Geschäftsideen sind selten 1:1zu übernehmen. Die Übernahme einer Idee ist abhängig von dem eigenen Können, von der eigenen Zielsetzung, den finanziellen Verhältnissen, dem Firmensitz etc.
Generell lässt sich sagen, dass eine Unternehmensgründung in ländlichen Gebieten deutlich schwieriger ist als in dicht besiedelten Gebieten, denn im Normalfall wird für eine Firmengründung eine größere Zahl von Kunden benötigt.
In den letzten 60 Jahren hat sich in den Industrieländern die Struktur der Betriebe tiefgreifend gewandelt. Die Anzahl der Produktionsbetriebe hat sich permanent verringert, während die Zahl der Dienstleistungsbetriebe laufend zugenommen hat und immer noch zunimmt. Entsprechend diesem Trend sind die vorgestellten Ideen überwiegend aus dem Dienstleistungsbereich.
Die dargestellten Angebote können im Einzelfall direkt übernommen werden, aber das ist nicht die Zielsetzung dieses Beitrages. Ziel dieses Beitrages ist, Überlegungen zu provozieren, wie man die generelle Idee eines Angebotes für sich nutzen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Mit neuen Angeboten in die Selbständigkeit, Teil III
1.1 Leistungen während der Abwesenheit
1.1.1 Beispiele
1.1.2 Mögliche Umsetzungen
1.2 Neue Dienstleistungen entwickeln
1.3 Hausarbeits-Service
1.3.1 Mögliche Umsetzungen
1.4 Reparaturdienst für Fahrräder
1.4.1 Mögliche Umsetzungen
1.5 Durch teilen neue Märkte erschließen
1.5.1 Mögliche Umsetzungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, angehende Unternehmer und Dienstleister durch praxisnahe Beispiele zu inspirieren, bestehende Geschäftsideen zu adaptieren und durch innovative Servicekonzepte neue Marktchancen zu erschließen.
- Anpassung und Adaption von Geschäftsideen an individuelle Voraussetzungen
- Optimierung von Dienstleistungen durch zeitliche oder funktionale Mehrwerte
- Entwicklung neuer Angebote aus bestehenden Kundenbedürfnissen
- Nutzung von Kooperationen und Ressourcen-Sharing zur Markterschließung
Auszug aus dem Buch
Hausarbeits-Service
Eine besonders naheliegende Geschäftsidee kommt aus Finnland, die offensichtlich einen echten Bedarf deckt. Der Hausarbeits-Service „pittujuttu“ ist für all jene gedacht, die im Garten, im Haus, in der Wohnung einfache Arbeiten ohne Handwerker ausführen wollen, aber keine Zeit haben, nicht über das notwendige Werkzeug verfügen, nicht genügend Know-how besitzen oder Hilfe benötigen, weil die Arbeit für sie zu schwer ist, sie aber keinen teuren Handwerker bezahlen wollen.
Der Erfinder dieser Dienstleistung rüstete einen Van umfassend mit Werkzeug aus und bietet seine Dienste an, die von Ausbessern von Fliesenarbeiten, Regale und Möbel aufbauen, Dachrinnen reinigen, kleine Tapezierarbeiten bis hin zu Sträucher und Büsche roden, reichen.
Bereits nach wenigen Monaten wurde schon ein zweiter Wagen in Betrieb genommen. Mehr Infos unter www.pikkujuttu.com
Zusammenfassung der Kapitel
Mit neuen Angeboten in die Selbständigkeit, Teil III: Einführung in die strategische Überlegung, wie eigene Dienstleistungsangebote durch Kundenfokus und Standortwahl optimiert werden können.
Leistungen während der Abwesenheit: Analyse des Potenzials, Dienstleistungen anzubieten, während Kunden nicht anwesend sind, illustriert an Beispielen aus der Reinigungs- und Kfz-Branche.
Neue Dienstleistungen entwickeln: Darstellung der Innovationskraft, die aus persönlichen Bedürfnissen oder gezieltem Nachdenken über Marktlücken resultiert.
Hausarbeits-Service: Vorstellung eines finnischen Erfolgsmodells, das einfache handwerkliche Hilfeleistungen für Privatpersonen mobil anbietet.
Reparaturdienst für Fahrräder: Untersuchung eines Servicekonzepts, das durch bequeme Abholservices während der Arbeitszeit einen klaren Kundenmehrwert schafft.
Durch teilen neue Märkte erschließen: Erläuterung des Modells der Flächen- oder Ressourcen-Teilung, um Kosteneffizienz für Gründer und Freiberufler zu erhöhen.
Schlüsselwörter
Dienstleistung, Existenzgründung, Geschäftsidee, Servicekonzept, Kundenmehrwert, Marktpotenzial, Innovation, Ressourcen-Sharing, Unternehmertum, Zielgruppenanalyse, Effizienz, Prozessoptimierung, Flexibilität, Selbstständigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Optimierung von Dienstleistungsangeboten für Existenzgründer und Unternehmer, um durch innovative Ansätze erfolgreich in den Markt einzutreten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation von Kundenbedürfnissen, der zeitlichen und inhaltlichen Anpassung von Serviceleistungen sowie der Nutzung von Kooperationsmodellen zur Effizienzsteigerung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Leser durch reale Beispiele zu provozieren, eigene Geschäftsideen kritisch zu hinterfragen und Potenziale für eine erfolgreichere Marktpositionierung zu entdecken.
Welche methodische Vorgehensweise wird hier angewandt?
Der Autor nutzt die Fallbeispielmethode, bei der bestehende, erfolgreiche Geschäftsmodelle analysiert und auf ihre Übertragbarkeit sowie Optimierbarkeit geprüft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden verschiedene Dienstleistungsansätze, wie Services während der Kundenabwesenheit, mobile Handwerksleistungen und Shared-Space-Modelle detailliert vorgestellt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Begriffe sind Dienstleistungsentwicklung, Kundenorientierung, Prozessinnovation und unternehmerische Flexibilität.
Wie lässt sich das "Pittujuttu"-Modell auf andere Dienstleistungen übertragen?
Das Modell zeigt, dass durch eine umfassende mobile Ausstattung und die Fokussierung auf einfache Tätigkeiten eine spezifische Zielgruppe bedient werden kann, die sich professionelle Großhandwerker nicht leisten möchte.
Welche Rolle spielt die Zeit bei der Entwicklung neuer Serviceangebote?
Die Zeit ist ein entscheidender Faktor, da die Verlegung von Dienstleistungen in Zeiten der Kundenabwesenheit oder außerhalb klassischer Arbeitszeiten einen signifikanten Wettbewerbsvorteil darstellen kann.
Warum ist das "Teilen" (Sharing) ein zukunftsweisendes Konzept für Gewerbeimmobilien?
Das Konzept ermöglicht es, durch die Vermietung an Kleingewerbetreibende und Freiberufler Synergien zu schaffen, Kosten für den Nutzer zu senken und gleichzeitig Leerstände effizient zu bewirtschaften.
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- Hans-Jürgen Borchardt (Author), 2010, Mit neuen Angeboten in die Selbständigkeit, Teil 3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162808