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Von der Kreuzbandplastik zurück aufs Hockeyfeld. Individuelle Trainingsplanung einer Bundesliga-Spielerin im Rehabilitationsprozess

Fachtrainer für Sportrehabilitation

Title: Von der Kreuzbandplastik zurück aufs Hockeyfeld. Individuelle Trainingsplanung einer Bundesliga-Spielerin im Rehabilitationsprozess

Thesis , 2025 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcus Kulp (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer individuellen, sportartspezifischen Rehabilitationsplanung für eine Hockeyspielerin, 22 Jahre alt, die acht Wochen nach einer Operation am vorderen Kreuzband (VKB) steht. Damit befindet sie sich in einer entscheidenden Phase des Rehabilitationsprozesses: Die anfängliche Schonung ist weitgehend abgeschlossen, und es gilt nun, systematisch die Belastung zu steigern und gleichzeitig eine Überforderung des verletzten Kniegelenks zu vermeiden.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen strukturierten Trainingsplan über drei Monate (9. bis 20. Woche postoperativ) zu erstellen, der die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Sportmedizin und Trainingswissenschaft berücksichtigt und gleichzeitig für die Praxis im Leistungssport umsetzbar ist. Dabei werden die Phasen der Wundheilung und das Fünf-Stufen-Modell der Rehabilitation als Grundlage genutzt, um die Belastungssteuerung zu systematisieren.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von medizinischer Sicherheit und sportartspezifischer Leistungsanforderung. Für Anna bedeutet das konkret: Sie soll ihre Beweglichkeit, Kraft, Stabilität und Koordination gezielt wieder aufbauen, um perspektivisch ihre Rolle als Leistungsträgerin in der Bundesliga-Mannschaft zurückzuerlangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

1.2 Relevanz von Sportrehabilitation im Leistungssport

1.3 Methodisches Vorgehen

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Krankheitsbild „Vordere Kreuzbandruptur“

2.1.1 Anatomie und Funktion des vorderen Kreuzbandes

2.1.2 Verletzungsmechanismen im Hockeysport

2.1.3 Operative Versorgung: Kreuzbandplastik

2.1.4 Heilungsverlauf und mögliche Komplikationen

2.2 Modelle zur Trainings- und Rehabilitationsplanung

2.2.1 Phasenmodell der Wundheilung

2.2.2 Fünf-Stufen-Modell der Rehabilitation

2.2.3 Vergleich und Integration beider Modelle

2.3 Prinzipien des rehabilitativen Trainings

2.3.1 Funktion vor Intensität

2.3.2 Belastung vs. Schmerz

2.3.3 Individualisierung und Sportartspezifik

2.3.4 Steuerung nach ILB-Methode (Individuelles Leistungsbild)

3 Anamnese und Diagnostik

3.1 Fiktive Basisdaten der Klientin

3.2 Sportartspezifische Anforderungen im Hockey

3.3 Vergleich mit Annas Peer-Group

3.4 Eingangstestungen

3.4.1 Beweglichkeitstests (z. B. Goniometrie Kniegelenk)

3.4.2 Krafttests (isometrisch, dynamisch – ILB-Methode)

3.4.3 Funktionelle Tests (Y-Balance-Test, Einbeinstand)

3.4.4 Subjektive Erhebung: Schmerzskala, KOOS-Fragebogen

4 Individuelle Zielsetzung

4.1 Kurzfristige Ziele (9.–12. Woche post-OP: Beweglichkeit, Basis-Kraft)

4.2 Mittelfristige Ziele (13.–16. Woche post-OP: Belastungstoleranz, funktionelle Stabilität)

4.3 Langfristige Ziele (17.–20. Woche post-OP: sportspezifische Leistungsfähigkeit, Return to Sport)

4.4 Besonderheiten bei Spitzensportlerinnen

5 Trainingsplanung

5.1 Makrozyklus: Gesamter Rehabilitationszeitraum (9.–20. Woche post-OP)

5.2 Mesozyklen

5.2.1 Mesozyklus 1: 9.–12. Woche post-OP

5.2.2 Mesozyklus 2: 13.–16. Woche post-OP

5.2.3 Mesozyklus 3: 17.–20. Woche post-OP

5.3 Übungsauswahl und Begründung

5.3.1 Beweglichkeit und Mobilisation

5.3.2 Krafttraining

5.3.3 Propriozeption und sensomotorisches Training

5.3.4 Plyometrisches Training (ab Woche 16)

5.3.5 Ausgleichstraining Oberkörper / Kondition

5.3.6 Sportartspezifische Elemente: Hockey

5.4 Besondere Trainingsmethoden

5.4.1 ILB-Methode im Reha-Kontext

5.4.2 Einsatz der Schmerzskala zur Steuerung

5.4.3 Visualisierung und mentale Techniken (Verletzungsangst)

6 Evaluation und Re-Tests

6.1 Durchführung von Zwischen- und Abschlusstests

6.2 Vergleich mit Eingangstestungen

6.3 Interpretation der Ergebnisse im Peer-Vergleich

6.4 Anpassungen im Trainingsprozess

7 Diskussion

7.1 Bewertung des Trainingsprozesses

7.2 Kritische Reflexion der Modelle

7.2.1 Wundheilungsphasen

7.2.2 Fünf-Stufen-Modell der Rehabilitation

7.2.3 Integration beider Modelle

7.3 Grenzen der Trainingsplanung

7.4 Ausblick: Return-to-Competition und langfristige Prävention

8 Fazit und Gesamtevaluation

8.1 Zielerreichung

8.1.1 Kurzfristige Ziele (9.-12. Woche)

8.1.2 Mittelfristige Ziele (13.-16. Woche)

8.1.3 Langfristige Ziele (17.-20. Woche)

8.2 Bewertung des Trainingsprozesses

8.3 Sportartspezifische Rückkehr und Prävention

8.4 Gesamtevaluation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit entwickelt einen strukturierten, sportartspezifischen Rehabilitationsplan für eine Hockeyspielerin nach einer Kreuzband-Operation. Ziel ist es, unter Nutzung wissenschaftlicher Modelle die physische Leistungsfähigkeit und psychologische Sicherheit methodisch gesteuert wiederherzustellen, um eine sichere Rückkehr in den Bundesligasport zu ermöglichen.

  • Entwicklung eines 12-Wochen-Trainingsplans (Woche 9–20 post-OP).
  • Systematisierung der Belastung durch das Phasenmodell der Wundheilung und das Fünf-Stufen-Modell der Rehabilitation.
  • Anwendung der ILB-Methode zur individuellen Steuerung von Intensität und Kraftaufbau.
  • Integration sportartspezifischer Hockey-Elemente wie Richtungswechsel und Stickhandling.
  • Messbare Erfolgskontrolle mittels funktioneller Tests und objektiver Leistungsdaten.

Auszug aus dem Buch

1.2 Relevanz von Sportrehabilitation im Leistungssport

Eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes stellt im Leistungssport eine der folgenschwersten Verletzungen dar. Insbesondere im Hockey, wo schnelle Richtungswechsel, Abbremsbewegungen und körperlicher Kontakt zum Spielalltag gehören, ist die Belastung auf das Kniegelenk enorm hoch. Studien zeigen, dass Athletinnen nach einer VKB-Ruptur und Rekonstruktion eine Ausfallzeit von mindestens sechs bis neun Monaten einplanen müssen, bevor eine Rückkehr in den Wettkampf realistisch ist (Grindem et al., 2016; Filbay et al., 2019).

Die Bedeutung einer strukturierten Rehabilitation liegt vor allem darin, das Risiko von Folgeverletzungen deutlich zu senken. Nach neueren Untersuchungen erleiden bis zu 20–30 % der jungen Leistungssportler:innen nach einer VKB-Operation eine erneute Verletzung, wenn die Belastungssteuerung unzureichend war (Arundale et al., 2018). Gerade für Anna, die noch jung ist und viele Jahre auf hohem Niveau spielen möchte, ist eine durchdachte und individuell angepasste Rehabilitation von zentraler Bedeutung.

Darüber hinaus darf die Rehabilitation nicht nur auf die Wiederherstellung der Gelenkfunktion reduziert werden. Vielmehr geht es auch um die psychologische Komponente, denn Angst vor erneuter Verletzung und Unsicherheit im Bewegungsverhalten sind häufige Hindernisse beim Return to Sport (Filbay & Grindem, 2019). Ein klar strukturierter Plan, der nachvollziehbare Fortschritte zeigt, kann hier nicht nur körperlich, sondern auch mental Stabilität geben.

Für Anna ist die Sportrehabilitation daher mehr als ein medizinischer Prozess: Sie ist die Grundlage, um ihre Karriere in der Bundesliga fortzusetzen, ihre Teamrolle zu sichern und gleichzeitig langfristig ihre Gesundheit zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der Zielsetzung der individuellen Rehabilitationsplanung für eine Hockeyspielerin sowie der wissenschaftlichen Relevanz des Themas.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung des Krankheitsbildes VKB-Ruptur, der Heilungsprozesse sowie der Modelle zur Trainingssteuerung wie dem Fünf-Stufen-Modell und der ILB-Methode.

3 Anamnese und Diagnostik: Erstellung des sportartspezifischen Leistungsprofils der Klientin unter Einbeziehung von Eingangstests, Kraftanalysen und dem Vergleich mit einer Peer-Group.

4 Individuelle Zielsetzung: Definition messbarer kurz-, mittel- und langfristiger Reha-Ziele, die den Weg von der Basis-Kraft bis zur sportartspezifischen Belastung strukturieren.

5 Trainingsplanung: Detaillierte Darstellung des Makro- und der Mesozyklen mit konkreten Übungsbeispielen und Begründungen für die verschiedenen Stadien der Rehabilitation.

6 Evaluation und Re-Tests: Dokumentation und Interpretation des Rehabilitationsfortschritts mittels Vergleich von Zwischen- und Abschlussergebnissen.

7 Diskussion: Kritische Reflexion der angewandten Modelle, Darstellung der Grenzen der Trainingsplanung und Ausblick auf langfristige Präventionsstrategien.

8 Fazit und Gesamtevaluation: Zusammenfassung der Zielerreichung sowie Bestätigung der Wirksamkeit des strukturierten, individuellen Trainingsansatzes für die Rückkehr in den Spitzensport.

Schlüsselwörter

Sportrehabilitation, Vordere Kreuzbandruptur, Hockey, Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung, ILB-Methode, Return to Sport, Kraftaufbau, Bewegungsanalyse, Verletzungsprävention, Athletiktraining, Phasenmodell, funktionelle Stabilität, Propriozeption, psychologische Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Erstellung eines maßgeschneiderten Rehabilitationsplans für eine Hockeyspielerin nach einer Kreuzband-Operation, um eine sichere und effektive Rückkehr in den Leistungssport zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die physiologische Wundheilung nach VKB-Plastik, moderne Methoden der Trainingssteuerung, sportartspezifische Anforderungsprofile im Hockey sowie die psychologische Betreuung während des Return-to-Sport-Prozesses.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines strukturierten, wissenschaftlich fundierten Trainingsplans über drei Monate, der die sportliche Belastbarkeit der Klientin unter Vermeidung von Überlastungsrisiken wiederherstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Trainingssteuerung verwendet?

Die Arbeit nutzt das biologische Phasenmodell der Wundheilung und das Fünf-Stufen-Modell der Rehabilitation. Zur präzisen Steuerung der Trainingsgewichte wird die ILB-Methode (Individuelles Leistungsbild) eingesetzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Anamnese und Eingangstestung, die Definition gestufter Rehabilitationsziele sowie die konkrete Trainingsplanung (Makro- und Mesozyklen) inklusive Übungsauswahl und Begründungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportrehabilitation, Vordere Kreuzbandruptur, Return to Sport, ILB-Methode, Leistungsdiagnostik und Verletzungsprävention charakterisiert.

Warum ist eine sportartspezifische Reha für Hockey-Spielerinnen so wichtig?

Hockey erfordert extreme Anforderungen an das Kniegelenk durch schnelle Richtungswechsel, tiefe Spielpositionen und häufige Kontakte, weshalb eine rein allgemeine medizinische Reha nicht ausreicht, um das Risiko von Re-Rupturen zu minimieren.

Welche Rolle spielt die psychologische Komponente bei der Rehabilitation?

Die psychologische Komponente ist entscheidend, da Verletzungsangst und mangelndes Selbstvertrauen das Bewegungsverhalten negativ beeinflussen können; Mentaltraining wird daher als fester Bestandteil zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit eingesetzt.

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Details

Title
Von der Kreuzbandplastik zurück aufs Hockeyfeld. Individuelle Trainingsplanung einer Bundesliga-Spielerin im Rehabilitationsprozess
Subtitle
Fachtrainer für Sportrehabilitation
College
( Academy of Sports )  (Fitness)
Course
Fachtrainer für Sportrehabilitation
Grade
1,0
Author
Marcus Kulp (Author)
Publication Year
2025
Pages
35
Catalog Number
V1619669
ISBN (PDF)
9783389152768
ISBN (Book)
9783389152775
Language
German
Tags
Sportrehabilitation Kreuzbandplastik Academy of Sports
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Kulp (Author), 2025, Von der Kreuzbandplastik zurück aufs Hockeyfeld. Individuelle Trainingsplanung einer Bundesliga-Spielerin im Rehabilitationsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1619669
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