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Tragische Elemente in "Die Tragödie des Menschen" von Imre Madách

Titel: Tragische Elemente in "Die Tragödie des Menschen" von Imre Madách

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Elisabeth Werdermann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In seinem 1861 erschienen Drama „Die Tragödie des Menschen“ beschreibt
Imre Madách den Beginn der Menschheitsgeschichte bis zu ihrem (möglichen)
Ende. Ausgehend vom Konflikt zwischen dem gefallenen Luzifer und Gott entbrennt ein Streit um die Seele des Menschen, vertreten durch Adam, mit dem
Luzifer die Menschheitsgeschichte durchreist, um ihm sein Schicksal vor Augen
zu führen. Für Adam wird es eine Reise auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Obwohl es sich dem Titel des Werks nach zu urteilen um eine Tragödie handeln
müsste, ist dies nicht eindeutig, nach Aristoteles oder Gottsched beispielsweise, feststellbar. Eher erscheint „Die Tragödie des Menschen“ auf den ersten Blick als Mysterienspiel, mit Erlösung und Seelenheil als allgemeine Wahrheit.
What is so puzzling is the clear tendency of the mainstream of Madách criticism, from 1862 on down to our own day, to interpret Hungary’s greatest literary tragedy in salvationistic terms. Some salvationistic interpretations have managed to avoid facing the tragic as tragic and have substituted for the tragic some kind of vision of an ultimately benign cosmic order (...) it’s as if the many fine critics who have pondered The Tragedy of Man had forgotten what the title of the work was.1

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Wie tragisch ist die „Tragödie“?

2. Tragische Elemente

2.1. Zum Aufbau und der Handlungsstruktur

2.2. Tragische Figuren

2.2.1. Luzifer

2.2.2. Adam – Tragischer Held?

2.3. Zur Erkenntnisfähigkeit: Katastrophe oder Rettung?

2.4. Die Rolle des Rezipienten

3. Resümee

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Drama „Die Tragödie des Menschen“ von Imre Madách unter dem Aspekt, ob und inwiefern es tragische Elemente enthält, ohne dabei eine klassische gattungsgemäße Einordnung vorzunehmen. Ziel ist es, die Tragik der Menschheitsgeschichte sowie die Rolle Adams und Luzifers innerhalb dieses Werkes kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der Handlungsstruktur und des Aufbaus des Dramas
  • Untersuchung der tragischen Züge der Hauptfiguren Adam und Luzifer
  • Reflexion über die Erkenntnisfähigkeit und das Scheitern von Idealen
  • Betrachtung der Rezeption und der didaktischen Dimension des Stückes
  • Diskussion der modernen Aktualität des Werkes

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Luzifer

Selbstverständlich muss Luzifer im Hintergrund des Konfliktes mit Gott betrachtet werden. Und natürlich will Luzifer den Wettstreit um Adams Seele gewinnen: Can we expect from Lucifer, whose aim is to drive Adam to despair and thereby destroy in him his entire offspring, that he would not show Adam the future of his race in pessimistic colors?

Trotzdem drückt die Art und Weise, wie Luzifer eine pessimistische Historie der Menschheit zeigt, nicht nur sein Ziel („to drive Adam to despair and thereby destroy in him his entire offspring“), sondern auch seine eigene Verzweiflung, sein eigenes Leid aus. Die Dinge, die Luzifer Adam zeigt, entspringen nicht Luzifers Fantasie, sondern stellen die Wahrheit dar. Luzifer selbst ist darüber erschüttert und es scheint fast, als wolle er nicht nur Adam das Scheitern Gottes anhand der Welt zeigen, sondern gar Gott selbst: Der Gegenspieler Gottes ist [...] ein ironischer Luzifer, der in seiner Weltklugheit von tragischer Größe ist und der vom Herrn seinen Anteil an der erschaffenen Welt fordert, dafür kämpft und in diesem Kampf unterliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Wie tragisch ist die „Tragödie“?: Die Einleitung stellt das Werk vor und hinterfragt dessen gattungsgemäße Einordnung, um den Fokus auf die Suche nach den inhärenten tragischen Elementen zu legen.

2. Tragische Elemente: Dieses Hauptkapitel untersucht die formalen und inhaltlichen Aspekte, die den tragischen Charakter des Dramas ausmachen.

2.1. Zum Aufbau und der Handlungsstruktur: Hier wird analysiert, wie der Aufbau des Dramas – insbesondere die offene Struktur der Binnenhandlung – zur tragischen Wirkung und zur Wiederholung von Katastrophen beiträgt.

2.2. Tragische Figuren: Dieser Abschnitt widmet sich der Charakterisierung von Luzifer und Adam als tragische Figuren innerhalb des Handlungsverlaufs.

2.2.1. Luzifer: Es wird erörtert, wie Luzifer durch seine eigene Verzweiflung und Erkenntnisfähigkeit an tragischer Größe gewinnt und als Regisseur der menschlichen Tragödie fungiert.

2.2.2. Adam – Tragischer Held?: Das Kapitel beleuchtet Adam als idealistische Faustfigur, deren fortwährendes Streben und Scheitern als tragisches Schicksal interpretiert wird.

2.3. Zur Erkenntnisfähigkeit: Katastrophe oder Rettung?: Die Frage nach Erlösung wird diskutiert, wobei untersucht wird, ob Gottes Aufforderung zum „Kämpfen und Vertrauen“ eine wirkliche Lösung bietet oder das Tragische bekräftigt.

2.4. Die Rolle des Rezipienten: Es wird analysiert, wie der Rezipient die Tragödie wahrnimmt und ob das Stück für ihn eine didaktische Funktion als warnendes Beispiel erfüllt.

3. Resümee: Das Resümee stellt die zeitlose Aktualität des Werkes fest und verknüpft Madáchs Visionen mit gegenwärtigen globalen Herausforderungen.

4. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der wissenschaftlichen Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Die Tragödie des Menschen, Imre Madách, tragische Elemente, Adam, Luzifer, Handlungsstruktur, freier Wille, Determinismus, Scheitern, Erlösung, Rezipient, Didaktik, Menschheitsgeschichte, Idealismus, Pessimismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Drama „Die Tragödie des Menschen“ von Imre Madách und analysiert, welche tragischen Elemente in dem Werk enthalten sind und wie diese die Interpretation der Menschheitsgeschichte beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören der Aufbau der Handlungsstruktur, die Charakteranalyse von Adam und Luzifer, das Verhältnis von freiem Willen und Determinismus sowie die didaktische Rolle des Werkes für den Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, jenseits einer gattungsgemäßen Einordnung des Dramas die inhaltlichen und formalen tragischen Elemente freizulegen, um zu verstehen, worin die Tragödie der Menschheit für den Autor besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den strukturellen Aufbau als auch die Figurenkonstellationen untersucht und diese mit literaturtheoretischen Ansätzen sowie Sekundärliteratur in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Dramenstruktur, eine detaillierte Analyse von Luzifer und Adam, eine Diskussion über Erkenntnisfähigkeit und Erlösungsmöglichkeiten sowie die Untersuchung der Wirkung auf den Leser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Die Tragödie des Menschen“, „tragische Elemente“, „Idealismus“, „Rezipient“ und „Menschheitsgeschichte“ charakterisiert.

Warum wird Adam als tragischer Held eingestuft?

Adam wird als tragischer Held gesehen, weil er trotz seines unermüdlichen Strebens nach einem Sinn und einer besseren Welt immer wieder am Scheitern der Menschheit und an den unauflösbaren Dilemmata seiner Existenz leidet.

Inwiefern spielt die Rolle des Rezipienten eine entscheidende Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass der Rezipient durch seine eigene Interpretation bestimmt, ob das Werk optimistisch als Erlösung oder pessimistisch als Warnung gelesen wird, was wiederum die didaktische Kraft des Stückes ausmacht.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tragische Elemente in "Die Tragödie des Menschen" von Imre Madách
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Faust International
Note
1,3
Autor
Elisabeth Werdermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V160971
ISBN (eBook)
9783640739080
ISBN (Buch)
9783640739141
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tragische Elemente Tragödie Menschen Imre Madách
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Werdermann (Autor:in), 2010, Tragische Elemente in "Die Tragödie des Menschen" von Imre Madách , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160971
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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