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Das Verhältnis zwischen Religion und Staat im Islam, Terrorismus und die islamistische Mobilisierung am Beispiel der Hamas

Religion als soziales Phänomen: Grundzüge der Religionssoziologie

Titel: Das Verhältnis zwischen Religion und Staat im Islam, Terrorismus und die islamistische Mobilisierung am Beispiel der Hamas

Seminararbeit , 2010 , 25 Seiten

Autor:in: Michael Schiffner-Ritz (Autor:in)

Soziologie - Religion
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Globalisierung und die daraus folgende Internationalisierung kultureller, politischer und wirtschaftlicher Beziehungen stellt eine Herausforderung für die unterschiedlichen Kulturkreise dar.
Diskurse in der westlichen Welt wurden in den letzten Jahren häufig von der Auseinandersetzung mit dem Islam bestimmt. Einwanderer muslimischen Glaubens, die Ihren religiösen Pflichten nachkommen, irritieren Menschen, die in einem zwar säkularisierten, aber von christlichen Werten geprägten Umfeld erzogen wurden. Drastischer wird diese Situation, wenn gläubige Muslime offensiv und radikal ihre Vorstellung einer idealen Gesellschaft propagieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Der Staat im Islam, ein islamischer Staat?

2.1 Sichtweise des Koran

2.2 Die Charta der Hamas

3.0 Islamistischer Terrorismus am Beispiel der Hamas

3.1 Die Organisation

3.2 Gründungsgeschichte

3.3 Motive des islamistischen Terrorismus

3.3.1 Psychologie und Religion

3.3.2 Globalisierung und Deprivation

3.3.3 Gesamtgesellschaftliche Prozesse

4.0 Son of Hamas. Die Hamas aus der Einzelperspektive.

5.0 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen Religion, Staat und islamistischer Mobilisierung unter besonderer Berücksichtigung der Hamas, wobei die Forschungsfrage der Vereinbarkeit von Säkularisierung mit islamistischen Staatsvorstellungen im Zentrum steht.

  • Analyse der islamischen Staatskonzeption basierend auf theologischen Quellen.
  • Untersuchung der Charta der Hamas und deren politisch-religiöse Programmatik.
  • Soziologische und psychologische Betrachtung der Ursachen islamistischen Terrorismus.
  • Einzelfallanalyse der Hamas anhand biographischer Erfahrungen (Mosab Hassan Yousef).
  • Diskussion des Verhältnisses von Gewalt, Religion und der Notwendigkeit intellektueller Emanzipation.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Psychologie und Religion

Die heutige Zeit muss manchen Menschen absurd erscheinen- während, wie zuletzt beschrieben, das osmanische Reich für mehr als 700 Jahre einen großen Teil der Welt beherrschte und damit auch der Islam überall präsent war, kann heute von einer solchen Dominanz keine Rede mehr sein. Manche Menschen können sich mit diesem Umstand nur schwer abfinden. Dazu Wolfgang Schmidbauer;

„Da unmöglich Gott dafür verantwortlich sein kann, muss es am verunreinigten, geschwundenen Glauben der Muslime liegen. Die apokalyptische Deutung dieser Situation richtet sich an einige Auserwählte[…] Sie erkennen den wahren Feind, während um sie herum die Unwissenden nur an ihre Bequemlichkeit und ihren Vorteil denken.“ (Schmidbauer, 2003, 137)

Abgesehen von jeglicher theologischer Argumentation weist der Autor dieses Zitats auf einen entscheidenden Umstand hin: Der Terrorismus ist eine Form der Kompensationsstrategie- für Menschen in jeglicher sozialen Lage.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der globalisierten Welt, religiöser Spannungen wie dem Karikaturenstreit und das Ziel der Arbeit ein, das Verhältnis von Religion und Staat am Beispiel der Hamas zu untersuchen.

2.0 Der Staat im Islam, ein islamischer Staat?: Das Kapitel erörtert die Vereinbarkeit von Religion und säkularem Staat und definiert den Begriff des Islamstaates als System, in dem die Sharia alle Lebensbereiche reglementiert.

3.0 Islamistischer Terrorismus am Beispiel der Hamas: Es erfolgt eine Analyse der Hamas als Organisation sowie eine Untersuchung der Motive für islamistischen Terrorismus, unterteilt in psychologische Aspekte, soziologische Theorien der Deprivation und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen.

4.0 Son of Hamas. Die Hamas aus der Einzelperspektive.: Anhand der Autobiographie von Mosab Hassan Yousef werden Einblicke in die Gedankenwelt und die Strukturen einer klandestinen Organisation gegeben, um den Terrorismus menschlicher und konkreter greifbar zu machen.

5.0 Schlussbetrachtungen: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit von Bildung und Emanzipation als Mittel gegen religiöse Radikalisierung und blindes Gehorchen.

Schlüsselwörter

Islam, Hamas, Staat, Terrorismus, Scharia, Fundamentalismus, Deprivation, Psychologie, Emanzipation, Religion, Umma, Nahostkonflikt, Radikalisierung, Politik, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Untersuchung des Verhältnisses zwischen Religion und Staat im Islam sowie die Entstehung und Motivationen des islamistischen Terrorismus am Beispiel der Hamas.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die islamische Staatslehre, die Analyse der Charta der Hamas, die psychologischen und soziologischen Ursachen von Terrorismus sowie biographische Einblicke in die Binnenstrukturen der Hamas.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob das Konzept eines säkularen Staates mit den Vorstellungen islamistischer Gruppen vereinbar ist und welche Mechanismen zur Mobilisierung von Anhängern führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die theologische Analyse von Quellentexten (Koran, Charta) mit soziologischen Theorien und einer Fallstudie (Autobiographie) kombiniert.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Definition des Islamstaates, die Ursachenforschung von Terrorismus durch relative Deprivation und die Einzelfallstudie von Mosab Hassan Yousef.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Charakterisierende Begriffe sind Islamismus, Staat, Hamas, Terrorismus, Scharia, Deprivation, Emanzipation und psychologische Kompensationsstrategien.

Welche Rolle spielt die Charta der Hamas für die Analyse?

Die Charta dient als zentrale Primärquelle, um die islamistische Ideologie, das Verständnis von Patriotismus und die angestrebte Rolle der Religion in allen Lebensbereichen innerhalb der Bewegung zu verstehen.

Wie trägt die Fallstudie über Mosab Hassan Yousef zum Erkenntnisgewinn bei?

Die Fallstudie ermöglicht einen seltenen Einblick in die interne Dynamik und die Radikalisierungsprozesse innerhalb der Hamas, die rein theoretische Analysen durch die persönliche Perspektive ergänzen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verhältnis zwischen Religion und Staat im Islam, Terrorismus und die islamistische Mobilisierung am Beispiel der Hamas
Untertitel
Religion als soziales Phänomen: Grundzüge der Religionssoziologie
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Religion als soziales Phänomen: Grundzüge der Religionssoziologie
Autor
Michael Schiffner-Ritz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V161953
ISBN (eBook)
9783640756711
ISBN (Buch)
9783640757008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hamas Terrorismus Al Qaeda Terror Bin Laden Son of Hamas Islam Al Qaeda Terror Son of Islam Intifada Palästina Palestine Sharia Scharia Gaddafu Gaddafi Irak Iran Hamas Muslim Muslime Afganistan Muslimbrüderschaft Al Kaeda War on terror 911 11. Septe WTC Verschwörungstheorien Hand abhacken Antizionismus Jyllands Posten Allah Allah u akbar Sufi Extremismus Steinigung Koran Quran Sure islamische Rechtssprechung Terrorismus
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Michael Schiffner-Ritz (Autor:in), 2010, Das Verhältnis zwischen Religion und Staat im Islam, Terrorismus und die islamistische Mobilisierung am Beispiel der Hamas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161953
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Leseprobe aus  25  Seiten
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