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Die Bedeutung von Fringe Benefits als Lohnbestandteil

Title: Die Bedeutung von Fringe Benefits als Lohnbestandteil

Diploma Thesis , 2003 , 64 Pages , Grade: gut

Autor:in: Nils Wimmersberger (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Arbeitgeber sind in der aktuellen Wirtschaftslage, welche von Konkurrenzdenken
und Globalität geprägt ist, ständig auf der Suche nach neuen und innovativen Varianten,
wie sie ihre Arbeitnehmer entlohnen können. Fringe Benefits in der Form vom
Halbtax-Abo bis zum Handy, einer Mitgliedschaft im Fitness-Center bis zu
verbilligten Hypotheken sind eine solche Variante. Sie werden heutzutage beinahe
von allen Unternehmungen in irgendeiner Form bei der Entlohnung ihrer
Arbeitnehmer angewendet und sind in der Regel bei der Arbeitnehmerschaft sehr
beliebt. Sie stellen jedoch ein Phänomen dar, über welches bis heute noch wenig
bekannt ist. Wer welche Fringe Benefits in welchem Umfang erhält, welche Wirkung
sie auf das Arbeitsverhalten der Arbeitnehmer zeigen und wie gross ihr Einfluss auf
den Arbeitmarkt ist, entzieht sich bisher der Kenntnis einer breiten Allgemeinheit.
Eine Veröffentlichung damit verbundener Details liegt nicht im Sinne der
Unternehmen. Sie stehen zueinander im Wettbewerb um die besten Ressourcen auf
dem Arbeitsmarkt und möchten daher ihre Entlohnungsstrategien geheim halten.
In diesem Zusammenhang ist eine Grundsatzfrage berechtigt: Wieso werden Lohnbestandteile
überhaupt in Form von Fringe Benefits ausbezahlt, wenn im gleichen
Atemzug die Lohnsumme direkt erhöht werden könnte? Die vorliegende Arbeit geht
auf die gestellten Fragen ein und zeigt anhand des gesammelten Datenmaterials
aktuelle Tendenzen auf.
Eine einheitliche Definition zu Fringe Benefits lässt sich in der wissenschaftlichen
Literatur nicht finden. Einige Autoren verstehen unter dem Begriff die Gesamtheit
aller leistungsorientierten Vergütungen, welche über die feste regelmässige Entlohnung
hinausgehen.1 Andere Definitionen schliessen neben den freiwilligen auch die
gesetzlichen Leistungen mit ein; eine weitere Autorengruppe streitet sich, ob nur
monetäre Leistungen oder auch Sach- und Nutzungsleistungen zu den Fringe
Benefits gezählt werden.2 In der vorliegenden Arbeit wird der Begriff auf folgende
Art von anderen Lohnbestandteilen abgegrenzt: [...]

1 Vgl. Leciejewski/Dahlems (1997), Seite 15.
2 Vgl. Wälchli (1995), Seite 298.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 Principal-Agent-Theorie

2.2 Anreizsysteme

2.3 Motivationstheorie

3 FRINGE BENEFITS

3.1 Gründe und Wirkung

3.1.1 Sicht des Arbeitnehmers

3.1.2 Sicht des Arbeitgebers

3.2 Voraussetzungen

3.3 Probleme bei der Verwendung von Fringe Benefits

3.4 Arten von Fringe Benefits

3.4.1 Vorsorgeleistungen

3.4.2 Sach- und Dienstleistungen

3.4.3 Abgeltung in Freizeit

3.4.4 Gewinn- und Vermögensbeteiligung

3.4.5 Übersicht

3.5 Cafeteria-Systeme

3.5.1 Ausprägungen

3.5.2 Vorteile von Cafeteria-Systemen

3.5.3 Nachteile von Cafeteria-Systemen

4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN

4.1. Pilotstudie über Fringe Benefits des Bundesamtes für Statistik

4.2 Kadersalärstudie 2003

4.3 Arbeitskostenerhebung 2000 des Eurostat

4.4 Analyse des Schwedischen Institutes für Sozialforschung

4.4.1 Fringe Benefits je Geschlecht und Alter

4.4.2 Fringe Benefits nach Ausbildung

4.4.3 Fringe Benefits nach Arbeiterkategorien

4.4.4 Fringe Benefits nach Sektoren

4.4.5 Weitere Untersuchungen

4.5 Amerikanische Studien

4.5.1 Fringe Benefits und Fluktuationsraten

4.5.2 Einflussfaktoren für die Gewährung von Fringe Benefits

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Fringe Benefits (geldwerte Nebenleistungen) im Rahmen der modernen Entlohnungspolitik. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, warum Unternehmen trotz der Möglichkeit einer direkten Lohnerhöhung freiwillige Zusatzleistungen gewähren und wie sich diese auf das Verhalten der Arbeitnehmer sowie den Arbeitsmarkt auswirken.

  • Theoretische Fundierung durch Principal-Agent-Theorie und Anreiztheorien.
  • Detaillierte Kategorisierung und Analyse verschiedener Arten von Fringe Benefits.
  • Untersuchung von Cafeteria-Systemen zur individuellen Leistungswahl.
  • Empirische Auswertung aktueller Studien aus der Schweiz, Europa und den USA.
  • Diskussion von Motivationsaspekten, Fluktuationsraten und steuerlichen Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Sicht des Arbeitgebers

Der Erwerb von Fringe Benefits aller Art kommt dem Arbeitgeber meist billiger zu stehen als dem Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber kauft grosse Mengen ein und profitiert von economies of scale. Dem Arbeitnehmer kann auf diese Weise angesichts der billigeren Einstandspreise für denselben Betrag mehr Fringe Benefits angeboten werden. Dazu gehören insbesondere verbilligte Eigenleistungen, deren Produktionskosten für die Unternehmung tief sind. Für eine Versicherung wird es beispielsweise billig sein, den Bedarf nach Versicherungsschutz der ganzen Belegschaft zu guten Konditionen zu decken. Durch den Einsatz günstig erworbener Fringe Benefits werden die Gesamtlohnkosten begrenzt und in ein besseres Licht gerückt.

Fringe Benefits werden ebenso eingesetzt, um die Personalfluktuation in der Unternehmung gering zu halten. Entschädigt eine Unternehmung ihre Mitarbeiter auf einem höheren Niveau unter Einbezug einmaliger Fringe Benefits als dies in der Branche üblich ist, so sind die Anreize geringer, die Unternehmung zu verlassen. Es entsteht ein Wettbewerb, indem sich die bestqualifizierten Leute um die bestbezahlten Stellen reissen. Marktführer bleibt nur diejenige Firma, welche auch die erfolgreichsten Mitarbeiter anziehen und halten kann. Insbesondere in High-Tech Industrien, wo spezifisches und umfassendes Know-how entscheidend ist, muss eine tiefe Fluktuationsrate ein wichtiges Ziel sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung, Einordnung des Phänomens Fringe Benefits und Erläuterung des Zieles der Diplomarbeit.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Ökonomische und motivationstheoretische Herleitung der Lohnpolitik unter Berücksichtigung der Principal-Agent-Theorie.

3 FRINGE BENEFITS: Umfassende Analyse der Gründe, Wirkungsweisen, Probleme und Erscheinungsformen sowie der flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten durch Cafeteria-Systeme.

4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN: Detaillierte Auswertung von Daten aus Schweizer, europäischen und amerikanischen Studien zur Verbreitung und Wirkung von Zusatzleistungen.

5 FAZIT: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Bedeutung von Fringe Benefits als strategisches Entlohnungsinstrument und Ausblick auf zukünftige Trends.

Schlüsselwörter

Fringe Benefits, Lohnbestandteil, Principal-Agent-Theorie, Anreizsysteme, Cafeteria-Systeme, Personalfluktuation, Motivation, steuerneutrale Leistungen, betriebliche Altersvorsorge, Arbeitsmarkt, Lohneffizienz, Motivationsinstrument, Sozialleistungen, Mitarbeiterbindung, Entlohnungsstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Fringe Benefits als freiwillige Zusatzleistungen im Rahmen der Mitarbeitervergütung und untersucht deren strategische Bedeutung für Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf ökonomischen Anreiztheorien, der Kategorisierung von Nebenleistungen, der Umsetzung flexibler Vergütungsmodelle sowie der empirischen Auswertung von Datenmaterial zur Nutzung dieser Leistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen von Fringe Benefits aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu erklären und den Einfluss dieser Leistungen auf das Arbeitsverhalten und den Wettbewerb um Arbeitskräfte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Herleitung durch die Principal-Agent-Theorie sowie auf eine komparative Analyse von qualitativ hochwertigen empirischen Studien aus dem Zeitraum 1970 bis 2002.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Beweggründe für den Einsatz von Zusatzleistungen, die Problematik von Wissensdefiziten bei Mitarbeitern sowie die Funktionsweise und Herausforderungen von Cafeteria-Systemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Fringe Benefits, Anreizsysteme, Cafeteria-Systeme, Motivationstheorie sowie die Analyse von Personalfluktuation und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten.

Warum ziehen Arbeitgeber Fringe Benefits einer reinen Lohnerhöhung vor?

Arbeitgeber können von Skaleneffekten (economies of scale) profitieren und durch spezifische, auf die Zielgruppe zugeschnittene Benefits die Mitarbeiterbindung erhöhen und die Fluktuation reduzieren.

Welche Rolle spielen Cafeteria-Systeme bei der Vergütung?

Diese Systeme erlauben es den Mitarbeitern, innerhalb eines definierten Budgets individuell die für sie attraktivsten Benefits zu wählen, was die Zufriedenheit und die Transparenz der Lohnpolitik steigert.

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Details

Title
Die Bedeutung von Fringe Benefits als Lohnbestandteil
College
University of Zurich  (Lehrstuhl für Unternehmungsführung und -politik)
Grade
gut
Author
Nils Wimmersberger (Author)
Publication Year
2003
Pages
64
Catalog Number
V16227
ISBN (eBook)
9783638211352
ISBN (Book)
9783656448556
Language
German
Tags
Bedeutung Fringe Benefits Lohnbestandteil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nils Wimmersberger (Author), 2003, Die Bedeutung von Fringe Benefits als Lohnbestandteil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16227
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