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Corporate Governance in Deutschland und den USA - Stand und Herausforderungen -

Title: Corporate Governance in Deutschland und den USA - Stand und Herausforderungen -

Seminar Paper , 2002 , 39 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Den Bezugsrahmen dieser Arbeit bildet die internationale Corporate-
Governance-Diskussion, die ihre Existenz insbesondere der Internationalisierung
der Wirtschaft und der damit einhergehenden Verflechtung der
Güter- und Kapitalmärkte verdankt. Die Globalisierung des wirtschaftlichen
Handelns bedingt, dass sowohl der sich ergebende internationale Wettbewerb
als auch die diesen regelnden Rahmenbedingungen in steigendem
Maße zu berücksichtigen sind.1 Einen Teil dieser Rahmenbedingungen
bildet die Corporate Governance2 eines Unternehmens, eines Landes,
eines Wirtschaftsraums. Insbesondere die spektakulären Unternehmenszusammenbrüche
in Europa und den USA verhelfen dem Thema aktuell
zu großem Auftrieb.

1 Vgl. Nassauer, F., 2000, S. 179 ff.
2 Der mittlerweile international gebräuchliche Ausdruck „Corporate Governance“
umfasst dabei ein breites Themenspektrum zum Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht.
Kernelemente sind hierbei insbesondere Fragestellungen der Unternehmensleitung
und -kontrolle für eine langfristige Wertschöpfung, die Investor Relations
sowie die Beziehungen zu den übrigen Stakeholdern (Angestellte, Kunden,
Lieferanten, gesellschaftliche Interessengruppen wie Gewerkschaften).
In diesem Rahmen hat bereits in den letzten 20 Jahren immer wieder ein intensiver
Systemvergleich und eine Auseinandersetzung über die potenzielle Überlegenheit
einzelner Systeme stattgefunden, wobei es meist um eine Gegenüberstellung
des anlgo-amerikanischen und des kontinentaleuropäischen Systems
der Corporate Governance geht.2 Dieser Systemvergleich soll, unter der besonderen
Fokussierung Deutschlands auf der einen und den USA auf der anderen
Seite, den Rahmen dieser Arbeit bilden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Bezugsrahmen

1.2 Begriffsabgrenzung

1.3 Problemstellung

1.4 Zielsetzung

1.5 Vorgehensweise

2 Gegenüberstellung Deutschland – USA

2.1 Shareholder- versus Stakeholder-Orientierung im Unternehmen

2.2 Deutschland: Koordinierter Kapitalismus

2.3 USA: Marktorientierter Kapitalismus

2.4 Konstitutionelle Elemente deutscher Corporate Governance

2.4.1 Finanzsysteme

2.4.2 Aktienmarkt und Aktienbesitz, die „Deutschland-AG“

2.5 Zwischenfazit

3 Ursachen und Anzeichen einer möglichen Konvergenz internationaler Corporate Governance

3.1 Internationalisierung und Integration der Finanzmärkte

3.2 Die Rolle institutioneller Investoren

3.3 Entflechtung der „Deutschland AG“

3.4 Wandel in der Beziehung zu den Anteilseignern

3.5 Zwischenfazit

4 Komplementarität innerhalb konsistenter Systeme

5 Konvergenz?

6 Fazit

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist ein systemvergleichender Vergleich der Corporate-Governance-Ansätze in Deutschland und den USA unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Rahmenbedingungen. Es soll geklärt werden, ob sich aufgrund des Wandels der Kapitalmärkte eine Konvergenz hin zu einem shareholderorientierten Modell vollzieht.

  • Vergleich von koordiniertem (Deutschland) und marktorientiertem (USA) Kapitalismus
  • Analyse der konstitutionellen Elemente deutscher Corporate Governance
  • Untersuchung der Ursachen für den Wandel durch Internationalisierung
  • Rolle institutioneller Investoren und Entflechtung der „Deutschland AG“
  • Diskussion über Komplementarität und Konsistenz nationaler Wirtschaftssysteme

Auszug aus dem Buch

1.3 Problemstellung

Wenn man sich allein die verschiedenen Definitionen des Begriffs „Corporate Governance“ vergegenwärtigt, so fällt auf, dass diese alle die Aspekte der Organisation und Kontrolle der Unternehmensleitung beinhalten. In diesem Zusammenhang werden systemvergleichend insbesondere oft das Aufsichtsrat-Modell auf deutscher und das Board-Modell auf anglo-amerikanischer Seite einander gegenübergestellt und verglichen.

Systemkennzeichnend für das Board-Modell hingegen ist die personelle und funktionelle Zusammenführung von Unternehmensführung und –überwachung in einem Organ, dem Board, welches sich aus inside- und outside-directors unter dem Vorsitz des CEO zusammensetzt. Der CEO übernimmt dabei normalerweise gleichermaßen die Rolle des Vorstandsvorsitzenden und des Aufsichtsratsvorsitzenden. Eine funktionelle Trennung der Unternehmensführung (inside-directors) und Unternehmenskontrolle (outside-directors) erfolgt hier innerorganisatorisch und personenbezogen. Stärken des Board-Modells werden in der Integration der nichtgeschäftsführenden Boardmitglieder in die Unternehmensführung und einer daraus folgenden besseren Informationsmöglichkeit für die Überwachung gesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die internationale Corporate-Governance-Diskussion und Darstellung der globalen Rahmenbedingungen sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2 Gegenüberstellung Deutschland – USA: Analyse der theoretischen Unterschiede zwischen Stakeholder- und Shareholder-Orientierung sowie der konstitutionellen Eigenheiten beider Länder.

3 Ursachen und Anzeichen einer möglichen Konvergenz internationaler Corporate Governance: Untersuchung der Faktoren, die einen Wandel des deutschen Systems, wie etwa die Entflechtung der „Deutschland AG“, vorantreiben.

4 Komplementarität innerhalb konsistenter Systeme: Erläuterung des Konzepts der systemischen Konsistenz und wie sich der Wandel einzelner Elemente auf das Gesamtsystem auswirkt.

5 Konvergenz?: Kritische Diskussion darüber, ob eine tatsächliche Annäherung der beiden Systeme oder die Entstehung hybrider Modelle zu erwarten ist.

6 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach eine deutliche Hinwendung zur Shareholder-Orientierung bei großen Konzernen stattfindet, eine Abkehr vom Stakeholder-Modell jedoch nicht vollständig ist.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Deutschland, USA, Kapitalismus, Shareholder Value, Stakeholder Value, Finanzsystem, Konvergenz, Internationalisierung, Aufsichtsrat, Board-Modell, Kapitalmarkt, Unternehmensführung, Deutschland-AG, Mitbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Systemvergleich zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Corporate Governance vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterschiede zwischen dem koordinierten Kapitalismus in Deutschland und dem marktorientierten Modell in den USA sowie die Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Unternehmenssteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine Konvergenz der beiden Corporate-Governance-Systeme stattfindet und ob Deutschland sich dauerhaft in Richtung eines shareholderorientierten Ansatzes entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen systemvergleichenden Ansatz, der institutionelle Faktoren und wirtschaftliche Daten sowie eine Diskussion über systemische Komplementarität integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Es werden zunächst die theoretischen Modelle gegenübergestellt, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der Treiber eines Systemwandels, wie die Rolle institutioneller Investoren und die Abnahme von Firmenverflechtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Corporate Governance, Kapitalmarkt, Shareholder- und Stakeholder-Orientierung, Konvergenz und Komplementarität.

Inwieweit beeinflusst die "Deutschland-AG" das Untersuchungsergebnis?

Die Arbeit zeigt, dass die traditionelle "Deutschland-AG" durch Strategieänderungen großer Finanzinstitute wie der Allianz oder der Deutschen Bank an Bedeutung verliert, was als Indikator für einen grundlegenden Wandel gewertet wird.

Gibt es Anzeichen für eine vollständige Übernahme des US-Modells?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass trotz einer starken Hinwendung zum Shareholder Value die bestehende Mitbestimmung der Arbeitnehmer und andere institutionelle Rahmenbedingungen eine vollständige Konvergenz verhindern.

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Details

Title
Corporate Governance in Deutschland und den USA - Stand und Herausforderungen -
College
University of the Federal Armed Forces München  (Internationales Management)
Course
Internationales Management
Grade
sehr gut
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2002
Pages
39
Catalog Number
V16240
ISBN (eBook)
9783638211451
Language
German
Tags
Corporate Governance Deutschland Stand Herausforderungen Internationales Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2002, Corporate Governance in Deutschland und den USA - Stand und Herausforderungen -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16240
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