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Medienkonsum und Fantasie bei GrundschülerInnen

Titre: Medienkonsum und Fantasie bei GrundschülerInnen

Travail de Recherche , 2010 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Denise Krüger (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Seit einer 1983 von Wilson und Barber durchgeführten Studie richtet sich das Interesse psychologischer Forschungen zunehmend auf das Konstrukt der Fantasieneigung. Während bisherige Untersuchungen weitgehend nur den Zusammenhang von Fantasieneigung und Persönlichkeit sowie die Unterscheidung zwischen Fantasie und Realität betrachteten, untersucht vorliegende Studie, inwieweit bei Kindern eine Korrelation von Fantasieneigung und dem Konsum fantastischer Medien vorliegt. Dazu wurde eine Befragung unter 80 GrundschülerInnen im Alter von 8 bis 12 Jahren durchgeführt. In der Auswertung der Fragebögen wurde ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der Fantasieneigung und dem Medienkonsum fantastischer Inhalte ermittelt. Während bezüglich des Medienkonsums geschlechtsspezifische Unterschiede auftraten, zeigten sich bei der Fantasieneigung keine Differenzen zwischen Mädchen und Jungen. Diese Forschungsergebnisse sind besonders im aktuellen Diskurs zur Relevanz einer Medienkompetenz bedeutsam.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Theorie

2 Methode

2.1 Untersuchungsstichprobe

2.2 Untersuchungsinstrument / Untersuchungsmaterial

2.3 Durchführung

3 Ergebnisse

4 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Konsum fantastischer Medieninhalte (Filme und Bücher) und der Ausprägung der Fantasieneigung bei Grundschulkindern im Alter von 8 bis 12 Jahren. Dabei wird insbesondere geprüft, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im Medienkonsum und in der Fantasieneigung existieren sowie welche Rolle die Emotionalität (Angst) in diesem Wirkungsgefüge spielt.

  • Analyse der Fantasieneigung als Persönlichkeitsmerkmal bei Kindern
  • Korrelation zwischen dem Konsum fantastischer Medien und Fantasiefähigkeit
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Differenzen bei Medienpräferenzen
  • Erforschung des Einflusses von Emotionalität und Angst auf das Fantasieren
  • Überprüfung der Differenzierungsfähigkeit zwischen Fantasie und Realität im Kindesalter

Auszug aus dem Buch

1 Theorie

Der Fantasiebegriff geht auf das griechische Wort „phantasía“ zurück, das mit „Vorstellung“ oder „Einbildung“ übersetzt werden kann. Der Terminus wird sowohl für die Fantasietätigkeit, das Fantasievermögen als auch das einzelne Fantasiebild oder den Fundus, aus dem die Fantasiebilder auftauchen, gebraucht (vgl. Hartmann 2004, 47). Während sich bereits Aristoteles aus philosophischer Sichtweise mit dem Wesen der Fantasie beschäftigte, stehen in der Psychologie diesbezüglich vor allem der Prozess des Fantasierens und die Neigung oder Fähigkeit zum Fantasieren im Zentrum der Betrachtungen. Die kognitive Psychologie verweist dabei auf die enge Beziehung der Fantasie zur Wahrnehmung und zum Denken. So konnten Studien nachweisen, dass es sich bei der Fantasie um eine sehr leistungsfähige Repräsentationsform von Erfahrungen handelt, die am Schnittpunkt von Wahrnehmung und Gedächtnis angesiedelt ist (vgl. ebd., 48). Vor diesem Hintergrund lassen sich Fantasien bzw. Vorstellungen als „wahrnehmungsähnliche Erlebnisse, die aber nicht auf einer unmittelbar vorhergehenden Sinnesreizung beruhen und auch keine unmittelbaren Erinnerung sind“ (Schönpflug/Schönpflug 1997, 150.) definieren. Aus psychoanalytischer Perspektive werden Fantasien als Ersatzbefriedigung für unerfüllte Wünsche und unbefriedigte Bedürfnisse und somit zugleich als Ventil für ungezügelte Sexualität oder Destruktion verstanden (vgl. Hartmann 2004, 48ff.). Als Funktionen der Fantasie lassen sich Pohlen und Wittmann zufolge unter anderem die Weltorientierung, die Assimilation von Unbekanntem sowie die Selbstformung und –erweiterung benennen (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Die Studie untersucht an 80 GrundschülerInnen den Zusammenhang zwischen Fantasieneigung und Medienkonsum, wobei ein positiver Zusammenhang zu fantastischen Filminhalten gefunden wurde.

1 Theorie: Dieses Kapitel erläutert den Fantasiebegriff, diskutiert psychologische Ansätze zur Fantasieneigung und beleuchtet den Einfluss von Medien und magischem Glauben bei Kindern.

2 Methode: Das Kapitel beschreibt die Konzeption einer Querschnittstudie, die eingesetzten Fragebögen (CEQ und PFK 9-14) sowie den Ablauf der Datenerhebung an zwei Grundschulen.

3 Ergebnisse: Die Resultate zeigen eine signifikante positive Korrelation zwischen dem Konsum fantastischer Filme und der Fantasieneigung sowie einen Zusammenhang mit Emotionalität auf.

4 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, wobei die Bedeutung von Medienkompetenz betont und Limitationen hinsichtlich der Stichprobengröße sowie des Messinstruments reflektiert werden.

Schlüsselwörter

Fantasieneigung, GrundschülerInnen, Medienkonsum, fantastische Inhalte, Medienkompetenz, Emotionalität, Angst, Fernsehen, Bücher, magischer Glaube, Fantasie-Realitäts-Unterscheidung, Persönlichkeitsmerkmale, Creative Experiences Questionnaire, PFK 9-14, Kindheitsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Grundschulkinder, die häufig fantastische Medieninhalte konsumieren, eine stärkere Neigung zur Fantasie aufweisen und wie dies mit ihrer Persönlichkeit zusammenhängt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind die Fantasiefähigkeit von Kindern, der Einfluss von Film- und Buchmedien sowie die psychologische Unterscheidung zwischen Fantasie und Realität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, ob ein statistischer Zusammenhang zwischen dem Konsum fantastischer Medien und der Fantasieneigung bei 8- bis 12-jährigen Kindern besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine standardisierte Querschnittsbefragung mit 80 GrundschülerInnen durchgeführt, wobei Fragebögen zur Fantasieneigung (CEQ) und zu Persönlichkeitsfaktoren (PFK 9-14) eingesetzt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Fantasiebegriffs, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, die Darstellung der statistischen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Fantasieneigung, Medienkonsum, Medienkompetenz, Emotionalität und die Differenzierung zwischen Fantasie und Realität bei Kindern.

Warum konnte die Hypothese zu den Jungen nicht bestätigt werden?

Die Hypothese, dass Jungen einen höheren Konsum fantastischer Medien aufweisen, wurde widerlegt, da die befragten Mädchen in dieser Studie signifikant höhere Werte erzielten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die pädagogische Praxis?

Die Autorin betont die wichtige Rolle von Pädagogen und Eltern bei der Förderung einer frühzeitigen Medienkompetenz, da insbesondere das Fernsehen stark mit der kindlichen Fantasie korreliert.

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Résumé des informations

Titre
Medienkonsum und Fantasie bei GrundschülerInnen
Université
Martin Luther University  (Institut für Psychologie)
Cours
Schule und Persönlichkeit - Forschungsorientierte Vertiefung
Note
1,3
Auteur
Denise Krüger (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
22
N° de catalogue
V162036
ISBN (ebook)
9783640779031
ISBN (Livre)
9783640778799
Langue
allemand
mots-clé
Medienkonsum; Fantasie; Realität; Medien;
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Denise Krüger (Auteur), 2010, Medienkonsum und Fantasie bei GrundschülerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162036
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Extrait de  22  pages
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