideeller Bereich
    • 3.2 Vermögensverwaltung
    • 3.3 Zweckbetrieb
    • 3.4 Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
  • 5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Ausarbeitung beleuchtet das grundlegende Prinzip der Gewinnorientierung in der Wirtschaft und leitet daraus die Notwendigkeit gemeinnütziger Körperschaften ab. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, Klarheit über die Kriterien für die Zuordnung von Tätigkeiten zu den verschiedenen Sphären gemeinnütziger Körperschaften sowie deren Abgrenzung voneinander zu schaffen.

  • Definition und Besonderheiten gemeinnütziger Körperschaften.
  • Detaillierte Darstellung der vier steuerrechtlichen Sphären: ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb.
  • Analyse der Abgrenzungskriterien für Tätigkeiten innerhalb dieser Sphären.
  • Untersuchung der steuerlichen Implikationen der verschiedenen Sphären.
  • Die Bedeutung der Prinzipien der Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit und Unmittelbarkeit für die Gemeinnützigkeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ideeller Bereich

Der ideelle Bereich ist das Kernstück der Betätigung gemeinnütziger, also steuerbegünstigter Körperschaften. In dieser Sphäre werden die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecke der Organisation realisiert. Als gemeinnützig gelten diese, wenn das Handeln darauf abzielt, „die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern“, wobei der zu fördernde Personenkreis nicht auf bestimmte Personen begrenzt sein darf. Als mildtätig wird die uneigennützige Unterstützung von Personen angesehen, welche aufgrund physischer oder psychischer Ursachen hilfebedürftig oder aber auf finanzielle Hilfeleistungen angewiesen sind. Zu den kirchlichen Zwecken zählen Maßnahmen zur Förderung von Religionsgemeinschaften in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, wie zum Beispiel „die Errichtung, Ausschmückung und Unterhaltung von Gotteshäusern [...], die Abhaltung von Gottesdiensten [sowie] die Ausbildung von Geistlichen“.

Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit einer Körperschaft erfolgt in Abhängigkeit von der Feststellung der Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit und Unmittelbarkeit ihrer Tätigkeiten.

Selbstlos handeln Organisationen, deren Zwecke nicht erwerbswirtschaftlicher Art sind und welche die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel weder zur Häufung des eigenen Vermögens noch zur Bereicherung ihrer Mitglieder verwenden. Ebenso wenig dürfen die erzielten Einnahmen entgegen der satzungsmäßigen Zwecke zur Begünstigung einzelner Personen oder zur Unterstützung politischer Parteien genutzt werden. So ist beispielsweise eine unverhältnismäßig hohe Vergütung für erbrachte Arbeitsleistungen sowohl von Nichtmitgliedern als auch von Mitgliedern, aber auch die Zahlung überhöhter Gehälter an Führungspersonen, untersagt.

Aus dem in §55, Abs.1 AO enthaltenen Verbotes der nichtsatzungsmäßigen Mittelverwendung kann zudem abgeleitet werden, dass die Mittel des ideellen Bereiches nicht dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeführt werden dürfen. Des Weiteren sollten sie „grundsätzlich zeitnah [..., also] spätestens in den auf den Zufluss folgenden zwei Kalender- oder Wirtschaftsjahren“ eingesetzt und generell nicht zur Rücklagenbildung verwendet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Grundprinzip der gewinnorientierten Wirtschaft dar und leitet die Notwendigkeit gemeinnütziger Körperschaften ab, deren Tätigkeiten steuerbegünstigt sind und eine klare Abgrenzung erfordern.

2 Begriffsklärung: Definiert eine Körperschaft allgemein und präzisiert die gemeinnützige Körperschaft als steuerrechtlich begünstigte Einheit, deren Hauptaufgabe die Förderung der Allgemeinheit ist.

3 Die vier Sphären: Erläutert die vier steuerrechtlichen Bereiche gemeinnütziger Körperschaften: ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, und deren jeweilige steuerliche Behandlung und Abgrenzung.

3.1 Ideeller Bereich: Beschreibt das Kernstück gemeinnütziger Aktivitäten, in dem altruistische, mildtätige oder kirchliche Zwecke verwirklicht werden und Einnahmen sowie Ausgaben steuerbegünstigt sind.

3.2 Vermögensverwaltung: Behandelt die steuerbefreite Verwaltung des Vermögens zur Unterstützung gemeinnütziger Zwecke, solange keine Gewinnerzielung im Vordergrund steht und bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

3.3 Zweckbetrieb: Erklärt einen weitgehend steuerbefreiten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, dessen Hauptzweck die Verwirklichung der satzungsmäßigen Ziele ist und der nicht übermäßig in Konkurrenz tritt.

3.4 Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb: Definiert einen voll steuerpflichtigen Betriebsteil, der Einnahmen zur Finanzierung der Körperschaft generiert, ohne direkt den gemeinnützigen Zweck zu erfüllen, und unter welchen Bedingungen er entsteht.

5 Fazit: Fasst die Komplexität der Abgrenzung der Sphären zusammen, betont den Nutzen der Tätigkeit als primäres Kriterium und unterstreicht die Notwendigkeit einer fachmännischen Prüfung.

Schlüsselwörter

Gemeinnützige Körperschaften, Steuervorteile, Ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb, Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Abgrenzung, Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit, Unmittelbarkeit, Steuerrecht, Spenden, Sponsoring, Gewinnorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen gemeinnütziger Körperschaften in Deutschland, insbesondere mit der Klassifizierung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeiten in vier verschiedene Sphären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Unterscheidung zwischen ideellem Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb sowie die damit verbundenen steuerlichen Konsequenzen und Abgrenzungsfragen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Kriterien für die Zuordnung von Tätigkeiten zu den einzelnen Sphären gemeinnütziger Körperschaften zu klären und deren Abgrenzung voneinander darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine deskriptive und analytische Methode, indem sie die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und steuerrechtlichen Auslegungen für gemeinnützige Körperschaften strukturiert darstellt und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die detaillierte Definition und Abgrenzung der vier Sphären gemeinnütziger Körperschaften, ihre spezifischen steuerlichen Behandlungen und die Kriterien, die für die Zuordnung von Tätigkeiten zu jedem Bereich entscheidend sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Gemeinnützige Körperschaften, Steuervorteile, Ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb, Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Abgrenzung, Selbstlosigkeit, Steuerrecht und Sponsoring charakterisieren die Arbeit.

Was sind die Hauptmerkmale des "Ideellen Bereichs" einer gemeinnützigen Körperschaft?

Der ideelle Bereich ist das Kernstück gemeinnütziger Aktivitäten, in dem die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecke der Organisation selbstlos, ausschließlich und unmittelbar verwirklicht werden und die Einnahmen grundsätzlich steuerbefreit sind.

Welche Kriterien müssen für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfüllt sein?

Für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit müssen die Tätigkeiten der Körperschaft die Prinzipien der Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit und Unmittelbarkeit erfüllen, d.h., sie dürfen nicht erwerbswirtschaftlicher Art sein, keine Bereicherung der Mitglieder bezwecken und direkt zur Verwirklichung der satzungsmäßigen Zwecke dienen.

Wie unterscheidet sich Sponsoring in der Vermögensverwaltung von Sponsoring in einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb?

In der Vermögensverwaltung ist Sponsoring steuerunschädlich, wenn die gemeinnützige Einrichtung die Werbemaßnahmen des Sponsors lediglich duldet, ohne aktiv mitzugestalten. Im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb hingegen unterliegen Einnahmen aus aktiv mitgestalteten Werbemaßnahmen der Steuerpflicht.

Welche Rolle spielen sportliche und kulturelle Veranstaltungen im Rahmen eines Zweckbetriebs?

Sportliche und kulturelle Veranstaltungen können als steuerbegünstigter Zweckbetrieb gelten, wenn sie der Förderung des Sports oder der Kultur gemäß der Satzung dienen und bestimmte Einnahmegrenzen oder Bedingungen (z.B. keine bezahlten Sportler) eingehalten werden.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die vier Sphären gemeinnütziger Körperschaften
Untertitel
Darstellung und Abgrenzungsfragen
Hochschule
Hochschule für Musik und Theater Hamburg  (KMM)
Note
2,0
Autor
Anna Petzold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V1608986
ISBN (PDF)
9783389147863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sphären körperschaften darstellung abgrenzungsfragen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Petzold (Autor:in), 2012, Die vier Sphären gemeinnütziger Körperschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1608986
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Leseprobe aus  10  Seiten
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