Der Neue Bund im Alten Testament

Eine exegetische Studie zur Jeremia 31,31-34


Seminararbeit, 2007
39 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsübersicht

I. Einleitung

II. Strukturen und Kontext
A) Der historische Hintergrund
B) Die Struktur des Abschnitts
C) Die Terminologie im engeren Kontext

III. Jeremia 31,31
A) Siehe, Tage kommen
B) Haus Israel und Haus Juda
C) Ein neuer Bund

IV. Jeremia 31,32
A) Der Bund mit den Vätern beim Exodus
B) Das Brechen des Bundes
C) Gott als Eheherr

V. Jeremia 31,33
A) Das Haus Israel
B) Nach jenen Tagen
C) Das Gesetz
D) Das Innere und das Herz
E) Die Bundesformel

VI. Jeremia 31,34
A) Die Erkenntnis des Herrn
B) Vergeben und Vergessen

VII. Schlussfolgerungen

Bibliographie

I. Einleitung

Dieser Studie liegt einer der bedeutendsten Texte des AT zugrunde, der auch für das Verständnis des NT sehr wichtig ist.[1] Gerade deshalb wird Jer 31,31-34 häufig behandelt, wobei er oft vom NT her gedeutet und ausgelegt wird.[2] Es ist der einzige Text im AT, der explizit den „neuen Bund“ nennt.[3] Ziel dieser Studie ist es nun, den Text im engeren und weiteren Kontext des AT zu erforschen. Das wird natürlich nur in dem beschränkten Rahmen möglich sein, der dieser Studie zur Verfügung steht. Neben dem Textbefund werden auch die wesentlichen Kommentare zu Rate gezogen, um einen Überblick über die theologische Diskussion zu geben.[4] Die verwendeten Abkürzungen folgen den bekannten Regelwerken und brauchen daher hier nicht aufgelistet zu werden.

II. Strukturen und Kontext

A) Der historische Hintergrund

Jeremia, der Sohn Hilkijas, von den Priestern in Anatot im Land Benjamin wurde vom Herrn „in den Tagen Josias[5], des Sohnes Amons, des Königs von Juda im dreizehnten Jahr seiner Regierung zum Propheten berufen“ (Jer 1,1-2). Er diente dem Herrn in dieser Aufgabe „bis zum Ende des elften Jahres Zedekias[6], des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat“ (1,3). Jeremia wirkte somit in der Zeit von 627 bis 586 v.Chr. im Südreich Juda. Da eine Wegführung von einem großen Teil des Volkes von Jerusalem nach Babylon in den Texten vor 31,31-34 bereits erwähnt wird, scheint das Trostbüchlein wahrscheinlich aus der Zeit nach 597 v.Chr. zu stammen.[7] Auch die Bezeichnung der Könige von Juda in den verschiedenen Teilen des Buches Jeremia könnte diese zeitliche Einordnung bestätigen.[8] Ein größerer Teil des Volkes befindet sich bereits in Babylon, aber Jeremia führt seinen Dienst noch in Jerusalem aus. Das Trostbüchlein stammt also aus der Zeit von 597 bis 586 v.Chr., in der sich das Volk in totalem Abfall befindet.[9] Es hatte immer wieder versagt, gemäß den Bundesbedingungen zu leben (11,1-8). Sie gehorchten nicht dem Gesetz und anerkannten Jahwe nicht als ihren alleinigen Herrn. Das Volk befand sich in einer schweren Krise und konnten sich alleine nicht ändern, selbst wenn sie gewollt hätten. Es lag ein geistliches Dilemma vor, welches letztlich einen neuen Bund nötig machte (13,23).[10]

B) Die Struktur des Abschnitts

Der Text in Jer 31,31-34 ist eine Einheit für sich, obgleich er zu den Heilsweissagungen in Kapitel 30 und 31 gehört.[11] Verschiedene Begriffe werden in dem Abschnitt häufiger benutzt. Die Prophetenformel hw"hy>-~aun> (Ausspruch des Herrn) wird in diesen Versen viermal[12] verwendet, die verschiedenen Formen der Phrase tyrb trk (Bund schließen) dreimal[13] und der Begriff ~ymiy" (Tage kommen, in jenen Tagen) zweimal[14]. Betrachtet man die Abfolge dieser Wendungen und Begriffe im Text, ergibt sich folgende Struktur.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Abschnitt teilt sich also in zwei Teile auf (A und B sowie A’ und B’), die sich dann jeweils nochmals zweiteilen. Jer 31,31-32 kann nicht voneinander getrennt werden. Deshalb gibt es hier zwei Aussprüche mit Doppelformeln.[15] Man kann den Unterschied der beiden Teile auch aufgrund ihrer thematischen Zielrichtung erkennen. Der erste Teil (31,31-32) zeigt, wie der neue Bund nicht ist. Der zweite Teil (31,33-34) beschreibt, wie der neue Bund ist.[16] Andere bezeichnen es als Antithese zwischen dem alten Bund und dem neuen Bund.[17] Darüber hinaus wird der zweite Teil noch durch drei yKi-Abschnitte gekennzeichnet. Der erste yKi-Abschnitt (31,33-34a) bildet den Gegensatz zur Beschreibung des „alten“ Bundes. Der zweite und dritte yKi-Abschnitt (31,34b-c) scheint eine Begründung oder Grundlage für den neuen Bund zu sein. Manche interpretieren 31,34c auch als Begründung für das gesamte Trostbüchlein.

C) Die Terminologie im engeren Kontext

Es gibt eine ganze Reihe terminologische Bezüge von Jer 31,31-34 zu den anderen Abschnitten im Trostbüchlein. So wird die Phrase ~yaiB' ~ymiy" hNEhi (siehe, Tage kommen) drei Mal[18] verwendet, die Prophetenformel hw"hy>-~aun> (Ausspruch des Herrn) 20 Mal[19] und die Wendung laer"f.yI tyBe (Haus Israel) drei Mal[20]. Darüber hinaus erfahren auch folgende Begriffe in den Kapiteln 30 und 31 eine häufige Verwendung: ~ymiy" bzw. ~Ay (Tage bzw. Tag) zwölf Mal[21] ; ba' (Vater, Väter) in seinen verschiedenen Formen vier Mal[22] ; #r,a, (Land, Länder) neun Mal[23] ; !A[' (Schuld) vier Mal[24] ; taJ'x; (Sünde) drei Mal[25]. Es gibt also starke terminologische Beziehungen zwischen den verschiedenen Abschnitten im Trostbüchlein.[26] Das Wort tyrIB. (Bund) wird in 31,31-34 gleich vier Mal gebraucht, aber sonst im ganzen Trostbüchlein nicht mehr. Das Trostbüchlein lässt sich in sechs Abschnitte unterteilen.[27]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Abschnitt über den neuen Bund hat eine ganze Reihe Verbindungen zu den anderen Abschnitten im Trostbüchlein. Darüber hinaus ergänzen sie sich gegenseitig und bauen aufeinander auf. Die Verheißung des neuen Bundes ist die Hoffnung, die denen gegeben wird, die aus dem Exil zurückkehren. Sie hatten den alten Bund gebrochen. Gott richtet wieder einen Bund mit ihnen auf. Somit ist die Verheißung des neuen Bundes auch der Höhepunkt des Trostbüchleins.

III. Jeremia 31,31

A) Siehe, Tage kommen

Die Formulierung ~yaiB' ~ymiy" hNEhi wird im Buch Jeremia insgesamt 20 Mal benutzt.[28] Im Allgemeinen ist damit eine bestimmte Zeit in der Zukunft gemeint.[29] ~yaiB' ~ymiy" kommt in verschiedenen Zusammenhängen vor: (a) der Gerichtstag über ein Volk;[30] (b) der Tag der Heimführung;[31] (c) die Zeit nach der Heimführung;[32] (d) die Erfüllung des guten Wortes;[33] (e) das Schließen eines neuen Bundes[34]. Alle diese Texte verweisen auf die Veränderung gegenwärtiger Zustände durch die Ereignisse eines neuen Zeitalters.[35] Feinberg bezeichnet diese Wendung daher als messianische Formel.[36] Gott wird in diesen kommenden Tagen dem David einen qyDIc; xm;c, (gerechten Spross) erwecken.[37] Der Name dieses gerechten Sprosses wird sein: WnqEd>ci hw"hy> (der Herr unsere Gerechtigkeit).[38] Dieser messianische König, ein Nachkomme Davids, der jP'v.mi (Recht) und hq'd'c. (Gerechtigkeit) im Land ausüben werde, steht im Zusammenhang mit einer neuen Exodus-Erfahrung (Jer 23,3-8).

Die erweiterte Formel hw"hy>-~aun> ~yaiB' ~ymiy" hNE±hi ist typisch für Jeremia. Im ganzen AT kommt sie nämlich nur 18 Mal vor und allein bei Jeremia wird sie bereits 14 Mal benutzt. Diesel Formel befindet sich entweder (a) vor einer Gerichtsankündigung[39] oder (b) vor einer Heilsankündigung[40].

Angesichts der Tatsache, dass Juda kurz vor seinem totalen Untergang steht und viele sich bereits im Exil befinden, wird durch diese Formulierung ein Hoffnungsschimmer geweckt. Der Untergang ist nicht das Letzte. Es gibt noch ein Danach.[41]

B) Haus Israel und Haus Juda

Manche wollen die Wendung „Haus Juda“ aus Jer 31,31 streichen, weil sie diese aufgrund des Fehlens in 31,33 für eine Glosse halten.[42] Vom Text her gibt es jedoch keine Unterstützung für solch eine Annahme.[43] Die Stämme des Nordreiches wurden schon 722 v.Chr. von den Assyrern hinweggeführt. Trotzdem gebraucht Jeremia die beiden Wendungen „Haus Israel“ und „Haus Juda“ öfter. Wenn sie zusammen genannt werden, dann kann diese Wendung je nach Zusammenhang auf (a) die Vergangenheit (Jer 13,11), (b) die Gegenwart[44] oder (c) die Zukunft[45] verweisen. Das Trostbüchlein als solches richtet sich sowohl an Israel als auch an Juda (30,3-4). Es spricht über die Zeit der Rückführung des Volkes in die Heimat. Der Herr wird „das Haus Israel und das Haus Juda“ säen (31,27). Weiter unten wird darauf noch umfassender eingegangen.

C) Ein neuer Bund

Jer 31,31 ist der einzige Text im ganzen AT, in dem die Wendung hv'd"x] tyrIB. (neuer Bund) vorkommt. Wenn es um den neuen Bund geht, dann stellen sich verschiedene Fragen. Ist dieser Bund wirklich „neu“? Bleibt der mosaische Bund weiterhin bestehen, halt nur in einer anderen Form? In der Literatur werden verschiedene Lösungen angeboten: (a) Der neue Bund ist eine reine Erneuerung des mosaischen Bundes und nichts anderes.[46] (b) Der neue Bund ist das Ende des mosaischen Bundes und etwas ganz Neues.[47] (c) Der mosaische Bund wurde gebrochen, aber es wird nicht versucht den neuen Bund auf der Grundlage des alten zu errichten. Der neue Bund verändert und erweitert den alten Bund nicht.[48] (d) Der neue Bund erneuert den alten, aber geht dabei von einer ganz anderen Grundlage aus.[49] (e) Der neue Bund dauert mit dem Sinaibund an, wird aber tatsächlich neu sein. Es ist ein neuer Anfang in der Beziehung zwischen Gott und Mensch.[50]

Der Begriff vd'x' kann folgende Bedeutungen haben: (a) erneuern, wiederherstellen; (b) etwas Neues, das vorher noch nicht in dieser Qualität oder Weise vorhanden war. Der neue Bund kann demnach einfach ein „erneuerter“ oder „wiederhergestellter“ Bund sein, der nun auch Merkmale erhalten hat, die vorher nicht in der gleiche Art und Weise oder Qualität vorhanden waren.[51] Neben Jer 31,31-34 gibt es aber noch andere Texte, die über einen neuen Bund sprechen, auch wenn sie diese Phrase als solche nicht gebrauchen. Jesaja[52], Jeremia[53], Hesekiel[54], Hosea[55] und Maleachi[56] sprechen davon. Auch die Phrase ~l'A[ tyrIB. (ewiger Bund) ist nur ein anderer Name für den neuen Bund.[57] Gott selbst wird diese neue Beziehung schaffen.[58] Der neue Bund bildet das Zentrum einer größeren Hoffnung, die ein neues Erlösungshandeln beinhaltet wie auch ein neues Zion und einen neuen davidischen König (30,9).[59]

[...]


[1] Siehe Mt 26,28; Mk 14,24; Lk 22,20; 1Kor 11,25; 2Kor 3,6; Hebr 8,6-13; 9,15; 10,16-17; 12,24; 13,20; vgl. Adrian Schenker, „Der nie aufgehobene Bund: Exegetische Beobachtungen zu Jer 31,31-34“ in: Zenger Erich (Hrsg.), Der Neue Bund im Alten: Zur Bundestheologie der beiden Testamente (Quaestiones disputate 146), Freiburg, 1993, 85.

[2] Jože Krašovec, „Vergebung und neuer Bund nach Jer 31,31-34“ZAW 105 (1993) 428; J. A. Thompson, The Book of Jeremiah (NICOT), Grand Rapids, 1980, 579; Norbert Lohfink, Der niemals gekündigte Bund: Exegetische Gedanken zum christlich-jüdischen Dialog, Freiburg, 1989, 59.

[3] Jack R. Lundbom, Jeremiah 21-36 (AncB 21B), New York, 12004, 465; Walter Gross, „Der neue Bund in Jer 31 und die Suche nach übergreifenden Bundeskonzeptionen im Alten Testament“ThQ 176 (1996) 259.

[4] Vorab sei auch Martin Pröbstle, Ph.D. gedankt, von dem ich im Fach „Theologie AT“ einiges in Bezug auf die Bundestheologie lernen und profitieren konnte.

[5] Josia regierte von 639 bis 609 v.Chr.

[6] Jeremia führte sein Prophetenamt auch in der Zeit von Jojakim bzw. Eljakim, dem Sohn Josias, aus (Jer 1,3; 2Chr 36,4), welcher von 609 bis 598 v.Chr. regierte. Sein Sohn Jojachin herrschte nur drei Monate (2Chr 36,9-10). Sein Onkel Zedekia bzw. Mattanja, der Bruder Jojakims, herrschte dann in den Jahren 597 bis 586 v.Chr (2Kön 24,17; 2Chr 36,9-10).

[7] In Jer 29,1-2 wird bereits erwähnt, dass Nebukadnezar viele Leute aus dem Volk (Rest der Ältesten der Weggeführten, Priester, Propheten, das ganze Volk) von Jerusalem nach Babylon weggeführt hatte. In 29,20 sagt der Herr, dass er selbst sie von Jerusalem nach Babel geschickt hat. Das ganze Kapitel 29 ist eine Beschreibung der Weggeführten und eine Rede an sie. In 30,10 wird die Gefangenschaft mancher aus dem Volk in Babylon als aktueller Sachverhalt erwähnt (30,10 gehört zum Trostbüchlein). Es könnte sich hier um die erste oder die zweite Deportation handeln. Bei der ersten Deportation wurde aber nur eine bestimmte Gruppe von Leuten weggeführt (Da 1,1-4; 2Kön 24,1-2; 2Chr 36,5-6). Bei der zweiten Deportation wurden dann wirklich große Teile des Volkes nach Babylon weggeführt (2Kön 24,8.10-17; 2Chr 36,7-11). Das scheint eher zur Beschreibung von Jer 29,1-2 zu passen.

[8] In Jeremia lässt sich eine Abfolge der Könige Judas erkennen: Josia (Jer 3,1); Schallum (22,11); Jojakim (22,18; 26,21-23; 27,20; 36,28-30.32); Zedekia (21,1.3.7; 24,8; 27,3.12; 29,3; 32,3-5; 34,2.4.6.8.21; 37,1.3.17. 18.21; 38,5.14-17.19.24; 39,4-5; 44,30; 51,59; 52,1.3.5.8). Joahas kommt nicht vor und Jojachin nur in 52,33, als er sich in Babylon befand.

[9] Lundbom, 471, geht davon aus, dass es wahrscheinlich kurz vor der Zerstörung Jerusalems ist. Gerald L. Keown / Pamela J. Scalise / Thomas G. Smothers, Jeremiah 26-52 (WBC 27), Dallas, 1995, 133, erwähnen die Meinung von Holladay, dass es aus der Zeit von September/Oktober 587 v.Chr. stammen könnte.

[10] Thompson, 580-581; Carl Friedrich Keil, Biblischer Commentar über den Propheten Jeremia und die Klagelieder (BC), Leipzig, 1872, 337, sagt, dass der eigentliche Grund der Schließung des neuen Bundes nicht darin liegt, „daß das Volk den alten gebrochen hat, sondern darin, daß Israel, obwol [sic] Jahve [sic] es sich angetraut hatte, doch den Bund gebrochen und dadurch die Schließung eines neuen Bundes nötig machte“.

[11] Krašovec, 428.

[12] Jer 31,31.32.33.34; Ralph W. Klein, Israel in Exile: A Theological Interpretation, Mifflintown, 2002, 65, verweist darauf, dass jeder Vers des Studienabschnitts mit dem göttlichen Ursprung der Verheißung beginnt (Ausspruch des Herrn).

[13] Jer 31,31.32.33.

[14] Jer 31,31.33.

[15] Siehe ähnliche Formen bereits in Jer 2,2-3.5-9; 30,18-21; 31,35-37.

[16] Lundbom, 464.

[17] Krašovec, 431.

[18] Jer 30,3; 31,27.31.38.

[19] Jer 30,3.8.10.11.17.21; 31,1.14.16.17.20.27.28.31-34.36-38.

[20] Jer 31,27.31.33.

[21] Jer 30,3.7.8.24; 31,6.27.29.31-33.36.38.

[22] Jer 30,3; 31,9.29.32.

[23] Jer 30,3.10; 31,8.16.22.23.32.37.

[24] Jer 30,14-15; 31,30.34.

[25] Jer 30,14-15; 31,34.

[26] Siehe auch Lundbom, 465.

[27] Walter C. Kaiser, The Messiah in the Old Testament (Studies in Old Testament Biblical Theology), Grand Rapids, 81999, 189; Charles A. Briggs, Messianic Prophecy, New York, 1889; George H. Cramer, „Messianic Hope in Jeremiah“BS (1958) 238-246; Keown, 126, unterteilt es in fünf Abschnitte: (a) 31,23-26; (b) 31,27-30; (c) 31,31-34; (d) 31,35-37; (e) 31,38-40.

[28] Jer 7,32; 9,24; 16,14; 19,6; 23,5.7; 30,3; 31,27.31; 33,14; 39,16; 40,4; 44,2; 48,12; 49,2; 50,31; 51,47.52. Damit befinden sich 37 Prozent aller Texte mit dieser Wendung im Buch Jeremia.

[29] Lundbom, 465; Gerhard F. Hasel, Covenant in Blood, Mountain View, 1982, 100; idem / Michael G. Hasel, The Promise: God’s Everlasting Covenant, Nampa, 2002, 92; William McKane, A Critical and Exegetical Commentary on Jeremiah (ICC), Edinburgh, 1996, II 817; Krašovec, 431, weist darauf hin, dass es sowohl die nächste Zukunft als auch die ferne Zukunft sein kann.

[30] So z.B. der Gerichtstag über Juda (Jer 7,32; 19,6); alle an der Vorhaut Beschnittenen, aber im Herzen unbeschnittenen Nationen (9,24-25); Moab (48,12.13); Ammon (49,2) und Babel (51,47.52).

[31] Es handelt sich hier um den Tag der Heimführung folgender Gruppen: die Söhne bzw. das Haus Israel (Jer 16,14; 23,7); mein Volk Israel und Juda (30,3).

[32] In diesem Text geht es um die Zeit nach der Heimführung des Hauses Israel und des Hauses Juda (Jer 31,27).

[33] Dabei dreht es sich um die Erweckung eines gerechten Sprosses für David (Jer 23,5; 33,14-15).

[34] Auch hier handelt es sich um das Haus Israel und das Haus Juda (Jer 31,31).

[35] W. L. Holladay, Jeremiah 1: A Commentary on the Book of the Prophet Jeremiah Chapters 1-25 (Hermeneia Commentary Series), Philadelphia, 1986, 268-269.

[36] Charles L. Feinberg, Jeremiah: A Commentary, Grand Rapids, 1982, 162; Keown, 127, bezeichnet es als eine eschatologische Formel.

[37] In den Targumim von Jer 23,5 steht sogar axyvm (Gesalbter, Messias, Christus). Siehe hierzu auch 30,9.

[38] Siehe Jer 23,6. Diese Bezeichnung klingt auch an den Namen WhY"qid>ci (Zedekia = wörtlich „Jahwe ist Gerechtigkeit“) an. Die LXX übersetzte es mit ku,rioj Iwsedek und schien dabei die beiden Teile von Zedekias Namen zu vertauschen.

[39] 2Kön 20,17; Jes 39,6; Jer 7,32; 9,24; 19,6; 48,12; 49,2; 51,52; Amos 8,11; 9,13.

[40] Jer 16,14; 23,5.7; 30,3; 31,27.31.38; 33,14.

[41] vgl. Jer 30,3; 31,6; 31,27

[42] Lundbom, 466; Arthur Weiser, Das Buch des Propheten Jeremia: Kapitel 25,15–52,34 (ATD 21), Göttingen, 31960, 285-286 Fußnote 2 (Obgleich auch er für eine Streichung ist; S. 286.) und McKane, II 818, führen hier einige Autoren an. Sie gehen davon aus, dass sich die Verse 31-34 an Ephraim richten und wahrscheinlich werten sie hd"Why> tyBe-ta,w> deshalb als Glosse, obgleich es dafür keinen Beleg aus dem Text gibt. Angenommen es gäbe einen Beleg dafür, so würde das aber immer noch nicht belegen, dass laer"f.yI tyBe Ephraim bedeutet und nicht ganz Israel (Juda und Israel).

[43] Lundbom, 466.

[44] Jer 5,11; 11,10.17.

[45] Jer 3,18; 31,27.31; 33,14.

[46] Christoph Levin, Die Verheißung des neuen Bundes (FRLANT), Göttingen, 1985, 138-141; Fredrick C. Holmgren, The Old Testament and the Significance of Jesus, Grand Rapids, 1999, 75-95.

[47] Bernhard W. Anderson, „The New Covenant and the Old“ in: Bernhard W. Anderson (Hrsg.), The Old Testament and Christian Faith, London, 1964, 232; Ulrich Laepple, „Der neue Bund Gottes (Jer 31,31-34)“ThBeitr 18 (1987/4) 170; Zimmerli Walther, The Law and the Prophets, Oxford, 1965, 80; Jakob Kroeker, Jeremia: Der Prophet tiefster Innerlichkeit und schwerster Seelenführung, Giessen / Basel, 21958, 195, spricht sogar von der Aufhebung von Josias Bundesschluss und des Mosebundes.

[48] Lundbom, 466; Georg Fischer, Jeremia 26-52 (HThKAT), Freiburg, 2005, 171.

[49] Benito Marconcini, „La novità nell ‚alleanza’ secondo Geremia 31,31-34“VH 4 (1993) 207-224. Nach Keil, 338, haben beide Bündnisse das gleiche Ziel, aber der Weg sei verschieden, auf dem dieses Ziel zu erreichen ist.

[50] Lundbom, 466.

[51] Hasel, Covenant in Blood, 107; idem, The Promise, 97-98.

[52] Jes 42,6; 49,8; 54,10; 55,1-5; 59,21; 61,8.

[53] Jer 24,7; 32,38-40; 50,5.

[54] Hes 16,60; 34,25; 36,27-28; 37,26.

[55] Hos 2,18-20; vgl. Hasel, Covenant in Blood, 99-100; idem, The Promise, 91.

[56] Mal 2,1-9; 3,1.

[57] Jes 55,3; 61,8; Jer 32,38-40; 50,5; Hes 16,60; 37,26. Siehe Kenneth Mulzac, „The Remnant and the New Covenant in the Book of Jeremiah“AUSS 34 (1996) 245; Keil, 336.339; Helmut Lamparter, Prophet wider Willen: Der Prophet Jeremia (BAT 20), Stuttgart, 11964, 314.

[58] Nach Keil, 336, bedeutet „einen Bund schließen, ein Verhältnis gegenseitiger Verpflichtungen und Verbindlichkeiten begründen. Jeder Bund, den Gott mit den Menschen schließt, besteht auf Seiten Gottes in Zusicherung und Erteilung von Gnaden, welche die Menschen zur Erfüllung der im Bunde ihnen auferlegten Gebote verpflichten“.

[59] Lundbom, 466; Lamparter, 313; Friedbert Ninow, Indicators of Typology within the Old Testament: The Exodus Motif (Friedensauer Schriftenreihe: Theologie A 04), Frankfurt am Main, 2001, 201.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Der Neue Bund im Alten Testament
Untertitel
Eine exegetische Studie zur Jeremia 31,31-34
Hochschule
Seminar Schloss Bogenhofen  (Theologisches Seminar)
Note
1
Autor
Jahr
2007
Seiten
39
Katalognummer
V161174
ISBN (eBook)
9783640745029
ISBN (Buch)
9783640745456
Dateigröße
632 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jeremia, Jeremiah, Exodus, Bund, Covenant, Bundestheologie, Covenant Theology, New Covenant, Neuer Bund, Vergebung, Forgiveness, New Heart, New Birth, Neues Herz, Neugeburt, Wiedergeburt, Bekehrung, Conversion, Prophets, Propheten, Old Testament, New Testament, Altes Testament, Neues Testament, Trostbüchlein, Hope, Hoffnung, Mosaic Covenent, Mosaische Bund, Sinai-Bund, Verträge, Vasallenverträge, Vasall, Vasall Treaties, Love, Liebe, Gottes Liebe, Bundesbruch, Breaking of the Covenant, Eheherr, Erlösung, Salvation, Redemption, Befreiung, Wiederherstellung, Restoration, House of Israel, Haus Israel, Haus Juda, House of Judah, Remnant, Übrige, Messiah, Messias, Jesus Christ, Jesus, Christus, God, Gott, Gnade, Grace, Gesetz, Law
Arbeit zitieren
Denis Kaiser (Autor), 2007, Der Neue Bund im Alten Testament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161174

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