Thema:
Asterix und Obelix im Gleichgewicht!?
-------
Wir untersuchen den zweiseitigen Hebel
Leitziel
Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass beim zweiseitigen Hebel der Zusammenhang zwischen den wirkenden Kräften (F1, F2) und der Länge der Hebelarme (s1, s2) durch das Hebelgesetz ausgedrückt wird.
I. Lerngruppenanalyse
Beobachtungen zum Lernverhalten
Die Klasse 7d setzt sich aus 17 Jungen und 11 Mädchen zusammen und ist mit 28 Schülern eine recht große Lerngruppe. Die Lerngruppe ist mir bereits vom letzten Schulhalbjahr durch die Hospitation bekannt. Seit Februar unterrichte ich die Klasse im eigenständigen Unterricht. Die Lernbereitschaft der Klasse, sowie der Leistungs- und Lernstand sind als heterogen zu bezeichnen.
Die Klasse lässt sich sehr leicht ablenken, was besonders in Gruppenarbeitsphasen zu beobachten ist und Auswirkungen auf das Lern- und Arbeitstempo hat. Einige SuS stören häufiger durch pubertäres Verhalten den Unterricht, rufen dazwischen und halten sich nicht an die vereinbarten Regeln. Es gibt SuS, die gut arbeiten und nicht stören, sich aber selten melden.
Durch die Einstiegsfolie mit Asterix und Obelix erhoffe ich mir eine Aktivierung aller SuS. Des Weiteren soll den SuS mithilfe des Einstiegs und des gelenkten Unterrichtsgesprächs das Stundenthema transparent gemacht, sowie ihr Interesse am physikalischen Arbeiten geweckt werden.
Im Sinne der Differenzierung muss der Unterricht auch für jeden einzelnen fördernd sein, so dass gerade die schwachen Schülerinnen und Schülern nicht den Anschluss verlieren.
Um Störungen des Unterrichts zu vermeiden, ist es notwendig, dass die Motivation der Schüler durch einen alltagsbezogenen Einstieg über den gesamten Stundenverlauf gewährleistet ist.
Bezug zum konkreten Stundenthema
Betrachtet man Spielplätze auf der ganzen Welt, so ist die Wippe ein Spielgerät, das nahezu auf jedem Spielplatz zu finden ist. Daher ist davon auszugehen, dass fast jeder Schüler schon einmal auf einer Wippe gesessen hat.
Da jeder Schüler weiß, was eine Wippe ist, wird ein Alltagsbezug schnell hergestellt. Diese „Wipperlebnisse“ und Erfahrungen mit dem Gerät werden den Schülerinnen und Schülern eine Hilfe sein, um den zweiseitigen Hebel genauer zu untersuchen. Auch haben die meisten Schüler schon mit „schwereren“ und „leichteren“ Partnern gewippt. Um das Ganze zu veranschaulichen, werden die Figuren Asterix und Obelix gewählt, die auf einer Wippe im Gleichgewicht sind.
[...]
Inhaltsverzeichnis
I. Lerngruppenanalyse
Beobachtungen zum Lernverhalten
Bezug zum konkreten Stundenthema
Besonderheiten
Rahmenbedingungen
II. Didaktische Analyse
Sachanalyse
Einbettung des Themas in den Lehrplan und die Bildungsstandards
Begründung des Themas
Stellenwert der Stunde in der Unterrichtseinheit
Fachliches Vorwissen – Vorerfahrungen
Didaktische Reduktion
Didaktischer Lösungsweg
Differenzierung
Schwierigkeitenanalyse
Hausaufgabe
III. Methodische Analyse
Methodischer Schwerpunkt
Begründung des weiteren methodischen Vorgehens
IV. Lernziele
Leitziel
Feinlernziele
V. Verlaufsplan
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung des physikalischen Hebelgesetzes im Kontext eines zweiseitigen Hebels für eine 7. Klasse. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Schülerinnen und Schüler durch eine gegenständliche Abstraktionsreihe vom konkreten Alltagsbeispiel einer Wippe zu einer mathematischen Verallgemeinerung gelangen können.
- Physikalisches Verständnis von Kraft, Masse und Hebelarm.
- Methodik des forschend-entdeckenden Lernens im Physikunterricht.
- Konzeption von Unterrichtsphasen zur mathematischen Abstraktion.
- Anwendung des Hebelgesetzes auf Alltagsphänomene.
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Der mechanische Hebel gehört wie die schiefe Ebene, die Rolle, der Flaschenzug, die Kurbel, das Wellrad oder das Getriebe zu den in der Physik bezeichneten „Einfachen Maschinen“. Mit Hilfe von einfachen Maschinen kann man Kraft auf Kosten des zurückgelegten Weges sparen. Einfache Maschinen sind Geräte, die bei bestimmten Arbeiten Angriffspunkt, Richtung oder Größe der erforderlichen Kraft zwecks Arbeitserleichterung verändern können. Sie sind Kraftwandler. Die einfachen mechanischen Maschinen dienen zur Verrichtung von Arbeit. Die geringe Kraft von Mensch und Tier soll „vergrößert“ werden. Ein Hebel ist einer der wichtigsten Kraftwandler. Er dient, wie alle mechanischen Maschinen, dazu Arbeit zu erleichtern, nicht zu sparen. Die zu leistende Arbeit bleibt nach der Formel „Arbeit ist gleich Kraft mal Weg" oder als Formel: W = F * s gleich.
Das heißt, eingesparte Kraft geht auf Kosten des Weges, die zu leistende Arbeit wird keineswegs weniger.
Wählt man den Lastarm entsprechend kurz im Vergleich zum Kraftarm, so ist man mit einem Hebel in der Lage, große Lasten mittels einer vergleichsweise geringen Kraft zu bewegen.
In der Physik wird umfassend jeder Körper, der um eine feste Achse drehbar ist, als Hebel bezeichnet. In vereinfachter Form besteht der Hebel aus einer starren Stange, die um eine feste Achse drehbar gelagert ist. Man unterscheidet zweiseitige und einseitige Hebel, wobei im ersten Fall die angreifenden Kräfte auf beiden Seiten der Drehachse wirken, während sie im zweiten Fall nur auf einer Seite der Drehachse wirken.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Lerngruppenanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die sozio-ökonomischen und lernbezogenen Rahmenbedingungen der Klasse 7d sowie die methodischen Anpassungen aufgrund der aktuellen Raumsituation.
II. Didaktische Analyse: Hier wird das physikalische Sachwissen über Hebel dargelegt, die Einbettung in den Lehrplan erläutert und die didaktische Reduktion für das Unterrichtsniveau begründet.
III. Methodische Analyse: Der Fokus liegt auf der Erarbeitung des Hebelgesetzes durch eine dreistufige Abstraktionsreihe und der Begründung des gewählten forschend-entdeckenden Vorgehens.
IV. Lernziele: Dieses Kapitel definiert das übergeordnete Leitziel sowie die fachlichen, methodischen und sozialen Feinlernziele für die Schülerinnen und Schüler.
V. Verlaufsplan: Dieser Teil enthält die detaillierte zeitliche und inhaltliche Strukturierung der Unterrichtsstunde inklusive Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Physikunterricht, Hebelgesetz, zweiseitiger Hebel, Mechanik, Einfache Maschinen, Drehmoment, Gleichgewicht, Kraftwandler, Schülerexperiment, Abstraktion, Didaktik, Physik, Wippe, Lernziel, Lehrprobe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine benotete Lehrprobe im Fach Physik zum Thema „zweiseitiger Hebel“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Mechanik, speziell das Hebelgesetz, Kraftwandler und das Kräftegleichgewicht an einem zweiseitigen Hebel.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, wie Kräfte und Hebelarme bei einem zweiseitigen Hebel zusammenwirken, um ein Gleichgewicht zu erzeugen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterricht folgt dem forschend-entdeckenden Prinzip, unterstützt durch eine gegenständliche Abstraktionsreihe.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lerngruppe, die didaktische Einbettung, die fachliche Sachanalyse sowie die methodische Gestaltung des Unterrichtsprozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Hebelgesetz, Physikunterricht, zweiseitiger Hebel, Abstraktion, Mechanik und Gleichgewicht sind die zentralen Begriffe.
Warum wird als Einstieg das Bild von Asterix und Obelix gewählt?
Die Figuren dienen der Motivation und stellen einen Alltagsbezug zu einer Wippe her, um das physikalische Interesse der Schüler zu wecken.
Wie wird mit leistungsschwächeren Schülern umgegangen?
Durch Partnerarbeit und ein Helfersystem sollen stärkere Schüler schwächere unterstützen, um einen Lernabschluss für alle zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt der Drehpunkt in diesem Entwurf?
Der Drehpunkt ist für die Schüler ein neues Konzept, das durch die Lehrkraft explizit eingeführt werden muss, um das Hebelgesetz mathematisch zu verstehen.
- Quote paper
- Martin Mayer (Author), 2010, Unterrichtsstunde: Zweiseitiger Hebel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162817