In der heutigen hoch entwickelten westlichen Gesellschaft spielt der Begriff Technik eine zunehmend große Rolle. Unzählige Menschen fühlen sich den Funktionen der Technologie nicht mehr gewachsen. In den einzelnen Bereichen der Technik gibt es spezialisierte Fachkräfte, die sich der Komplexität dieser nicht scheuen und ein vorankommen in der Gegenwart ermöglichen. Diese Tatsache ist jedoch kein Garant dafür, sich der Technik entziehen zu können. Immer mehr Alltagsituationen sind von technischen Inhalten geprägt und eine Auseinandersetzung und ein damit einhergehendes Verständnis dieser sind zwingend notwendig. Der ganz alltägliche Tagesablauf ist geprägt von technischen Funktionen. Morgens wird man vom Klingeln des Radioweckers wach, schaltet die Kaffeemaschine an um später ins Auto einzusteigen und zur Arbeit zu fahren.
Fundiertes Wissen und Können in den Bereichen Technik und Naturwissenschaft sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland von höchster Bedeutung. Deutschland ist seit mehreren Jahren auf Grund der Ausfuhr von Autos, Maschinen, Schiffstechnik und anderen qualitativ hochwertigen Gütern die exportstärkste Nation der Erde. Das Label „Made in Germany“ zeugt überall auf der Welt von technisch anspruchsvoller Wertarbeit und ist verbunden mit Qualität. Damit diese Entwicklung fortschreitet, müssen Schüler auf das spätere technische Leben vorbereitet werden.
Das Ziel des Arbeit-Wirtschaft-Technikunterrichts ist in Mecklenburg- Vorpommern so formuliert, dass „den Schülern auf der Grundlage der in der Orientierungsstufe erworbenen Kompetenzen, Zusammenhänge und Einsichten in berufliche, wirtschaftliche und technische Sachverhalte“ zu vermitteln sind.
Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Wissenstand der Schüler im Bereich der technischen Bildung darzustellen, Lücken aufzudecken und zu erklären. Ist das technische Interesse der Jugendlichen rein privater und gesellschaftlicher Natur, oberflächlich und rein auf den eigenen Nutzen orientiert oder führt sie weiter und reicht das im Technikunterricht geweckte Interesse aus, um sich später für einen technischen Beruf zu entscheiden. Lösungsansätze werden aufgezeigt und erörtert, ebenso Chancen und Risiken bei der Vermittlung von technischem Wissen durch die Schule. Es wird bewusst darauf verzichtet, auf die Bereiche Arbeit und Wirtschaft des Faches AWT einzugehen, um sich auf den Bereich der Technik konzentrieren zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die technische Bildung als Weg in die Zukunft
2.1 Gesellschaftliche Verantwortung
2.2 Schulpolitischer Ansatz
2.3 Inhalte einer Allgemeinen- Technischen Bildung
2.4 Systeme der Technik
3 Denk- und Handlungsmethoden der Technik
3.1 Technik im Beziehungsgefüge Mensch- Gesellschaft- Umwelt
3.2 Technische Denk- und Erwartungsfelder
4 Technikstandort Deutschland
4.1 Innovationen
4.1.1 Innovations-prozess fördernde Standortbedingungen
4.1.2 Forschung- und Entwicklungsaufwand (F&E)
4.1.3 Patentanmeldungen
4.2 Drei-Prozent-Ziel bei F&E-Quote
4.3 Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte
4.3.1 Maßnahmen zur Erhöhung der F&E- Quote
4.3.2 Integration von ausländischem Wissen
5 Technische Bildung an allgemein bildenden Schulen in MV
5.1 Der Beitrag des Faches Technik zur Bildung
5.1.1 Sachkompetenzen
5.1.2 Methodenkompetenzen
6 Widerspiegelung technischer Bildungsinhalte in den Rahmenplänen des Faches AWT in MV
6.1 Konzept der Qualitätsentwicklung
6.2 Ziele des Unterrichts mit technischem Hintergrund
6.3 Gestaltung des Unterrichts
6.4 Differenzierung des AWT- Unterrichts
6.5 Fachplan AWT
6.5.1 Verbindlicher Sach- und Handlungsbereich der Jahrgangsstufen 7 bis 10
6.5.2 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 7
6.5.3 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 7
6.5.4 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 8
6.5.5 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 8
6.5.6 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 9
6.5.7 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 9
6.5.8 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 10
6.5.9 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 10
6.6 Interpretation der Rahmenpläne
7 Zur Umsetzung technischer Bildungsinhalte an ausgewählten Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern
7.1 Methodische Herangehensweise
7.1.1 Quantitative Methodik
7.1.2 Qualitative Methodik
7.1.3 Gewählte Methodik
7.2 Vorstellung des Fragebogens
7.3 Praxisdurchführung
7.4 Verbale/ Grafische Auswertung
7.5 Qualitative Befragungsergebnisse der Lehrkräfte
8 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den aktuellen Stand der technischen Bildung von Schülern an Haupt- und Realschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, die Vorbereitung der Jugendlichen auf technische Berufe und Studiengänge zu untersuchen, Lücken im Vermittlungsprozess aufzudecken sowie Chancen und Risiken bei der schulischen Umsetzung technischer Bildungsinhalte aufzuzeigen.
- Stellenwert der technischen Bildung in der heutigen Gesellschaft
- Anforderungen des Wirtschaftsstandorts Deutschland an Fachkräfte
- Analyse der Rahmenpläne für das Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT)
- Empirische Untersuchung des technischen Interesses und Wissenstands von Schülern
- Qualitative Bewertung der Unterrichtssituation aus Sicht der Lehrkräfte
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Unter dem Begriff Technik (altgriechisch τέχνη [téchne], „Fähigkeit, Kunstfertigkeit, Handwerk“) versteht man Verfahren und Fähigkeiten zur praktischen Anwendung der Naturwissenschaften und zur Produktion industrieller, handwerklicher oder künstlerischer Erzeugnisse. Technik ist grundsätzlich die Anwendung von besonderen Methoden, Prinzipien, einzeln oder in Kombination, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Somit ist Technik Arbeit um Arbeit zu sparen.1 Um den Transport von A nach B zu erleichtern wurde das Automobil erfunden. Die Entwicklung und der Bau von solchen ist höchst arbeitsaufwendig, erleichtert später aber das Leben. Es ist somit zuerst Arbeit nötig um Arbeit im späteren Verlauf zu sparen.
In der heutigen hoch entwickelten westlichen Gesellschaft spielt der Begriff Technik eine zunehmend große Rolle. Unzählige Menschen fühlen sich den Funktionen der Technologie nicht mehr gewachsen. In den einzelnen Bereichen der Technik gibt es spezialisierte Fachkräfte, die sich der Komplexität dieser nicht scheuen und ein vorankommen in der Gegenwart ermöglichen. Diese Tatsache ist jedoch kein Garant dafür, sich der Technik entziehen zu können. Immer mehr Alltagsituationen sind von technischen Inhalten geprägt und eine Auseinandersetzung und ein damit einhergehendes Verständnis dieser sind zwingend notwendig. Der ganz alltägliche Tagesablauf ist geprägt von technischen Funktionen. Morgens wird man vom Klingeln des Radioweckers wach, schaltet die Kaffeemaschine an um später ins Auto einzusteigen und zur Arbeit zu fahren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in den Technikbegriff und Darlegung der Relevanz technischer Bildung angesichts des Fachkräftemangels und der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
2 Die technische Bildung als Weg in die Zukunft: Erörterung der gesellschaftlichen Verantwortung sowie schulpolitischer Ansätze zur Förderung technischer Kompetenzen zur Sicherung zukünftiger ökonomischer Stabilität.
3 Denk- und Handlungsmethoden der Technik: Analyse techniktypischer Handlungsstrukturen, die als zeitinvariante Elemente der Kompetenzausbildung für eine allgemeine technische Handlungskompetenz dienen.
4 Technikstandort Deutschland: Untersuchung von Innovationsprozessen, Patentanmeldungen und des Fachkräftemangels als Herausforderungen für die Wirtschaft.
5 Technische Bildung an allgemein bildenden Schulen in MV: Untersuchung des Beitrags des Fachs AWT zur Entwicklung von Sach- und Methodenkompetenzen im technischen Bereich.
6 Widerspiegelung technischer Bildungsinhalte in den Rahmenplänen des Faches AWT in MV: Kritische Analyse der Rahmenpläne hinsichtlich der Gewichtung technischer Inhalte im Vergleich zu Wirtschafts- und Arbeitsthemen.
7 Zur Umsetzung technischer Bildungsinhalte an ausgewählten Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Auswertung der empirischen Befragung bei Schülern und Lehrkräften.
8 Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse, das den Bedarf an praktischerer Ausbildung und besserer Qualifizierung der Lehrkräfte im technischen Bereich unterstreicht.
Schlüsselwörter
Technische Bildung, AWT-Unterricht, Fachkräftemangel, Innovationskraft, Handlungskompetenz, Berufsorientierung, Rahmenpläne, Mecklenburg-Vorpommern, Schulpraxis, Technikdidaktik, Ingenieurswissenschaften, Methodenkompetenz, Sachkompetenz, Innovationsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Schüler auf eine berufliche Ausbildung oder ein technisches Studium vorbereiten und welchen Stellenwert technische Bildung dabei einnimmt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Bedeutung der Technik für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die Analyse der AWT-Rahmenpläne sowie die empirische Untersuchung der Schülerinteressen und der Unterrichtsbedingungen.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?
Ziel ist es, den aktuellen Wissensstand der Schüler zu erfassen, Lücken in der Vermittlung technischer Bildung aufzuzeigen und zu klären, ob die schulische Ausbildung als Grundlage für technische Berufsentscheidungen ausreicht.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit verwendet einen Methodenmix aus quantitativen Fragebögen, die an 312 Schülern durchgeführt wurden, und qualitativen Interviews mit Fachlehrern, um ein umfassendes Bild der Unterrichtssituation zu erhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Innovationsprozessen am Standort Deutschland, eine detaillierte Auswertung der Lehrpläne für das Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) und die Darstellung der empirischen Praxisanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Technische Bildung, AWT-Unterricht, Berufsorientierung, Fachkräftemangel und Handlungskompetenz sind die zentralen Begriffe.
Warum kritisieren die befragten Lehrkräfte die derzeitige Unterrichtssituation?
Die Lehrkräfte beklagen vor allem mangelhafte Rahmenbedingungen wie Sparmaßnahmen, fehlende technische Ausstattung in den Klassenräumen und eine eigene, oft unzureichende fachspezifische Ausbildung, die einen praxisorientierten Unterricht erschwert.
Welche Diskrepanz lässt sich bei den Schülern in Bezug auf das Interesse feststellen?
Während das allgemeine Interesse an Technik bei den Jugendlichen hoch ist, nimmt die Motivation für den schulischen Technikunterricht im Laufe der Schullaufbahn stetig ab, da dieser als zu theoriegeladen und praxisfern wahrgenommen wird.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Kraatz (Autor:in), 2008, Analyse des technischen Wissensstands in Deutschland aufgrund von Erhebungen im Flächenland Mecklenburg Vorpommern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161487