Präsentationen. Kurz. Knackig. Erfolgreich.

Die Konzentration auf das Wesentliche


Essay, 2010

8 Seiten


Leseprobe

Präsentationen. Kurz. Knackig. Erfolgreich.

Es kommt immer wieder vor: Sie müssen Ihr Unternehmen vorstellen/präsentieren, weil Sie einen großen Auftrag gewinnen oder einen Kapital-/Kreditgeber überzeugen wollen. Sie wissen auch, dass derartige Präsentationen kurz und überzeugend sein müssen, wenn die Zuhörer/Zuschauer Ihren Aussagen zustimmen sollen.

Wie immer, wenn Leistungen zu erbringen sind, die für das Unternehmen wichtig sind und nicht zu den Standardarbeiten gehören, ist es sinnvoll, nicht sofort los zu arbeiten, sondern die zu erstellende Arbeit zunächst zu strukturieren. Das Strukturieren von Arbeiten, die einem nicht geläufig sind, hat vier wesentliche Vorteile:

1. Da bewusstes Denken nicht vom unbewussten Denken zu trennen ist, beschäftigt sich das Unterbewusstsein mit dem Problem, bis es gelöst ist.

(Sie kennen das. Sie haben ein Problem und während der Nacht, beim Schlafen, findet Ihr Unterbewusstsein eine Lösung. Das ist möglich, weil jeder bewusste Denkprozess von unbewussten Denkschritten begleitet wird.)

2. Wenn die Struktur (das Konzept) für eine Arbeit erstellt ist, können sämtliche Gedanken und Ideen sofort richtig eingeordnet werden und gehen nicht verloren.

3. Je früher die Struktur erstellt wird, desto mehr Zeit hat das Unterbewusstsein, an der Optimierung der Lösung zu arbeiten.

4. Aus eigener Erfahrung wissen Sie, dass Arbeiten, die „auf die Schnelle“ gemacht werden müssen, fast immer mit Fehlern behaftet sind. Deshalb ist es besser, wenn für Arbeiten, die sorgfältig durchdacht werden müssen, ausreichend Zeit eingeplant wird. Wird so vorgegangen, hat man die Möglichkeit, die Zwischenergebnisse immer wieder zu hinterfragen und zu verbessern.

Präsentationsaufbau und –ablauf zur Gewinnung von Aufträgen

Die Amerikaner haben für Kurzpräsentation einen sehr bildlichen Begriff geprägt. Sie sprechen vom „Elevator Pitch“ und meinen damit, dass innerhalb von 30 Sekunden (die Zeit für eine Fahrstuhlfahrt) die Mini- Präsentation so überzeugend ablaufen muss, dass eine Zusage erreicht wird.

(In Amerika spezialisierten sich junge, karrierebewusste Nachwuchskräfte darauf, ihre Vorgesetzten während der Aufzugsfahrt von einer Idee zu überzeugen.)

Das Ziel der Kurz-Präsentation ist, in kurzer Zeit entweder eine Idee, ein Angebot oder einen umfassenden Leistungsnachweis so überzeugend darzustellen, dass eine Zusage bzw. ein Auftrag erteilt wird.

Die Struktur für eine Kurz-Präsentation zur Gewinnung eines Auftrages sollte wie folgt gegliedert sein:

1. Eigene Vorstellung.
2. Vorstellung der Firma.
3. Warum das eigene Unternehmen speziell für diesen Auftrag
prädestiniert ist.
4. Die Vorteile, die das eigene Unternehmen auszeichnen und der Nutzen für den Auftraggeber.
5. Das Erreichen des Abschlusses.
6. Und was noch zu einer Präsentation gehört.

Zu 1. Eigene Vorstellung

Die eigene Vorstellung muss so individualisiert werden, dass die Kompetenz, die Kapazität, die Erfahrung und das Wissen, die für die Realisierung des Projektes wichtig sind, dargestellt werden. Die Lebensgeschichte interessiert nicht, deshalb muss versucht werden, diese Aussagen in drei bis fünf Sätze zusammen zu fassen.

Zu 2. Vorstellung der Firma

Dieser Teil der Präsentation enthält nur die wichtigsten Daten über das Unternehmen, wie bspw. Allgemeine Kompetenz, Alter, Größe, Referenzen, technische Ausstattung und das spezifische Wissen, dass für den Auftrag wichtig ist. Zusätzlich wird auf das positive Image verwiesen, das die Firma auszeichnet.

Zu 3. Warum das eigene Unternehmen prädestiniert ist

Im dritten Teil muss herausgestellt werden, wodurch sich das eigene Unternehmen bei gleichen oder ähnlichen Aufgaben von den Wettbewerbern unterscheidet. Jetzt müssen die Leistungen, zu denen das Unternehmen fähig ist, auftragsbezogen individualisiert werden. Dazu gehören:

3.1 Die eigene Ausbildung, Kompetenz und Erfahrungen, sowie einige
Referenzen von ähnlichen Arbeiten.
3.2 Die Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen der Mitarbeiter und ihr
Verantwortungsbewusstsein bei derartigen Aufgaben.
3.3. Die technische Ausstattung und die damit verbundene
Leistungsfähigkeit und Qualität.
3.4 Die Darstellung spezifischer Leistungen, Techniken oder Lieferanten,
die Sie exklusiv vertreten.
3.5 Die Leistungen, die nur Ihr Unternehmen bietet und das Ihr

Unternehmen vor allen anderen auszeichnet. *

* Sollten Sie noch kein Alleinstellungsmerkmal (USP = Unique Selling Proposition) haben, müssen Sie spätesten jetzt anfangen, darüber nachzudenken. Möglichkeiten bieten sich in fast allen Bereichen, z. B. Exklusivvertretung, Werkstattausstattung, Flexibilität, prädestiniert für Großaufträge, besondere Serviceangebote, Ersatzteilbevorratung, eigene Garantien, Notdienst etc. Die Möglichkeiten sind beinahe unendlich.

Vergessen Sie nie: Je einzigartiger Sie auf einem Gebiet werden, je mehr entziehen Sie sich der Vergleichbarkeit. Je weniger Sie mit Wettbewerbern zu vergleichen sind, um so mehr entziehen Sie sich dem Preisvergleich, denn man kann nur gleiche Leistungen miteinander vergleichen.

Zu 4. Die Vorteile und der Nutzen für den Auftraggeber

Nachdem dargestellt wurde, warum der eigene Betrieb die anstehenden Aufgaben bestens lösen kann, müssen jetzt die Vorteile bzw. der Nutzen für den Auftraggeber aufgeführt werden, wenn man mit dem Auftrag beauftragt wird. Jetzt muss deutlich gemacht werden, dass das eigene Unternehmen die maximale Sicherheit für die ordnungsgemäße und perfekte Abwicklung des Auftrages bietet. Dazu gehören u.a. eigene Zusagen zur Planung, zur Qualität, zur Abwicklung, zu den Terminen, zur Bereitstellung bestimmter Mitarbeiter, zur Einweisung, zur Nachbetreuung etc.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Präsentationen. Kurz. Knackig. Erfolgreich.
Untertitel
Die Konzentration auf das Wesentliche
Autor
Jahr
2010
Seiten
8
Katalognummer
V162147
ISBN (eBook)
9783640756186
ISBN (Buch)
9783640756209
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ohne Sekundärliteratur. Präsentationen entscheiden darüber, ob man gewinnt oder verliert, wenn es um einen (großen) Auftrag oder einen Kapitalgeber geht. Wenn eine Präsentatation inhaltlich und formal überzeugen soll, müssen eine Reihe von Vorgaben beachtet werden, um die Zuhörer/Entscheider zu überzeugen.
Schlagworte
Präsentation, Vorstellung, Darstellung, Elevator Pitch, Vortrag, Power Point, Seminar, Struktur, Gliederung, Aufbau, Leistungsnachweis, Angebot, Angebotsvisualisierung, Angebotsstruktur
Arbeit zitieren
Hans-Jürgen Borchardt (Autor), 2010, Präsentationen. Kurz. Knackig. Erfolgreich., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162147

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