Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sozialwissenschaften allgemein

Magdeburger Alternative - Reform der Grundsicherung III

Titel: Magdeburger Alternative  - Reform der Grundsicherung III

Seminararbeit , 2010 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Nadya Stefanova (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der wahrscheinlich umfangreichsten Herausforderungen der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland ist die Arbeitslosigkeit. Die hohen Werte der Arbeitslosenquote, die in zahlreiche Studien, Statistiken und Berichte zu sehen sind, gibt ein ernsthafter Grund zur Sorge. Sich Sorgen zu machen ist aber längst nicht ausreichend. Nach den Ursachen zu suchen, die Lösungsmöglichkeiten zu erforschen und die Folgen, die sich ergeben würden zu analysieren, erweisen sich daher zunehmend als notwendig. Magdeburger Alternative ist ein großartiger Reformvorschlag, der aus vier ineinandergreifende Maßnahmen besteht, mit Hilfe dessen Deutschland den Weg aus der jahrzehntelangen Arbeitsmarktkrise finden könnte.
Der Vier-Punkte-Plan der Magdeburger Alternative setzt auf beiden Seiten des Arbeitsmarktes an und bezweckt die Motivation und die Anreize zur Jobsuche zu steigern und parallel damit die Bruttolöhne bei den Niedrigqualifizierten zu senken, ohne dass sich an deren Nettolöhne etwas ändert. Wie so etwas möglich ist, zeigt das Konzept, das in Uni Magdeburg von zwei Wirtschafts - Professoren, Ronnie Schöb und Joachim Weimann, entworfen wurde. Das Modell ist alternativ zu Kombilöhnen und verkörpert ein Reformvorschlag, der nicht auf Konfrontation setzt, sondern schnell implementierbar ist und zwar ohne die Tarifautonomie zu verletzen. Im Rahmen hiervon werden alle Anforderungen an ein erfolgversprechendes Kombilohnmodell erfühlt. Außerdem eine eventuelle Implementierung würde hohe gesamtwirtschaftliche Beschäftigungseffekte und fiskalische Entlastungen für den öffentlichen Haushalt liefern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemhintergrung

2.1. Entwicklung der Arbeitslosigkeit

2.2. Qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit

2.3. Schlechte Arbeitmarktchancen für Geringqualifizierte

2.4. Zweiseitiges Arbeitsmarktproblem

2.5. Anforderungen an Kombilohnmodelle

3. Magdeburger Alternative : ein Vier- Punkte- Plan

3.1. Maßnahme 1: Freistellung Geringqualifizierten von den Sozialversicherungsabgaben

3.2. Maßnahme 2: Zusätzliche Entlastung bei bestehenden Arbeitsverhältnissen

3.3. Maßnahme 3 : Strafsteuer aufs Nichtstun

3.4. Maßnahme 4 : Unbefristete Hilfe zur Arbeit

4. Finanzierung und Folgen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Reformkonzept der "Magdeburger Alternative" zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Niedriglohnsektor. Ziel ist es zu analysieren, wie durch eine gezielte Lohnsubvention und strukturelle Anpassungen Beschäftigungsanreize geschaffen werden können, ohne die Tarifautonomie zu verletzen oder das staatliche Budget übermäßig zu belasten.

  • Analyse der Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit in Deutschland
  • Evaluation des Vier-Punkte-Plans der Professoren Schöb und Weimann
  • Untersuchung von Kombilohnmodellen und deren Anforderungen
  • Fiskalische Bewertung der Reformvorschläge und Beschäftigungseffekte
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Vermeidung von Mitnahme- und Drehtüreffekten

Auszug aus dem Buch

3.3. Maßnahme 3 : Strafsteuer aufs Nichtstun

Mit den ersten zwei Maßnahmen sinken die Arbeitskosten für die Neueinstellung von Arbeitslosengeld II – Empfängern drastisch und es kann weitgehend ausgeschlossen werden, dass im großen Umfang reguläre Arbeitskräfte durch geförderte Arbeitskräfte ersetzt werden. Darauffolgend sollen Unternehmen jetzt bereit sein mehr Arbeit nachzufragen.

Damit es garantiert ist , dass die 2,2 Millionen arbeitsfähigen Hilfeempfänger die durch die Lohnsubvention organisierte Arbeitsplätze auch annehmen, droht denjenigen von ihnen ,die ein Stellenangebot ablehnen ,die Kürzung der bisher gewährten Hilfeleistungen oder sogar den totalen Wegstrich der Arbeitslosengeld II - Zahlung. An dieser Stelle würde dies sehr einfach und unkompliziert möglich aufgrund der bestehenden Regelungen des Bundessozialhilfegesetzes. Laut §§ 18 und 25 BSHG sind Hilfesuchende zur Annahme einer für sie zumutbaren Arbeit verpflichtet und haben keinen Anspruch auf Hilfe, wenn sie sich weigern, zumutbare Arbeit zu leisten. Nicht der Nettolohn aus einem Beschäftigungsverhältnis wird bei dieser Maßnahme heraufsubventioniert, sondern wird eine „Strafsteuer“ aufs Nichtstun eingeführt. Leute, die nicht in der Lage zu arbeiten sind, oder auch solche, die trotz vielen Bemühungen kein Job finden, sind von dieser Regel ausgenommen. Also die Maßnahme wird nicht als generelle Sanktion gegen Arbeitslose angewendet, sondern nur in Einzelfälle. Wer aber eine ihm zumutbare Arbeit ablehnt, der verliert seinen Anspruch auf Sozialhilfe. Diese Teil des Konzeptes Der Magdeburger Alternative ist nichts anderes als eine Realisierung dessen, was Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder verlangt hat als er in einem Interview sagte: „Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft. Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen“ (Bild vom 6.4.2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Arbeitslosigkeit und Vorstellung des Vier-Punkte-Plans der Magdeburger Alternative als Reformmodell.

2. Problemhintergrung: Analyse der historischen Arbeitsmarktentwicklung, der qualifikationsspezifischen Arbeitslosigkeit und der strukturellen Probleme des aktuellen Sozialsystems.

3. Magdeburger Alternative : ein Vier- Punkte- Plan: Detaillierte Erläuterung der vier Maßnahmen: Sozialversicherungsentlastung, Schutzmechanismen gegen Verdrängung, Sanktionierung von Arbeitsverweigerung und Umgestaltung der Hilfe zur Arbeit.

4. Finanzierung und Folgen: Fiskalische Modellrechnung zur Überprüfung der Finanzierbarkeit und der gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseffekte des Reformkonzepts.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Modells hinsichtlich seiner Effektivität, Neutralität und politischen Umsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Magdeburger Alternative, Arbeitslosigkeit, Geringqualifizierte, Kombilohnmodell, Lohnsubvention, Sozialversicherungsbeiträge, Beschäftigungseffekte, Arbeitsmarktkrise, Fiskalische Entlastung, Arbeitsmarktpolitik, Niedriglohnsektor, Hartz IV, Arbeitsanreize, Strafsteuer, Tarifautonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt ein wirtschaftspolitisches Konzept, die sogenannte „Magdeburger Alternative“, zur Reform der Grundsicherung in Deutschland, um insbesondere die Beschäftigung von Geringqualifizierten zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die strukturellen Probleme des Arbeitsmarktes, die Rolle von Lohnsubventionen und die fiskalischen Auswirkungen von Reformen auf öffentliche Haushalte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob der Vier-Punkte-Plan der Magdeburger Alternative effektiv die Arbeitslosigkeit senken kann, ohne die Arbeitnehmer zu belasten oder den Staatshaushalt zu überfordern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine modellbasierte quantitative Analyse (Modellrechnungen zu Kosten und Einsparungen), um die Effekte der vorgeschlagenen Maßnahmen zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Problembeschreibung des Arbeitsmarktes und eine detaillierte Erläuterung des Vier-Punkte-Plans sowie dessen finanzieller Auswirkungen mittels Modellrechnungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Lohnsubvention, Geringqualifizierte, Arbeitsmarktpolitik, fiskalische Entlastung und Beschäftigungseffekte.

Wie vermeidet das Modell eine Verdrängung regulärer Arbeitsplätze?

Durch eine beschäftigungsabhängige Regelung und das Instrument der „doppelten Subvention“ bei einer Ausweitung der Beschäftigung soll verhindert werden, dass bestehende Arbeitsverhältnisse durch subventionierte ersetzt werden.

Warum wird eine „Strafsteuer aufs Nichtstun“ vorgeschlagen?

Die Maßnahme soll sicherstellen, dass arbeitsfähige Hilfeempfänger zumutbare Arbeitsangebote annehmen und somit die durch die Lohnsubvention neu geschaffenen Stellen tatsächlich besetzt werden.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Magdeburger Alternative - Reform der Grundsicherung III
Hochschule
Hochschule Bochum
Note
2,3
Autor
Nadya Stefanova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V162561
ISBN (eBook)
9783640766796
ISBN (Buch)
9783640767045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Magdeburger - Alternative - Sozialpolitik - Grundsicherung - Reform - III
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadya Stefanova (Autor:in), 2010, Magdeburger Alternative - Reform der Grundsicherung III, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162561
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum