Erinnert wird an die Tatsache, dass die Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1955 noch nicht souverän war. In Teilbereichen waren die im Besatzungsstatut verankerten alliierten Vorbehalte wirkungsmächtiger als das Grundgesetz.
Inhaltsverzeichnis
- Neben und über dem Grundgesetz
- Die Alliierte Hohe Kommission
- Die Machtprobe
- Eine besondere Situation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Text schildert die besondere Situation der jungen Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, die von den Siegermächten kontrolliert wurde. Er beleuchtet die rechtliche Grundlage dieser Aufsicht, das Besatzungsstatut, sowie die Rolle der Alliierten Hohen Kommission. Darüber hinaus wird die Machtprobe zwischen der Bundesregierung und der Hohen Kommission sowie die Umstellung auf zivile Überwachungsformen thematisiert.
- Das Besatzungsstatut als Rechtsgrundlage der Doppelherrschaft
- Die Rolle der Alliierten Hohen Kommission und ihre Machtbefugnisse
- Die Machtprobe zwischen der Bundesregierung und der Hohen Kommission
- Die Umstellung auf zivile Überwachungsformen
- Die Auswirkungen der Kontrolle auf die deutsche Politik und Außenbeziehungen
Zusammenfassung der Kapitel
Neben und über dem Grundgesetz
Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung des Besatzungsstatuts, das zeitgleich mit dem Grundgesetz in Kraft trat. Es erläutert die rechtliche Grundlage der Alliierten Kontrolle über Westdeutschland und die Befugnisse der Besatzungsmächte.
Die Alliierte Hohe Kommission
Dieses Kapitel beschreibt die Struktur und Funktionsweise der Alliierten Hohen Kommission, die als Kontrollorgan über Westdeutschland fungierte. Es beleuchtet den Einfluss der Hohen Kommission auf die deutsche Politik und die Symbolik ihrer Sitzwahl auf dem Petersberg.
Die Machtprobe
Dieses Kapitel schildert die Machtprobe zwischen der Bundesregierung und der Hohen Kommission im Zusammenhang mit der DM-Abwertung. Es zeigt die Spannungen zwischen den deutschen Politikern und den Alliierten und die Abhängigkeit der jungen Bundesrepublik von den Siegermächten.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieses Textes sind: Besatzungsstatut, Alliierte Hohe Kommission, Kontrolle, Doppelherrschaft, Souveränität, Machtprobe, DM-Abwertung, Bundesrepublik Deutschland, Westdeutschland, Petersberg, Grundgesetz, Politik, Außenbeziehungen.
Häufig gestellte Fragen
War die Bundesrepublik Deutschland 1949 voll souverän?
Nein, zwischen 1949 und 1955 war die Bundesrepublik noch nicht voll souverän. Das Besatzungsstatut gab den Alliierten Vorbehaltsrechte, die in Teilbereichen über dem Grundgesetz standen.
Was war die Aufgabe der Alliierten Hohen Kommission?
Die Kommission fungierte als oberstes Kontrollorgan der drei westlichen Besatzungsmächte (USA, UK, Frankreich) über Westdeutschland und überwachte die Einhaltung alliierter Interessen.
Was versteht man unter der „Doppelherrschaft“ in dieser Zeit?
Damit ist das Nebeneinander von deutscher Selbstverwaltung (durch die Bundesregierung unter dem Grundgesetz) und der alliierten Aufsicht (durch die Hohe Kommission unter dem Besatzungsstatut) gemeint.
Welche Bedeutung hatte der Petersberg bei Bonn?
Der Petersberg war der Sitz der Alliierten Hohen Kommission. Die Wahl dieses erhöhten Ortes gegenüber von Bonn hatte eine starke Symbolik für die Machtposition der Alliierten.
Welche Machtproben gab es zwischen Adenauer und den Alliierten?
Ein prominentes Beispiel war die Auseinandersetzung um die DM-Abwertung, bei der die Bundesregierung ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen gegen die Kontrolle der Hohen Kommission durchsetzen wollte.
- Citation du texte
- Dr. Helmut Vogt (Auteur), 2010, Neben und über dem Grundgesetz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161100