Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Kaiser Julian Apostata und die Christen

Title: Kaiser Julian Apostata und die Christen

Term Paper (Advanced seminar) , 1995 , 13 Pages , Grade: gut

Autor:in: M.A. Diana Beuster (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Selten hat ein Kaiser sowohl bereits in der Anike wie auch in heutiger Zeit so polarisiert wie Julian, genannt Apostata, vor allem auch auf Grund seiner offensichtlichen, wenn auch letztlich vergeblichen Versuche, dass immer stärker und mächtiger werdende Christentum zugunsten einer heidnischen Renaissance zurück zudrängen. Julian sah wohl im Christentum die eigentliche Ursache für den Niedergang des römischen Staates, und in der Abschaffung bzw. Schwächung desselben die Grundvoraussetzung für die Restauration des römischen Staates. Diese Arbeit beschäftigt sich vorrangig mit der Politik Julians, welche er zum Erreichen dieser heidnischen Renaissance gegenüber den Christen anschlug.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Julians Erziehung bis zum Tode des Constantius

II. Die Voraussetzungen beim Regierungsantritt des Julian

III. Julians Politik bezüglich der Christen

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die religiöse Politik Kaiser Julians, auch bekannt als Julian Apostata, und analysiert sein Bestreben, den klassischen heidnischen Glauben gegenüber dem erstarkenden Christentum zu restaurieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Beweggründe seiner Maßnahmen sowie die Frage, inwieweit diese von der eigenen Erziehung und unbewussten christlichen Einflüssen geprägt waren.

  • Julians biografische Prägung und seine Hinwendung zum Neuplatonismus.
  • Die religiösen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Spätantike.
  • Julians konkrete Maßnahmen zur Schwächung des Christentums und Förderung des Heidentums.
  • Die Ambivalenz zwischen antiker Tradition und christlicher Strukturierung in seiner Religionspolitik.
  • Die Auswirkungen seines frühen Todes auf den Fortbestand seiner Reformen.

Auszug aus dem Buch

III. Julians Politik bezüglich der Christen

Julian ging bei seinem Regierungsantritt nicht konzentriert oder gezielt gegen die Christen vor (Julian.Briefe 49)). Vielmehr lassen sich drei Christen bei fünf von ihm ernannten Heermeistern nachweisen.24

Ende des Jahres 361 jedoch ließ Julian öffentlich verkünden, dass die Verehrung der Götter wieder gestattet sei.25 Die Tempel wurden geöffnet und instant gesetzt, Priesterstellen besetzt, Götterfeste gefeiert und Opfer dargebracht (Amm. XXII 5,2).

Dadurch entstand den Christen auch materieller Schaden, da Julian alles Eigentum zurückforderte, dass Christen aus den Tempeln genommen hatten.26 Dies traf die Christen umso härter, da die meisten heidnischen Tempel in dieser Zeit bereits durch Kirchenbauten überbaut waren.27

Des weiteren wurden die Privilegien des Klerus aufgehoben; sie durften nicht weiter die Staatspost benutzen, ihre Steuerfreiheit wurde kassiert, die Rechte der Bischöfe im staatlichen Gerichtsdienst wurden beseitigt und es wurden keine Getreidespenden mehr an den Klerus gegeben.28

Zusammenfassung der Kapitel

I. Julians Erziehung bis zum Tode des Constantius: Das Kapitel beleuchtet die Jugend Julians unter christlichem Einfluss am Hofe sowie seine Hinwendung zur griechischen Philosophie und zum Neuplatonismus.

II. Die Voraussetzungen beim Regierungsantritt des Julian: Diese Sektion analysiert die sozioökonomische und religiöse Krise der Spätantike, die den Hintergrund für Julians spätere Reformversuche bildete.

III. Julians Politik bezüglich der Christen: Dieses zentrale Kapitel beschreibt die schrittweise Verschärfung von Julians Maßnahmen gegen die christliche Kirche und seine Bemühungen zur Restauration des alten Glaubens.

IV. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Ambivalenz von Julians Politik, die trotz der Ablehnung des Christentums unbewusst von dessen Strukturen beeinflusst blieb.

Schlüsselwörter

Julian Apostata, Spätantike, Christentum, Heidentum, Neuplatonismus, Religionspolitik, Kaiser, Constantius II., Restauration, Philosophie, Klerus, Reformen, Libanios, Jamblichos, Kultfeste.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die religiöse Identität und die daraus resultierende Politik von Kaiser Julian, der als "Apostata" (Abtrünniger) bekannt wurde, da er versuchte, den heidnischen Glauben gegen das Christentum zu revitalisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Julians Biografie und Erziehung, der Krisensituation des römischen Reiches im 4. Jahrhundert sowie den konkreten administrativen und religiösen Maßnahmen, die er gegen die christliche Kirche ergriff.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Julian die "Restauration" des Staates mit der Wiederbelebung heidnischer Kulte verknüpfte und warum er trotz philosophischer Tiefe letztlich an der Etablierung einer neuen Ordnung scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Berichte (insbesondere Ammianus Marcellinus) sowie der Auswertung zeitgenössischer Briefe und kaiserlicher Edikte unter Einbeziehung moderner fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Weg Julians vom christlich erzogenen Prinzen zum heidnischen Kaiser nachgezeichnet, gefolgt von einer detaillierten Analyse seiner sukzessiven Maßnahmen gegen die christliche Vormachtstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind: Julian Apostata, Spätantike, Neuplatonismus, Religionsrestauration, Christenverfolgung, Kaiserideologie und die Transformation antiker Traditionen.

Warum war die Erziehung durch Mardonios für Julian so prägend?

Obwohl Mardonios Christ war, führte er Julian in die Welt des Homer und Platon ein, was in Kombination mit der Ablehnung des constantinischen Hofes den Grundstein für Julians spätere Begeisterung für das griechische Klassische legte.

Welche Rolle spielte der Brand des Apollonheiligtums für den Konflikt?

Der Brand in Antiochia markierte für Historiker den Höhepunkt des Konfliktes, da Julian daraufhin drastische Untersuchungsmaßnahmen einleitete und die Stadtkirche schloss, was die Fronten zwischen dem Kaiser und den Christen endgültig verhärtete.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Kaiser Julian Apostata und die Christen
College
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Grade
gut
Author
M.A. Diana Beuster (Author)
Publication Year
1995
Pages
13
Catalog Number
V16243
ISBN (eBook)
9783638211482
ISBN (Book)
9783638809764
Language
German
Tags
Kaiser Julian Apostata Christen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Diana Beuster (Author), 1995, Kaiser Julian Apostata und die Christen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16243
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint