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Das DMDC Modell von BMW. Eine Möglichkeit der internen Supply-Chain-Optimierung

Titel: Das DMDC Modell von BMW. Eine Möglichkeit der internen Supply-Chain-Optimierung

Essay , 2021 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wissenschaftlicher Essay zum Thema "Das DMDC Modell von BMW - eine Möglichkeit der internen Supply-Chain-Optimierung".

Das Supply-Chain- Management (SCM) hat in vielen Branchen große Auswirkungen auf die Profitabilität und Effizienz eines Unternehmens. Im Bereich der Automobilbranche ist dieser Effekt am größten. Die Bedeutung des SCM ist für diese im Vergleich zu den anderen großen Wirtschaftsbranchen signifikant höher. Aus diesem Grund gilt die Automobilindustrie als Vorreiter und Beispiel einer gelungenen Ausgestaltung des SCM.
Ein Bereich, in dem SCM-Optimierungsmaßnahmen stetig wichtiger werden, ist der des Aftersales, da die Automobilhersteller (Original Equipment Manufacturer, OEM) dort zunehmend höhere Profite erwirtschaften. Dieser Geschäftsbereich bezeichnet die Anschlussgeschäfte nach dem eigentlichen Automobilverkauf. Beispielhaft zu nennen sind hier Wartung und Reparatur (inkl. des Verkaufs von Ersatzteilen) sowie die Maßnahmen zur Kundenbindung. Die Prognosen sagen hier zukünftig aufgrund einer längeren Haltungsdauer der Fahrzeuge steigende Umsätze voraus, da die Wartung und Instandhaltung wichtiger werden. Dieses Segment ist stark umkämpft und wird zu immer größeren Teilen durch Freie- und Systemwerkstätten kontrolliert. Diese beanspruchen bei Fahrzeugen ab einem Alter von 6 Jahren zusammen mit sonstigen Teileanbietern bereits 55% des Marktes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem DMDC-Modell (Dealer Metro Distribution Centers) von BMW und untersucht dessen Potenzial zur Optimierung der internen Supply-Chain, insbesondere im stark umkämpften Aftersales-Bereich. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch dieses Modell gesteigerte Kundenzufriedenheit und höhere Profitabilität erreicht werden können.

  • Supply-Chain-Management (SCM) in der Automobilindustrie
  • Optimierung des Aftersales-Geschäftsbereichs
  • Das DMDC-Modell von BMW und seine Funktionsweise
  • Integration von ECR (Efficient Consumer Response) und Pull-Prinzip
  • Kosteneinsparungen und Umsatzpotenziale durch Logistikoptimierung
  • Kundenbindung und Markttreue bei Automobilherstellern

Auszug aus dem Buch

Das DMDC Modell von BMW – eine Möglichkeit der internen Supply-Chain-Optimierung

BMW hat im Jahre 2010 mit der DMDC (Dealer Metro Distribution Centers) Strategie Maßnahmen ergriffen, um den o.g. Problemen entgegenzuwirken und gesteigerte Umsatzpotentiale zu realisieren.7 Dieses System stellt vornehmlich eine Ergänzung und Verbesserung des bereits etablierten RDC (Regional Distribution Centers) dar, indem die Belieferung der Händler mit Ersatzteilen nicht nur über Nacht, sondern mehrmals täglich erfolgt.8

Umgesetzt wird die Strategie ausschließlich in Ballungsgebieten, da dort die Kundenanforderungen und Umsatzmöglichkeiten am größten sind. Das DMDC System geht mit einer Fokussierung auf hoch frequentierte Ersatzteile und Teile mit geringem Volumen oder Gewicht einher. Des Weiteren wird auf bestimmte Lagerprozesse, wie z.B. der Möglichkeit der Kunden-Selbstabholung verzichtet. Das Ziel dieses Systems ist die schnellstmögliche Verfügbarkeit der benötigten Teile in den Werkstätten und Händlern des Automobilherstellers. Diese wird durch eine 4-mal tägliche Belieferung gewährleistet, wodurch zwischen dem Bestellabschluss und der Anlieferung maximal 2 Stunden liegen sollen. Mithilfe der Belieferung der BMW-Werkstätten und Händler aus dem Metro Distribution Center wird das dort angebotene Sortiment circa verdreifacht (Vorrat DMDC: ca. 15.000 Teilenummern / Vorrat BMW-Werkstatt: ca. 5.000 Teilenummern).9

Der Aufbau des DMDC Systems bei BMW trägt maßgeblich zur Verbesserung des ECR (Efficient Consumer Response) Konzeptes unter dem Gesichtspunkt des maximalen Kundennutzens bei gleichzeitiger Einhaltung der Erfolgsfaktoren Kosteneinsparung und Supply-Chain-Effizienz bei. Dieses Konzept beinhaltet eine „kooperative Optimierung der Schnittstellen Hersteller-Handel-Konsument“10, welche durch das DMDC System von BMW gewährleistet wird.

Umgesetzt wird das ECR durch das Pull Prinzip, welches Bestellungen ausgehend von den Kunden auslöst, was sowohl die Effizienz steigert als auch die Lagerhaltung von überflüssigen Teilen in den Werkstätten minimiert. Das Problem der schwer abschätzbaren Nachfrageänderungen wird auf diese Weise umgangen. Des Weiteren können die Liefermenge und der Lieferzeitpunkt seitens der Distributionszentren bedarfsgenau angepasst werden, was den gesamten Belieferungsprozess kostengünstiger und effizienter gestaltet.11

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung des Supply-Chain-Managements in der Automobilindustrie, insbesondere im Aftersales-Bereich, ein und beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Original Equipment Manufacturer (OEM) konfrontiert sind.

Das DMDC Modell von BMW: Dieser Abschnitt beschreibt die Implementierung und Funktionsweise des DMDC-Systems bei BMW, seine Integration mit bestehenden Distributionsstrategien wie RDC und CDC sowie die Umsetzung des ECR-Konzepts mittels des Pull-Prinzips.

Beschaffungsmodelle und Kosten-Nutzen-Analyse: Hier werden die zwei Hauptbeschaffungsmodelle („Bedarfsgerechte taggleiche Versorgung“ und „Lagerergänzende Versorgung“) erläutert, die durch das DMDC-System ermöglicht werden, und die resultierenden Kostenreduktionen sowie Umsatzpotenziale analysiert.

Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die positiven Effekte des DMDC-Modells auf Kundenbindung und Profitabilität zusammen und betont, dass ergänzende Maßnahmen für eine nachhaltige Zukunftssicherung von BMW im Aftersales-Bereich notwendig sind.

Schlüsselwörter

Supply-Chain-Management, SCM, BMW, DMDC, Dealer Metro Distribution Centers, Aftersales, Logistik, Ersatzteile, ECR, Efficient Consumer Response, Pull-Prinzip, Distributionsstrategie, Kundenbindung, Rentabilität, Automobilindustrie, Optimierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das DMDC-Modell (Dealer Metro Distribution Centers) von BMW als eine Strategie zur internen Supply-Chain-Optimierung, insbesondere im Aftersales-Bereich, um Effizienz und Profitabilität zu steigern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind Supply-Chain-Management in der Automobilindustrie, die Herausforderungen und Chancen im Aftersales-Sektor, die Funktionsweise des DMDC-Modells, die Anwendung des ECR-Konzepts und die Auswirkungen auf Kundenbindung und Rentabilität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie das DMDC-Modell von BMW zur Optimierung der internen Supply-Chain beiträgt und welche positiven Effekte es auf Kundenzufriedenheit und Profitabilität hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse des DMDC-Modells von BMW und zieht Schlussfolgerungen aus der Beschreibung seiner Implementierung, Funktion und den damit verbundenen Effekten, gestützt durch Referenzen aus Fachliteratur und Unternehmensberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung und Notwendigkeit des DMDC-Systems, seine spezifische Umsetzung in Ballungsgebieten, die Art der Teile, die über dieses System vertrieben werden, die Integration mit ECR und dem Pull-Prinzip sowie die resultierenden Kostenersparnisse und Umsatzsteigerungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Schlüsselwörter sind Supply-Chain-Management, BMW, DMDC, Aftersales, Logistik, ECR, Pull-Prinzip, Kundenbindung und Rentabilität.

Was ist das Besondere am DMDC-System im Vergleich zu traditionellen Distributionszentren?

Das Besondere am DMDC-System ist die stark verkürzte Lieferzeit von maximal 2 Stunden durch mehrmalige tägliche Belieferung, eine Fokussierung auf hochfrequentierte Ersatzteile in Ballungsgebieten und die dreifache Vergrößerung des Teilesortiments direkt am Händler/Werkstatt im Vergleich zu deren eigenem Lagerbestand.

Wie trägt das DMDC-System zur Kundenzufriedenheit und Profitabilität im Aftersales-Bereich bei?

Es trägt zur Kundenzufriedenheit bei, indem es die schnellstmögliche Verfügbarkeit benötigter Teile sicherstellt, Reparaturrückstände reduziert und die Markentreue erhöht. Die Profitabilität wird durch minimierte Lagerbestände, Effizienzsteigerung der Mitarbeiter und die Möglichkeit des Cross-Sellings gesteigert.

Welche Rolle spielt das E-Procurement System im Kontext des DMDC-Modells?

Ein ausgereiftes und umfassendes E-Procurement System ist entscheidend, um die Warenströme exakt und zielgenau steuern zu können. Es ist die Voraussetzung für die Etablierung eines funktionalen und effizienten DMDC Systems.

Warum sollte das DMDC-Modell nicht als alleinstehende Strategie betrachtet werden?

Obwohl das DMDC-Modell positive Effekte erzielt, sollte es nicht als alleinstehende Methode zur Zukunftssicherung betrachtet werden, da für eine langfristige Marktanteilssteigerung im Aftersales-Bereich auch eine attraktive Preisgestaltung und guter Service erforderlich sind, die durch weitere Maßnahmen ergänzt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das DMDC Modell von BMW. Eine Möglichkeit der internen Supply-Chain-Optimierung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1618466
ISBN (PDF)
9783389153611
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dmdc modell eine möglichkeit supply-chain-optimierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Das DMDC Modell von BMW. Eine Möglichkeit der internen Supply-Chain-Optimierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1618466
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Leseprobe aus  10  Seiten
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