Zur Analyse ausgewählter Kinderradiosendungen aus didaktischer Perspektive


Bachelorarbeit, 2008

45 Seiten, Note: 2,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kinderhörfunk in Deutschland
2.1. Hörfunkangebote für Kinder
2.1.1. Kinderhörfunk der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
2.1.2. Kinderhörfunk des privaten Hörfunks/der Offenen Kanäle/ des nichtkommerziellen Lokalfunks
2.1.3. Kinderradiosender
2.2. Kinder und Radio aus Sicht der Mediennutzungsforschung
2.2.1. Haushaltsausstattung und Gerätebesitz
2.2.2. Medienbindung und Medienfunktion
2.2.3. Radionutzung
2.2.4. Lieblingsthemen
2.2.5. Medienpraktische Erfahrungen

3. Mediendidaktische Analyse
3.1. Kinderhörfunk und Kompetenzvermittlung
3.2. Kinderhörfunk und Musik
3.3. Kinderhörfunk und Nachrichten
3.4. Kinderhörfunk und Sendungsformat
3.5. Kinderhörfunk und Mitmachaktivitäten
3.6. Werbung und Internetpräsenz
3.7. Analysekatalog

4. Praktische Anwendung der Mediendidaktischen Analyse am Beispiel der Kinderhörfunkprogramme „Lilipuz“ und „Radio Teddy“
4.1. WDR 5: Lilipuz
4.2. Radio Teddy
4.3. Mediendidaktische Analyse
4.3.1. Lilipuz und Bärenbude
4.3.2. Radio Teddy
4.3.3. Vergleich

5. Fazit

6. Literatur

Anhang

1. Einleitung

Kinder wachsen heutzutage mit zahlreichen Medien auf. Dazu zählen zum Beispiel Fernseher, Handy, Computer, CD-Player, Spielkonsole usw. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und deutet bereits darauf hin, welch hohen Stellenwert Medien schon für Kinder haben. Zu den Medien, die Kinder häufig nutzen, gehört auch immer noch das Radio, und um dieses Medium soll es in vorliegender Arbeit gehen. Denn „Hörfunk [ist] weiterhin ein idealer Vermittler von Informationen und Materialien für Kinder und wird es genau so sicher auch bleiben“[1]. Damit das Radio diesem Anspruch gerecht werden kann liegt es nahe, kindgerechtes Radio zu senden bzw. spezielle Kinderradiosendungen zu entwickeln. In Deutschland existieren aktuell bereits einige Kinderhörfunkformate, die sich jedoch in ihrer Qualität bzw. ihrer Intention recht stark voneinander unterscheiden. Was die Qualität einer Kinderradiosendung ausmacht, wird im Laufe dieser Arbeit noch herausgestellt.

Eingangs sei schon einmal gesagt, dass die Forschungslage zum Thema ‚Kinder und Radio’ defizitär ist und deutlich weniger Aufmerksamkeit findet als beispielsweise ‚Kinder und Fernsehen’ oder ‚Kinder und Neue Medien’.[2]

Ziel dieser Arbeit ist demnach, zum einen dem Medium Kinderhörfunk mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, zum anderen Analysekriterien für eine mediendidaktische Analyse des Kinderhörfunks zu entwickeln und diese an zwei konkreten Beispielen aus der Kinderradiolandschaft anzuwenden. Es wird den Fragen nachgegangen, was ein didaktisch hochwertiges Kinderradioprogramm theoretisch bieten sollte und inwieweit diese Kriterien in der Praxis erfüllt werden. Die Zielgruppe stellt Kinder im Alter zwischen drei und dreizehn Jahren dar.

Um dieser Zielsetzung näher zu kommen, ist die Arbeit wie folgt aufgebaut: Eingangs werden die aktuelle Situation des Kinderhörfunks in Deutschland sowie der Kinder-hörfunk aus Sicht der Mediennutzungsforschung betrachtet.

Hierzu werden die KIM-Studie 2006[3], eine Untersuchung zum Medienumgang Sechs- bis 13-jähriger und die JIM-Studie 2007[4], die den Medienumgang Zwölf- bis 19-jähriger untersucht, herangezogen sowie das Buch „Hörfunknutzung von Kindern“[5].

Im Anschluss folgt die theoretische Erarbeitung einer mediendidaktischen Analyse für den Kinderhörfunk anhand der Themenschwerpunkte ‚Kompetenzvermittlung’, ‚Musik’, ‚Nachrichten’, ‚Sendungsformat’, ‚Mitmachaktivitäten’, ‚Werbung’ und ‚Internetprä-senz’[6]. Ausgehend von diesen Schwerpunkten wird ein Analysekatalog erstellt, anhand dessen Kinderhörfunkprogramme untersucht werden können.

Dieser Katalog wird im Folgenden auf die beiden Kinderradioprogramme des Westdeutschen Rundfunks, „Lilipuz“ und „Bärenbude“, sowie den Kinderradiosender „Radio Teddy“ übertragen, um diese auf ihre didaktische Qualität zu prüfen und anschließend zu vergleichen.

Am Ende dieser Arbeit werden die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal zusammengefasst und bewertet sowie mögliche Forschungsansätze für weitere Untersuchungen vorgeschlagen.

2. Kinderhörfunk in Deutschland

In diesem Kapitel geht es um die aktuelle Kinderhörfunksituation in der Bundesrepublik Deutschland. Es werden die wenigen Forschungsergebnisse zu diesem Thema herangezogen und erläutert.

2.1 Hörfunkangebote für Kinder

In der folgenden Auflistung werden zunächst die Kinderradioangebote der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten berücksichtigt und anschließend die privaten Anbieter sowie die offenen Kanäle bzw. der nichtkommerzielle Lokalfunk. Programminhalte werden nur am Rande erläutert, an dieser Stelle soll zunächst nur ein Überblick über vorhandene Programme geschaffen werden, Fallbeispiele werden in der folgenden mediendidaktischen Analyse genau untersucht.

2.1.1. Kinderhörfunk der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

Das Deutschlandradio strahlt täglich am frühen Nachmittag die halbstündige Kindersendung „Kakadu“ aus, bei der Kinder auch mitmachen können. Der Sonntag-nachmittag ist ganz dem Hörspiel gewidmet, Sonntagmorgen wird zudem „Kakadu für Frühaufsteher“ angeboten.[7]

Im Bayern2Radio des Bayerischen Rundfunks wird ebenfalls täglich, halbstündig und zeitgleich mit „Kakadu“ die Sendung „Radio Mikro“ ausgestrahlt. Auch hier dürfen Kinder mitmachen, und am Sonntag werden zwei weitere Sendungen produziert: Ganz früh am Morgen die Kindernachrichten „Klaro“ und direkt im Anschluss das „Sonntagshuhn“. „Klaro“ wird auch von Bayern 3 ausgestrahlt. Bayern 1 hingegen bietet sieben Tage die Woche das fünfminütige Abendprogramm „Betthupferl“ an, und Bayern 4 sendet am späten Sonntagnachmittag „Do Re Mikro“ – Klassik für Kinder.

Der Hessische Rundfunk strahlt im HR 2 täglich zwischen 14 und 15 Uhr die Sendung „Domino“ aus, die sich jeden Wochentag einem anderen Motto widmet. Mittwochs ist z.B. der „Mit-Mach-Tag“. Am Sonntagmorgen können Kinder zudem klassischer Musik in der „Domino-Zauberflöte“ lauschen. Der HR 1 sendet sonntags um 10.05 Uhr die Kindersendung „Max und Musik“.

Der Westdeutsche Rundfunk bietet im WDR 5 mit „Lilipuz“ täglich eine einstündige Kindersendung, die später in dieser Arbeit noch genau analysiert wird. Ebenfalls täglich, aber am frühen Abend, sendet WDR 5 das halbstündige Programm „Bärenbude“, und darin enthalten ist die bekannte Kindersendung „Ohrenbär“. Der „Ohrenbär“ wird zudem noch von 88acht (Rundfunk Berlin Brandenburg) und von NDR Info (Norddeutscher Rundfunk) ausgestrahlt. NDR Info sendet Sonntagmorgen auch das Magazin „Mikado am Morgen“ und „Mikado, Hörspiele am Sonntagnachmittag“.

Die Antenne Brandenburg des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) bietet mit „Zappelduster“ ein kurzes Abendprogramm für Kinder. Im Kulturradio des RBB wird Sonntagmorgen das Programm „Klassik für Kinder“ ausgestrahlt.

Samstags von 13.00 bis 14.30 Uhr sendet der SR 2 (Saarländischer Rundfunk) „SR 2 für junge Ohren – Tacheles“. Kinder werden auf der Straße, auf dem Spielplatz oder im Verein besucht und können zu Wort kommen.

Der SWR 2 (Südwestrundfunk) sendet ebenfalls samstags am frühen Nachmittag „Dschungel für Kinder“, ein Programm, das Kinder durch den ‚Musikdschungel’ führt. Sonntagmorgen strahlt auch die Welle cont.ra des SWR dieses Programm aus.

Der Mitteldeutsche Rundfunk sendet am Wochenende mit der Welle „MDR FIGARO“ sein Kinderradio. Samstags und sonntags von 18.05 bis 18.30 Uhr hört man „Figarinos Fahrradladen“, und am Sonntagmorgen besteht zudem die Möglichkeit „Figarinos Kinderhörspiel“ zu lauschen.

Auch Radio Bremen strahlt sonntags Kinderradiosendungen aus: „Kinder-zeit“ (Nordwestradio) und „Zebra 4“ (Bremen 4).

2.1.2. Kinderhörfunk des privaten Hörfunks / der Offenen Kanäle / des

nicht-kommerziellen Lokalfunks (unterschieden nach Bundesländern[8] )

An dieser Stelle wird eine tabellarische Darstellung vorgezogen um eine gute Übersicht zu gewährleisten und die wesentlichen Punkte sichtbarer zu machen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][23]

Sowohl in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als auch im privaten und lokalen Hörfunksektor fällt auf, dass der größte Anteil des Kinderprogramms am Wochenende vorwiegend sonntags ausgestrahlt wird. Die öffentlich-rechtlichen Sender weisen den höchsten Anteil an Kinderprogrammen in den Bundesländern auf, die Angebote der alternativen Anbieter sind hingegen äußerst heterogen verteilt.

Allerdings sind die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen oft „in dritten und vierten Programmen [zu finden], die manchmal so kulturträchtig und elitär wirken, dass Kinder […] sie nicht einschalten“[24].

2.1.3. Kinderradiosender

Es gibt in Deutschland bereits zwei Radiosender für Kinder. Das ist zum einen „Radio Teddy“, das Familienradio für Berlin und Brandenburg. Radio Teddy sendet seit 2005 aus dem Filmpark Babelsberg in Potsdam.[25] Radio Teddy wird später in dieser Arbeit noch genau analysiert. Zum anderen ist seit 2003 RADIJOJO auf Sendung - „das erste werbefreie und nichtkommerzielle Kinderradio für ganz Deutschland“[26].

2.2. Kinderhörfunk aus Sicht der Mediennutzungsforschung

Die im Folgenden vorgestellten Zahlen zur Mediennutzungsforschung beziehen sich auf die Studien „KIM – Kinder und Medien 2006“[27], „JIM – Jugend und Medien 2007“[28] sowie die im Jahr 2000 herausgebrachte Bestandsaufnahme zur „Hörfunknutzung von Kindern“[29]. Die KIM-Studie stellt eine repräsentative Stichprobe aus 1.203 deutschsprachigen Kindern und ihren primären Erziehungsberechtigten dar, für die JIM-Studie wurden 1.204 Jugendliche befragt. Abgesehen von den genannten gibt es auch kaum Studien, die sich mit dem Radionutzungsverhalten von Kindern in ganz Deutschland auseinandersetzen; überhaupt scheint das Radio in der Forschung zu kurz zu kommen:

Die Forschungslage zum Themenkomplex ‚Kinder und Radio’ stellt ein großes Desiderat dar. Publikationen sind, insbesondere wenn es um den Kinder- und Jugendfunk geht, nur schwer auffindbar. Generell findet das Medium Hörfunk in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung deutlich weniger Aufmerksamkeit als etwa das Fernsehen; und auch die so genannten ‚Neuen Medien’, also das Internet, beschäftigen die Forschung mittlerweile stärker als das Radio.[30]

2.2.1. Haushaltsausstattung und Gerätebesitz

Die Medienausstattung in deutschen Haushalten ist heutzutage äußerst vielfältig und umfangreich. Alle Haushalte verfügen über ein Fernsehgerät, dicht gefolgt vom Festnetz-Telefon (98 %), Handy (95 %) sowie dem Radio und CD-Player (94 %).[31] Mittlerweile haben mehr als drei Viertel der Haushalte einen Internetzugang und einen DVD-Player (jeweils 81 %), im Vorjahr waren es noch deutlich weniger. Einen starken Zuwachs gegenüber 2005 hat auch die Verfügbarkeit von MP3-Playern zu verzeichnen: Von 30 % ist sie auf 42 % gestiegen.[32] Anhand dieser wenigen Zahlen lässt sich bereits absehen, dass sich die Medienlandschaft ständig weiterentwickelt und modernisiert. Zur Verdeutlichung sei auf die Grafik im Anhang auf Seite 39 verwiesen.

Auch der Gerätebesitz der Sechs- bis 13-jährigen selbst zeigt einen deutlichen Zuwachs bei den MP3-Playern (29 %, 2005: 17 %); das Radio steht mit 58 Prozentpunkten an dritter Stelle hinter dem CD-Player und dem Kassettenrekorder.[33] Jugendliche besitzen an erster Stelle das Handy. Deutliche Zuwächse sind ebenfalls bei den MP3-Playern (+ 6 Prozentpunkte), Internetanschlüssen (+ 7 PP) und Computern (+ 7 PP) zu verzeichnen; aber auch der Besitz von Digitalkameras weist einen enormen Anstieg auf (41 %, 2005: 29 %).[34] Auch hier finden sich im Anhang, ebenfalls auf Seite 39, entsprechende Grafiken.

2.2.2. Medienbindung und Medienfunktion

Kinder sind mit Abstand am stärksten an den Fernseher gebunden; auf ihn können 70 Prozent am wenigsten verzichten. Das Radio ist zusammen mit Internet, Zeitschriften und MP3-Player für nur zwei Prozent unverzichtbar.[35] Auch die Medienbindung verändert sich mit steigendem Alter und steigt zugunsten des Computers, während der Fernseher nur noch auf dem vierten Platz steht. Auch das Radio ist für mehr Jugend-liche unverzichtbar, sechs Prozent möchten nicht darauf verzichten.[36] Deutlich werden diese Unterschiede anhand der Grafiken auf Seite 40 im Anhang. Die Funktion der Medien drückt aus, welche Medien in welcher Alltagssituation am ehesten heran-gezogen werden. Der Fernseher liegt bei den Kindern auch hier ganz vorn:

Besonders wenn Kinder Langeweile haben (48 %), sie mit ihren Eltern zusammen sind (44 %) oder sich alleine fühlen (39 %) beschäftigen sich die Sechs- bis 13-jährigen mit dem Fernseher. Das Radio wird mit 28 Prozent am liebsten genutzt, um Musik zu hören und liegt damit hinter den CDs, Kassetten und MP3-Playern (54 %).[37] Verdeutlicht wird auch die Medienfunktion für Kinder mittels der Grafik auf Seite 41 im Anhang.

2.2.3. Radionutzung

Ein Großteil der befragten Kinder nutzt das Medium Radio einigermaßen regelmäßig und das schon recht früh. Ein Fünftel der Sechs- bis Siebenjährigen lauschen jeden oder fast jeden Tag dem Radio und mit steigendem Alter nimmt die tägliche Radionutzung weiter zu. Auch die Programmauswahl entwickelt sich überwiegend zu einer selbst bestimmten.[38] Die regelmäßige Hörfunknutzung scheint auch mit dem Bildungsgrad einherzugehen, je höher der Bildungsgrad, umso häufiger wird auch das Radio genutzt.[39] Entsprechende Grafiken befinden sich im Anhang auf Seite 42. Zeitlich gesehen nutzen Kinder das Radio in der Woche besonders vor der Schule bzw. dem Kindergarten sowie am Nachmittag. In der Vorabendzeit nimmt die Radionutzung vermutlich vor allem zugunsten des Fernsehens ab.[40] Kinder hören das Radio demnach vor allem beim Aufstehen, beim Fertigmachen, beim Frühstücken oder im Auto.[41] Am Wochenende hingegen tangiert das Radio die Kinder nicht besonders.[42] Die Radio-macher scheinen sich dessen jedoch nicht wirklich bewusst zu sein, wenn man bedenkt, dass Kinderradiosendungen vorwiegend am Wochenende ausgestrahlt werden.

2.2.4. Lieblingsthemen

Allgemein liegt das Thema Musik, in Form von Hitparaden, Stars und Musiktiteln, bei den Vorlieben der jungen Hörer ganz weit vorn. Dahinter wecken die Themen Umwelt und Natur, Sport sowie Veranstaltungstipps und Kinderthemen das Interesse der jungen Zielgruppe. In bekannten Sendungen bevorzugen Kinder ebenfalls Musik, mit weitem Abstand gefolgt von Sketchen. Interessanterweise liegen Nachrichten für Erwachsene auf dem dritten Platz, während Nachrichten für Kinder nur auf den fünften Rang gewählt wurden und nur halb so oft gehört werden.[43] Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass nur wenige Kinder Kinderradiosendungen kennen und hören, zumal diese, wie oben beschrieben, auch selten dann ausgestrahlt werden, wenn sie bevorzugt Radio hören.

[…]Kinder [wollen] auch als Personen ernst genommen werden, finden dies jedoch nicht immer in dem Angebot. Dazu gehören etwa angemessene Moderationen und für Kinder interessante Themen. Auch sollten Kinder mit Themen gefordert werden, die für Erwachsene gedacht sind.[44]

Des Weiteren halten Kinder nicht besonders viel von Hörfunkwerbung. Sie wird als zu lang, nervig, langweilig oder einfach nur als schlecht bewertet.[45] Entsprechende Grafiken finden sich auf Seite 43 im Anhang.

2.2.5. Medienpraktische Erfahrungen

Nach der medienpraktischen Erfahrung wurde gefragt um festzustellen, ob und inwieweit Kinder bereits selbst die Gelegenheit hatten, an Medienprojekten aktiv teilzunehmen. Die größten Erfahrungen konnten Kinder bei der aktiven Mitwirkung an einem Videofilm und an einer Zeitung sammeln. Ungefähr jedes zwanzigste Kind war bei der Erstellung einer Homepage oder einer Hörspielproduktion dabei. Im Radio konnten sich bisher durchschnittlich nur zwei Prozent aktiv einbringen.[46] Die Kinder wurden in der KIM-Studie zudem gefragt, an welchen Medienprojekten sie gern teilnehmen würden. Die Mitarbeit an einem Videofilm wünscht sich fast die Hälfte der befragten Kinder. Dahinter liegt das Mitwirken an einer Homepage, einer Zeitung oder auch an einem Radioprojekt (um die 20 %).[47] Grafiken zur Verdeutlichung befinden sich auf Seite 44 im Anhang.

Die Ergebnisse aus der Mediennutzungsforschung belegen, dass Medien für den Alltag von Kindern unglaublich wichtig sind, und dass sie über eine Vielzahl unterschiedlicher Medien verfügen. „Das Radio ist dabei ein Klassiker, es nimmt aber längst keine herausragende Position ein, sondern konkurriert mit vielen anderen Medien um das Zeitbudget von Kindern“[48].

[...]


[1] Schill, Wolfgang / Linke, Jürgen / Wiedemann, Dieter: Kinder wollen etwas auf die Ohren. München

2004, S. 5.

[2] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe: Hörfunknutzung von Kindern.

Bestandsaufnahme und Entwicklungschancen des Kinderhörfunks im dualen System. Schriftenreihe

der NLM. Band 7, Berlin 2000, S. 12.

[3] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): KIM 2006. Kinder + Medien, Computer +

Internet. Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-jähriger in Deutschland. Stuttgart 2007.

[4] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): JIM 2007. Jugend, Information, (Multi-)

Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-jähriger in Deutschland. Stuttgart 2007.

[5] Siehe: Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2).

[6] Diese Auswahl erschien nach Sichtung der Literatur am Sinnvollsten.

[7] Die folgende Auflistung bezieht sich auf: Schill, Wolfgang / Linke, Jürgen / Wiedemann, Dieter (Hrsg.):

Kinder und Radio. München 2004, S. 225-238.

[8] Bundesländer die nicht auftauchen haben derzeit kein spezielles Kinderprogramm im Angebot

[9] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 30 f..

[10] Vgl. www.untersberglive.de (Stand: 26.08.08).

[11] Vgl. www.radio-in.de (Stand: 26.08.08).

[12] Vgl. www.feierwerk.de (Stand: 26.08.08).

[13] Vgl. www.radio-rheinwelle.de (Stand: 26.08.08).

[14] Vgl. www.radio-r.de (Stand: 26.08.08).

[15] Vgl. radio-rum.de/content/files/pdf/sendeschema.pdf (Stand: 26.08.08).

[16] Vgl. www.studio-malchin.de (Stand: 26.08.08).

[17] Vgl. www.okerwelle.de (Stand: 26.08.08).

[18] Vgl. www.radio-aktiv.de (Stand: 26.08.08).

[19] Vgl. www.radiojade.de (Stand: 26.08.08).

[20] Vgl. www.radiocorax.de (Stand: 26.08.08).

[21] Vgl. www.radio-hbw.de (Stand: 26.08.08).

[22] Vgl. www.radio-okj.de (Stand: 26.08.08).

[23] Vgl. www.radio-frei.de (Stand: 26.08.08).

[24] Heidtmann, Horst: Anspruch auf Qualität – Kinderradio aus bildungs- und kulturpolitischer Sicht München 2004, S. 40.

[25] Vgl. www.radioteddy.de (Stand: 26.08.08.)

[26] Röhlinger, Thomas: RADIJOJO – das gemeinnützige Kinderradio für ganz Deutschland. München 2004, S. 117.

[27] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3).

[28] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 4).

[29] Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2).

[30] Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 161.

[31] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S 7.

[32] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S 7.

[33] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S 9.

[34] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 4), S. 10.

[35] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S. 17.

[36] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 4), S. 16.

[37] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S. 56.

[38] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S. 23 f..

[39] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 4), S. 28.

[40] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 87.

[41] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 92; 100.

[42] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 100.

[43] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 88 f..

[44] Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 109.

[45] Vgl. Paus-Haase, Ingrid / Aufenanger, Stefan / Mattusch, Uwe (Anm. 2), S. 109.

[46] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S. 54 f..

[47] Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Anm. 3), S. 54 f..

[48] Mohr, Inge: Kinder und Radio – ein Medium im Abseits? Zum Stellenwert des Hörfunks bei Kindern aus Sicht der Mediennutzungsforschung. München 2004, S. 44.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Zur Analyse ausgewählter Kinderradiosendungen aus didaktischer Perspektive
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,1
Autor
Jahr
2008
Seiten
45
Katalognummer
V162139
ISBN (eBook)
9783640762965
ISBN (Buch)
9783640763375
Dateigröße
665 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik, Germanistik, Radio, Kinderradio, didaktische Analyse
Arbeit zitieren
Kati Kletzel (Autor), 2008, Zur Analyse ausgewählter Kinderradiosendungen aus didaktischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162139

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