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Deutsch als Zweitsprache im Deutschunterricht der Realschule

Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung

Titel: Deutsch als Zweitsprache im Deutschunterricht der Realschule

Hausarbeit , 2025 , 16 Seiten , Note: 1,7

Didaktik - Deutsch
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit zeigt, wie Deutsch als Zweitsprache im Realschulunterricht erfolgreich gefördert werden kann. Neben theoretischen Grundlagen bietet sie eine praxisnahe, sofort einsetzbare Unterrichtsstunde („Märchenwelten entdecken“) – ein wertvolles Werkzeug für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Theorie
    • 2.1 Migration und Schulpflicht
    • 2.2 Definiton von Erst- und Zweitspracherwerb
    • 2.3 Definitionen von BICS und CALP nach Jim Cummins
    • 2.4 Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb bei Jugendlichen
      • 2.4.1 Biologische Einflussfaktoren
      • 2.4.2 Kognitive Einflussfaktoren
      • 2.4.3 Emotionale und soziale Einflussfaktoren
    • 2.5 Besondere Anforderungen im Fachunterricht und die besondere Rolle der Lehrkraft
      • 2.5.1 Sprachliche Anforderungen im Fachunterricht
      • 2.5.2 Anforderungen an die Lehrkraft und Handlungsmöglichkeiten
  • 3 Praxis
    • 3.1 Didaktische Einbettung
    • 3.2 Praktische Ausführung: Unterrichtsstunde „Märchenwelten entdecken“
  • 4 Fazit
  • 5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und der Umsetzung von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Deutschunterricht der Realschule. Sie untersucht, wie Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Sprachstand effektiv integrieren und relevante Inhalte vermitteln können, insbesondere angesichts der sprachlichen und kulturellen Heterogenität in den Klassenzimmern.

  • Definition und Abgrenzung von Erst- und Zweitspracherwerb
  • Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb bei Jugendlichen
  • Besondere sprachliche Anforderungen im Fachunterricht
  • Rolle der Lehrkraft und Handlungsmöglichkeiten zur Sprachförderung
  • Praktische didaktische Umsetzung einer Unterrichtsstunde zum Thema Märchen
  • Bedeutung der bildungssprachlichen Kompetenz (CALP) für schulischen Erfolg

Auszug aus dem Buch

2.5.2 Anforderungen an die Lehrkraft und Handlungsmöglichkeiten

Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache unterrichten, stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, gleichzeitig fachliche Inhalte und sprachliche Kompetenzen zu vermitteln. Eine zentrale Anforderung besteht darin, die sprachliche Heterogenität innerhalb der Klasse systematisch zu berücksichtigen und individuell zu fördern (vgl. Ahrenholz et al. 2019, S. 92f.).

Eine wichtige Methode ist das sogenannte Scaffolding, das schrittweise sprachliche Unterstüt-zung anbietet und sukzessive reduziert, während die sprachlichen Kompetenzen der Lernenden wachsen. Dies bedeutet, dass Hilfestellungen je nach Bedarf gegeben werden. Beispielsweise können Satzgerüste, Stichwortzettel oder visuelle Denkhilfen verteilt werden, um schwächeren Sprachlernenden gezielt Unterstützung zu bieten. (vgl. Thürmann et al. 2016, S. 48f.). Durch den Einsatz von Visualisierungen, Modellen, Satzanfängen und sprachlichen Hilfskonstruktio-nen können Lehrkräfte sprachliche Anforderungen transparent machen und den Zugang zu fachlichen Inhalten erleichtern (vgl. Rösch 2018, S. 70f.).

Wortschatzarbeit nimmt im sprachsensiblen Fachunterricht eine besondere Rolle ein. Der ge-zielte Aufbau fachsprachlicher und bildungssprachlicher Begriffe durch Wortlisten, Glossare und Wortschatzspiele unterstützt die Lernenden beim Verstehen und Anwenden neuer Inhalte (vgl. Ahrenholz et al. 2019, S. 95).

Kooperative Lernformen wie Partner- oder Gruppenarbeiten fördern die mündliche Sprachpro-duktion und ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, sprachliche Strukturen in authen-tischen Kontexten zu üben. Dabei sollte ein fehlerfreundliches Lernklima herrschen, in dem sprachliche Fehler als natürlicher Teil des Lernprozesses angesehen werden (vgl. Rösch 2018, S. 74).

Lehrkräfte übernehmen zudem eine wichtige Vorbildfunktion, indem sie klare, korrekte und adressatengerechte Sprache im Unterricht verwenden. Durch gezielte sprachliche Modellierung und das bewusste Vorleben sprachlicher Strukturen können sie den Lernprozess ihrer Schüle-rinnen und Schüler entscheidend unterstützen (vgl. Ahrenholz et al. 2019, S. 94f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel beschreibt die sprachliche und kulturelle Heterogenität in deutschen Realschulen als Ausgangspunkt und skizziert die Gliederung der Arbeit in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

2 Theorie: Der theoretische Teil beleuchtet den Zweitspracherwerb bei Jugendlichen, inklusive relevanter Definitionen wie BICS und CALP, sowie biologischer, kognitiver, emotionaler und sozialer Einflussfaktoren und die besonderen Anforderungen an Lehrkräfte im Fachunterricht.

3 Praxis: In diesem Kapitel wird eine konkrete Unterrichtsstunde zum Thema „Märchenwelten entdecken“ für eine 6. Klasse an einer Realschule entwickelt und deren didaktische Einbettung sowie der detaillierte Ablauf beschrieben.

4 Fazit: Das Fazit unterstreicht die Komplexität des Zweitspracherwerbs im Jugendalter und betont die Notwendigkeit, Sprachbildung als integralen Bestandteil des Fachunterrichts zu begreifen und Lehrkräfte durch sprachsensible Methoden zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Realschule, Zweitspracherwerb, Fachunterricht, Lehrkräfte, Didaktik, sprachliche Bildung, Scaffolding, BICS, CALP, Migration, Märchenwelten, Unterrichtsgestaltung, Sprachförderung, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Integration von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in den Deutschunterricht der Realschule, mit einem Fokus auf theoretische Grundlagen und deren praktische Umsetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen den Erst- und Zweitspracherwerb, Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb bei Jugendlichen, die Konzepte BICS und CALP nach Jim Cummins sowie die Rolle der Lehrkraft und geeignete didaktische Methoden im sprachsensiblen Fachunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache effektiv in den Fachunterricht integrieren und relevante Inhalte vermitteln können, während gleichzeitig deren sprachliche Kompetenzen gefördert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verbindet eine theoretische Analyse wissenschaftlicher Literatur zum Zweitspracherwerb und zur sprachlichen Bildung mit der Entwicklung und Beschreibung eines konkreten praktischen Unterrichtsbeispiels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Definitionen, Einflussfaktoren und Anforderungen an den Zweitspracherwerb darlegt, und einen praktischen Abschnitt, der eine detaillierte Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht vorstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Deutsch als Zweitsprache, Realschule, Zweitspracherwerb, Scaffolding, Lehrkräfte, Fachunterricht und didaktische Umsetzung.

Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich für Lehrkräfte im Umgang mit sprachlich heterogenen Klassen?

Lehrkräfte stehen vor der Aufgabe, fachliche Inhalte und sprachliche Kompetenzen gleichzeitig zu vermitteln, wobei sie die sprachliche Heterogenität systematisch berücksichtigen und individuelle Fördermaßnahmen einplanen müssen, um allen Sprachständen gerecht zu werden.

Wie unterstützt die Arbeit die Integration der Mehrsprachigkeit im Unterricht?

Die Arbeit betont die Wertschätzung und Einbindung der Mehrsprachigkeit der Lernenden als Ressource, die die Identitätsentwicklung fördert und die Motivation zum Deutschlernen steigert, was durch gezielte sprachsensible Unterrichtsgestaltung erreicht wird.

Welches konkrete Unterrichtsbeispiel wird vorgestellt, und was sind dessen Hauptmerkmale?

Es wird eine Unterrichtsstunde zum Thema „Märchenwelten entdecken“ für die 6. Klasse Realschule vorgestellt. Hauptmerkmale sind ein motivierender Einstieg, die Erarbeitung von Märchenmerkmalen mittels Gruppen- und Partnerarbeit, sprachsensible Unterstützung durch Scaffolding und die Förderung der Ausdrucksfähigkeit.

Welche Rolle spielen BICS und CALP im Kontext des schulischen Spracherwerbs?

BICS (Basic Interpersonal Communicative Skills) ermöglicht die alltagsbezogene Kommunikation und wird schneller erworben. CALP (Cognitive Academic Language Proficiency) hingegen beschreibt die bildungssprachliche Kompetenz, die für den schulischen Erfolg und den Zugang zu fachlichen Inhalten unerlässlich ist und einen längeren Erwerbsprozess benötigt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutsch als Zweitsprache im Deutschunterricht der Realschule
Untertitel
Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Mehrsprachiges Klassenzimmer
Note
1,7
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
16
Katalognummer
V1622818
ISBN (PDF)
9783389159125
ISBN (Buch)
9783389159132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutsch zweitsprache deutschunterricht realschule theoretische grundlagen umsetzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym,, 2025, Deutsch als Zweitsprache im Deutschunterricht der Realschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1622818
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Leseprobe aus  16  Seiten
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