„Dass die Finanzmärkte zu Casinos geworden sind, daran sind die Derivate
schuld.“
„Die Deregulierung war der entscheidende Faktor.“
„Die Verbriefung. Ohne die Verbriefung hätte es keine Krise gegeben.“
Das Wort Derivate stammt aus dem lateinischen derivare und bedeutet
ableiten. Diese Übersetzung stimmt ziemlich genau mit der Funktion von
Derivaten überein. Denn diese werden von einem bestimmten Basiswert,
z.B. einer Aktie, einer Währung oder eines Indizes abgeleitet. Hinter dieser
harmlosen Definition verstecken sich komplex-strukturierte Finanzprodukte...
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Liberalisierung der Finanzmärkte aus volkswirtschaftlicher Sicht
- Terminbörsen, Future und Derivate – Die Geschichte der strukturierten Finanzprodukte
- Termingeschäfte
- Hedge-Fonds
- Zertifikate
- Derivate in der Krise
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Funktionsweise liberalisierter Finanzmärkte und beleuchtet die Rolle von Hedgefonds, Derivaten, Optionen und strukturierten Produkten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Auswirkungen der Finanzmarktliberalisierung auf die Realwirtschaft und den Einfluss von Derivaten auf die Entstehung der Finanzkrise.
- Auswirkungen der Finanzmarktliberalisierung auf die Realwirtschaft
- Die Rolle von Derivaten in der Finanzkrise
- Funktion und Einsatz von Hedgefonds
- Struktur und Funktionsweise von Optionen und Zertifikaten
- Überwachung und Regulierung von Finanzmärkten
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Thema Derivate und ihre Bedeutung für liberalisierte Finanzmärkte vor, wobei die Rolle von Derivaten in der aktuellen Finanzkrise besonders hervorgehoben wird.
- Liberalisierung der Finanzmärkte aus volkswirtschaftlicher Sicht: Die positive Wirkung der Finanzmarktliberalisierung auf die Kapitalallokation und das Wirtschaftswachstum wird erläutert. Gleichzeitig werden die Herausforderungen und Risiken, die mit einem unzureichend regulierten Bankensystem einhergehen, aufgezeigt.
- Terminbörsen, Future und Derivate – Die Geschichte der strukturierten Finanzprodukte: Die Entstehung von Terminbörsen und Derivaten wird anhand der historischen Entwicklung nach der Abkopplung des Dollars vom Goldstandard im Jahr 1971 erläutert. Der Unterschied zwischen Futures und Forwards sowie die Funktionsweise von Optionen werden beschrieben.
- Termingeschäfte: Der Unterschied zwischen Termingeschäften und Kassageschäften wird erläutert. Die Funktionsweise von unbedingten Termingeschäften wie Futures und Forwards sowie bedingten Termingeschäften wie Optionen wird detailliert dargestellt.
- Hedge-Fonds: Die Funktionsweise von Hedgefonds als spezielle Form des Investmentfonds wird erklärt. Verschiedene Anlagestrategien von Hedgefonds werden vorgestellt.
- Zertifikate: Die Bedeutung von Zertifikaten als strukturierte Finanzprodukte für private Anleger wird beleuchtet. Der Einsatz von Zertifikaten zur Nachbildung von komplexen Anlagestrategien und die Funktionsweise von Knock-Out-Zertifikaten werden erläutert.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit befasst sich mit den Themen Finanzmarktliberalisierung, Derivate, Hedgefonds, Optionen, Zertifikate, Finanzkrise, Regulierung und Überwachung von Finanzmärkten.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Derivate und wie funktionieren sie?
Derivate sind Finanzprodukte, deren Preis von einem zugrunde liegenden Basiswert (z. B. Aktien, Währungen oder Rohstoffe) abgeleitet wird. Sie dienen zur Absicherung oder zur Spekulation.
Welche Rolle spielten Derivate in der Finanzkrise?
Komplex strukturierte Derivate und die Verbriefung von Krediten führten zu einer Intransparenz im Finanzsystem. Als die Basiswerte (Immobilien) an Wert verloren, löste dies eine Kettenreaktion aus.
Was ist der Unterschied zwischen Futures und Optionen?
Futures sind unbedingte Termingeschäfte, bei denen beide Seiten zur Erfüllung verpflichtet sind. Optionen sind bedingte Geschäfte, bei denen der Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht hat, den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen.
Wie arbeiten Hedgefonds?
Hedgefonds nutzen spezielle Anlagestrategien (wie Leerverkäufe oder Hebelwirkung), um auch in fallenden Märkten Renditen zu erzielen. Sie sind oft weniger reguliert als herkömmliche Investmentfonds.
Was bedeutet die Liberalisierung der Finanzmärkte?
Liberalisierung bedeutet den Abbau von staatlichen Beschränkungen für den Kapitalverkehr. Dies soll die Kapitalallokation verbessern, birgt aber bei mangelnder Regulierung hohe Risiken für die Realwirtschaft.
- Quote paper
- Lars Strozinsky (Author), 2010, Hedgefonds, Derivate, Optionen und strukturierte Produkte – zur prinzipiellen Funktionsweise liberalisierter Finanzmärkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162575