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Zur Theorie des "Kampf der Kulturen" nach Samuel P. Huntington

Title: Zur Theorie  des "Kampf der Kulturen" nach Samuel P. Huntington

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Westerhoff (Author)

Politics - Region: Other States
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Diese Arbeit soll die Theorie des „Kampf der Kulturen“ nach Huntington vorstellen, näher erläutern, aber auch kritisch hinterfragen. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wie ist Huntingtons Theorie aufgebaut? Bildet sie eine Basis, um Konflikte in der Welt zu begreiflich zu machen? Um diese Fragen zu beantworten, soll zunächst der Begriff der Kultur näher beschrieben werden. Daraufhin soll Huntingtons Theorie vorgestellt und dabei zentrale Begriffe wie Kulturkreise und Bruchlinienkriege näher definiert werden. Nach einer kritischen Betrachtung der Theorie schließt ein Schlussfazit die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung Kultur

3. Die Theorie des „Kampf der Kulturen“

3.1 Der Niedergang westlicher Macht

3.2 Kulturkreise

3.2 Bruchlinienkonflikte

4. Kritische Auseinandersetzung

5. Schluss / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die von Samuel P. Huntington formulierte Theorie des „Kampf der Kulturen“ und analysiert deren Erklärungsgehalt für internationale Konflikte nach dem Ende des Kalten Krieges. Ziel ist es, den Aufbau der Theorie darzulegen, zentrale Begrifflichkeiten wie Kulturkreise und Bruchlinienkonflikte zu definieren und die wissenschaftliche Stichhaltigkeit im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung zu hinterfragen.

  • Analyse der Theorie des „Kampf der Kulturen“ von Samuel P. Huntington
  • Definition und theoretische Einordnung des Kulturbegriffs
  • Untersuchung der Rolle des Niedergangs westlicher Macht
  • Systematisierung der identifizierten globalen Kulturkreise
  • Darstellung und Ursachenforschung von Bruchlinienkonflikten
  • Kritische Reflexion der Theorie hinsichtlich ihrer empirischen Falsifizierbarkeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Kulturkreise

Ausgangspunkt von Huntingtons Diagnose ist die These, dass das 21. Jahrhundert weder konflikt- und gewaltfrei sein wird, noch dass sich mögliche Konflikte primär an gegensätzlichen politischen Ideologien oder entgegen gesetzten Handelsinteressen entzünden. Stattdessen sind kulturelle Identitäten und deren Kulturkreise (civilisations1) die Quelle für internationale Konflikte und Krisen (vgl. Lange 2000, S. 293). Wenn mehrere Kulturen im Hinblick auf bestimmte ausgewählte Dimensionen gemeinsame Kulturelemente aufweisen, bilden die diesbezüglich ähnlichen Kulturen einen Kulturkreis (vgl. Reinhold, G. 2000, S. 380). Kulturkreise sind nicht eindeutig abgrenzbar und nicht mit Staatsgrenzen gleichzusetzen. Sie werden durch eine einheitliche Sprache, moralischen Anschauungen und Lebensgewohnheiten von der damit verbundenen Bevölkerung selbst anders gesehen als von kulturfremden Beobachtern (vgl. Hillmann 1994, S. 460f.). Huntington sieht den Kulturkreis als größte kulturelle Einheit. Dörfer, Regionen, ethnische Gruppen, Nationalitäten und religiöse Gruppen haben alle ihre eigene Kultur. So mag die Kultur eines Dorfes in Schleswig-Holstein massive Unterschiede gegenüber einem bayrischen Dorf aufweisen. Beiden Orten wird aber eine gemeinsame deutsche Kultur gemein sein, die sie von niederländischen oder französischen Dörfern unterscheidet. Kulturkreise sind dynamisch, schwer zu differenzieren und entwickeln sich immer weiter (vgl. Huntington 1997, S. 55ff.)

Trotzdem unternimmt Huntington einen Versuch, verschiedene Kulturkreise zu definieren und sie somit voneinander abzugrenzen. Dabei hat bis auf eine Ausnahme jeder Kulturkreis einen Kernstaat bzw. einen potentiellen Kernstaat, der Hauptpol von Anziehung und Abstoßung ist und als Quelle der Ordnung innerhalb der Kulturkreise dient (vgl. Huntington 1997, S. 57). Huntington unterscheidet insgesamt sechs (bzw. sieben) verschiedene Kulturkreise, die im internationalen System eine große Rolle spielen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt anhand aktueller Ereignisse wie der Mohammed-Karikaturen in die Fragestellung ein, ob Huntingtons Theorie eine geeignete Basis zur Erklärung post-ideologischer Konflikte darstellt.

2. Begriffsklärung Kultur: Dieses Kapitel erläutert den komplexen Kulturbegriff als Inbegriff menschlicher Lebensformen und als Identitätsmerkmal ganzer Völker, das für Huntingtons Theorie zentral ist.

3. Die Theorie des „Kampf der Kulturen“: Hier wird der Kern von Huntingtons Argumentation dargestellt, wonach Konflikte zukünftig nicht mehr ideologisch, sondern entlang kultureller Bruchlinien verlaufen.

3.1 Der Niedergang westlicher Macht: Dieses Unterkapitel thematisiert die schwindende Dominanz des Westens und die daraus resultierende Gefahr von Identitätskrisen und Ablehnung bei anderen Kulturen.

3.2 Kulturkreise: Es wird die Definition von Kulturkreisen als größte kulturelle Einheiten erarbeitet und die von Huntington identifizierten globalen Kulturkreise vorgestellt.

3.2 Bruchlinienkonflikte: Dieser Abschnitt beschreibt Konflikte an den Grenzen zwischen Kulturkreisen und erläutert, warum diese oft besonders blutig und schwierig zu beenden sind.

4. Kritische Auseinandersetzung: Hier werden die wesentlichen Kritikpunkte an Huntingtons Theorie zusammengefasst, insbesondere die mangelnde Falsifizierbarkeit und der Vorwurf der eurozentrischen Rechtfertigung von Kriegen.

5. Schluss / Fazit: Das Fazit bewertet Huntingtons Prognose als teilweise zutreffend in der Sensibilisierung für kulturelle Identitäten, mahnt jedoch die Berücksichtigung interkultureller Kommunikation an.

Schlüsselwörter

Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen, Kulturkreis, Bruchlinienkonflikt, westliche Macht, Identität, Zivilisation, Konfliktforschung, Globalisierung, Außenpolitik, Religion, Kulturwissenschaften, Ethnizität, internationale Politik, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die einflussreiche Theorie von Samuel P. Huntington über den „Kampf der Kulturen“ und prüft deren Relevanz und Validität für die Erklärung globaler Konflikte nach dem Kalten Krieg.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kultur, die Analyse der westlichen Machtposition, die Identifikation verschiedener globaler Kulturkreise und die Dynamik von Konflikten an kulturellen Bruchlinien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Huntingtons Theorie strukturiert darzustellen, deren zentrale Begrifflichkeiten zu klären und im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung zu prüfen, ob sie eine geeignete Basis zur Erklärung weltweiter Konflikte bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse, um Huntingtons Thesen zu rekonstruieren, zu erläutern und sie durch den Vergleich mit kritischen Stimmen aus der Friedensforschung zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Niedergang des Westens, die Einteilung der Welt in verschiedene Kulturkreise (wie den sinischen, islamischen oder orthodoxen) sowie die Entstehung und Schwierigkeit von Bruchlinienkonflikten detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem Kerntitel „Kampf der Kulturen“ sind Begriffe wie Kulturkreis, Bruchlinienkonflikt, Identität, internationale Politik, westliche Macht und Religionssoziologie entscheidend.

Warum hält Huntington den „Kampf der Kulturen“ für wahrscheinlicher als ideologische Konflikte?

Huntington argumentiert, dass nach dem Zusammenbruch des Kalten Krieges ideologische Trennlinien verschwunden sind und kulturelle Identitäten nun die primäre Quelle für Solidarisierung und Konflikte zwischen Völkern bilden.

Welche Rolle spielen „Kernstaaten“ in der Theorie Huntingtons?

Kernstaaten fungieren als Hauptpole der Anziehung oder Abstoßung innerhalb eines Kulturkreises und dienen als Quelle der Ordnung, an denen sich die anderen Nationen des Kulturkreises orientieren.

Wie begründet Huntington die spezifische Gefährlichkeit von Bruchlinienkonflikten?

Da es bei diesen Kriegen um fundamentale Fragen der Gruppenidentität geht, sind sie schwieriger durch Kompromisse beizulegen, halten meist deutlich länger an und verursachen dadurch überproportional viele Opfer.

Wie lautet die kritische Schlussfolgerung des Autors zur Theorie?

Der Verfasser erkennt zwar an, dass Huntington die Bedeutung kultureller Identitäten treffend herausgearbeitet hat, warnt jedoch davor, die Theorie als alleiniges Regelwerk zu nutzen, da sie interkulturelle Gemeinsamkeiten und Friedenspotenziale vernachlässigt.

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Details

Title
Zur Theorie des "Kampf der Kulturen" nach Samuel P. Huntington
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Modelle und Probleme der Weltpolitik
Grade
1,3
Author
Markus Westerhoff (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V161680
ISBN (eBook)
9783640754113
ISBN (Book)
9783640754496
Language
German
Tags
samuel p. huntington huntington internationale beziehung kampf der kulturen clash of civilisations
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Westerhoff (Author), 2009, Zur Theorie des "Kampf der Kulturen" nach Samuel P. Huntington, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161680
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