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Die Transformation der Kategorie des Erhabenen bei Adorno und Lyotard

Título: Die Transformation der Kategorie des Erhabenen bei Adorno und Lyotard

Trabajo , 2009 , 22 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Wiebke Wolter (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Auf den ersten Blick drängt es sich nicht gerade auf, Adornos Ästhetische Theorie als Theorie des Erhabenen zu lesen, denn quantitativ gesehen ist der Begriff „erhaben“ nicht sehr präsent in Adornos Schrift. Es gibt nur fünf Seiten, ganz am Ende der Ästhetischen Theorie, die sich explizit mit dem Erhabenen auseinandersetzen. Dennoch gibt Adorno viele Hinweise darauf, dass es sich bei seiner Ästhetik um eine Ästhetik des Erhabenen handelt. Adorno schreibt, dass nach dem „Sturz formaler Schönheit, die Moderne hindurch von den traditionellen ästhetischen Ideen seine [die erhabene Idee] allein übrig“ blieb, das Erhabene „zum geschichtlichen Konstituens von Kunst selbst“ wurde und „sich die Kunst im Moment des Erhabenen zusammen[zieht]“. Wenn man diese Aussagen Adornos ernst nimmt, dann ist es mehr als plausibel „das Erhabene“ in der Ästhetischen Theorie in den Fokus zu heben.

Wolfgang Welsch und auch Sabine Sander haben in ihrer Adorno-Interpretation die Kategorie des Erhabenen bei Adorno an eine prominente Stelle gerückt. Der Titel von Welschs Aufsatz lautet „Adornos Ästhetik: eine implizite Ästhetik des Erhabenen“. Er versucht darzulegen, dass auch wenn der Begriff nicht explizit auftaucht, Adornos Ästhetische Theorie eine Theorie des Erhabenen ist - dass auch überall dort, wo Adorno vom Schönen spricht, ebenso „erhaben“ stehen könnte. Sabine Sander hat in ihrer Dissertation mit dem Titel „Der Topos der Undarstellbarkeit“ unter anderem Adornos paradoxe Anforderung an die Kunst „die Kommunikation des Unkommunizierbaren“ zu leisten untersucht. Diese Aufforderung wird bei Adorno in einem Atemzug mit dem Begriff des Erhabenen ausgesprochen.

Diese Hausarbeit soll einerseits die Transformation des traditionellen Begriffs des Erhabenen durch Adorno, und besonders die Kritik an dem Konzept des Erhabenen bei Kant, aufzeigen sowie darstellen, was Adorno unter einer erhabenen Kunst versteht. Im zweiten Schritt wird dann Lyotards Weiterführung und Kritik an Adornos Ansatz untersucht. Zuletzt werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Ansätze aufgezeigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Das Erhabene“ als Gegenbegriff zum „Schönen“

3. Adorno: Die Ästhetische Theorie als Theorie des Erhabenen

4. Lyotard: Das Erhabene als Ereignis

5. Gemeinsamkeiten, Unterschiede und das Paradox der Vor-Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Transformation der Kategorie des Erhabenen bei Theodor W. Adorno und Jean-François Lyotard, um deren spezifische ästhetische Ansätze zur Bewältigung des Unkommunizierbaren in der Kunst nach Auschwitz herauszuarbeiten.

  • Transformation des traditionellen Erhabenen-Begriffs von Kant zur Moderne
  • Adornos „Ästhetische Theorie“ als implizite Theorie des Erhabenen
  • Lyotards ereignisphilosophische Deutung des Erhabenen
  • Vergleich der Konzepte von Formarbeit und Augenblick
  • Das Paradox der Vor-Zukunft im postmodernen Modus

Auszug aus dem Buch

3. Adorno: Die Ästhetische Theorie als Theorie des Erhabenen

Adorno expliziert auf den Seiten 292 – 296 der Ästhetischen Theorie, was er mit dem Begriff des Erhabenen meint. Dies ist eine sehr kurze aber zentrale Passage. Adorno macht eine historische Tendenz der Kunst aus, die sich zu einer Kunst des Erhabenen entwickelt habe. Allerdings „auf seine Negation hin“:

Als die bürgerliche Kunst nach dem Erhabenen die Hand ausstreckte und dadurch zu sich selbst kam, war ihr bereits die Bewegung des Erhabenen auf seine Negation hin eingeschrieben.

Adorno bezieht sich explizit auf Kants Konzeption des Erhaben, vollzieht aber zwei gewichtige Wendungen. Einerseits bezieht Adorno den Begriff des Erhabenen auf die Kunst.

Das Erhabene, das Kant der Natur vorbehielt, wurde nach ihm zum geschichtlichen Konstituens von Kunst selber. Das Erhabene zieht die Demarkationslinie zu dem, was später Kunstgewerbe heißt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, das Erhabene in Adornos Ästhetischer Theorie als kritische Kategorie gegen traditionelle Schönheitsbegriffe zu lesen.

2. „Das Erhabene“ als Gegenbegriff zum „Schönen“: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Erhabenen bei Burke und Kant als Widerstreit gegen eine ästhetische Systematik der Harmonie.

3. Adorno: Die Ästhetische Theorie als Theorie des Erhabenen: Hier wird analysiert, wie Adorno das Erhabene als Konstituens moderner Kunst umdeutet und das „Eingedenken der Natur im Subjekt“ fordert.

4. Lyotard: Das Erhabene als Ereignis: Dieses Kapitel untersucht Lyotards Modifikation von Adornos Ansatz hin zur ereignisphilosophischen Fokussierung auf den Augenblick der Kunsterfahrung.

5. Gemeinsamkeiten, Unterschiede und das Paradox der Vor-Zukunft: Abschließend werden die Ansätze verglichen, wobei der Fokus auf Adornos Formarbeit und Lyotards Augenblick des Ereignisses liegt, verbunden durch das Paradox der Vor-Zukunft.

Schlüsselwörter

Adorno, Lyotard, Das Erhabene, Ästhetische Theorie, Postmoderne, Unkommunizierbares, Kunst, Formarbeit, Ereignis, Widerstreit, Aufklärung, Nicht-Identisches, Kant, Ästhetik, Moderne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Transformation und Neuinterpretation der Kategorie des Erhabenen durch Theodor W. Adorno und Jean-François Lyotard im Kontext der modernen und postmodernen Kunst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung des Erhabenen vom Schönen, die Krise der traditionellen Ästhetik, das Verhältnis von Kunst und Philosophie sowie die Frage nach der Darstellung des Unkommunizierbaren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Adorno und Lyotard das Erhabene nutzen, um die Möglichkeiten und Grenzen von Kunst angesichts einer als unversöhnlich erfahrenen Realität zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative philosophiegeschichtliche Analyse, indem sie die theoretischen Schriften Adornos und Lyotards zueinander in Bezug setzt und interpretative Ansätze wie die von Wolfgang Welsch integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Adornos ästhetischem Widerstand gegen die Kulturindustrie und Lyotards Fokus auf den ereignishaften, vorsprachlichen Augenblick der Kunsterfahrung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die zentralen Schlagworte sind das Erhabene, die Kommunikation des Unkommunizierbaren, das Paradox, der Widerstreit und die Transformation ästhetischer Kategorien.

Wie unterscheidet sich Adornos Verständnis des Erhabenen von dem Kants?

Adorno kritisiert Kants Komplizität mit der Herrschaft; während bei Kant das Erhabene die Überlegenheit des Geistes über die Natur ausdrückt, fordert Adorno ein Eingedenken der Natur im Subjekt.

Was bedeutet Lyotards „Paradox der Vor-Zukunft“?

Es bezeichnet einen postmodernen Modus, bei dem ein Werk erst postmodern sein muss, um modern zu werden, indem es den Fokus auf das Ereignis richtet, das vor der sprachlichen Formung stattfindet.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Transformation der Kategorie des Erhabenen bei Adorno und Lyotard
Universidad
University of Hildesheim  (Philosophie)
Curso
Theodor W. Adorno „Ästhetische Theorie“
Calificación
2,0
Autor
Wiebke Wolter (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
22
No. de catálogo
V161535
ISBN (Ebook)
9783640748914
ISBN (Libro)
9783640749409
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ästhetik Erhaben Erhabenes Adorno Lyotard Ästhetische Theorie Undarstellbares Unkommunizierbares das Undarstellbare das Unkommunizierbare Moderne Postmoderne
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Wiebke Wolter (Autor), 2009, Die Transformation der Kategorie des Erhabenen bei Adorno und Lyotard , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161535
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