Mediennutzung unter Studenten

Handy, Festnetztelefon und Co.


Hausarbeit, 2009
17 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Telefonie als Möglichkeit mobiler Kommunikation

3 Forschungsinteresse

4 Datenauswertung
4.1 Kurze methodische Vorbetrachtung
4.2 Studenten telefonieren - aber wie?
4.3 Das Mobiltelefon und seine Verwendung
4.4 Weitere Ergebnisse

5 Schlussbetrachtung

6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

7 Literatur

1 Einleitung

Neue Technologien, wie UMTS oder VoIP, ermöglichen neue Formen interpersonaler Kom- munikation. Das dies der Fall ist, lässt sich exemplarisch an der Erfolgsgeschichte der be- kannten VoIP-Software Skype nachvollziehen, die laut Unternehmensangaben in den ver- schiedenen Versionen schon mehr als 1,69 Milliarden mal heruntergeladen wurde. In der Re- gel sind zwischen 10 und 20 Millionen Nutzer online, die miteinander telefonieren können, wahlweise mit Video und mehreren Personen gleichzeitig oder die integrierten Funktionen zum Chatten sowie Datentausch nutzen (vgl. http://share.skype.com/stats _rss.xml, Stand: 11.10.2009). Eine andere mobile Kommunikationszentrale ist das Handy. Laut Verbrauchs- und Medienanalyse 2009 (VuMA) besitzen mehr als 73 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren ein Mobiltelefon. Längst handelt es sich jedoch dabei um kleine Datencenter, die als multimedialer Begleiter mit einer Reihe weiterer Funktionen ausgestattet sind (vgl. http://www.vuma.de/fileadmin/user_upload/meldungen/pdf/VuMA_2009_Basisauswert- ung.pdf, Stand: 11.10.2009).

All diese Zahlen sagen allerdings noch wenig über die tatsächliche Verwendung der Dienst- leistungen und Geräte aus. Diese zentrale Frage soll anhand einer im Jahr 2009 an der TU Dresden im Rahmen des Seminars Mediaforschung durchgeführten Mediennutzungsstudie unter Dresdener Studenten beantwortet werden. Im Kern konzentriert sich diese Arbeit auf die Nutzung des Mobiltelefons und zieht gleichzeitig Vergleiche zur Internet- und Festnetztelefo- nie unter Studenten. Dazu spannt Kapitel zwei einen knappen theoretischen Rahmen um die Thematik aus der sich im dritten Kapitel das Forschungsinteresse ableitet. Der Auswertung der Daten geht im vorletzten Kapitel eine kurze methodische Vorbetrachtung voraus. Die durch ausgewählte Ergebnisse aus der aktuellen Forschung gestützte Arbeit schließt im Kapi- tel fünf mit einer kurzen Schlussbetrachtung.

2 Telefonie als Möglichkeit mobiler Kommunikation

Bevor wir uns dem Nutzungsverhalten bezüglich des Handys für die mobile Kommunikation unter Studenten zuwenden können, gilt es zu klären, wie sich der Begriff innerhalb der Kom- munikationswissenschaften verorten lässt und welche technischen Medien damit gemeint sind. Nach Zauner und Kopacek handelt es sich bei mobiler Kommunikation um den Aus- tausch von Informationen zwischen „nicht ortsfesten Teilnehmern mit ortsfesten und/oder nicht ortsfesten Teilnehmern“ (Zauner, Kopacek 2004, S. 79). Mit Teilnehmer meinen sie aber nicht etwa natürliche Personen sondern technische Geräte, wie Smartphone, Notebook oder andere mobile Endgeräte mit Zugang zu einer technischen Infrastruktur für die Übertra- gung von elektromagnetischen Signalen (vgl. ebd.). Dies verdeutlicht zunächst, dass mobile Kommunikation weit mehr ist, als der Einsatz eines Handys für die interpersonale Kommuni- kation1. Desweiteren muss beachtet werden, dass Mobiltelefone nicht wie erstmals 1926 im Zug zwischen Berlin und Hamburg (vgl. Burkart 2007, S. 25) ausschließlich der mobilen Kommunikation dienen. Mit der breiten Etablierung von Mobiltelefonen der dritten Generati- on (3G) und der parallelen Entwicklung von Handys der vierten Generation (4G) lässt sich das technische Gerät wohl am ehesten metaphorisch als ein multimedialer Alleskönner mit Telefonfunktion umschreiben2. Freilich bietet der freie Markt auch auf ein Minimum an Funk- tionen abgespeckte zielgruppenspezifische Lösungen an, exemplarisch für Kinder (vgl. Scheu 2009, S. 89ff.) oder Rentner. In der Regel verfügen allerdings schon Einstiegsmodelle aus der zweiten Handygeneration heutzutage über eine integrierte Digitalkamera, Schnittstellen für Computer, Mediaplayer sowie Internetzugang3 und besitzen genug Rechenleistung für ein kurzes Computerspiel für zwischendurch. Trotzdem soll der Teilnehmer im Folgenden nicht als prozessorgesteuertes Endgerät definiert werden, sondern als eine Person, genauer noch Student, der über solch ein technisches Medium mit anderen Menschen kommuniziert.

3 Forschungsinteresse

Für die sich anschließende Diskussion der allgemein dieser Arbeit übergeordneter Frage nach der Art und Länge des Einsatzes von Mobiltelefonen im Studentenalltag sind aus der knappen theoretischen Debatte folgende Erkenntnisse zu ziehen:

ƒ- Im Gegensatz zu Zauner und Kopacek geht es folglich nicht um den Austausch von Informationen zwischen zwei technischen Endgeräten. Vielmehr soll Teilnehmer als eine Person, genauer noch Student, definiert werden, der über solch ein technisches Medium mit anderen Menschen mobil kommuniziert.
ƒ- Neben dem Einsatz des Handys als Möglichkeit zu telefonieren, müssen auch andere Nutzungsoptionen, wie die Verwendung des Mobiltelefons als Audioplayer oder E- Mail-Client untersucht werden.
ƒ- Die Begriffsbestimmung von mobiler Kommunikation verdeutlicht, dass es ratsam ist, aufgrund der engen Verknüpfung mit der Mobiltelefonie, Internettelefonie in die Un- tersuchung einzubeziehen.
ƒ- Nicht zuletzt sind Vergleiche zur Nutzung des Festnetztelefons4 anzustellen, dessen Benutzer laut Definition zumindest an mobiler Kommunikation beteiligt sein können.

Resultierend interessieren nicht nur der Einsatz des Handys allein, sondern auch die in den drei nachgestellten Hypothesen angeführten, vergleichenden Aspekte zur Mobiltelefonie als Meronym von mobiler Kommunikation.

H1: Skype und andere Dienstleister für Internettelefonie werden von Studenten im Durch- schnitt länger (häufiger) zum Telefonieren genutzt als das Handy, da diese kostengünstiger sind.

H2: Das Handy wird als technisches Endgerät unter Studenten im Durchschnitt länger für den Musik- und Radiokonsum genutzt als zum Telefonieren.

H3: Das Handy wird als technisches Endgerät von weniger als 5 Prozent der Studenten für die Internetnutzung (E-Mail, Servern im Netz, etc.) bzw. Fernsehnutzung eingesetzt.

Die kurze Diskussion der einzelnen Thesen soll zunächst einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse zur Nutzung des Mobiltelefons unter Studenten gewährleisten. Zum Vergleich wird parallel, wie oben bereits erwähnt, die Nutzung des Festnetztelefons herangezogen.

[...]


1 Das dies zumindest am Rand der wissenschaftlichen Debatte oftmals der Fall ist, beweist exemplarisch die automatische Weiterleitung des Begriffs „mobile communication“ auf der englischen Seite von Wikipedia zu dem Artikel „Mobile phone“ (vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Mobile_communication, Stand: 05.09.2009).

2 Im Juni 2008 betrug der Anteil an 3G Endgeräten in Deutschland unter allen Mobilfunknutzern laut Comscore 23,9 Prozent. Im Vergleich zu 2007 stieg der Anteil um 8.1 Prozentpunkte (vgl. http://www.mmetrics.com/ Press_Events/Press_Releases/2008/09/US_Adoption_of_3G_Mobile_Devices/%28language%29/eng-US, Stand: 19.09.2009). Für mehr Informationen zu den technischen Standards der Mobiltelefonie siehe Goggin 2007, S. 187ff.

3 Demzufolge ist mit vielen Handys der Einsatz von Internettelefonie denkbar, exemplarisch mit Skype Lite (vgl. http://www.skype.com/intl/en/download/skype/skypelite/, Stand: 12.09.2009).

4 Nicht zuletzt gilt es zu berücksichtigen, dass der Begriff der Festnetztelefonie spätestens seit Einführung von Homezones und VoIP (Voice over Internet Protocol) an Schärfe verliert. Denn die Vergabe von Festnetznum- mern an Mobilfunkkunden oder zur Identifizierung eines VoIP-Telefons bedarf nicht zwingend eines öffentli- chen leitungsgebundenen Telefonnetzes und ist gleichfalls nicht an einem ganz bestimmten Ort gebunden. Im Telekommunikationsgesetz definiert der Gesetzgeber lediglich „öffentliches Telefonnetz“, ein Begriff der so- wohl das Fest- als auch das Mobilfunknetz einschließt (vgl. Telekommunikationsgesetz, 2004).

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Details

Titel
Mediennutzung unter Studenten
Untertitel
Handy, Festnetztelefon und Co.
Hochschule
Technische Universität Dresden
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V161616
ISBN (eBook)
9783640750849
ISBN (Buch)
9783640751501
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handy, Skype, Festnetztelefon, Mediennutzung, Studenten, mobile Kommunikation, Tagebuchstudie, Musikkonsum, Radiokonsum, Internetnutzung, Internettelefonie, Fernsehnutzung, Computer, Telefondauer, Telefonieren, Telefon, Mobiltelefon, Smartphone, SMS, MMS, UMTS, VoIP
Arbeit zitieren
BA Daniel Hofmann (Autor), 2009, Mediennutzung unter Studenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161616

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