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Die Argentinienkrise

Title: Die Argentinienkrise

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Diana Klein (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Dezember 2001: Straßenschlachten, Brände, geplünderte Einkaufszentren. Die Wirtschaftskrise in Argentinien fordert mindestens 28 Todesopfer, mehr als 200 Verletzte. Kurz zuvor beteiligten sich mehrere hunderttausend Arbeiter an dem Streik gegen die Regierung von Präsident Fernando De la Rua, gegen die Sperrung der Bankkonten, gegen die Armut.

Was waren die Ursachen der Krise? Und was hatte die Mexiko-Krise damit zu tun? Welche Maßnahmen wurden im Verlauf ergriffen? Und welche Lösungsansätze angedacht?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Konvertibilitätsgesetz 1991

Ursachen der Krise

Die Auswirkungen der Mexiko-Krise 1995

Das Currency Board

Die Auslandsverschuldung

Verlauf

Maßnahmen

Lösungsansätze

Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Ursachen und den Verlauf der schweren Wirtschaftskrise in Argentinien, die in den Staatsbankrott von 2001 mündete. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Konvertibilitätsgesetz, die Auslandsverschuldung und die Wechselkurspolitik die ökonomische Lage beeinflussten und warum internationale Kriseninterventionen das Scheitern nicht verhindern konnten.

  • Historische Entwicklung der argentinischen Schuldenkrise ab 1976.
  • Die Rolle des Konvertibilitätsgesetzes und der Fixbindung an den US-Dollar.
  • Auswirkungen der Mexiko-Krise (Tequila-Effekt) auf Argentinien.
  • Strukturprobleme, Arbeitslosigkeit und soziale Auswirkungen der Rezession.
  • Krisenmanagement des IWF und die Problematik von Sparmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

Die Auswirkungen der Mexiko-Krise 1995

Die als „Tequila-Effekt“ bekannt gewordene Übertragung der negativen Auswirkungen der Mexiko-Krise auf andere Schwellenländer erreichte auch Argentinien. Verunsicherte Anleger transferierten zwischen Januar und April 1995 8,7 Mrd. US-Dollar aus Argentinien. Die Bankeinlagen reduzierten sich zwischen Dezember 1994 und Mai 1995 von 46 Mrd. US-Dollar auf 37,5 Mrd. US-Dollar, die Devisenreserven der argentinischen Zentralbank sanken um 6 Mrd. US-Dollar auf 11 Mrd. US-Dollar.

Dabei zeigt sich, dass die Situation in Argentinien noch keine mexikanischen Ausmaße erreicht hatte. Das Verhältnis zwischen den Devisenreserven und der Außenverschuldung betrug in Argentinien 18 Prozent, in Mexiko lediglich fünf Prozent, wobei die argentinischen Devisenreserven ausreichten, um Importe von acht Monaten zu finanzieren, während die mexikanischen nur jene eines Monats decken konnten.

Die Kapitalflucht mündet in explodierenden Zinsen auf dem argentinischen Finanzmarkt, die daraus resultierenden Liquiditätsprobleme führen zu einer Pleitewelle im Bankensystem. Dazu versiegen die Deviseneinnahmen aus der Privatisierung, nachdem nahezu alle Staatsunternehmen veräußert sind.

Der IWF stellte Argentinien im ersten Quartal 1995 einen Kredit in der Höhe von 7 Mrd. US-Dollar zur Verfügung. Davon stützt die Regierung mit 3 Mrd. US-Dollar, die der Steuerzahler zurückzahlen würde müssen, vom Konkurs bedrohte, marode Banken. Die Nettoauslandsverschuldung steigt allein im ersten Halbjahr 1995 um 2,5 Mrd. US-Dollar, die Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent im Mai 1994 auf 18,6 Prozent Ende 1995.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die soziale und wirtschaftliche Katastrophe Ende 2001 und beleuchtet die historischen Wurzeln der Verschuldung seit den 1970er Jahren.

Das Konvertibilitätsgesetz 1991: Hier wird die Einführung der fixen Kopplung an den US-Dollar sowie die begleitenden Strukturreformen zur Inflationsbekämpfung und deren kurzfristige Erfolge beschrieben.

Ursachen der Krise: Dieses Kapitel analysiert, wie externe Schocks wie die Mexiko-Krise und systemische Probleme wie die Abhängigkeit von Kapitalzuflüssen die argentinische Wirtschaft destabilisierten.

Die Auswirkungen der Mexiko-Krise 1995: Eine detaillierte Untersuchung der Kapitalflucht und der wirtschaftlichen Folgen des „Tequila-Effekts“ für das argentinische Bankensystem.

Das Currency Board: Erläutert die Funktionsweise des Währungssystems und warum es in der Krise zur „Falle“ wurde, da es die geldpolitische Flexibilität einschränkte.

Die Auslandsverschuldung: Beschreibt den rasanten Anstieg der Schuldenlast und die gescheiterte Strategie der Finanzierung durch Kredite zu hohen Zinsen.

Verlauf: Dokumentiert den Zusammenbruch der Finanzpolitik, das Scheitern der Währungsbindung und den tatsächlichen Staatsbankrott Ende 2001.

Maßnahmen: Behandelt den Übergang zum freien Wechselkurs im Jahr 2002 und die damit verbundenen sozialen und ökonomischen Verwerfungen.

Lösungsansätze: Zusammenstellung verschiedener ökonomischer Perspektiven zur Krisenbewältigung, darunter die Kritik an den IWF-Bedingungen.

Ausblick: Analysiert Anzeichen der Stabilisierung zu Beginn des Jahres 2003 und die anhaltenden Herausforderungen bei der Umschuldung.

Schlüsselwörter

Argentinien-Krise, Konvertibilitätsgesetz, US-Dollar-Bindung, Staatsbankrott, IWF, Auslandsverschuldung, Hyperinflation, Tequila-Effekt, Currency Board, Privatisierung, Kapitalflucht, Rezession, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsreformen, Finanzkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, dem Verlauf und den Bewältigungsversuchen der schweren Wirtschaftskrise in Argentinien um die Jahrtausendwende.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Währungspolitik, die Staatsverschuldung, der Einfluss internationaler Finanzinstitutionen wie des IWF sowie die sozialen Folgen der Rezession.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie fiskalische Entscheidungen und eine starre Wechselkurspolitik zu einer unhaltbaren wirtschaftlichen Lage führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Wirtschaftsdaten, historischen Berichten sowie einer Auswertung von Fachliteratur und Zeitungsberichten zum Krisenverlauf.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen des Konvertibilitätsgesetzes, die Auswirkungen externer Krisen, das Scheitern der Finanzpolitik und die politischen Maßnahmen nach dem Staatsbankrott.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Argentinien-Krise, Konvertibilitätsgesetz, Währungspolitik, Staatsbankrott, Kapitalflucht und IWF-Interventionen.

Warum konnte die Dollar-Bindung (Currency Board) den Staat nicht retten?

Das Currency Board schränkte die geldpolitische Handlungsfähigkeit des Staates massiv ein und führte zu einer Überbewertung der Währung, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit der argentinischen Industrie schwächte.

Welche Rolle spielte der IWF im Verlauf der Krise?

Der IWF wird kritisiert, da seine Forderungen nach Ausgabenkürzungen die Rezession verschärften und die sozialen Probleme in Argentinien weiter eskalierten, statt eine nachhaltige Erholung zu fördern.

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Details

Title
Die Argentinienkrise
College
Vienna University of Economics and Business  (Wirtschaftsgeschichte)
Grade
1,5
Author
Diana Klein (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V16222
ISBN (eBook)
9783638211314
ISBN (Book)
9783638771429
Language
German
Tags
Argentinienkrise Wirtschaftskrise Argentinien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Klein (Author), 2003, Die Argentinienkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16222
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