Viele Städte und Ballungszentren Deutschlands stehen durch die seit Jahren steigende Zuwachsrate des Straßenverkehrs vor enormen Verkehrs- und Umweltproblemen. So wird sich die Zahl der PKW nach einer Prognose des Bundesverkehrswegeplanes aus dem Jahre 1991 bis 2010 auf 45,5 Mio. erhöhen. Im gleichen Zeitraum wird eine Zunahme der Verkehrsleistung um 30% erwartet.
Bisher ist es nicht gelungen, in der Bevölkerung die Gleichsetzung von Mobilität und Motorisierung zu überwinden. Von 100 Städtebesuchern kommen 57 mit dem Auto, welches das Bedürfnis nach individueller Mobilität erfüllt. Die Schadstoffemissionen des Kfz-Verkehrs stellen heute die wichtigste Ursache von Luftverschmutzung dar. Dies verursacht hohe ökologische Kosten, welche bisher durch die Allgemeinheit getragen werden.
Die vorliegende Arbeit stellt aus dieser Sicht umweltpolitische Instrumente zur Förderung ökologieverträglicher Mobilitätsformen vor. Dabei liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf Instrumenten zur Entlastung der Innenstädte vom PKW-Verkehr, allgemeine Verkehrsprobleme werden nur am Rande berücksichtigt. Einleitend wird die chronologische Entwicklung des Verkehrs dargestellt, bis zur heutigen Situation. Anschließend folgt eine Darstellung der volkswirtschaftlichen Kosten, welche der motorisierte Individualverkehr verursacht. Schließlich werden Instrumente zur Verringerung und Verlagerung des Kraftfahrzeugverkehrs auf ökologieverträgliche Mobilitätsformen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit diskutiert. Ergänzend werden umweltpolitische Fehllösungen aufgezeigt. Am Schluss wird die Anwendung verschiedener Instrumente am Beispiel Singapurs vorgestellt. Die Arbeit schließ mit einer Handlungsempfehlung im Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- 1. KAPITEL: EINLEITUNG.
- 2. KAPITEL: DIE ENTWICKLUNG DES STRABENVERKEHRS.
- 2.1 ÖKONOMISCHE KOSTEN DES STRABENVERKEHRS
- 2.2 VERBESSERUNG DES NAHVERKEHRSANGEBOTES
- 2.3 UMWELTPOLITISCHE INSTRUMENTE
- 2.4.1 Der individualpolitische Ansatz
- 2.4.2 Ordnungsrechtlich-administrative Instrumente
- 2.4.2.1 Die Raumordnungsplanung.
- 2.4.2.2 Technische Vorgaben...........
- 2.4.2.3 Verkehrsberuhigung.
- 2.4.2.4 Die Sperrung
- 2.4.2.5 Parkverbote.
- 2.4.3 Marktorientierte anreizkonforme Instrumente
- 2.4.3.1 Die Kfz-Steuer....
- 2.4.3.2 Die Mineralölsteuer.
- 2.4.3.3 Steuerermäßigungen.…….....
- 2.4.3.4 Parkgebühren.……………………….
- 2.4.3.5 Straßennutzungsgebühren (Road-pricing)..\n
- 2.4.3.6 Die Nahverkehrsabgabe
- 2.5 BEISPIEL EINER FEHLLÖSUNG: DAS PARK&RIDE KONZEPT
- 2.6 ANWENDUNGSBEISPIEL: SINGAPUR..
- 3. KAPITEL: FAZIT.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht umweltpolitische Instrumente zur Förderung ökologieverträglicher Mobilitätsformen, mit besonderem Fokus auf die Entlastung der Innenstädte vom PKW-Verkehr. Sie analysiert die Entwicklung des Straßenverkehrs, die volkswirtschaftlichen Kosten des motorisierten Individualverkehrs und diskutiert die Wirksamkeit verschiedener Instrumente zur Verringerung und Verlagerung des Kraftfahrzeugverkehrs.
- Entwicklung des Straßenverkehrs seit dem Zweiten Weltkrieg
- Ökonomische Kosten des motorisierten Individualverkehrs
- Umweltpolitische Instrumente zur Förderung ökologieverträglicher Mobilitätsformen
- Fehllösungen und Anwendungsbeispiele
- Handlungsempfehlungen für die Entlastung der Innenstädte
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kapitel: Einleitung
Die Einleitung stellt das Problem der steigenden Verkehrsleistung in deutschen Städten und Ballungszentren dar und erklärt, dass die Arbeit umweltpolitische Instrumente zur Förderung ökologieverträglicher Mobilitätsformen untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf Instrumenten zur Entlastung der Innenstädte vom PKW-Verkehr. Die Einleitung skizziert die chronologische Entwicklung des Verkehrs und die volkswirtschaftlichen Kosten des motorisierten Individualverkehrs. Anschließend werden Instrumente zur Verringerung und Verlagerung des Kraftfahrzeugverkehrs diskutiert.
2. Kapitel: Die Entwicklung des Straßenverkehrs
Dieses Kapitel behandelt die Entwicklung des Straßenverkehrs seit dem Zweiten Weltkrieg. Es beleuchtet die kontinuierliche Zunahme der PKW-Anzahl und die Verschiebung der Nutzung vom Berufsverkehr zum Freizeitverkehr. Das Kapitel analysiert die Rolle der Infrastrukturpolitik und die Folgen der Raumordnungs- und Siedlungspolitik auf den Verkehr. Es zeigt auf, wie die Planungskonzepte der Nachkriegszeit, die die Trennung von Stadtfunktionen förderten, zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führten. Weiterhin wird der Einfluss der Autogerechten Stadt auf die Entwicklung des Verkehrs diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Verkehrsentwicklung, Ökologie, Mobilität, Umweltpolitik, Innenstädte, PKW-Verkehr, Nahverkehr, Verkehrsplanung, Raumordnung, Kosten des Straßenverkehrs, Instrumente zur Verkehrssteuerung, Road-Pricing, Parkgebühren, Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Verkehrsabgabe.
Häufig gestellte Fragen
Welches Ziel verfolgt die Arbeit zur Entlastung der Innenstädte?
Ziel ist die Untersuchung umweltpolitischer Instrumente, um den PKW-Verkehr in Innenstädten zu verringern und auf ökologieverträgliche Mobilitätsformen zu verlagern.
Was sind marktorientierte Instrumente der Verkehrssteuerung?
Dazu zählen unter anderem die Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Parkgebühren, Straßennutzungsgebühren (Road-pricing) und Nahverkehrsabgaben.
Warum wird das Park&Ride-Konzept als Fehllösung bezeichnet?
Die Arbeit diskutiert Park&Ride kritisch als Beispiel für eine umweltpolitische Maßnahme, die möglicherweise nicht die gewünschte Entlastung bringt.
Welches internationale Beispiel für Verkehrssteuerung wird genannt?
Die Arbeit stellt die Anwendung verschiedener Instrumente zur Verkehrssteuerung am Beispiel von Singapur vor.
Welche Rolle spielt die Raumordnungsplanung?
Sie wird als ordnungsrechtlich-administratives Instrument betrachtet, das durch die Trennung von Stadtfunktionen maßgeblich zum Verkehrsaufkommen beigetragen hat.
- Quote paper
- Niels Ridder (Author), 2001, Umweltpolitische Instrumente zur Förderung ökologieverträglicher Mobilitätsformen am Beispiel der Entlastung der Innenstädte vom Autoverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16095