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Technologiegestützte Einarbeitung als Antwort auf den Fachkräftemangel im (allgemeinen) sozialen Dienst des Jugendamtes

Potenziale und Grenzen digitaler Unterstützungsformen

Titel: Technologiegestützte Einarbeitung als Antwort auf den Fachkräftemangel im (allgemeinen) sozialen Dienst des Jugendamtes

Hausarbeit , 2025 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Johnsen (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der allgemeine soziale Dienst (ASD) ist ein Teilbereich des Jugendamtes, welcher genauso wie andere Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe seit Jahren durch einen andauernden Fachkräftemangel geprägt ist. Dies führt zu einer Mehrbelastung der bestehenden Mitarbeiter/innen und erschwert zudem, dass neue Kolleg/innen eine gute Einarbeitung erhalten, da oftmals die personellen und zeitlichen Ressourcen im Arbeitsalltag fehlen. Im Rahmen dieser Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern eine technologiegestützte Einarbeitung im ASD eine geeignete Strategie sein kann, um der angespannten Personalsituation zu begegnen und welche Chancen sowie Herausforderungen damit verbunden sind. Darüber hinaus werden Empfehlungen für die Praxis sowie Perspektiven für zukünftige Entwicklungen im Bereich der digitalen Personalentwicklung im ASD skizziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Fachkräftemangel im Jugendamt
    • 2.1. Aufgaben des (allgemeinen) sozialen Dienstes
    • 2.2. Ursachen und aktuelle Lage des Fachkräftemangels
    • 2.3. Einarbeitung als kritischer Prozess in Zeiten knapper Ressourcen
  • 3. Technologiegestützte Einarbeitung: Didaktische Ansätze und Überlegungen zu einer digitalen Einarbeitung
    • 3.1. Relevante mediendidaktische Ansätze für die digitale Einarbeitung
      • 3.1.1. E-Learning
      • 3.1.2. Hybride Lernarrangements
    • 3.2. Mediendidaktische Überlegungen zu Einarbeitungskonzepten
  • 4. Potenziale und Herausforderungen einer technologiegestützten Einarbeitung im (allgemeinen) sozialen Dienst
    • 4.1. Potenzielle Schwierigkeiten
    • 4.2. Mögliche Chancen
    • 4.3. Konkrete Beispiele
  • 5. Fazit und Ausblick
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern eine technologiegestützte Einarbeitung im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes eine geeignete Strategie darstellen kann, um dem anhaltenden Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei werden die Potenziale und Herausforderungen digitaler Unterstützungsformen kritisch beleuchtet.

  • Analyse des Fachkräftemangels in der Kinder- und Jugendhilfe und im ASD.
  • Untersuchung der Aufgaben und strukturellen Bedingungen des ASD.
  • Erörterung didaktischer Ansätze und Modelle für digitale Einarbeitung.
  • Diskussion von E-Learning und hybriden Lernarrangements im Onboarding-Prozess.
  • Identifikation von Chancen und Herausforderungen technologiegestützter Einarbeitung.
  • Vorstellung konkreter Beispiele für digitale Einarbeitungsformen im ASD.

Auszug aus dem Buch

Ursachen und aktuelle Lage des Fachkräftemangels

„Hohe Anforderungen, Druck und schlechte Arbeitsbedingungen können zu einer er-höhten Fluktuation des Personals führen. Dies kann durch fehlendes Personal zusätz-lich verstärkt werden“ (Mairhofer et. al. 2024: S. 24). Während neue Mitarbeitende zwar frische Impulse bringen können, überwiegen bei einer zu hohen Fluktuation die negativen Effekte für die bleibenden Mitarbeiter*innen und die Organisation: Instabilität im Team, Wissensverlust und Mehrbelastung für die verbleibenden Fachkräfte (vgl. Mairhofer et. al. 2024: S. 24.).

Insgesamt steigen die offenen Stellen in Deutschland, welche nicht mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden können, in den letzten Jahren weiter an. Besonders be-troffen hiervon sind die sozialpädagogischen Berufe, zu welchem auch der ASD ge-hört. Von den 26.500 offenen Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte konnten 2022 20.600 Stellen nicht passend besetzt werden (vgl. Hickmann/ Koneberg 2022: S. 1).

Im ASD sind die fachlichen Anforderungen in den letzten Jahren durch gesetzliche Verschärfungen im Kinderschutz oder die Notwendigkeit, passgenaue Hilfen zur Er-ziehung zu entwickeln, kontinuierlich gestiegen. Dies bringt einen erhöhten Arbeitsauf-wand mit sich, welcher zu einem erhöhten Personalbedarf führt (vgl. Bundesarbeits-gemeinschaft Landesjugendämter 2020: S. 96). Auch wenn der ASD „zu den Arbeits-feldern in der Kinder- und Jugendhilfe [gehört], die in den letzten 20 Jahren einen be-sonders hohen Personalzuwachs erfahren haben“ (DJI 2024: S. 24), sind dennoch viele Stellen weiterhin ausgeschrieben. Die unbesetzten Stellen Ende 2022 machen etwa sieben Prozent aller ASD-Stellen in den deutschen Jugendämtern aus (vgl. Mairhofer et. al. 2024: S. 25).

Die Altersstruktur im ASD zeigt, dass in den letzten Jahren neben dem generellen Personalzuwachs auch eine deutliche Verjüngung stattgefunden hat: Dies deutet da-rauf hin, dass der Bereich für Berufseinsteiger*innen durchaus attraktiv ist, jedoch rei-chen diese Neueinstellungen bei Weitem nicht aus, um den gestiegenen Bedarf zu decken. Ende 2020 waren in den 741 Jugendämtern in Deutschland (vgl. Destatis 2022: S. 8) insgesamt rund 57.500 Personen (vgl. ebd.: S. 56) beschäftigt, etwa 17.200 davon im ASD (vgl. ebd: S. 24). Zum Vergleich: 2006 waren es noch rund 33.500 Mitarbeitende in den Jugendämtern, 2010 circa 35.000, 2014 dann schon rund 46.000 und 2018 in etwa 55.200 Mitarbeitende (vgl. ebd.: S. 56). Dies verdeutlicht die o.g. Tatsache, dass es im Jugendamt (und folglich auch im ASD) in den letzten Jahren einen deutlichen Personalzuwachs gegeben hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des zunehmenden Fachkräftemangels in der Kinder- und Jugendhilfe ein und positioniert technologiegestützte Einarbeitung als möglichen Lösungsansatz.

2. Fachkräftemangel im Jugendamt: Hier werden die Aufgaben des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) beschrieben, die Ursachen und die aktuelle Lage des Fachkräftemangels beleuchtet sowie die Bedeutung einer strukturierten Einarbeitung neuer Fachkräfte hervorgehoben.

3. Technologiegestützte Einarbeitung: Didaktische Ansätze und Überlegungen zu einer digitalen Einarbeitung: Dieses Kapitel stellt relevante mediendidaktische Konzepte wie E-Learning und hybride Lernarrangements vor und diskutiert didaktische Überlegungen zur Konzeption digitaler Einarbeitungsprozesse.

4. Potenziale und Herausforderungen einer technologiegestützten Einarbeitung im (allgemeinen) sozialen Dienst: Es werden die potenziellen Schwierigkeiten und Chancen der technologiegestützten Einarbeitung im ASD erörtert und konkrete Beispiele für deren Umsetzung gegeben.

5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Vorteile und Grenzen der technologiegestützten Einarbeitung und gibt Empfehlungen für die Praxis sowie Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Fachkräftemangel, Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Einarbeitung, Onboarding, Technologiegestützte Einarbeitung, Digitale Unterstützung, Mediendidaktik, E-Learning, Hybride Lernarrangements, Personalbindung, Personalentwicklung, Kindeswohlgefährdung, Sozialarbeit, Digitale Kompetenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie technologiegestützte Einarbeitung im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes dazu beitragen kann, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, und welche Möglichkeiten und Grenzen dabei bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind der Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere im ASD, die Relevanz der Einarbeitung neuer Fachkräfte, sowie didaktische Ansätze und praktische Umsetzungsformen einer technologiegestützten Einarbeitung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern eine technologiegestützte Einarbeitung im ASD eine geeignete Strategie sein kann, um der angespannten Personalsituation zu begegnen und welche Chancen sowie Herausforderungen damit verbunden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und theoretischen Diskussion relevanter didaktischer Modelle und Konzepte im Kontext der Personalentwicklung und Digitalisierung in der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Fachkräftemangel im Jugendamt, die didaktischen Ansätze und Überlegungen zur technologiegestützten Einarbeitung (E-Learning, hybride Lernarrangements) sowie die Potenziale und Herausforderungen digitaler Unterstützungsformen im ASD behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Fachkräftemangel, Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Einarbeitung, Onboarding, Technologiegestützte Einarbeitung, Mediendidaktik und Personalbindung sind charakteristische Schlüsselwörter.

Welche Rolle spielt der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) im Kontext des Fachkräftemangels?

Der ASD ist ein zentraler Bereich des Jugendamtes, der besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist. Hohe Anforderungen und hohe Fluktuation führen zu einer Mehrbelastung der verbleibenden Fachkräfte und erschweren die Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen erheblich.

Inwiefern können digitale Tools die Einarbeitung unterstützen und welche Grenzen gibt es dabei?

Digitale Tools können Einarbeitungsprozesse standardisieren, Wissen flexibel vermitteln und Ressourcen entlasten. Grenzen liegen in der Notwendigkeit stabiler technischer Voraussetzungen, der Gewährleistung hoher didaktischer Qualität, der Akzeptanz bei Mitarbeitenden und der Herausforderung, komplexe, beziehungsbasierte Aufgaben vollständig digital abzubilden.

Welche mediendidaktischen Ansätze werden für eine digitale Einarbeitung vorgeschlagen?

Die Arbeit schlägt E-Learning-Formate für selbstgesteuertes, flexibles Lernen und hybride Lernarrangements vor, die digitale Elemente sinnvoll mit persönlichen Präsenzphasen und sozialer Interaktion kombinieren.

Was sind die Hauptursachen für den Fachkräftemangel im Jugendamt?

Hauptursachen sind hohe Anforderungen und schlechte Arbeitsbedingungen, die zu erhöhter Fluktuation führen, eine zu geringe Zahl qualifizierter Bewerber*innen, unzureichende Personalbemessungen, interne Wechsel und hohe Kündigungsraten sowie die Altersstruktur, die viele altersbedingte Austritte erwarten lässt.

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Details

Titel
Technologiegestützte Einarbeitung als Antwort auf den Fachkräftemangel im (allgemeinen) sozialen Dienst des Jugendamtes
Untertitel
Potenziale und Grenzen digitaler Unterstützungsformen
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Soest  (Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Spezielle Gebiete der Mediendidaktik und -gestaltung
Note
1,3
Autor
Jessica Johnsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
22
Katalognummer
V1623278
ISBN (PDF)
9783389155950
ISBN (Buch)
9783389155967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale Einarbeitung Medienpädagogik Jugendamt Optimierung der Einarbeitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Johnsen (Autor:in), 2025, Technologiegestützte Einarbeitung als Antwort auf den Fachkräftemangel im (allgemeinen) sozialen Dienst des Jugendamtes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1623278
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Leseprobe aus  22  Seiten
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