Das Musikvideo zum Song "Sunday Bloody Sunday" von U2 im Englischunterricht


Seminar Paper, 2008
15 Pages, Grade: 2,0

Excerpt

Gliederung

1 Das Musikvideo zum Song Sunday Bloody Sunday von U2 im Englischunterricht
1.1 Sachanalyse
1.1.1 Begründung für den Einsatz von Musikvideos im Englischunterricht
1.1.2 Lernziele, die mit Musikvideoclips erreicht werden können
1.2 Methodisch-didaktische Analyse
1.2.1 Grund für die Themenwahl
1.2.2 Einordnung des Themas in den Lehrplan
1.2.3 Stoffverteilungsplan und Stundenziel
1.2.4 Verlaufsskizze
1.2.5 Ausführliche Beschreibung des Unterrichtsverlaufs
1.2.6 Probleme, die sich im Unterrichtsverlauf ergeben können
1.2.7 Alternative Methoden

Anhang

Literaturverzeichnis

1 Das Musikvideo zum Song Sunday Bloody Sunday von U2 im Englischunterricht

1.1 Sachanalyse

1.1.1 Begründung für den Einsatz von Musikvideoclips im Englischunterricht

Die Behandlung von Musikvideos im Englischunterricht bietet vielfache Möglichkeiten, die Sprachkompetenz der Schüler zu fördern.

Musikvideos gehören zu den audiovisuellen Medien und verknüpfen somit Bild und Ton. Dies führt zu einem leichteren Verständnis, da die Schüler Mimik und Gestik der Sänger verfolgen können. Außerdem wird dadurch ein situativer Kontext erzeugt.

Durch den Einsatz von Musikvideos wird ein wichtiger Beitrag zur Medienerziehung geleistet, da die Schüler lernen, kritisch mit Medien umzugehen. Im Alltag dienen Musikvideoclips meist nur zur Unterhaltung. Dabei lernen die Schüler aber nicht, die Botschaft dieses Mediums zu hinterfragen. Sie sollen folglich zur bewussten Rezeption von Musikvideoclips erzogen werden.

Ferner eignen sich Musikvideos gut zur Vermittlung landeskundlicher Informationen und interkultureller Gesichtspunkte. Sie stellen die Kultur des jeweiligen Landes oft in authentischer Weise dar, wodurch die Schüler einen guten Einblick in die englischsprachige Welt erhalten.

Die Thematisierung von Musikvideoclips führt zu einer lockeren Unterrichtsatmosphäre und bietet methodische Abwechslung. Dadurch wird die Lernbereitschaft bei den Schülern bedeutend erhöht. Die Schüler sind es gewohnt, überwiegend mit Lehrbuchtexten zu arbeiten, die meist eine sehr theoretische Darstellung der einzelnen Themen liefern. Deshalb sind Musikvideos eine willkommene Abwechslung.

Engelbert Thaler stellt besonders die motivierende Wirkung von Musikvideoclips in den Vordergrund.[1] Dabei weist er auf einige besondere Merkmale von Musikvideos hin.

Ein wichtiger Aspekt ist die Allgegenwärtigkeit. Musikvideos kann man fast überall hören und sehen und die Schüler tun dies auch häufig.. Das Angebot der Musiksender, wie MTV und VIVA, ist heutzutage enorm. Die Jugendlichen sind das Zielpublikum dieser Sender, weshalb Musikvideoclips zu einem Teil ihrer Lebenswelt werden. Gerade deshalb erachten Schüler Musikvideos als bedeutsam und zeigen großes Interesse für deren Behandlung im Unterricht.

Außerdem sind Musikvideoclips viel attraktiver als Lehrbücher, da sie Musik mit Bildern verknüpfen. Sie lösen bei den Schülern von vornherein größere Faszination aus.

Musikvideos bringen methodische und thematische Abwechslung in das Unterrichtsgeschehen. Routine und Langeweile im Schulalltag werden somit durchbrochen und die Schüler zeigen eine höhere Bereitschaft zur Mitarbeit.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Authentizität von Musikvideoclips. Sie „sind in linguistischer und kultureller Hinsicht authentische Produkte“[2]. Musikvideos stellen die Zielkultur des jeweiligen Landes realistisch dar, da sie ursprünglich nicht für den Unterricht konzipiert wurden. „Damit kann die Vorstellung vom Klassenzimmer als konstruierter Wirklichkeit etwas durchbrochen und dem Unterricht das Odium realitätsferner Inszenierung genommen werden.“[3]

Ferner sind Musikvideoclips meist aktueller als Lehrbuchtexte. Die herkömmlichen Lehrwerke für den Englischunterricht veralten schnell, da die heutige Gesellschaft einem ständigen Wandel unterzogen ist. Deshalb können Schüler mit Musikvideos oft besser arbeiten.

Auch die Adressatenorientierung ist ein bedeutsamer Aspekt. Jugendliche sind die direkte Zielgruppe von Musikvideos. Darum wollen sie dieses Medium verstehen. „Freizeitbeschäftigungen der SchülerInnen werden ernst genommen und Identifikationsmöglichkeiten geschaffen.“[4]

Durch den Einsatz von Musikvideoclips im Englischunterricht kann man den Schülern zeigen, dass man Englisch auch außerhalb der Schule auf den privaten Lebensbereich anwenden kann. Die Jugendlichen haben somit nicht mehr das Gefühl, dass der Unterricht realitätsfern und abstrakt ist. „Gleichzeitig erkennen sie die Grenzen ihres Sprachkönnens, was sich in einem verstärkten Bedürfnis, die Lücken zu schließen, niederschlagen kann.“[5]

Affektivität ist ein weiterer zentraler Punkt. Popmusik geht auf die emotionalen Bedürfnisse der Jugendlichen und deren Gefühlslage ein. Dadurch werden auch das Klassenklima und die Lehrer-Schüler-Beziehung verbessert. Musikvideoclips tragen zu einer angenehmen Unterrichtsatmosphäre bei, da sie den Schülern Vergnügen bereiten.

Bei der Arbeit mit Musikvideos sind die Schüler nicht an strenge Arbeitsformen gebunden. Sie können ihre ganz eigenen Gedanken einbringen und die Thematik individuell bewerten und haben viel größeren Spielraum in der Auswertung von Ergebnissen.

Einer der wichtigsten motivationalen Aspekte von Musikvideoclips ist die Aktivität. Da die Schüler schon vorher größeres Interesse aufbringen, kann man sie zu aktiver Mitarbeit anregen. Sie folgen somit dem Unterricht nicht nur passiv, sondern ergreifen selbst die Initiative. Dabei bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die Schüler zur aktiven Arbeit zu motivieren. Sie können z. B. selbst ein Musikvideo planen und gestalten oder kreative Texte zu einzelnen Videos und Songs schreiben.

Insgesamt bieten Musikvideoclips also zahlreiche Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche und sinnvolle Gestaltung des Englischunterrichts, was auch von den Schülern begrüßt wird.[6]

1.1.2 Lernziele, die mit Musikvideoclips erreicht werden können

Mit dem Einsatz von Musikvideoclips im Englischunterricht lassen sich verschiedenste Lernziele erreichen. Engelbert Thaler nennt fünf grundlegende Lernziele.[7]

Musikvideos fördern die Sprachbeherrschung auf den verschiedenen Ebenen Phonetik, Lexis, Grammatik und Pragmatik.

Daneben bieten sie eine Möglichkeit zur „Begegnung mit Literatur und Textbetrachtung“[8]. Musikvideoclips sind laut Thaler ebenfalls als Text zu verstehen, da sie verbale, visuelle und musikalische Zeichen vermitteln, die von den Schülern entschlüsselt werden müssen. Auch die Songtexte stellen eine spezielle Form von Literatur dar, die es zu interpretieren gilt.[9]

Besonders auf dem Gebiet der Landeskunde und des interkulturellen Lernens können Musikvideos eingesetzt werden. Sie eignen sich gut, um Wissen über Kultur, Politik, Religion, Geschichte und sozialer Struktur eines Landes zu vermitteln.[10]

Außerdem wird das Lernziel der Medienkompetenz gefördert. Die Schüler lernen, das Medium Musikvideo kritisch zu betrachten und die dahinter versteckten Botschaften zu ermitteln. „Werden eigene ästhetische Bedürfnisse reflektiert, entgeht man leichter der Gefahr einseitiger Fixierung auf das kommerzielle Angebot.“[11] Eine weitere Möglichkeit auf dem Gebiet der Medienerziehung ist die Analyse filmischer Gestaltungsmittel anhand von Musikvideoclips.[12]

Als fünftes Lernziel ist das fächerübergreifende Denken zu nennen. Die einzelnen Thematiken in den Musikvideoclips stellen auch einen Bezug zu anderen Fächern her; z. B. lassen sich oft Verbindungen zu Fächern wie Geographie, Sozialkunde oder Geschichte knüpfen. „Schubladen-Denken aufgrund der großen Aufsplitterung der Fächer wird zurückgedrängt, und SchülerInnen erleben den Unterricht eher als sinnvolles, in sich zusammenhängendes Ganzes.“[13]

[...]


[1] Vgl. Thaler, Engelbert. Musikvideoclips im Englischunterricht. Phänomenologie, Legitimität, Didaktik und Methodik eines neuen Mediums. 132-138.

[2] Thaler, 135.

[3] Thaler, 135.

[4] Thaler, 136.

[5] Thaler, 136.

[6] Für Punkt 1.1.1 vgl. :

Doff, Sabine/Klippel, Frederike. Englisch Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. 160-161. Gehring, Wolfgang. Englische Fachdidaktik. Eine Einführung. 132. Thim, Johannes-Peter. Englisch lernen und lehren. Didaktik des Englischunterrichts. 178-183. Thaler, Engelbert. Musikvideoclips im Englischunterricht. Phänomenologie, Legitimität, Didaktik und Methodik eines neuen Mediums. 132-138.

[7] Vgl. Thaler, 142-171.

[8] Thaler, 144.

[9] Thaler, 157-158.

[10] Vgl. Thaler, 163.

[11] Thaler, 165.

[12] Vgl. Thaler, 167.

[13] Thaler, 170.

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Details

Title
Das Musikvideo zum Song "Sunday Bloody Sunday" von U2 im Englischunterricht
College
University of Regensburg  (Anglistik )
Course
Seminar: Fachwissenschaftliche Inhalte für den Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe
Grade
2,0
Author
Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V161424
ISBN (eBook)
9783640746040
ISBN (Book)
9783640746644
File size
529 KB
Language
English
Tags
Musikvideo, Song, Sunday, Bloody, Engischunterricht
Quote paper
Michaela Kertesz (Author), 2008, Das Musikvideo zum Song "Sunday Bloody Sunday" von U2 im Englischunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161424

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Title: Das Musikvideo zum Song "Sunday Bloody Sunday" von U2 im Englischunterricht


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