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Eine qualitative Annäherung an das Konstrukt "Unternehmerischer Erfolg"

Wie werden Erfolgskriterien in der Praxis kombiniert, um ein Globalurteil über Unternehmensneugründungen fällen zu können?

Title: Eine qualitative Annäherung an das Konstrukt "Unternehmerischer Erfolg"

Diploma Thesis , 2010 , 147 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Juliane Steuer (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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Summary Excerpt Details

Ein wesentlicher Bestandteil der Entrepreneurshipforschung ist die Beurteilung des unternehmerischen Erfolges (Bögenhold, Fink, & Kraus, 2009, S. 23). Die Theorie kann als Grundlagenforschung genutzt werden, um eine erfolgreiche Gründung zu lehren, doch wie betrachten die UnternehmerInnen in der Praxis den unternehmerischen Erfolg? Es stellt sich die Frage, wovon gesprochen wird, wenn „Erfolg“ gemeint ist. Bei der Untersuchung von Unternehmenserfolg treten bereits bei der Definition erste Ungenauigkeiten auf (Schulte, 2004, S. 203). Diese Inkonsistenzen müssen im Vorfeld aufgedeckt und beseitigt werden; es braucht eine Begriffsdefinition von "Erfolg" sowie eine Modellierung der Erfolgsfaktoren, um im Rahmen der Entrepreneurshipforschung über unternehmerischen Erfolg ein Globalurteil fällen zu können (Schulte, 2004, S. 203/204). Die Forschungsbereiche sind nicht allein in der Volks- und Betriebswirtschaftslehre zu finden, sondern auch Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft erheben Ansprüche an die Thematik des Entrepreneurship (Bögenhold, Fink & Kraus, 2009, S. 23/24; Jacobsen, 2006, S. 22; Nerdinger, 1999, S. 6-9). In der internationalen Entrepreneurship-Forschung liegt das allgemeine Interesse auf der Ergründung der Ursachen der Unternehmensgründungen, ebenso wie die Gründungspersonen als wichtige Stellschraube im Gründungsprozess untersucht werden (Walter & Walter, 2009, S. 57). Die Erforschung des Gründungserfolges nimmt hierbei eine gesonderte Stellung ein (vgl. Müller-Böling & Klandt, 1990, S. 149; Zempel, 1999, S. 75). Diese Untersuchungen können mittlerweile als eigenständige Forschungsströmung bezeichnet werden, die ihren Ursprung in der USA fanden (Fallgatter, 2002, S. 150; Jacobsen, 2006, S. 24). „Untersuchungen, die sich mit dem unterschiedlichen Wachstum von Gründungen und möglichen Erklärungsfaktoren (…) auseinandersetzen, finden sich erstmals Anfang der 1980er Jahre“ (Moog, 2004, S. 6). Dabei besteht zunächst die Schwierigkeit darin, Studien mit einer hohen Aussagekraft zu finden, da sich aus den jeweiligen Stichproben und individuellen Situationen der Gründungen nur schwer verallgemeinernde Erfolgsfaktoren ableiten lassen (Fallgatter, 2002, S. 153, 156/157; Hering & Vincenti, 2005, S. 134). Bei der jeweiligen Interpretation der Forschungsergebnisse müssen die individuelle Ausprägungen der Rahmenbedingungen bedacht und die Ergebnisse kritisch hinterfragt werden (Fallgatter, 2002, S. 153/154).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Theoretischer Teil

1. Einführung in die Fragestellung

1.1 Ausgangslage

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

1.3 Untersuchungsgegenstand

2. Unternehmensgründung

2.1 Begriffe

2.2 Gründungsformen

2.2.1 Neugründung

2.2.2 Andere Gründungsformen zum Vergleich

2.3 Gründungsmanagement

2.4 Gründungsprozess

3. Unternehmerischer Erfolg

3.1 Begriffe

3.2 Forschungslandschaft

3.3 Erfolgskriterien im Überblick

3.3.1 Theoretische Grundlagen

3.3.2 Ableitung der Forschungsfragen

3.4 Erfolgsbestimmende Faktoren im Überblick

3.4.1 Theoretische Grundlagen

3.4.2 Ableitung der Forschungsfragen

4. Zwischenfazit und Forschungsfragen im Überblick

B. Empirischer Teil

5. Qualitative Forschung: Interview

5.1 Methode

5.1.1 Auswahl der Untersuchungsobjekte

5.1.2 Erhebungsinstrumente

5.1.3 Datenerhebung

5.2 Analyseschritte

5.3 Datenauswertung

5.3.1 Erfolgsbegriff und Erfolgskriterien

5.3.2 Zeitraumbezug der Erfolgskriterien

5.3.3 Erfolgsbestimmende Faktoren

5.4 Diskussion der Ergebnisse

5.4.1 Erfolgsbegriff und Erfolgskriterien

5.4.2 Zeitraumbezug der Erfolgskriterien

5.4.3 Erfolgsbestimmende Faktoren

5.4.4 Limitationen

6. Handlungsempfehlungen

6.1 Weiterführende Forschung

6.2 Nutzergruppen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Inkonsistenz bei der Verwendung des Erfolgsbegriffs in der Gründungsforschung zu überwinden, um ein fundiertes Globalurteil über den unternehmerischen Erfolg von Neugründungen fällen zu können. Dabei wird untersucht, wie Erfolgskriterien in der Praxis kombiniert werden und welche endogenen sowie exogenen Einflussfaktoren dabei eine Rolle spielen.

  • Grundlagen der Unternehmensgründung und des Gründungsprozesses
  • Analyse der bisherigen Forschungslandschaft zum unternehmerischen Erfolg
  • Identifikation und Kategorisierung von Erfolgskriterien
  • Einfluss von endogenen (personenbezogenen) und exogenen (umfeldbezogenen) Faktoren
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Experteninterviews

Auszug aus dem Buch

1.1 Ausgangslage

„Theory is an essential part of what we teach because we do not know any other way to help (…) which is a key to entrepreneurial success, unless we counsel them to rely on luck or intuition” (Fiet, 2000, p. 1).

Ein wesentlicher Bestandteil der Entrepreneurshipforschung ist die Beurteilung des unternehmerischen Erfolges (Bögenhold, Fink, & Kraus, 2009, S. 23). Die Theorie kann als Grundlagenforschung genutzt werden, um eine erfolgreiche Gründung zu lehren, doch wie betrachten die UnternehmerInnen in der Praxis den unternehmerischen Erfolg? Legen sie die gleichen Messstäbe an und verwenden sie die gleichen Kriterien, um über Unternehmensneugründungen und dessen Erfolge zu urteilen, wie es die Theorie vermittelt?

Es stellt sich die Frage, wovon gesprochen wird, wenn „Erfolg“ gemeint ist. Bei der Untersuchung von Unternehmenserfolg treten bereits bei der Definition erste Ungenauigkeiten auf (Schulte, 2004, S. 203). Durch die unterschiedlich angestrebten Ziele, die UnternehmerInnen verfolgen, können Inkonsistenzen bei dem Gebrauch des Erfolgsbegriffes auftreten. Diese müssen im Vorfeld aufgedeckt und beseitigt werden; es braucht eine Begriffsdefinition sowie eine Modellierung der Erfolgsfaktoren, um im Rahmen der Entrepreneurshipforschung über unternehmerischen Erfolg ein Globalurteil fällen zu können (Schulte, 2004, S. 203/204).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Fragestellung: Das Kapitel erläutert die Problematik der Erfolgsdefinition in der Gründungsforschung und setzt das Ziel, durch eine qualitative Analyse ein konsistentes Globalurteil über unternehmerischen Erfolg zu ermöglichen.

2. Unternehmensgründung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Gründungsforschung, differenziert zwischen verschiedenen Gründungsformen und erläutert den Gründungsprozess sowie die Notwendigkeit des Gründungsmanagements.

3. Unternehmerischer Erfolg: Es erfolgt eine Aufarbeitung der Forschungslandschaft sowie eine theoretische Herleitung von Erfolgskriterien und erfolgsbestimmenden Faktoren, die als Basis für die empirische Arbeit dienen.

4. Zwischenfazit und Forschungsfragen im Überblick: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse und Definition der zentralen Forschungsfragen für den empirischen Teil der Arbeit.

5. Qualitative Forschung: Interview: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Auswahl der Untersuchungsobjekte und der Durchführung der Experteninterviews zur Gewinnung primärqualitativer Daten.

6. Handlungsempfehlungen: Ableitung von Arbeitshypothesen für zukünftige quantitative Forschungsprojekte sowie Empfehlungen für verschiedene Nutzergruppen im Entrepreneurship-Bereich.

7. Fazit: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Bedeutung der Verknüpfung von Theorie und Praxis für eine erfolgreiche Unternehmensgründung.

Schlüsselwörter

Unternehmenserfolg, Neugründung, Gründungsprozess, Erfolgskriterien, Gründungsmanagement, Humankapital, qualitative Forschung, Experteninterviews, Existenzgründung, Erfolgsfaktoren, Unternehmensführung, Zielerreichung, Kundenzufriedenheit, Teamgründung, Gründungsperson.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Messbarkeit des „unternehmerischen Erfolgs“ bei Neugründungen und analysiert, wie verschiedene Erfolgskriterien in der unternehmerischen Praxis kombiniert und bewertet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Gründungsforschung, das Gründungsmanagement, die theoretische Operationalisierung von Erfolg sowie die qualitative Untersuchung von Gründerpersönlichkeiten und ihren individuellen Erfolgsmaßstäben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Verständnislücken und Inkonsistenzen in der bisherigen Entrepreneurshipforschung zu schließen, um ein umfassendes, praxisnahes Globalurteil über den Erfolg von Unternehmensneugründungen fällen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz. Es werden Experteninterviews mit Gründern von sieben verschiedenen Unternehmen geführt, um deren individuelle Ansichten und Strategien zur Erfolgsbeurteilung zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Unternehmenserfolgs und die Einflussfaktoren (endogen/exogen) dargestellt, gefolgt von einer detaillierten empirischen Auswertung der geführten Interviews und einer Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie unternehmerischer Erfolg, Gründungsprozess, Erfolgsfaktoren, Humankapital, qualitative Forschung und Gründungsmanagement charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Person des Gründers für den Erfolg?

Der Arbeit zufolge nimmt die Gründungsperson eine zentrale Rolle ein. Ihre individuellen Fähigkeiten, Qualifikationen und ihre persönliche Zufriedenheit wirken als maßgebliche „Stellschrauben“ für den unternehmerischen Erfolg.

Warum ist die Unterscheidung zwischen objektiven und subjektiven Erfolgskriterien wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da objektive Daten wie Gewinn oder Umsatz allein oft nicht ausreichen, um die Komplexität einer Gründung abzubilden. Subjektive Kriterien, wie die persönliche Zufriedenheit der Gründer, sind essenziell, um das „Globalurteil“ über den Erfolg in der Praxis zu vervollständigen.

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Details

Title
Eine qualitative Annäherung an das Konstrukt "Unternehmerischer Erfolg"
Subtitle
Wie werden Erfolgskriterien in der Praxis kombiniert, um ein Globalurteil über Unternehmensneugründungen fällen zu können?
College
Brandenburg Technical University Cottbus
Grade
1,3
Author
Juliane Steuer (Author)
Publication Year
2010
Pages
147
Catalog Number
V162559
ISBN (eBook)
9783640774142
ISBN (Book)
9783640774302
Language
German
Tags
Entrepreneurship Erfolg Gründungen Neugründungen Unternehmensgründungen Gründerperson Erfolgskriterien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Steuer (Author), 2010, Eine qualitative Annäherung an das Konstrukt "Unternehmerischer Erfolg", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162559
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