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Alleinerziehend - Was nun? Probleme alleinerziehender Mütter und Väter

Title: Alleinerziehend - Was nun? Probleme alleinerziehender Mütter und Väter

Intermediate Diploma Thesis , 2002 , 23 Pages , Grade: Zwei

Autor:in: Kristina Niemann (Author)

Pedagogy - Family Education
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Summary Excerpt Details

Die Zahl der allein erziehenden Mütter und Väter steigt von Jahr zu Jahr mehr an, weil Ehen und Beziehungen zerbrechen, Frauen ohne Partner sich in der Schwangerschaft für ihr Kind entscheiden oder der Partner plötzlich stirbt. Zurzeit ist in Deutschland ungefähr jede fünfte Familie eine so genannte Einelternfamilie, Tendenz steigend. Etwa 85 % aller Alleinerziehenden sind Frauen, erwartet wird aber, dass der Anteil der allein erziehenden Väter in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Allein erziehend bedeutet, den Alltag mit Kindern alleine bewältigen zu müssen. Alleinerziehende haben meist einem tiefen Einschnitt in ihr Leben, eine starke Krise erlebt, sei es durch Trennung oder Tod. Neben der Verarbeitung der eigenen Lebenssituation müssen sie gleichzeitig versuchen, ihrem Kind oder ihren Kindern ein weitestgehend normales Familienleben zu garantieren. Für Alleinerziehende spielen spezifische familienrechtliche, wirtschaftliche und soziale Probleme eine sehr große Rolle im Leben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebensform Allein erziehend

3. Finanzielle Probleme

3.1 Einkommenssituation

3.1.1 Unterhalt

3.1.2 Sozialhilfe

4. Soziale Probleme

4.1 Vorurteile

4.2 Das soziale Netzwerk

4.2.1 Netzwerkorientierte Trennungsberatung – Networking

5. Psychische Probleme

6. Eltern - Kind – Beziehung

7. Alleinerziehende Mütter und Väter – Ein Vergleich

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Herausforderungen, mit denen alleinerziehende Mütter und Väter in Deutschland konfrontiert sind. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche spezifischen ökonomischen, sozialen und psychischen Belastungen diese Lebensform mit sich bringt und wie sich die Situation zwischen den Geschlechtern sowie im Hinblick auf staatliche und soziale Unterstützungssysteme unterscheidet.

  • Analyse der finanziellen Lebensbedingungen und Abhängigkeiten (Unterhalt, Sozialhilfe)
  • Untersuchung gesellschaftlicher Vorurteile und deren Auswirkungen auf den Alltag
  • Bedeutung sozialer Netzwerke und netzwerkorientierter Trennungsberatung
  • Psychische Belastungsfaktoren und deren Bewältigung in der Einelternfamilie
  • Vergleichende Betrachtung der Rollenverteilung und Erziehungssituation von alleinerziehenden Müttern und Vätern

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Netzwerkorientierte Trennungsberatung - Networking

Bei der netzwerkorientierten Trennungsberatung sollen Alleinerziehende durch Reaktivierung und Neuaufbau ihrer sozialen Netzwerke wieder lernen, soziale Handlungskompetenzen aufzubauen.

Das Networking fördert alltägliche Unterstützungsressourcen und ermutigt dazu, neue Bindungen aufzunehmen, bestehende aufrechtzuerhalten und vergangene zu reaktivieren. Der Therapeut nimmt dazu eine Netzwerkanalyse vor, er fungiert als Berater.

Netzwerkanalyse und darauf folgende Interventionen und Handlungen werden bestimmt durch so genannte Netzwerkkarten. Es gibt verschiedene Netzwerkkarten. Einmal in systematisierter Form, bei denen bestimmte Sektoren eines Netzwerkes mit unterschiedlichen Personen benannt werden sollen, zum anderen das Visualisieren des Beziehungsgeflechts durch ein freigestaltetes Bild und zudem noch der „Network Questionnaire“. Diese letztgenannte Version ist die meistgenutzte. Dem Klienten wird ein Blatt vorgelegt, auf dem konzentrische Kreise abgebildet sind. Im innersten Kreis steht „Ich“. Der Klient versucht nun, das Blatt von innen nach außen mit Namen zu beschriften. Zunächst Personen, die ihm sehr nahe stehen und ohne die er sich sein Leben nicht mehr vorstellen kann, dann Personen, die zwar als wichtig empfunden werden, jedoch geringer gewertet werden als die erste Gruppe, bis hin zu Personen, zu denen zwar soziale Kontakte bestehen, an die der Klient aber nicht stark emotional gebunden ist. Diese visualisierte Rekonstruktion dient als Basis für eine gemeinsame Analyse des sozialen Netzwerkes des Klienten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Anstieg der Einelternfamilien und definiert den Rahmen der Arbeit, die sich mit den familienrechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen dieser Lebensform auseinandersetzt.

2. Lebensform Allein erziehend: Dieses Kapitel differenziert zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Formen des Alleinerziehens und thematisiert die rechtliche Abgrenzung des Begriffs sowie die typischen Belastungsmuster.

3. Finanzielle Probleme: Es wird dargelegt, dass Alleinerziehende ein signifikantes Armutsrisiko tragen, wobei die Einkommenssituation stark von Unterhaltszahlungen und staatlichen Transferleistungen geprägt ist.

4. Soziale Probleme: Hier werden gängige Vorurteile entkräftet und die essenzielle Rolle des sozialen Netzwerks sowie die Bedeutung professioneller Trennungsberatung erörtert.

5. Psychische Probleme: Das Kapitel analysiert, wie sich finanzielle Sorgen, Wohnsituation und gesellschaftliche Ausgrenzung negativ auf die psychische Verfassung von Alleinerziehenden auswirken.

6. Eltern - Kind – Beziehung: Es wird die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung untersucht, wobei sowohl die Stärken der Bindung als auch Risiken wie Überbehütung oder Parentifizierung aufgezeigt werden.

7. Alleinerziehende Mütter und Väter – Ein Vergleich: Dieser Abschnitt kontrastiert die geschlechtsspezifischen Herausforderungen, insbesondere die unterschiedlichen Erwartungen des Umfelds an Mütter und Väter.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und konkreten politischen Lösungsvorschlägen, wie eine Reform des Unterhaltsrechts oder die Etablierung eines Erziehungsgehalts.

Schlüsselwörter

Alleinerziehende, Einelternfamilie, Kinderbetreuung, Armutsrisiko, Unterhalt, Sozialhilfe, Soziales Netzwerk, Trennungsberatung, Psychische Belastung, Rollenverteilung, Erziehungsgehalt, Empowerment, Familienleben, Trennung, Scheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Lebensrealität und die spezifischen Probleme von alleinerziehenden Müttern und Vätern in Deutschland, mit einem Fokus auf finanzielle, soziale und psychische Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die wirtschaftliche Absicherung (Unterhalt/Sozialhilfe), die soziale Integration durch Netzwerke, die psychische Gesundheit sowie die Dynamik in der Eltern-Kind-Beziehung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Lebensform "Allein erziehend" zu zeichnen, Vorurteile abzubauen und auf Basis der analysierten Schwierigkeiten politische Handlungsempfehlungen zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von statistischen Daten (Mikrozensus) sowie bestehender Fachliteratur zur Lebenssituation von Alleinerziehenden und einschlägigen Gesetzesgrundlagen (BGB/BSHG).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung finanzieller Engpässe, die Dekonstruktion von Klischees, die Analyse sozialer und psychischer Stressfaktoren sowie einen geschlechtsspezifischen Vergleich zwischen Müttern und Vätern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alleinerziehung, Armutsrisiko, soziales Netzwerk, Rollenverteilung, Kinderbetreuung und Empowerment.

Welche Rolle spielt die netzwerkorientierte Trennungsberatung?

Sie dient als "Hilfe zur Selbsthilfe", um durch eine Visualisierung und Reaktivierung des persönlichen sozialen Umfelds die Handlungsfähigkeit und Stressresistenz der Alleinerziehenden zu stärken.

Welcher Unterschied besteht in der Wahrnehmung von Müttern und Vätern?

Während Mütter oft mit existenziellen finanziellen Problemen und dem Druck der Vereinbarkeit kämpfen, stehen Väter häufig vor der Herausforderung, ein fehlendes soziales Rollenmodell zu ersetzen und gegen gesellschaftliche Vorurteile anzukämpfen.

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Details

Title
Alleinerziehend - Was nun? Probleme alleinerziehender Mütter und Väter
College
University of Vechta  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
Zwei
Author
Kristina Niemann (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V16263
ISBN (eBook)
9783638211635
ISBN (Book)
9783638644525
Language
German
Tags
Alleinerziehend Probleme Mütter Väter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Niemann (Author), 2002, Alleinerziehend - Was nun? Probleme alleinerziehender Mütter und Väter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16263
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