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Die praktische Umsetzung der Anthroposophie Rudolf Steiners in der Waldorfpädagogik

Title: Die praktische Umsetzung der Anthroposophie Rudolf Steiners in der Waldorfpädagogik

Term Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Verena Klein (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Fragt man in seiner Umwelt nach, was Waldorfpädagogik ist, erhält man nicht selten Antworten wie "die machen Pädagogik vom Kinde aus und arbeiten viel kreativ", gepaart mit einem Achselzucken und fragendem, unsicheren Blick. Jedoch muss ich gestehen, dass es auch mir nicht anders ging, bevor ich mich mit der Thematik näher befasst habe. Die Fragen, die man sich stellt, beginnen bei der Namensgebung der "Waldorfschulen" und tangieren nahezu alle Bereiche sowohl organisatorischer als auch pädagogischer und didaktischer Art. Viele Eltern halte eine Waldorfschule für die ultimative Alternative zu einer handelsüblichen Schule. Sie glauben, dort seien ihre Kinder am besten aufgehoben, dort gehe man auf jedes Kind individuell ein, dort lernen sie noch ganzheitlich und ohne Druck.


Ob oder inwiefern dies tatsächlich so ist, und vor Allem: auf welchen Grundlagen die Praxis der Waldorfpädagogik basiert, soll in diesem Werk deutlich werden.

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Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Die Gründung der ersten Waldorfschule

3.) Das anthroposophische Weltbild als Grundlage der Waldorfpädagogik

3.1) Das Wesen des Menschen

3.1.1) Der physische Leib

3.1.2) Der Ätherleib

3.1.3) Der Astralleib

3.1.4) Der Ich- Leib

4.) Die Temperamentenlehre Steiners

5.) Die Farbenlehre der Anthroposophie

6.) Zensuren und Versetzung in Waldorfschulen

7.) Allgemeines zur Praxis der Waldorfschulen

8.) Schlussbemerkung

9.) Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht kritisch die theoretischen Grundlagen der Waldorfpädagogik und deren praktische Umsetzung, um aufzuzeigen, inwieweit diese untrennbar mit dem anthroposophischen Weltbild Rudolf Steiners verknüpft ist.

  • Historischer Kontext der Gründung der ersten Waldorfschule
  • Anthroposophisches Menschenbild und die Lehre der Wesensglieder
  • Bedeutung der Temperamenten- und Farbenlehre in der Unterrichtspraxis
  • Kritische Analyse der organisatorischen und pädagogischen Besonderheiten
  • Hinterfragung des Einflusses der Anthroposophie auf den Schulalltag

Auszug aus dem Buch

3.1.1) Der physische Leib

Im physischen Leib gleicht der Mensch der Welt der Mineralien.

Anders ausgedrückt: Das, was der Mensch mit der mineralischen Welt gemein hat und was nach dem Tode wieder in diese zerfällt, ist der physische Leib.

Diese Phase, in der der Mensch im physischen Leib steckt, dauert von der Geburt bis zum siebten Lebensjahr (oder bis zum Zahnwechsel).

Während dieser Zeit entwickeln sich die Kräfte und Wirkungen des Ätherleibs, die aber bis zum Zahnwechsel noch nicht sichtbar werden.

Was passiert nun in dieser Phase?

Jede Phase ist nochmals in drei Perioden gegliedert.

In der ersten Periode des physischen Leibes „lernt das Kind die grundlegende Dinge wie Gehen und Sprechen, und zwar während der Ätherleib noch am Kopf arbeitet“ (Hörner, S.162, Z.19f).

Das Kind hat in dieser Zeit ein sehr feines, instinktives Wahrnehmungsvermögen für alles, was um es herum passiert, seien es Ereignisse oder Gefühle von Menschen, mit denen es zu tun hat.

Dem entsprechend lebt es auch ganz mit der Außenwelt. Da es ganz seinen Wahrnehmungen hingegeben ist, herrscht nun das „Nachahmen“ vor.

Da Nachahmen aber ja nur möglich ist durch ein Vorbild, spricht man in dieser Phase von den Schlüsselbegriffen „Nachahmung und Vorbild“.

Es wird dadurch verstärkt, dass das Kind davon ausgeht, alles in der Welt sei gut.

Es lebt in einer moralischen Welt.

Nun kann man sich vorstellen, dass, wenn ein Kind denn alles nachahmt, es entsprechend gute Vorbilder haben muss. In dieser Rolle wird insbesondere der Lehrer gesehen:

„Das Kind, das neben den Erwachsenen heranwächst, ist aber ein Imitator auch der schwächsten physischen Zustände des Erziehers,...“ (Hörner, S.164, Z.9f; zit.n. Steiner,R: Geistig-seel. Grundkräfte,S.56).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Arbeit motiviert das Interesse an der Waldorfpädagogik angesichts wachsender Beliebtheit und stellt die kritische Untersuchung der Grundlagen in den Fokus.

2.) Die Gründung der ersten Waldorfschule: Dieses Kapitel erläutert den historischen Ursprung als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik unter der Leitung Rudolf Steiners.

3.) Das anthroposophische Weltbild als Grundlage der Waldorfpädagogik: Es wird dargelegt, dass Waldorfpädagogik untrennbar mit Steiners Menschenbild verbunden ist, welches den Menschen in physische, seelische und geistige Welten unterteilt.

3.1) Das Wesen des Menschen: Hier werden die vier Wesensglieder – physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich-Leib – detailliert erläutert und deren Entwicklung über die Lebensjahre hinweg beschrieben.

3.1.1) Der physische Leib: Fokus auf der frühen Kindheit bis zum Zahnwechsel, geprägt durch Nachahmung, Vorbild und das Fehlen bewussten Lernens.

3.1.2) Der Ätherleib: Beschreibung der Phase nach dem Zahnwechsel, in der das Kind durch Autorität, Inspiration und bildhaftes Lernen geprägt wird.

3.1.3) Der Astralleib: Analyse des Erscheinens ab der Geschlechtsreife mit 14 Jahren, verbunden mit der Ausbildung eigener Urteilskraft und logischem Denken.

3.1.4) Der Ich- Leib: Betrachtung des Ich als Träger des individuellen Bewusstseins und Verbindung zur geistigen Welt.

4.) Die Temperamentenlehre Steiners: Das Kapitel beschreibt die vier Temperamente und deren Bedeutung für die Sitzordnung und pädagogische Behandlung der Schüler.

5.) Die Farbenlehre der Anthroposophie: Erläuterung, wie Farben gezielt eingesetzt werden, um durch Erzeugung von Gegenfarben die kindliche Entwicklung positiv zu beeinflussen.

6.) Zensuren und Versetzung in Waldorfschulen: Kritische Auseinandersetzung mit dem Verzicht auf Noten und Sitzenbleiben unter dem Aspekt der anthroposophischen Ideologie.

7.) Allgemeines zur Praxis der Waldorfschulen: Eine Zusammenstellung organisatorischer und didaktischer Merkmale wie das Klassenlehrerprinzip, Epochenunterricht und der Verzicht auf Medien.

8.) Schlussbemerkung: Die Autorin hinterfragt die Transparenz gegenüber den Eltern bezüglich des weltanschaulichen Hintergrunds der Waldorfpädagogik.

9.) Literatur: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Quellen.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, Anthroposophie, Wesensglieder, Menschenbild, Erziehung, Nachahmung, Temperamentenlehre, Farbenlehre, Klassenlehrerprinzip, Reformpädagogik, Schulalltag, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Analyse der Waldorfpädagogik und legt offen, wie sehr diese in der Anthroposophie Rudolf Steiners verwurzelt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Neben dem anthroposophischen Menschenbild werden die Temperamenten- und Farbenlehre sowie die spezifische Schulpraxis der Waldorfschulen beleuchtet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Waldorfpädagogik nicht ohne den anthroposophischen weltanschaulichen Hintergrund betrachtet werden kann und dass die Schulpraxis auf diesem basiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, indem sie die pädagogischen Konzepte Steiners durch Fachliteratur erläutert und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der anthroposophischen Grundlagen (Menschenbild, Temperamente), die praktische Anwendung im Schulalltag und eine kritische Auseinandersetzung mit der Notengebung und Schulorganisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, Anthroposophie, Wesensglieder, Erziehung und Schulpraxis.

Warum spielt die Sitzordnung in Waldorfschulen eine Rolle?

Auf Basis der Temperamentenlehre werden Schüler nach ihrer Zugehörigkeit zu einem der vier Temperamente gesetzt, um eine Harmonisierung der Kräfte zu erreichen.

Wie begründet die Autorin die Kritik an Waldorfschulen?

Die Autorin argumentiert, dass die Waldorfpädagogik eine eigenständige Ideologie verfolgt, über deren anthroposophischen Ursprung viele Eltern unzureichend aufgeklärt werden.

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Details

Title
Die praktische Umsetzung der Anthroposophie Rudolf Steiners in der Waldorfpädagogik
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Psychologie)
Course
Sekten
Grade
1,3
Author
Verena Klein (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V16107
ISBN (eBook)
9783638210478
ISBN (Book)
9783638747035
Language
German
Tags
Umsetzung Anthroposophie Rudolf Steiners Waldorfpädagogik Sekten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Klein (Author), 2002, Die praktische Umsetzung der Anthroposophie Rudolf Steiners in der Waldorfpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16107
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