Die vorliegende Arbeit liefert eine Strukturanalyse von Eliza Orzeszkowas Erzählung "A…B…C…" aus dem Jahr 18861 anhand der Erzählstrukturelemente Licht sowie Augen und Sehen. Die Arbeit zeigt, dass diese für den behandelten Text von zentraler Bedeutung sind. Betrachtet werden in diesem Zusammenhang die Raumstruktur der Erzählung sowie die Figurencharakterisierung und die Bewegung der Figuren im Raum. Der ausführlichen, textimmanenten Analyse ist eine kurze Einordnung des Erzähltextes in den kulturellen Kontext seiner Entstehungszeit nachgestellt. Dies erscheint sinnvoll, da kein Text im luftleeren Raum existiert und eine Betrachtung seines Kontextes zu einem besseren Verständnis der herausgearbeiteten Strukturen beiträgt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vorab: Die Raumstruktur
- Die Stadt - offizieller und ziviler Raum
- Der offizielle Raum vs. dem zivilen Raum
- Das Gerichtsgebäude als Extremraum des offiziellen Raums
- Die Teilräume des zivilen Raums
- Die Wohnung der Geschwister Lipski
- Das Zimmer der Joanna Lipska und seine Gegenräume
- Das Zimmer des Mieczysław Lipski
- Der ideale vs. dem realen Raum
- Weitere Räume
- Die Stadt - offizieller und ziviler Raum
- Licht vs. Dunkelheit und unsichtbare Mächte
- Das Licht als Bote des idealen Raums
- Licht vs. Dunkelheit
- Aus der Dunkelheit ins Licht
- Licht vs. unsichtbare Kräfte
- Aus dem Licht in die Dunkelheit
- Augen und Sehen als Spiegel der Seele und Instrument der Erkenntnis
- Die Augen als Spiegel der Seele
- Das Sehen als Instrument der Erkenntnis
- Joanna als Betrachtungsobjekt – Blicke als Wendepunkte
- Kostuś
- Mieczysław
- Der Gerichtsvorsitzende
- Joanna als Betrachtungsobjekt – Blicke als Wendepunkte
- Fazit: Licht, Sehen, Augen – Zusammenhänge im Text
- Der kulturelle Hintergrund
- Zusammenfassung und weiterführende Fragestellungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit bietet eine Strukturanalyse der Erzählung „A...B...C...“ von Eliza Orzeszkowa, indem sie die Elemente Licht, Augen und Sehen als zentrale Strukturelemente des Textes untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Raumstruktur der Erzählung, der Figurencharakterisierung und den Bewegungen der Figuren im Raum. Die Analyse ist textimmanent und wird durch eine kurze Einordnung der Erzählung in den kulturellen Kontext ihrer Entstehungszeit ergänzt.
- Die Bedeutung von Licht, Augen und Sehen als Strukturelemente in Eliza Orzeszkowas Erzählung „A...B...C...“
- Die Analyse der Raumstruktur und ihrer Bedeutung für die Figuren und Handlung
- Die Beziehung zwischen dem offiziellen und dem zivilen Raum in der Erzählung
- Die Darstellung der Figuren durch ihre Blicke und die Bedeutung des Sehens für die Erkenntnis
- Die Einordnung der Erzählung in den kulturellen Kontext des 19. Jahrhunderts
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Zielsetzung der Arbeit vor. Kapitel 2 analysiert die Raumstruktur der Erzählung, beginnend mit der Opposition zwischen dem offiziellen und dem zivilen Raum. Die Analyse betrachtet verschiedene Räume wie das Gerichtsgebäude und die Wohnung der Geschwister Lipski. Kapitel 3 untersucht die Bedeutung von Licht und Dunkelheit als strukturelle Elemente, die den idealen und den realen Raum repräsentieren. Kapitel 4 widmet sich den Augen und dem Sehen als Spiegel der Seele und Instrument der Erkenntnis, wobei verschiedene Figuren und ihre Blicke analysiert werden.
Schlüsselwörter
Eliza Orzeszkowa, „A...B...C...“, Raumstruktur, Licht, Dunkelheit, Augen, Sehen, Figurencharakterisierung, kultureller Kontext, Polen, 19. Jahrhundert, Positivismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Eliza Orzeszkowas Erzählung „A…B…C…“?
Die Erzählung aus dem Jahr 1886 thematisiert den Konflikt zwischen zivilem Engagement und staatlicher Unterdrückung im Polen des 19. Jahrhunderts.
Welche Bedeutung hat das Licht in der Erzählung?
Licht fungiert als Bote des „idealen Raums“ und steht im Gegensatz zur Dunkelheit, die oft mit den „unsichtbaren Mächten“ der staatlichen Kontrolle assoziiert wird.
Wie werden die Augen der Figuren charakterisiert?
Augen dienen als „Spiegel der Seele“ und das Sehen als Instrument der Erkenntnis, was besonders an den Blicken auf die Protagonistin Joanna deutlich wird.
Was ist der Unterschied zwischen offiziellem und zivilem Raum?
Der offizielle Raum (z.B. das Gericht) repräsentiert die Macht des Staates, während der zivile Raum (die Wohnung) die Privatsphäre und moralische Ideale darstellt.
In welchem kulturellen Kontext entstand das Werk?
Das Werk ist dem polnischen Positivismus zuzuordnen, einer Epoche, die Bildung und organische Arbeit als Mittel des nationalen Überlebens betonte.
- Quote paper
- Dominika Sobecki (Author), 2009, Licht vs. Dunkelheit und unsichtbare Mächte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162793