Kagrra ist die japanische J-Rock Band, die von 1999-2011 aktiv sind/war. Der Text den ich eingab, hieß "Utakata" und wurde mit Google Translate übersetzt und von mir mit Hilfe des Programms Wakan.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Analyse der Google Translate Übersetzung
3. Die Rolle der Seele in der Übersetzung
4. Kritik an der philologischen Übersetzung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen maschinellen Übersetzungsprogrammen wie Google Translate und dem menschlichen Anspruch, die emotionale „Seele“ eines literarischen Werkes zu erfassen, wobei insbesondere die Thesen von Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff auf Songtextübersetzungen angewandt werden.
- Kritische Auseinandersetzung mit maschineller Wort-für-Wort-Übersetzung.
- Analyse der Bedeutung von Kontext und kultureller Grammatik.
- Untersuchung der emotionalen Verbundenheit bei eigener Textübersetzung.
- Bewertung der Rolle des Philologen vs. der individuellen Interpretation.
- Diskussion über den Verlust des Wesentlichen durch technologische Vereinfachung.
Auszug aus dem Buch
Ulrich von Milamowitz-Moellendorff gegen Google Translate und Songtextübersetzungen
In unserer heutigen Zeit machen uns Übersetzungsprogramme das Leben einfacher als es wohl für viele sein sollte. Wir haben kaum noch Probleme Wörter zu übersetzen, die uns mehr als unverständlich sind und die Welt der Worte wird auf diese Art und Weise Kälter und herzloser, so erscheint bei den Fluten an Übersetzungsmaschinen. Auch Google Translate ist eine dieser Übersetzungsmaschinen, die unser Leben erleichtern sollen. Diese Übersetzungsmaschine wollte ich natürlich mal testen und nahm mir mein Lieblingslied der Japanischen Band „Kagrra“ vor.
Erst versuchte ich das Lied in Romaji einzugeben, dass sind jene Buchstaben die wir in Deutschland auch benutzen. Hier war Google Translate aber nicht fähig eine Übersetzung vorzunehmen. Die einzige Weise wann Google Translate ein japanisches Lied oder Gedicht übersetzt ist, wenn er in Schriftzeichen vorliegt. Das ist nur ein kleines Problem, das etwas lästig ist, aber für die Übersetzung nicht wirklich von Bedeutung. Mithilfe eines japanischen Programms namens „Wakan“ kann man die japanischen Worte dann auch in Schriftzeichen sichtbar machen und diese dann bei Google Translate einfügen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass moderne Übersetzungsprogramme zwar den Alltag erleichtern, jedoch die emotionale Tiefe und „Seele“ von Texten vernachlässigen.
2. Analyse der Google Translate Übersetzung: Dieses Kapitel dokumentiert den konkreten Testlauf mit einem japanischen Songtext, bei dem die Unzulänglichkeiten einer rein maschinellen, wortwörtlichen Übersetzung verdeutlicht werden.
3. Die Rolle der Seele in der Übersetzung: Es wird erörtert, warum bei Liedern die Vermittlung von Gefühlen und der korrekte kulturelle Kontext wichtiger sind als eine exakte grammatikalische Wort-für-Wort-Übertragung.
4. Kritik an der philologischen Übersetzung: Die Arbeit hinterfragt die Auffassung, dass Übersetzungen ausschließlich Philologen vorbehalten sein sollten, und plädiert für die Bedeutung individueller emotionaler Interpretationen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Seele eines Werkes in der Übersetzung Priorität haben sollte und warnt vor der geistigen Entfremdung durch den übermäßigen Gebrauch von Übersetzungsmaschinen.
Schlüsselwörter
Google Translate, Übersetzung, Songtext, Milamowitz-Moellendorff, Seele, Philologie, Japanisch, Emotion, Wort-für-Wort-Übersetzung, Interpretation, Sprache, Kontext, Technik, Kultur, Bedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Qualität und Grenzen von maschinellen Übersetzungsprogrammen am Beispiel japanischer Songtexte und setzt diese in Beziehung zu literaturwissenschaftlichen Theorien über das Wesen der Übersetzung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Kontrast zwischen objektiver maschineller Übersetzung und subjektiver emotionaler Interpretation sowie der Einfluss von Sprache und kulturellem Kontext auf den Übersetzungsprozess.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu ergründen, ob eine Maschine die „Seele“ eines Werkes erfassen kann oder ob durch die technologische Vereinfachung die emotionale Substanz des Textes zwangsläufig verloren geht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine explorative Methode, indem sie eigene Übersetzungsversuche mit Ergebnissen von Google Translate vergleicht und diese Ergebnisse anhand der Übersetzungstheorie von Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Textbeispiele, Schwierigkeiten bei der japanischen Grammatik sowie die theoretische Debatte über die Rolle des Übersetzers als Interpret gegenüber dem Philologen als Experten dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Übersetzungstheorie, Maschinenübersetzung, emotionale Verbundenheit, interkulturelle Kommunikation und der Verlust des Wesentlichen bei der Sprachübertragung.
Warum ist Google Translate laut der Autorin für Songtexte ungeeignet?
Da Google Translate keinen Bezug zum inhaltlichen und emotionalen Kontext herstellt, liefert es lediglich eine starre, „Ikea-bauanleitungsartige“ Übersetzung, die der lyrischen Natur eines Liedes nicht gerecht wird.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Philologen in Bezug auf Übersetzungen?
Die Autorin stimmt zwar zu, dass eine Seele vermittelt werden muss, widerspricht jedoch der These, dass nur Philologen dazu in der Lage seien, da jeder Mensch durch seine individuelle Sichtweise einen emotionalen Zugang zu einem Werk finden kann.
- Citar trabajo
- Christine Hirsch (Autor), 2010, Ulrich von Milamowitz-Moellendorff gegen Google Translate und Songtextübersetzungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161950