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Der Pfandbrief als Beispiel für ein mit Sicherheiten hinterlegtes Rentenpapier

Title: Der Pfandbrief als Beispiel für ein mit Sicherheiten hinterlegtes Rentenpapier

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sandra Kübert (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

Pfandbriefe sind festverzinsliche2 Gläubigerpapiere, die von
Realkreditinstituten emittiert werden und der Finanzierung von Darlehen
dienen, die durch Grundschulden oder Hypotheken abgesichert sind.
Öffentliche Pfandbriefe (Kommunalobligationen) sind festverzinsliche
Gläubigerpapiere, die von Realkreditinstituten emittiert werden. Sie
dienen der Finanzierung von Darlehen an inländische Körperschaften und
Anstalten des öffentlichen Rechts bzw. von Darlehen an Dritte, die durch
eine öffentlich-rechtliche Körperschaft garantiert werden.
Pfandbriefe lassen sich in „traditionelle“ und Jumbopfandbriefe
unterteilen.3 Bei ersteren liegt der Emissionsbetrag im Bereich zwischen 5
Millionen Euro und 0,5 Milliarden Euro; am häufigsten vertreten sind
Größenordnungen von 25 bis 150 Millionen Euro. Der Emissionsbetrag
bei Jumbopfandbriefen liegt grundsätzlich über 0,5 Milliarden Euro.
Die Begriffe Pfandbrief, Kommunalschuldverschreibung und
Kommunalobligation sind gesetzlich geschützt. In § 10 des Gesetzes über
die Pfandbriefe und verwandten Schuldverschreibungen öffentlichrechtlicher
Kreditanstalten (ÖffentlPfandbriefG) und § 5a des
Hypothekenbankgesetzes ist festgelegt, dass Schuldverschreibungen, die
den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechen nicht mit den oben
genannten Bezeichnungen ausgegeben werden dürfen.
Die Laufzeit von Pfandbriefen liegt in der Regel zwischen 1 und 10
Jahren, wobei die mittleren Laufzeiten von 5 bis 7 Jahren übergewichtet
sind.4 Diese Dominanz nimmt allerdings seit einigen Jahren ab und es
werden zunehmend Papiere mit unterjährigen Laufzeiten oder Laufzeiten
von mehr als 10 Jahren begeben. [...]

1 Zu den folgenden Ausführungen vgl. Diepen, Gerhard (1991), S. 454
2 Zu den festverzinslichen Wertpapieren werden Bankschuldverschreibungen,
sonstige Bankschuldverschreibungen, Industrieobligationen und Anleihen der
öffentlichen Hand gezählt. Bankschuldverschreibungen setzen sich aus
Pfandbriefen, Kommunalobligationen und Schuldverschreibungen von
Spezialkreditinstituten zusammen.
3 Zu den Ausführungen dieses Absatzes vgl. Arndt, Franz-Josef (1998), S. 13
4 Zu den Ausführungen dieses Absatzes vgl. Tolckmitt, Jens / Walburg, Christian
(2002), S. 13

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

1.1 Begriffsdefinition und grundsätzliche Informationen

1.2 Die Anfänge des Pfandbriefs

1.3 Grundprinzip des Pfandbriefs

1.4 Pfandbriefemittenten

2 SICHERUNGSBESTIMMUNGEN

2.1 Allgemeine Sicherungsbestimmungen

2.2 Formale Sicherungsbestimmungen

2.3 Schutz gegen Fälschung

2.4 Deckungsprinzip

2.5 Umlaufgrenzen

2.6 Konkursvorrecht

2.7 Registereintragung

2.8 Treuhänder

2.9 Strafbestimmungen

2.10 Beleihungswertermittlung und Beleihungsgrenze

2.11 Finanzierung vielfältig nutzbarer Objekte

3 UMLAUF UND RENDITE

4 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN

4.1 Pfandbriefindizes

4.2 Rating von Pfandbriefen

4.3 Internationalisierung des Pfandbriefs

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert den Pfandbrief als ein bedeutendes, durch Sicherheiten hinterlegtes Rentenpapier. Das Hauptziel besteht darin, die Funktionsweise, das gesetzliche Sicherungsgefüge und die aktuelle Marktbedeutung dieses Finanzinstruments im deutschen sowie internationalen Kontext zu erläutern und seine Stabilität als Benchmark-Produkt aufzuzeigen.

  • Grundlagen des Pfandbriefsystems und seiner Entstehungsgeschichte
  • Detaillierte Analyse der gesetzlichen Sicherungsbestimmungen
  • Untersuchung von Marktvolumen und Umlaufrenditen
  • Rolle von Ratings und die zunehmende Internationalisierung des Pfandbriefs

Auszug aus dem Buch

1.3 Grundprinzip des Pfandbriefs

Das in Abbildung 1 dargestellte Grundprinzip des Pfandbriefs lässt sich folgendermaßen beschreiben:

Das Realkreditinstitut gewährt dem Darlehensnehmer einen Kredit, der mit gewerblichen Immobilien und Wohnimmobilien besichert ist (erstrangige Grundschulden oder Hypotheken). Der Darlehensnehmer leistet während der Laufzeit Tilgungs- und Zinszahlungen an das Realkreditinstitut. Das Realkreditinstitut ist demzufolge Hypothekengläubiger; der Darlehensnehmer ist Hypothekenschuldner.

Zur Refinanzierung der Forderungen gibt das Realkreditinstitut Pfandbriefe an Anleger gegen Kapital (= Darlehen) aus. Das Realkreditinstitut leistet während der Laufzeit Zins- und Tilgungszahlungen an den Anleger. Das Realkreditinstitut ist somit Pfandbriefschuldner und der Anleger ist Pfandbriefgläubiger.

Zusammenfassung der Kapitel

1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert den Pfandbrief, beleuchtet seine historischen Ursprünge bei den "Landschaften" und erläutert das grundlegende Refinanzierungsmodell der Realkreditinstitute.

2 SICHERUNGSBESTIMMUNGEN: Hier werden die strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie das Deckungsprinzip, das Konkursvorrecht und die Rolle des Treuhänders, detailliert dargelegt, die den Pfandbrief zu einem sicheren Instrument machen.

3 UMLAUF UND RENDITE: Dieses Kapitel befasst sich mit der quantitativen Entwicklung des Pfandbriefmarktes anhand von Statistiken zum Umlaufvolumen und den erzielten Renditen der vergangenen Jahre.

4 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN: Der abschließende Teil betrachtet moderne Instrumente wie Pfandbriefindizes, die gestiegene Relevanz von Ratings für internationale Investoren und die globale Verbreitung pfandbriefähnlicher Systeme.

Schlüsselwörter

Pfandbrief, Realkreditinstitut, Hypothekendarlehen, Deckungsprinzip, Treuhänder, Beleihungswert, Rentenmarkt, Umlaufrendite, Rating, Kapitalmarkt, Finanzierung, Sicherheit, Inhaberpapier, Gesetzliche Grundlagen, Internationalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Pfandbrief als klassisches, durch Sicherheiten hinterlegtes Rentenpapier in Deutschland und dessen Bedeutung für den Kapitalmarkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Definition des Pfandbriefs, das komplexe Sicherungsgefüge, die statistische Entwicklung von Umlauf und Renditen sowie aktuelle Trends wie Internationalisierung und Rating.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum der Pfandbrief durch seine gesetzliche Struktur als eine besonders sichere Anlageform gilt und wie er sich im europäischen Markt positioniert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, gesetzlichen Vorschriften (Hypothekenbankgesetz) und statistischen Daten der Bundesbank und anderer Institute.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Pfandbriefsystems und eine tiefgehende Analyse der regulatorischen Sicherungsmechanismen, die den Gläubigerschutz gewährleisten.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Sicherheit, Deckungsprinzip, Realkreditinstitute, Gläubigerschutz und Benchmark-Funktion.

Warum spielt die Registereintragung eine so wichtige Rolle für die Sicherheit?

Die Eintragung in das Hypotheken- oder Deckungsregister stellt sicher, dass die als Deckung dienenden Werte rechtlich sauber von der allgemeinen Insolvenzmasse getrennt sind und so den Gläubigern exklusiv zur Verfügung stehen.

Welche Bedeutung hat das Rating für den Pfandbriefmarkt?

Ratings wurden essenziell, um ausländische Anleger zu gewinnen, die mit dem deutschen System nicht vertraut sind, und bestätigen die hohe Qualität und Sicherheit der Papiere auf internationalem Niveau.

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Details

Title
Der Pfandbrief als Beispiel für ein mit Sicherheiten hinterlegtes Rentenpapier
College
University of Applied Sciences Aschaffenburg
Course
Seminar Volkswirtschaftslehre
Grade
2,3
Author
Sandra Kübert (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V16251
ISBN (eBook)
9783638211567
Language
German
Tags
Pfandbrief Beispiel Sicherheiten Rentenpapier Seminar Volkswirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Kübert (Author), 2003, Der Pfandbrief als Beispiel für ein mit Sicherheiten hinterlegtes Rentenpapier, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16251
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