Konzeption einer Informationsinfrastruktur zur E-Partizipation unter Berücksichtigung von Web 2.0 Anwendungen


Seminararbeit, 2010

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Definition
1.1 E-Partizipation
1.2 Web 2.0

2 Web 2.0 Technologien im Kontext E-Partizipation
2.1 Einführung
2.2 Positionierung

3 Anforderungen an eine Plattform zur E-Partizipation
3.1 Funktionale Anforderungen
3.2 Nicht-funktionale Anforderungen
3.3 Komponentenarchitektur

4 Fazit und Ausblick
4.1 Fazit
4.2 Kritik

A Abbildungen

Literaturverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

A.1 E-Partizipation im politischen Zyklus (aus Caddy & Lau (2003))

A.2 Abstrakte Komponentenarchitektur

TABELLENVERZEICHNIS

2.1 Technologien pro Partizipationsgrad (aus Albrecht et al. (2008, S. 24ff.)

2.2 Zuordnung von IT-Technologien zu Aktivitäten des politischen Zyklus

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ZUSAMMENFASSUNG

Die Thematik um E-Partizipation wird schon seit einiger Zeit auf akademischer und praktischer Ebene diskutiert und evaluiert. Begünstigt durch technologischen Fortschritt (z.B. verbesserte Infrastruktur, Web 2.0), sinkende Zugangsbarrieren (vgl. Roggenkamp, 2010; Parycek, 2007), demographischen Wandel und zunehmende Politikverdrossenheit (s. Heppner & Prosser, 2008) steigt die Attraktivität dieser Form von Bürgerbeteiligung stark an.

Insbesondere die neue Form von sozialer Beteiligung über das Internet im sog. Web 2.0 birgt neue Potenziale zur Umsetzung dieser Thematik.

Dennoch hat sich bislang keine Implementierung, aufgrund vielfältiger Probleme und Schwierigkeiten, durchsetzen können, welches in heterogenen Insellösungen in den jeweiligen Kommunen resultiert (s. Charalabidis, Koussouris & Kipenis, 2009; Roggenkamp, 2010).

Die vorliegende Seminararbeit greift Web 2.0 Technologien zur Bürgerbeteiligung auf und positioniert diese in einem zweidimensionalen Schema, wobei die erste Dimension die verschiedenen Stufen des politischen Zyklus und die zweite Dimension die Höhe des Partizipationsgrads darstellt (vgl. Macintosh, 2004; Caddy & Lau, 2003).

Anschließend werden, basierend auf den Erkenntnissen und Erfahrungen bisheriger Projekte in diesem Umfeld, funktionale und nicht-funktionale Anforderungen an eine Informationsinfra- struktur zur E-Partizipation erörtert (s. Roggenkamp, 2010; Klug, Lokaicyk, Meyer & Steinmetz, 2010). So wird beispielsweise von Roggenkamp (2010) argumentiert, dass ein kommunales so- ziales Netzwerk die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung und stetige Beteili- gung der Bürger ist. Mit Hilfe dieser aufgenommenen Anforderungen wird abschließend eine abstrakte Komponentenarchitektur mit Hilfe von UML abgeleitet und es werden Vorschläge für konkrete Technologien gegeben.

1 Definition

Das folgende Kapitel stellt eine knappe Einführung in die Thematik dar und definiert die wichtigsten Begriffe.

1.1 E-Partizipation

„Als E-Partizipation beziehungsweise als E-Beteiligung werden die über das Internet stattfindenden, mithin elektronisch unterstützten partizipativen, Kommunikationsprozesse zwischen politisch-administrativen Systemen auf der einen und Bürgern sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf der anderen Seite bezeichnet“ (Roggenkamp, 2010, S. 55)

Die elektronische Partizipation vereint sich gemeinsam mit dem elektronischen Voting zur E- Demokratie, welche wiederum Bestandteil des E-Government ist. Während E-Voting nur als technisches Problem angesehen wird (s. Heppner & Prosser, 2008, 2007, S. 145ff.), gibt es eine Reihe von Aspekten und Anforderungen bei der E-Partizipation zu beachten (vgl. Roggenkamp, 2010; Macintosh, 2004).

1.2 Web 2.0

In der Literatur gibt es bislang keine allgemein akzeptierte Definition dieses Begriffs, es ist nicht einmal gesichert, ob das Konzept Web 2.0 überhaupt existiert. Allerdings lässt sich eine Liste von Kernkompetenzen ausmachen, wobei im Kontext dieser Arbeit die folgenden zwei besondere Relevanz haben:

- „Nutzung des Webs als Platstform“ (Alby, 2008, S. 15)
- „Einbeziehung der kollektiven Intelligenz der Nutzer, sei es durch Blogs, von Benutzern geschaffenen Strukturen wie die einer Folksonomy oder die Zusammenarbeit von Benutzern mittels Social Software“ (Alby, 2008, S. 15)

Aufgrund dieses Beteiligungsaspekts machen Web 2.0 Technologien1 die Nutzung kollektiver Intelligenz attraktiv, wobei es Reihe von wichtigen Anforderungen zu beachten gilt.

2 Web 2.0 Technologien im Kontext E-Partizipation

Das folgende Kapitel führt in den politischen Zyklus sowie die Möglichkeiten von E-Partizipation ein und positioniert Technologien aus dem Web 2.0 Umfeld innerhalb dieses Rahmens.

Systematisch betrachtet stellt sich zuerst die Frage, welche Technologien zu welchem Zeitpunkt potenziell zur Anwendung kommen können. Um diese Frage zu beantworten wird auf den politischen Zyklus sowie den Partizipationsgrad zurückgegriffen. Der politische Zyklus besteht aus den Bestandteilen: Agenda, Analyse, Erzeugung, Durchsetzung und Überwachung. Auf partizipatorischer Ebene können drei Ausprägungen beobachtet werden:

Information: Hier steht die reine Information des Bürgers im Vordergrund, wobei die aktive Information des Bürger, z.B. über Mail, RSS oder Blogs, gefordert wird.

Konsultation: Innerhalb dieser Ausprägung steht die Meinungsbefragung des Bürgers im Vordergrund, welcher beispielsweise in Umfragen, Diskussionsforen oder über andere Kommunikationskanäle seine Meinung zu einem bestimmten Thema abgeben kann.

Partizipation: Bei dieser Ausprägung wird der Bürger vollständig in die jeweilige Stufe des politischen Prozesses, z.B. mittels Petitionen, Diskussionen oder Referenden, integriert.

Die Positionierung von abstrakten Konzepten innerhalb dieses Rahmens der OECD kann in Abbildung A.1 eingesehen werden. Neben diesem Modell wird außerdem eine pluralistische beziehungsweise partizipatorische Demokratietheorie angenommen, d.h. der Wille zur Partizipation der Bürger wird nicht infrage gestellt (s. Meißelbach, 2009, S. 82ff.).

2.2 Positionierung

Eine Einordnung von IT-Technologien bezüglich des Partizipationsgrads wird von Albrecht et al. (2008) vorgenommen. Diese Einordnung kann wie in Tabelle 2.1 veranschaulicht zusammen- gefasst werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.1: Technologien pro Partizipationsgrad (aus Albrecht et al. (2008, S. 24ff.))

Nimmt man zusätzlich die Klassifikation des OECD (Abbildung A.1) hinzu ergibt sich die Einordnung der Technologien auf den jeweiligen Stufen des politischen Zyklus (Tabelle 2.2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.2: Zuordnung von IT-Technologien zu Aktivitäten des politischen Zyklus

Bei dieser Einteilung ist zu beachten, dass über die Abgrenzung und die tatsächliche Nütz- lichkeit der verwendeten Technologien aktuell in der Literatur keine Einigkeit besteht. So wird beispielsweise von Hoebel, Huber und Habbel (2008, S. 39ff.) die Nützlichkeit von Bürger- blogs als Mittel zur E-Partizipation infrage gestellt, da politische aktiv Bürger diese Techno- logie bereits benutzen und es kein Werkzeug darstellt, um Bürger zur aktiven Partizipation zu motivieren.

Auf der anderen Seite kann in der Literatur an vielen Stellen die erfolgreiche Umsetzung ein- zelner Teiltechnologien beobachtet werden. So setzt beispielsweise der Bürgermeister von Han- nover Podcasts zur regelmäßigen Information der Bürger ein (vgl. Hoebel et al., 2008, S. 25ff.).

Weiterhin erhebt diese Einteilung keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern stellt lediglich das Potenzial dar und zeigt, dass insbesondere Web 2.0 Technologien sich für den Einsatz innerhalb der E-Partizipation eignen.

[...]


1 z.B. Wiki, Blog, Social Networks, Folksonomies, Podcasts; Für eine Einführung und Definition sei auf Alby (2008) verwiesen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Konzeption einer Informationsinfrastruktur zur E-Partizipation unter Berücksichtigung von Web 2.0 Anwendungen
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Praktikerseminar der Wirtschaftsinformatik
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V161129
ISBN (eBook)
9783640766628
ISBN (Buch)
9783640767069
Dateigröße
878 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Partizipation, Web 2.0, Informationsinfrastruktur, Konzeption, Politik, Verwaltung, Demokratie, Demographie
Arbeit zitieren
Philipp Herzig (Autor), 2010, Konzeption einer Informationsinfrastruktur zur E-Partizipation unter Berücksichtigung von Web 2.0 Anwendungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161129

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