Luxemburg auf dem Weg zu einer modernen Monarchie

Konstitutionelle Krise abgewendet


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2010

5 Seiten


Leseprobe

Monarchie: Großherzog Henri im Gespräch mit der Presse/Verfassungskrise abgewendet

Am 7.Oktober 2010 feierte Großherzog Henri in aller Bescheidenheit sein zehnjähriges Thronjubiläum. Was ihn aber nicht daran hinderte, bei dieser Gelegenheit mit erstaunlicher Offenheit auf Fragen einzugehen. So wie diese von der Presse an ihn gestellt wurden. Nach Absprache mit dem Hofmarschallamt. Eine Premiere für Luxemburg. Der Großherzog in Interviews mit der Presse. Aus denen der Staatschef gestärkt hervorging. Durch die Art und Weise, wie er auf teils unbequeme Fragen sehr bedachte Antworten gab! Den ihm de facto aufgezwungenen Verzicht auf die Billigung von Gesetzen (Verfassungsänderung vom 12. März 2009) - eine Schwächung seines großherzoglichen Amtes? Keinesfalls. Für den Großherzog vielmehr ein freiwilliger Verzicht auf dem Weg in eine moderne Monarchie. Aber nicht ohne Beachtung wohl bewährter Traditionen!

Nach Artikel 1 seiner Verfassung ist Luxemburg ein demokratischer Staat

Nachdem das Wort „Monarchie“ sozusagen im Mittelpunkt dieser Interviews stand, machten wir uns auf dessen Suche in der Luxemburger Verfassung. Und mussten nicht ohne Erstaunen feststellen, dass das Wort „Monarchie“ in keinster Weise in unserer Verfassung erwähnt wird. Vielmehr lesen wir in Artikel 1 der Verfassung, dass Luxemburg ein demokratischer Staat ist, frei, unabhängig und unteilbar. Während die Verfassung von 1868 in ihrem Artikel 32 noch von der souveränen Macht des Großherzogs spricht, stellt die jetzt gültige Revision aus dem Jahr 1919 deutlich klar, dass die souveräne Macht in der Nation beruht. Wobei in einem Zusatz aus dem Jahr 2008 präzisiert wird, dass die politischen Parteien u.a. Ausdruck des demokratischen Pluralismus sind. Ansonsten sagt uns Artikel 33 (Verfassungsänderung von 1998), dass der Großherzog Staatschef, sowie Symbol der Einheit und der nationalen Unabhängigkeit ist. Gemäß der Verfassung und der Gesetze des Landes. Demnach eine glasklare Begrenzung der großherzoglichen Macht des Großherzogs!

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Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Luxemburg auf dem Weg zu einer modernen Monarchie
Untertitel
Konstitutionelle Krise abgewendet
Autor
Jahr
2010
Seiten
5
Katalognummer
V161321
ISBN (eBook)
9783640769216
Dateigröße
394 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Großherzog Henri von Luxemburg will auf seine Vorrechte verzichten und so auch Luxemburg in eine "moderne Monarchie" führen! Indem er die Führung der Staatsgeschäfte dem Parlament und der Regierung überlässt!Dazu wurde er freilich gezwungen, nachdem er das Gesetz über "aktive Sterbenhilfe" nicht unterzeichnen wollte. Das Gesetz dennoch rechtskräftig wurde,da er auf sein Recht der Billigung eines vom Parlament verabschiedeten Gesetzes verzichtete. Nun ist Luxemburg endlich auf dem Weg in eine parlamentarische Monarchie! (Letzebuerger Journal)
Schlagworte
Der Großherzog von Luxemburg verzichtet freiwillig gezwungen auf seine Vorrechte zu Gunsten einer modernen Monarchie!
Arbeit zitieren
Henri Schumacher (Autor), 2010, Luxemburg auf dem Weg zu einer modernen Monarchie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161321

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