Der Bildungsbegriff nimmt mit der Zeit einen enorm wichtigen Platz in allen gesellschaftlichen Bereichen und im Alltagsleben der Menschen ein. Heutzutage treffen Menschen oft auf private oder berufliche Herausforderungen, die sie allein durch ihre schulische Ausbildung teilweise nicht meistern können. Dementsprechend sind immer mehr Menschen dazu gezwungen, immer wieder neue Wege zu gehen und sich weiterzubilden, also ihr Leben lang zu lernen. Nur so können die ständig erneuernden Anforderungen der Gesellschaft erfüllt werden.
Der Begriff Erwachsenenbildung kann aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Die eine Perspektive ist die Bildung Erwachsener und die andere ist die gesellschaftliche Ausdrucksform geschichtlicher Verhältnisse.
In dieser Hausarbeit geht es darum, die beiden Perspektiven zu berücksichtigen und die Geschichte der Erwachsenenbildung/Weiterbildung in einigen auf einander folgenden zeitlichen Abschnitten darzulegen. Hierbei soll auf die Anfänge, die Entwicklung und die Perspektiven der Erwachsenenbildung eingegangen werden, wobei anzumerken ist, dass sich die Erwachsenenbildung zum Teil historisch schwer identifizieren lässt, da sie ihres Gegenstandes nicht immer bewusst ist.
Zumal sich die Bundesrepublik Deutschland in einem Umbruch von einer industrialisierten zu einer Informations- und Dienstleistungsgesellschaft befindet und hohe Arbeitslosenzahlen und Strukturkrisen den Alltag beherrschen, steht die Erwachsenenbildung/ Weiterbildung vor einer ungewissen Zukunft.
Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Entwicklung der Erwachsenenbildung nachzuvollziehen und zu verstehen, was in der Vergangenheit geschehen ist und von welchen Vorstellungen diese Geschehnisse bestimmt waren. Außerdem soll dargestellt werden, was die moderne Erwachsenenbildung beinhaltet und ebenso soll auch auf die Zukunftsaussichten eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erwachsenenbildung vor dem Ersten Weltkrieg
3. Erwachsenenbildung in der Weimarer Republik
3.1. Volkshochschulbewegung
3.2. Neue Richtung
4. Phasen der Entwicklung
5. Erwachsenenbildung in der Zeit des Nationalsozialismus
5.1. Bildungspraxis der Erwachsenenbildung im Nationalsozialismus
5.2. Phasen des Nationalsozialismus
6. Erwachsenenbildung nach 1945 und ihr demokratischer Aufbau
7. Erwachsenenbildung in der DDR
8. Die Ostdeutsche Erwachsenenbildung nach der Wiedervereinigung
9. Rechtsgrundlagen der Erwachsenenbildung
10. Lernorte der Erwachsenenbildung
11. Lernen im Lebenslauf
12. Bilanz
13. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Hausarbeit besteht darin, die historische Entwicklung der Erwachsenenbildung in Deutschland nachzuvollziehen, die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Vorstellungen zu analysieren und einen Ausblick auf die modernen Herausforderungen sowie Zukunftsaussichten zu geben.
- Historische Entwicklung der Erwachsenenbildung vom 19. Jahrhundert bis zur Wiedervereinigung.
- Analyse der bildungspolitischen Einflüsse in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus.
- Struktureller Wandel der Erwachsenenbildung nach 1945 in Westdeutschland und der DDR.
- Bedeutung der Rechtsgrundlagen und zentraler Lernorte für die moderne Weiterbildung.
- Die Rolle des Konzepts "Lernen im Lebenslauf" in der modernen Wissensgesellschaft.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Der Bildungsbegriff nimmt mit der Zeit einen enorm wichtigen Platz in allen gesellschaftlichen Bereichen und im Alltagsleben der Menschen ein. Heutzutage treffen Menschen oft auf private oder berufliche Herausforderungen, die sie allein durch ihre schulische Ausbildung teilweise nicht meistern können. Dementsprechend sind immer mehr Menschen dazu gezwungen, immer wieder neue Wege zu gehen und sich weiterzubilden, also ihr Leben lang zu lernen. Nur so können die ständig erneuernden Anforderungen der Gesellschaft erfüllt werden.
Der Begriff Erwachsenenbildung kann aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Die eine Perspektive ist die Bildung Erwachsener und die andere ist die gesellschaftliche Ausdrucksform geschichtlicher Verhältnisse.
In dieser Hausarbeit geht es darum, die beiden Perspektiven zu berücksichtigen und die Geschichte der Erwachsenenbildung/Weiterbildung in einigen auf einander folgenden zeitlichen Abschnitten darzulegen. Hierbei soll auf die Anfänge, die Entwicklung und die Perspektiven der Erwachsenenbildung eingegangen werden, wobei anzumerken ist, dass sich die Erwachsenenbildung zum Teil historisch schwer identifizieren lässt, da sie ihres Gegenstandes nicht immer bewusst ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Bildungsbegriffs und definiert das Ziel, die historische Entwicklung der Erwachsenenbildung sowie deren zukünftige Perspektiven zu untersuchen.
2. Erwachsenenbildung vor dem Ersten Weltkrieg: Dieses Kapitel beschreibt den gesellschaftlichen Wandel um die Jahrhundertwende und die Entstehung erster bürgerlicher Bildungsvereine sowie Institutionen zur Volksbildung.
3. Erwachsenenbildung in der Weimarer Republik: Hier wird der bildungspolitische Aufschwung durch die Volkshochschulbewegung und die Bedeutung der Weimarer Verfassung für die Erwachsenenbildung dargelegt.
4. Phasen der Entwicklung: Basierend auf Josef Olbrich werden vier wesentliche Entwicklungsphasen vor dem Nationalsozialismus hinsichtlich institutioneller und theoretischer Aspekte analysiert.
5. Erwachsenenbildung in der Zeit des Nationalsozialismus: Das Kapitel behandelt die Instrumentalisierung der Bildungseinrichtungen und die Unterwerfung der Erwachsenenbildung unter die nationalsozialistische Ideologie.
6. Erwachsenenbildung nach 1945 und ihr demokratischer Aufbau: Fokus liegt auf dem Einfluss der Siegermächte und der Bemühung um eine demokratische Neugestaltung der Bildungslandschaft.
7. Erwachsenenbildung in der DDR: Das Kapitel analysiert die zentrale Steuerung der Volkshochschulen und die Rolle der Weiterbildung als gesellschaftliche Pflicht in der DDR.
8. Die Ostdeutsche Erwachsenenbildung nach der Wiedervereinigung: Es wird die Herausforderung der Anpassung ostdeutscher Institutionen an westliche Standards und die Bereinigung des Marktes durch Zertifizierungen beschrieben.
9. Rechtsgrundlagen der Erwachsenenbildung: Zusammenstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Gesetze, die die Erwachsenenbildung in Deutschland regeln.
10. Lernorte der Erwachsenenbildung: Darstellung des Vereinswesens, der Büchereien, Betriebe und Museen als zentrale Orte der Wissensvermittlung.
11. Lernen im Lebenslauf: Erläuterung des Wandels weg vom schulischen Abschluss hin zum lebenslangen Lernen als notwendige Anpassung an die moderne Wissensgesellschaft.
12. Bilanz: Eine quantitative Übersicht über die Entwicklung der Bildungseinrichtungen und Teilnahmezahlen an Weiterbildungsangeboten bis 2008.
13. Zusammenfassung: Abschließendes Resümee über den inhaltlichen Wandel der Begriffe und die anhaltende Bedeutung von Bildung in einer demokratischen Wirtschaftsnation.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Volksbildung, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Demokratisierung, Lebenslanges Lernen, Bildungsgeschichte, Volkshochschule, DDR, Bildungsmarkt, Bildungsrecht, Wissensgesellschaft, Bildungsplanung, Institutionalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der Erwachsenenbildung in Deutschland von der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis in das Jahr 2008.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern gehören die begriffliche Entwicklung von der Volksbildung zur Weiterbildung, die politische Instrumentalisierung in verschiedenen Epochen sowie der Aufbau moderner Bildungsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die historischen Geschehnisse und die damit verbundenen Vorstellungen der Erwachsenenbildung zu verstehen sowie die modernen Anforderungen und Zukunftsaussichten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verfolgt einen historisch-analytischen Ansatz, bei dem die Entwicklung anhand zeitlicher Abschnitte und unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur dargelegt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene historische Perioden, von der Weimarer Zeit über den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit bis hin zur DDR und der Wiedervereinigung, ergänzt durch rechtliche und strukturelle Analysen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erwachsenenbildung, lebenslanges Lernen, Bildungsgeschichte und Demokratisierung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Erwachsenenbildung in der DDR von der im Westen nach 1945?
Während im Westen die Demokratisierung und der Einfluss der Siegermächte eine Rolle spielten, war die Erwachsenenbildung in der DDR zentralistisch organisiert und als gesellschaftliche Pflichtaufgabe definiert.
Welche Auswirkungen hatte die Wiedervereinigung auf die ostdeutsche Erwachsenenbildung?
Die Wiedervereinigung führte zu einem Systemwechsel, der die Stilllegung zahlreicher Betriebsakademien und die Notwendigkeit zur Anpassung an westliche Qualitätsstandards und -strukturen zur Folge hatte.
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- Alla Ujkanovic (Autor:in), 2009, Die Geschichte der Erwachsenenbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162786